Bleiakku zum Laden - Test + Fragen

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  • guido
    guido

    #1

    Bleiakku zum Laden - Test + Fragen

    Hallo !

    Seit gestern habe ich einen 100 Ah Blei-Gel Akku von Banner (ein Modell für Rollstühle) zur Versorgung der Ladegeräte. An den Polen hat der Akku 6 mm Schraubanschlüsse. Angeschlossen werden zwei Pulsar 2 Ladegeräte, die beim Laden eines 6s3p Konion 1300 Akkus (3.9 Ah) je ca. 25 A ziehen.

    Die Akkus konnte ich so 5 mal laden (mit dem Bleiakku aus dem Karton), zuhause habe ich dann 47 Ah nachgeladen. Nach Datenblatt soll ich bei 1C Entladung (also mit 100 A) 60 Ah nutzbrare Kapazität haben, 47 Ah sind also deutlich zu wenig.

    Mir ist aufgefallen, dass die Kontaktierung der Batterie mit den Klammern am Ladegerät offenbar problematisch ist: Diese werden teilweise recht warm, was sich duch etwas hin und her bewegen der Klammern am Batteriepol beheben lässt. Setze ich die Klammern des zweiten Ladegerätes auf die des ersten drauf, zeigen beide Laegeräte unter Last deutlich verschiedene Eingansspannungen an (0,5 V Unterschied).

    Ich will nun durch Kürzen der Kabel zum Ladegerät und optimale Kontaktierung der Batterie mehr Kapazität herausholen und habe folgende Fragen:

    - Wie würdet ihr die Kabel vom Ladegrät an der Batterie befestigen ?
    - Wie sieht es euren Batterien mit der nutzbaren Kapazität aus ?

    CU Guido
  • Wilfried
    Member
    • 29.07.2003
    • 949
    • Wilfried
    • MFC Bremthal

    #2
    AW: Bleiakku zum Laden - Test + Fragen

    Hallo Guido

    Ich bin auch auf der Suche nach einer Stromquelle für meine Lader auf dem Platz.
    Wo hast Du das Teil gekauft und zu welchem Preis ( 100Ah Blei - Gel ... oh oh )

    Wenn die Batterie absolut neu ist, gehe ich mal davon aus, dass diese nicht voll geladen war.
    Was hat denn ein weiteres Laden limitiert ? => die unterspannungswarnung des / der Lader ?
    Bis zu welcher Spannung hast Du den Bleiakku entladen ?

    zur Verbindung Lader an Batterie :
    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit 5 mm Goldsteckern gemacht .
    Bei Standardpolklemmen hatte ich einfach eine entsprechnede Bohrung in die Anschlusspole gesetzt.
    In Deinem Fall ( zwei Lader parallel nutzen ) würde ich mir einen Adapter ( Klemmöse 6 mm ) bauen und 2 Stück 5 mm Goldkontakt - Bucksen anlöten und die Klammern durch entsprechende Stecker austauschen .
    GruÃ? Wilfried
    => pfui " Verbrenner-Stinker " !
    http://www.mfc-bremthal.de/

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    • guido
      guido

      #3
      AW: Bleiakku zum Laden - Test + Fragen

      Hallo Wilfried !

      Ich habe den Akku hier gekauft:



      Die Ladegeräte schalten bei 10 V (unter Last) ab, laden tue ich den Akku bis 14,1 V (ist so auf dem Etikett angegeben).

      Eben weil der Akku neu und vermutlich nicht voll war, hätte ich erwartet mehr nachladen zu können. Die Idee mit den 5 mmm Steckern finde ich gut, werde das mal testen. Die Klemmen sind bei mir leider nur Löcher mit einer M6 Schraube drin.

      CU Guido

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      • guido
        guido

        #4
        AW: Bleiakku zum Laden - Test + Fragen

        Hier noch ein Bild vom Pol meiner Batterie:
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        • TorstenS
          Member
          • 27.04.2006
          • 172
          • Torsten

          #5
          AW: Bleiakku zum Laden - Test + Fragen

          Hallo Guido,

          was steht denn im Datenblatt, wieviele Zyklen das gute Stück hält, wenn du bis zur Kapazitätsgrenze entlädst?
          Bei meiner Gel-Batterie war die Empfehlung, nicht mehr als 60% der Kapazität zu entnehmen, damit die Lebensdauer nicht drastisch in den Keller geht.
          Die Polklemmen machen ja einen recht zierlichen Eindruck. Da würde ich zunächst auch ein größeres Kupferstück anschrauben, an dem dann hochstromfähige Buchsen verschraubt und/oder verlötet sind.
          Die Kabel sollten bei den Strömen so kurz wie möglich sein. Du kannst ja mal eine Hochrechnung machen, welche Leistung über den Zuleitungen verbraten wird und ob das gravierend im Vergleich zur vom Lader genutzten Leistung ist.

          Tschüss
          Torsten

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          • guido
            guido

            #6
            AW: Bleiakku zum Laden - Test + Fragen

            Hallo !

            Hier das Diagramm Zyklen/Entaldetiefe aus dem Datenblatt.
            Da ich bei den hohen Strömen ohnehin nicht mehr als 60 % entnehmen kann, komme ich nicht in den kritisch Bereich.

            CU Guido
            Angehängte Dateien

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            • Wilfried
              Member
              • 29.07.2003
              • 949
              • Wilfried
              • MFC Bremthal

              #7
              AW: Bleiakku zum Laden - Test + Fragen

              Hallo Guido

              Ich fürchte hier verewchselst Du was .
              Gerade weil Du im Parallelbetrieb 50A dauerhaft aus dem Akku ziehst, solltes Du beim Entladen auf eine Minimalspannung pro Zelle nicht unter 1,8V entladen. ( min. 10,8V )
              Es gibt so schöne Schaubilder die die erreichbare Zyklenzahl in Abhängigkeit der Nutzung der
              Akku - Kapazität aufzeigen und Angaben entnehmbarer Kapazität in Abhängigkeit des gezogenen Stroms.
              50A Dauer ist schon eine Hochstromentladung !!!

              Ich würde Dir raten, die Pulsar auf 11 Volt minimaler Versorgungsspannung zu stellen... dann wirst Du lange an deinem sündhaft teuren Blei - Gel - Akku haben !
              ( die letzten 15% Kapazität kosten u.U. 50% Lebensdauer ! )
              GruÃ? Wilfried
              => pfui " Verbrenner-Stinker " !
              http://www.mfc-bremthal.de/

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              • X.B.2408
                Gast
                • 08.07.2007
                • 234
                • D.

                #8
                AW: Bleiakku zum Laden - Test + Fragen

                Einen solchen Gelakku sollte man nur bis 70% respektive 11,8 V entladen um die Lebensdauer nicht deutlich zu reduzieren. Einfach mal ein wenig über Bleiakkus lesen schadet sicher nicht. http://www.elweb.info/projekte/dieterwerner/AKKU1A1.pdf

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                • guido
                  guido

                  #9
                  AW: Bleiakku zum Laden - Test + Fragen

                  Hallo Wilfried,

                  mit den 1,8 V bzw. 11 V hast du sicher recht, allerdings habe ich bei meiner provisorischen Verkabelung einen derart hohen Spannungsabfall, das ich bei 10 V am Ladegerät sicher noch 1 V mehr an den Elektroden der Batterie habe.

                  Im Auto-Hifi Bereich gibt es massive Kabelschuhe aus vergoldetem Kupfer, die werde ich mal testen. In Verbindung mit kurzen Kabeln bringt das hoffentlich den gewünschten Erfolg (einen deutlich geringeren Spannungsabfall).

                  Zur Entladung habe ich noch Verständnissfragen:

                  - Wenn ich aus Lebensdauergründen z.B. nur 60 %, bei mir also 60 Ah entnehme, ist es dann egal wie schnell ich das mache, oder darf ich ohne Lebensdauerverlust mehr entladen, wenn ich dies mit geringeren Stromstärken tue ?

                  - Ist das mit dem Verstellen der minimalen Versorgungsspannung so gemeint, dass die 11 V der Spannung des Akkus nach Entnahme der besagten 60 Ah entsprechen sollen (bei geringerer Entladestromstärke muss ich also mehr als 11 V einstellen) ?

                  CU Guido

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                  • guido
                    guido

                    #10
                    AW: Bleiakku zum Laden - Test + Fragen

                    Hallo X.B.2408 !

                    Danke für den Link, den kannte ich noch nicht. Mit 11,8 V minimaler Versorgungsspannung schaffe ich im Moment leider nicht mal einen Ladevorgang :-(. Ich muss wohl auf die Kabelschuhe warten und nochmal probieren.

                    Bis dahin vielen Dank für die Ratschläge !

                    CU Guido

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                    • Wilfried
                      Member
                      • 29.07.2003
                      • 949
                      • Wilfried
                      • MFC Bremthal

                      #11
                      AW: Bleiakku zum Laden - Test + Fragen

                      Hallo Guido

                      Es ist mit Sicherheit nicht egal, welchen Strom Du aus dem Akku ziehst.
                      Die mögiche Entnahmemenge ist direkt abhängig vom Strom!
                      Bei Hochstromentnahmen kann man u.U. nur 60% der Nominalkapazität entnehmen und hat dabei eine Entladung von 100% erreicht.
                      Deine schon hoch gegriffenen 60% solltest Du ggf. nur bei einem Strom von 0,1C nutzen und bei höheren Strömen entsprechned weniger !
                      Eine weiter Rolle spielt hier die Temperatur

                      Du solltes die 11V am Pulsar als minimale Abschaltspannung einstellen... d.h. der Pulsar beendet die Ladung im Falle dass die Versorgungsspannung unter diesen Wert fällt. ( hierbei wird die echte Klemmenspannung am Blei - Akku um den Spannungsabfall der Leitungen höher und damit auf der sicheren Seite sein ) .

                      Das Problem bei fast allen Akkus ist, dass nur einmalige " Fehlbedienung " bereits irreversible Schäden verursachen kann . Deine 10V Tief - Entladung kann im schlechtesten Fall schon dazu geführt haben, dass von den nominal 100Ah unwiederbringlich nur noch z.B. 80 Ah im günstigsten Fall entnehmbare Kapazität übrig geblieben sind !

                      Weniger ist hier mehr !

                      Wie kommst Du denn beim Laden eines 1300er 6S3P - Akkus auf 25A aus dem Versorgungsakku
                      - 6S Konion = Ladeschlussspannung von 24,6 V ( 6 * 4,1V/Zelle )
                      - bei 12 Volt Versorgungsspannung ergibt dies einen Faktor von 2,05

                      Wenn Du nun die Konions mit max. 1,5 C lädst ( 1 C ist besser !! ) entspricht dies einem Strom von " nur " 5,85 A ( mit nur 80% Wirkungsgrad des Laders angenommen also ca.7,3 A )
                      Aus dem Blei - Akku würden in diesem Fall also max. 15A entnommen werden !
                      Wie kommst Du denn auf 25 A ?
                      GruÃ? Wilfried
                      => pfui " Verbrenner-Stinker " !
                      http://www.mfc-bremthal.de/

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                      • guido
                        guido

                        #12
                        AW: Bleiakku zum Laden - Test + Fragen

                        Hallo !

                        Ich lade die Konions mit dem maximal am Lader einstellbaren Strom im Fast Modus, daher die 25 A. O.K., empfohlen wird das nicht, aber die Akkus machen das schon sehr lange klaglos mit.

                        Mal sehen wie oft ich meine Akkus unter den hier empfohlenen Bedingungen überhaupt noch laden kann, ggf. war das mit dem Bleiakku keine gute Idee :-(.

                        CU Guido

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                        • X.B.2408
                          Gast
                          • 08.07.2007
                          • 234
                          • D.

                          #13
                          AW: Bleiakku zum Laden - Test + Fragen

                          Hättest du mal besser sowas gekauft: http://www.kd-modelltechnik.de/shop/...-12V-50Ah.html
                          Wobei du dort deutlich sehen kannst wie gering die nutzbare Kapazität bei hohen Entladeströmen ist.
                          Aber zwei Stück von den Akkus parallel geschalten ergeben bei gleichem Gewicht die Kapazität wie du jetzt hast - nur wesentlich zyklenfester.

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                          • guido
                            guido

                            #14
                            AW: Bleiakku zum Laden - Test + Fragen

                            Hallo !

                            Also so viel besser als bei meinem Akku lesen sich die Daten auch nicht:

                            0,5C-Entladerate (25A bis 9,8V) 33Ah

                            Das sind 66 % nutzbare Kapazität, wobei das ja noch extremer tiefentladen wäre als bei mir. In der Praxis, wenn ich nur bis 11 V entlade, dürften das dann noch weniger Ah sein :-(.

                            CU Guido

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                            • AlexBonfire
                              Senior Member
                              • 07.01.2005
                              • 4593
                              • Alexander
                              • Schallodenbach

                              #15
                              AW: Bleiakku zum Laden - Test + Fragen

                              Von dem Akku gibt es aber bereits einen positiven Test:
                              >>>>>>>> Alex <<<<<<<<

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