Da in Zusammenhang mit LiFe immer wieder die gleichen Fragen auftauchen, und ich am Anfang auch vor denselben stand, hab ich mir gedacht, ich beginne mal einen Thread mit Praxistipps. Nummeriert und mit dem Thema jeweils in Fettschrift, damit es übersichtlicher wird. Verbesserungen und Anregungen jederzeit, aber bitte keine pseudoreligiösen Grundsatzdiskussionen!
Los gehts:
1. Neue Packs: Am besten alle Zellen zuerst einzeln entladen und laden, damit alle am gleichen Niveau sind. Geht sehr gut übers Balancerkabel. Nicht zu hohe Ströme, da niedriger Leitungsquerschnitt.
2. Zellendrift: Keine Panik und nicht mit LiPos vergleichen! Ich hatt am Anfang Drifts bis 0,25V. Das sagt nicht allzuviel über den Ladezustand aus, da die Zellen in Ruhe oder unter Strom (Laden oder Entladen) unterschiedlich reagieren. Nach ca. 20-25 Zyklen gleichen sich die Zellen allmählich an.
3. Balancen: Nicht übertreiben. Speziell am Anfang den Zellendrift eher ignorieren, ansonsten schuftet sich der Balancer zu Tode. Herstellerangaben folgen und ca. jedes 10. mal balancen.
4. Entladespannung: Darauf achten, dass 2,0 V nicht unterschritten werden, sonst reduziert sich die Lebensdauer. Regler auf 2,3 V/Zelle Abschaltspannung einstellen.
5. Ladestrom: Was das Ladegerät hergibt
. Aber nicht über 4 C.6. Zellentemperatur: Möchlichst 60° C nicht überschreiten (nach dem Flug messen!). Ich lasse immer eine Pause von ca. 10 Min. vor dem nächsten Ladevorgang, da ansonsten die Temperatur noch etwas steigen kann, wenn man sofort reinlädt.
7. Leistungsfähigkeit: Wird bei warmen Zellen besser. Daher: Erster Flug ist Aufwärmflug, danach gehts zur Sache.

8. Wieviel LiFe statt soundsoviel LiPo: Ich rechne bei meinem Flugstil und Setup folgendermaßen (sind Durchschnittswerte, auf den gesamten Entladezyklus gerechnet, und sicherlich sehr individuell!):
LiFe ca. 2.9 V pro Zelle.
LiPo ca. 3.8 V pro Zelle.
Ergibt z. B. für 10s Lipo 38 Volt, was 13s LiFe (37.7 V) entspricht.
9. Spannungsstabilität unter Last: Meiner Erfahrung nach umso besser, je höher die Spannung des Setups (klar, niedrigere Ströme...). Die Leistung von Lipos darf man sich realistischerweise nicht erwarten, Freunde des 3D-Zappelns werden nicht begeistert sein. Zum ßben aber sehr brauchbar.
So, nun seid ihr dran!
LG, Andreas



). Dort sind verschiedene Einsatzbreiche der A123 beschrieben u.a. auch ein T-Rex 450er mit 3 Zellen A123, allerdings neuem Motor für die geringere Spannung und großem Ritzel; dann geht auch das. Dort findest Du auch alle anderen Infos zu dem Thema.
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