Akku laden und/oder lagern. Wie denn nun wirklich?

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  • Promaetheus
    Member
    • 06.07.2006
    • 328
    • Alexander
    • Vomp in Tirol (MSGU-Modellsportgruppe Unterland - Schwaz)

    #1

    Akku laden und/oder lagern. Wie denn nun wirklich?

    Ich habe nun so viele verschiedene Ratschläge bekomme dass ich mir total unsicher bin wie ich meine Akkus denn nun wirklich laden und lagern soll:

    Lagern:
    LiPo: Voll, Leer oder Halbleer?
    Es gibt für alle Optionen Befürworter. Was sagt ihr?

    NiMH: Voll, Leer oder Halbleer?
    Ebenfalls schon alles gehört. Was ist richtig?

    Laden:
    LiPo: Mindestens 0,5C
    Ich hatte meine 2000er Akkus immer mit 100mAh geladen um sie schonend zu befüllen. Nun hat mir jemand gesagt ich müsste mindestens 0,5C, also in diesem Falle mit 1A (!!) laden?! Ist das richtig?

    NiMh: Hier habe ich noch keine Empfehlungen erhalten. Ich lade sie normalerweise immer mit 100mAh um sie zu schonen. Ist das (wie mir bei den LiPos ja gesagt wurde) denn falsch?

    Ich wäre sehr froh wenn Ihr mir da mal Eure Erfahrungen schildern könntet.
    Viel nützliche Infos und meine Helis auf www.rc-info.at
  • titan
    titan

    #2
    AW: Akku laden und/oder lagern. Wie denn nun wirklich?

    hallo

    mit den akkus kenne ich mich nicht so gut aus - lade lipos mit 1c - nach dem fliegen lade ich sie wieder voll und lagere sie

    aber ich schreibe dir weil ich sehe du hast auch eine hughes 500 mit vario mechanik

    ich auch

    habe probleme mit dem heckrohr - es ist zu weich und mit der antriebswelle für den heckrotor klappts auch noch nicht so recht - eiert hörbar beim fliegen

    vielleicht hast du ja dafür ein paar tipps parat

    lg titan

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    • courg
      courg

      #3
      AW: Akku laden und/oder lagern. Wie denn nun wirklich?

      Hallo,

      Lipos lagern: unter 3,9V/Zelle und über 3,5V (sind ca. zw. 10% u. 50% Restkapa). Grund: Lipos haben eine chemisch nicht besonders stabile Zellstruktur. ßber 3,9V korrodieren die Elektroden. So gehen wohl mehr Lipos kaputt als durch Ladezyklen.

      NiMh lagern: voll, da sich die Zellen unterschiedlich selbst entladen und so vermieden wird, dass sie unter 1,1V/Zelle kommen. Das mögen sie nicht so oft. MiMh am Besten gar nicht lagern => ßfter Pflegen für Hochstrom-Anwendungen.

      Lipos laden: Soweit ich weiß gibt es bei Laderaten um 0,5C keine nennenswerten Einbußen der Lebensdauer, also warum langsamer laden?

      NiMh laden: würde sie mit 0,5C bis 1C laden, damit das Ladegerät das Ladeende deutlich erkennt. Bei geringen Strömen sehe ich die ßberladegefahr. Bei 100mA und typ. 3300mAh frage ich mich aber, ob Du den Akku je wirklich voll bekommen hast.

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      • JD
        JD

        #4
        AW: Akku laden und/oder lagern. Wie denn nun wirklich?

        Hi,

        die Firma Schulze hat einige Antworten auf deine Fragen als PDF zum download.




        Gruß JD

        Kommentar

        • Promaetheus
          Member
          • 06.07.2006
          • 328
          • Alexander
          • Vomp in Tirol (MSGU-Modellsportgruppe Unterland - Schwaz)

          #5
          AW: Akku laden und/oder lagern. Wie denn nun wirklich?

          da wären wir wieder bei der thematik:

          Zitat von courg Beitrag anzeigen
          NiMh lagern: voll, da sich die Zellen unterschiedlich selbst entladen und so vermieden wird, dass sie unter 1,1V/Zelle kommen. Das mögen sie nicht so oft. MiMh am Besten gar nicht lagern => ßfter Pflegen für Hochstrom-Anwendungen.
          vs.

          Zitat von schulze-pdf
          Selbst wenn das Reflexladen diesen einen Effekt verhindern sollte,
          kommen Sie auf keinen Fall darum herum, Ihre Ni-Cd und Ni-
          MH* Zellen in leerem Zustand zu lagern.
          genau das meinte ich mit "habe unterschiedliche meinungen/empfehlungen bekommen". gegensätzlicher als im obigen beispiel könnte die meinung wohl kaum mehr sein.
          Viel nützliche Infos und meine Helis auf www.rc-info.at

          Kommentar

          • JD
            JD

            #6
            AW: Akku laden und/oder lagern. Wie denn nun wirklich?

            Hi,

            ist doch i.O., alles wird gut.

            4.1.3 Memory-/Gedächtniseffekt (Ni-Cd/Ni-MH):
            Bei öfter im voll- oder teilgeladenen Zustand gelagerten, oder aus dem
            halbleeren Zustand heraus aufgeladenen Zellen
            stellt sich nach einiger
            Zeit ein gewisser Effekt ein. Die Zelle scheint sich daran zu erinnern,
            daß ihre volle Kapazität nicht benötigt wird, und stellt diese daher
            nicht mehr zur Verfügung (memory=Gedächtnis->sich erinnern).
            Zum Einen verändert sich die kristalline Struktur der Chemie im
            Inneren der Zelle
            . Die "volle Kapazität" kann bei den üblichen
            Entladeströmen nicht mehr entnommen werden, da die Zelle
            hochohmiger wird und die Zellenspannung bei Belastung zusammenbricht.
            Selbst wenn das Reflexladen diesen einen Effekt verhindern sollte,
            kommen Sie auf keinen Fall darum herum, Ihre Ni-Cd und Ni-
            MH* Zellen in leerem Zustand zu lagern:
            Zum Anderen haben Zellen eine Selbstentladung - und die ist unterschiedlich
            in jeder einzelnen Akkuzelle eines ganzen Akkupacks
            !
            Nach geraumer Zeit besteht ein ursprünglich voll geladener Akkupack
            aus Zellen mit den unterschiedlichsten Ladezuständen
            .
            Wenn Sie jetzt...
            a) ... diesen Pack volladen, wird die vollste Zelle überladen,
            wird heiß und geht kaputt, die leerste Zelle dagegen ist zum
            gleichen Zeitpunkt immer noch nicht voll.
            b) ...diesen Pack entladen, wird die leerste Zelle zuerst leer
            und polt dann um und macht vermutlich einen internen Kurzschluß.
            Die vollste Zelle ist immer noch nicht entladen.
            Auf diese Weise bekommen Sie Ihren teuersten Pack zuverlässig
            kaputt - und da hilft Ihnen auch kein Reflexladen,
            sondern nur eine Maßnahme: Ni-Cd und Ni-MH Zellen nach
            Gebrauch bis zur Entladeschlußspannung entladen und
            kurz vor Gebrauch wieder aufladen!
            4.3Nickel-Metallhydrid-Akkus (Ni-MH):
            ...
            Langzeit-Lagerung:
            Leer, d.h. entladen bis zur Entladeschlußspannung (siehe Pflege),
            bei möglichst niedriger Temperatur (-20°C bis +10°C).
            Pflege: Diese müssen, um den "Gedächtniseffekt" zu verhindern
            und die volle Kapazität zu erhalten, nach Gebrauch bis zur Entladeschlußspannung
            entladen
            werden (auch wenn es nur über
            Nacht ist!). Niemals durch Biluxbirnen oder Antriebsmotor entladen
            (Tiefentladungsgefahr!), sondern nur das Auto-E Programm
            in Verbindung mit Akkutyp Ni-MH benutzen!). Die Abschaltspannung
            beträgt 1 V / Zelle
            .
            Wichtig ist, daß Ni-MH Zellen bei Lagertemperaturen von
            +10...30°C etwa alle 4 Wochen einen Lade-/Entladezyklus
            bekommen
            müssen. Sonst werden die Zellen müde und müssen
            durch viele Lade-/Entladezyklen wieder aufgepäppelt werden.
            Einige Zellentypen verliert an Kapazität. Vor Gebrauch sollten
            Sie zusätzlich ein- oder mehrere Lade-Entlade-Lade-Zyklen
            durchführen, um die Zellenchemie aufzufrischen......

            Zitat:
            Zitat von courg
            NiMh lagern: voll, da sich die Zellen unterschiedlich selbst entladen und so vermieden wird, dass sie unter 1,1V/Zelle kommen. Das mögen sie nicht so oft. MiMh am Besten gar nicht lagern => ßfter Pflegen für Hochstrom-Anwendungen.
            Beim entladen bis auf 1V runter. Dann ist die Spannung der Zelle doch in etwa bei 1,1V bis 1,2V im lastlosen Zustand. Und nach 3-4 Wochen kräftig durchladen.

            Gruß
            Jörn

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            • dl7uae
              dl7uae

              #7
              AW: Akku laden und/oder lagern. Wie denn nun wirklich?

              Hallo!

              Ich habe neulich mal bei den Böttlefahrern 'ne kleine "Mini Wiki LiPo" abgelassen, vielleicht hilft Dir das als ßbersicht:

              Mini Wiki: LiPo - Lithium-Polymer-Akku

              Negative Elektrode (Kathode) aus Graphit, Anode aus Lithium-Metalloxid. Im Gegensatz zum Lithium-Ionen-Akku kein flüssiger Elektrolyt, sondern fest, eher gelartig, als Folie.
              Nennspannung der Zelle ist 3,7V, im Gegensatz zum Lio mit 3,6V.
              Das Polymer ist die Trägerfolie für den Elektrolyten. LiPos können in nahezu jeder Form gebaut werden, die doppelseitig beschichtete Folie wird zusammen mit den Elektroden (Metallfolie) einfach wie ein Folienkondensator aufgewickelt.

              Wg. des halbfesten Elektrolyten braucht der LiPo eine Mindesttemperatur, - mind. Raumtemperatur, besser 30..40 Grad C. Für Lastströme an der Belastungsgrenze einer Zelle muss diese also vorgewärmt werden, der Innenwiderstand ist sonst zu hoch. Das Aufheizen kann im Betrieb auch mit etwas moderateren Lastströmen erfolgen, wobei natürlich Kapazität verloren geht.

              Sichere und für den LiPo unbeschadete Benutzung bedarf der Einhaltung mechanischer und elektrischer Limits:

              - Es handelt sich um sog. "Tütenakkus", die kaum gegen mechanische Verletzung von außen geschützt sind. Die Zellen werden zwar mit jeder neuen Generation immer sicherer, könnten aber durch mechanische Einwirkung, - Schlag mit Verformung, Einstich, - innerlich kurzgeschlossen werden und beginnen, zu brennen.

              - Angegebene max. Lade- und Lastströme einhalten! Die Angabe erfolgt in "C" (Capacity), ein 1C eines 2100mAh LiPo ist also 2,1A. Einige neuere LiPos dürfen mit 2C geladen werden, alle anderen bisher mit max. 1C. Heute vorherrschende Ladegeräte haben meist eine auf 50-100 Watt begrenzte Ladeleistung, 2C-Ladung mehrzelliger LiPo-Packs hoher Kapazität wird daher oft wg. der Limits des Laders nicht möglich sein. Ein Beispiel: Um einen 6-zelligen LiPo mit 5000mAh mit 2C laden zu können, wird eine max. Ladeleistung von bis zu 6 x 4,2V x 10A = 252 Watt benötigt!

              - Entladeschlusspannung/Ladeschlusspannung einhalten! Eine LiPo-Zelle darf nicht unter 2,7V entladen werden! Das gilt für relativ geringe Lastströme. Unter Hochstrom gilt eher 2,8-3V! Die Ladeschlusspannung beträgt 4,2V, allerhöchstens 4,25V. Wird diese Spannung wesentlich überschritten, kann sich die Zelle u.U. selbst entzünden.

              Laden:
              Zur Anwendung kommt ein spezielles I/U-Verfahren. Bis kurz vor Erreichen von 4,2V wird mit Konstantstrom geladen (1C oder 2C), danach weiter mit konstanter Spannung von 4,2V.
              Meist schalten die Lader ab (fertig), wenn der Strom bei konstant 4,2V je Zelle 10% von 1C (bzw. 2C) unterschreitet.
              Mit kleiner als 1C zu laden, bringt der Zelle keine Schonung, erleichtert aber einem Balancer (s.u.) die Arbeit, wenn erforderlich. Mit deutlich mehr als 1 bzw. 2C (je nach Spezifikation des Herstellers) zu laden, schädigt die Zelle u.U.

              Serienschaltungen von LiPo-Zellen (Packs) bedürfen unbedingt der Benutzung eines sog. "Balancers" beim Laden!
              Der Balancer wird über ein sog. "Balancerkabel" am Pack angeschlossen, das sind Abgriffe jeder einzelnen Zelle(nspannung). Er sorgt in einem Pack dafür,
              - dass die Spannungen der Zellen soweit als möglich angeglichen werden. ßberschreitet eine Zellenspannung die anderer Zellen um einen gewissen Betrag (2-10mV), wird sie mit einem Ausgleichsstrom (Laststrom) durch den Balancer belegt. Dieser Strom ist variabel (getaktet) und beträgt meist max. 200-300mA. Für ein Pack, dessen Zellenspannungen weit auseinander drifteten, kann es daher sinnvoll sein, mit weniger als 1C zu laden, damit der relativ geringe Ausgleichsstrom in besserem Verhältnis zum Ladestrom steht, der alle Zellen in Serie gleichermaßen durchfließt.
              - dass eine Zellenspannung von 4,2V nicht wesentlich überschritten werden kann beim Laden einer Serienschaltung. Der Balancer trennt in diesem Fall die Verbindung zum Lader.
              - dass beim Entladen unter Zwischenschaltung des Balancers keine Zelle unter ungesundes Minimum entladen werden kann. Der Balancer trennt die Last im Bedarfsfall.

              Zellen vor dem Laden abkühlen lassen unter 40 Grad C, besser höchstens 30. Warmladen wie mit NiXX geht nicht.

              Li-Zellen haben keinen Memory-Effekt! Es ist also sinnlos, für die Zelle schädlich, sie jedesmal ganz entladen zu wollen. Ganz im Gegenteil: Je flacher die Zyklen sind (entnommene/eingeladene Kapazität), je länger leben die Zellen.

              Entladen:
              Die Spezifikation bzgl. maximaler Lastströme darf nicht, vor allem nicht lange überschritten werden. Angaben lauten z.B. so: "20/30C". Bedeutet, max. Dauerentladestrom 20C (100A bei einer 5000mAh-Zelle), kurzzeitig 30C (150A in kurzen Spitzen). (Am besten immer die Spezifikation für sich nach unten korrigieren, um auf der sicheren Seite zu sein.)
              Die Zelle erwärmt sich unter Last aufgrund der Verluste wg. des Innenwiderstands. Die Zellentemperatur darf 65 Grad C nicht übersteigen! Darüber kann die Zelle geschädigt werden, im Extremfall Feuer fangen. Zusätzliche Kühlung ist u.U. angeraten.
              (Die 65 Grad sind als ungefähr zu nehmen, Kokam spezifiziert max. 60 Grad, andere sehen Erreichen von 65 Grad als kritisch.)
              Je höher der Entladestrom, je weniger der Nominalkapazität gibt der LiPo in einem Zyklus ab.

              Nutzungspraxis/Lebensdauer:
              Die Lebensdauer in der Anzahl von Zyklen (Entladen/Laden) schwankt stark nach Modell, Behandlungsweise, Glück
              100 Zyklen werden meist erreicht, manchmal auch 300 und mehr, manchmal allerdings auch nur wenige Zyklen.

              Grundsätzlich altert ein LiPo über die Zeit, auch ohne, dass man ihn benutzt. Theoretisch ist er nach 3 Jahren "wegerodiert", in der Praxis dauert das meist länger.

              Mit jedem Zyklus verliert ein LiPo etwas seiner Kapazität (altert). Je höher der Entladestrom, je tiefer die Entladung, desto ausgeprägter ist dieser Prozess.
              Einem voll geladenen LiPo wird daher nie mehr als ca. 75% (schwankt, einer sagt 70, ein anderer 80%) seiner Kapazität entnommen. Vollständiges Entladen fördert die Alterung maßgeblich.

              Ein entladener (benutzter) LiPo soll nach Ablauf einer gewissenen Beruhigungszeit noch 3,7V je Zelle (Leerlauf) erreichen. Ist das nicht der Fall, hat man ihm zuviel Kapazität entnommen, sollte man ihn umgehend teilladen, bis ca. 3,8V je Zelle, bevor er gelagert wird. Ansonsten beschleunigt sich der Alterungsprozess.

              Voll geladene Zellen altern schneller, als teilgeladene. Es ist daher Praxis, für längere Lagerung die LiPo-Zellen bei ca. 3,8V zu haben.

              Kalte LiPos sollen nicht voll belastet werden, der Spannungsabfall (Verlustleistung) aufgrund erhöhten Innenwiderstandes könnte die Zellen schädigen. Zellen vorwärmen.

              Moderne Steller/Regler (ESC) kennen einen sog. "LiPo-Modus" der Spannungsüberwachung und ggf. Abschaltung bei Unterschreiten einer Minimalspannung.
              "LiPo-Modus" unterscheidet sich von "NiXX-Modus" dabei nur durch den zugrunde gelegten Arbeitsspannungsbereich je Zelle. Sind es bei NiXX 0,8-1,5V/Zelle, dann bei LiPo 2,7-4,2V.
              Das ßberwachen der Gesamtspannung einer Serienschaltung von Zellen (Pack) bietet u.U. keine ausreichende Sicherheit. Eine Zelle könnte sich bereits im schädigenden Unterspannungsbereich befinden, während die Gesamtspannung aller Zellen noch im grünen Bereich liegt.
              Daher kommen bei Höchststrom-Anwendungen Boden-gebundener RC-Modelle, vornehmlich Rennbooten, sog. "LiPo-Saver" zum Einsatz. Der Saver wird am Balancerkabel des Packs angeschlossen, kann somit die Spannung jeder einzelnen Zelle überwachen. Gleichzeitig sitzt der Saver im Weg des Gas-Signals (PWM-Signal - Pulsweitenmodulation)
              zw. Empfänger und Steller/Regler. Unterschreitet eine Zelle im Betrieb die Minimalspannung, wird das Gas-Signal reduziert (weniger Gas, negative Impulsverschiebung) oder einfach weggeschaltet. Es kommt wieder bzw. die Reduzierg. wird zurückgenommen, sofern die fragliche(n) Zelle(n) wieder in den Nominalbereich ihrer Spannung geht/gehen.
              Für Flugmodelle, insbesondere Helikopter, kommt so was nicht in Frage. Hier kann nach Erfahrung mit Timer geflogen werden.

              Man beachte noch mal, den LiPo nicht mehr als zu ca. 75% zu entladen. Eine zu gering eingestellte Abschaltspannung eines Stellers oder Savers kann dazu führen, dass der LiPo stets zu 100% entladen wird, somit sehr viel schneller altert.

              Abschliessend sei auf die unterschiedliche Spannungslage anderer auf Lithium-Metalloxid beruhender Akku-Produkte verwiesen, die einer anderen Behandlung bedürfen!
              Nachdem reine Lithium-Akkus im RC-Bereich inzwischen unüblich wurden, betrifft das vor allem die teilweise etwas unterschiedlichen Technologien von LiFePo-Akkus.

              Kennzeichnung eines Pack-Aufbaus:
              Ein Pack besteht aus n Zellen in Serie ("S"), wobei jeweils m Zellen parallel ("P") geschaltet sind. 10S2P 5000mAh bedeutet also, es handelt sich um insgesamt 20 Zellen á 2500mAh Kapazität, wobei immer 2 Zellen parallel geschaltet sind, also 10 Pärchen in Reihe.
              6S1P 2100 30/50C bedeutet 6 Zellen á 2100mAh in Reihe, 63A Dauerentladestrom, 105A Peak. (entspräche einer Kokam H5 2100)

              Weil es mal passieren kann..:
              Insbesondere bei Tiefentladung, manchmal ohne erkennbaren Grund, bläht sich eine Zelle. In diesem Fall NICHT ANSTECHEN! Die Zelle am Lader mehreren moderaten Zyklen unterziehen (Jetzt darf auch mal Entladen werden. ). In 80% der Fälle verschwindet die Schwangerschaft, die stoffliche Umwandlung im Elektrolyten ist reversibel.

              Ergänzung - Das leidige Thema der Balancer Buchsen (LiPo) / Stecker (Balancer)

              n Zellen, n+1 Pins, von Minus Gesamt-Pack (Minus der ersten Zelle), über Plus der ersten / Minus der zweiten usf., bis Plus Gesamt-Pack (Plus der letzten Zelle)

              4 Stecksysteme vorherrschend:

              JST-EH Kokam, Graupner, Robbe u.a. (Bild ganz links)

              PQ Polyquest, Hyperion, Jamara, PolyQ, ETEC, TrueRC, MaxAmps u.a. (zweites Bild von links)

              TP ThunderPower und alle neuen Flightpower EVO, Multiplex (drittes Bild von links)

              JST-XH Align, Dualsky und quasi alles aus Asien (Bild rechts)

              Tom
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              Kommentar

              • dl7uae
                dl7uae

                #8
                AW: Akku laden und/oder lagern. Wie denn nun wirklich?

                Das passte nicht mehr (max. 10.000 Zeichen):

                Gleichzeitiges (Serien-) Laden mehrerer LiPo-Packs

                ... im Beispiel von 2x 3S als 6S. Ob dabei 1P oder 2 oder n, spielt natürlich keine Rolle für die Verkabelung, - wohl aber für den Lader und Balancer (max. Ausgleichsstrom, max. Ladestrom).

                Grün gezeichnet das Adapterkabel.
                Im Grunde genommen muss man nur die Balancerverkabelung eines Packs gedanklich über weitere fortführen.
                Die Hochstromverbindung zwischen beiden Packs (dick grün in der Mitte) ist unbedingt erforderlich! Sonst fließt der Ladestrom über die beiden inneren Balancerleitungen, - die sind zu dünn/hochohmig dafür und die Zellenspannungsmessung des Balancers wird empfindlich gestört.

                Tom
                Angehängte Dateien

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                • courg
                  courg

                  #9
                  AW: Akku laden und/oder lagern. Wie denn nun wirklich?

                  Hallo,

                  Zitat von Promaetheus Beitrag anzeigen
                  da wären wir wieder bei der thematik:
                  (...)
                  genau das meinte ich mit "habe unterschiedliche meinungen/empfehlungen bekommen". gegensätzlicher als im obigen beispiel könnte die meinung wohl kaum mehr sein.
                  ... Ja so ist das. Die Meinungen und Empfehlungen beziehen sich in einem Forum immer teilweise auf Verständnis des dahinterliegenden Prozesses, Erfahrung, Weitersagen mit Sachverstand, Weitersagen ohne Sachverstand und Spekulation.
                  Die ganze Wahrheit spiegelt eine Antwort aber wahrscheinlich nie wieder, da es immer andere Hintergründe, Gebräuche und Annahmen gibt.
                  Unterm Strich ist doch die Sache für Lipos ganz einfach (siehe Wiki-Auszug). Für NiMh gibt es nun mal verschiedene Herangehensweisen, die sich eben auf unterschiedliche Aspekte des Zellverhaltens beziehen. Da bleibt Dir letztendlich nur die eigene Faktensammlung und dann kannst Du Dir selbst Deinen Königsweg wählen.

                  Grüße
                  Jochen

                  Kommentar

                  • dl7uae
                    dl7uae

                    #10
                    AW: Akku laden und/oder lagern. Wie denn nun wirklich?

                    Vorsicht, diese Wiki ist eine allein von mir geschriebene. Andererseits lebt jede Wiki von den Beiträgen irgendwelcher Leute, die sich auch irren können.

                    Trotzdem, kurz und bündig zu den Fragen:

                    LiPos: Je weniger je Zyklus entladen, je länger das Leben. Nicht unter 3,7V je Zelle lagern. Nicht voll lagern. Beides fördert die Alterung. Mit weniger als 1C zu laden, schont sie nicht, könnte aber notwendig sein, damit's der Balancer bei hoher Drift im Pack schaffen kann.

                    NiXX: Mind. alle 3 Monate nachladen (voll). So lagern. Vor Einsatz moderat entladen, dann formieren (0,1C). Gepushte Zellen werden mit 1..1,5C geladen. Sie werden absichtlich warm geladen vor Entladung, da dabei der Innenwiderstand deutlich sinkt. Entladene Zellen nicht lagern, insbesondere NiMH könnten das schwer übel nehmen. Da hier wahrscheinlich von Empfängerakkus die Rede ist: Im Allg. mit nicht mehr als 0,5C laden, weniger Ladestrom, mehr Kapa wird eingeladen. Ein gewisser Ladestrom kann nicht unterschritten werden (außer beim Formieren eines Packs), damit Delta-Peak-Abschaltung noch funktioniert. Ungepushte Zellen haben meist nur Entladeraten von 1..2C, darüber schlechte Spannungslage wg. Innenwiderstand. Gepushten C-Zellen werden z.B. in Rennbooten i.d.R. bis 100A, teilweise noch deutlich mehr (Peak) entnommen.

                    Tom

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                    • Promaetheus
                      Member
                      • 06.07.2006
                      • 328
                      • Alexander
                      • Vomp in Tirol (MSGU-Modellsportgruppe Unterland - Schwaz)

                      #11
                      AW: Akku laden und/oder lagern. Wie denn nun wirklich?

                      WOW. vergelts gott für eure tollen antworten. ich werde mir diese wiki heute mal genau durchlesen. SUPER TIPPS! ich bin euch echt dankbar!
                      Viel nützliche Infos und meine Helis auf www.rc-info.at

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                      • Kraeuterbutter
                        Kraeuterbutter

                        #12
                        AW: Akku laden und/oder lagern. Wie denn nun wirklich?

                        Zitat von schulze-pdf
                        Selbst wenn das Reflexladen diesen einen Effekt verhindern sollte,
                        kommen Sie auf keinen Fall darum herum, Ihre Ni-Cd und Ni-
                        MH* Zellen in leerem Zustand zu lagern.
                        dieses schulze-pdf muss aber schon etwas älter sein

                        bis zu den 3300er und noch den 3700Nimh ging das gut

                        aber wenn du eine aktuelle NiMh mit über 4000mAh leer lagerst, dann is sie hin !!!
                        man darf bei denen nicht mal mehr die Entladeplatinen verwenden, die die RC-car-fahrer ja so gerne haben..

                        wenn die unter 0,9V gehen -> kaputt
                        oft kommen sie auch schon so vom Händler -> zu lange rumgelegen, durch Selbstentladung unter 0,9V gerutscht..
                        und wenn du sie dann kaufst, haben se 0V und sind auch nicht mehr wiederzubeleben

                        auch das laden mit 1/10C was früher als die schonende Art der Akkuladung galt:
                        wennst das mit aktuellen NiMh machst können sie so überladen werden und ebenfalls hin werden

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                        • dl7uae
                          dl7uae

                          #13
                          AW: Akku laden und/oder lagern. Wie denn nun wirklich?

                          P.S.

                          Hier gibt's bessere Bilder von den Stecksystemen:

                          EH: http://www.lipopower.de/shop/images/large/EH-3p_LRG.jpg
                          PQ: http://www.lipopower.de/shop/images/large/PQ-5p_LRG.jpg
                          TP: http://www.lipopower.de/shop/images/large/TP-4p_LRG.jpg
                          XH: http://www.lipopower.de/shop/images/...XHP-3p_LRG.jpg

                          Tom

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                          • Looser27
                            Senior Member
                            • 15.08.2002
                            • 1234
                            • Thomas
                            • MC Karken

                            #14
                            AW: Akku laden und/oder lagern. Wie denn nun wirklich?

                            Kleine Anmerkung zum Thema Reflexladen:

                            Schulze hat dieses Verfahren schon immer verteufelt und es nie in die eigenen Ladegeräte implementiert. Schade eigentlich, denn andere Lader (z.B. Orbit oder LMR) schaffen so schöne leistungsstarke NiMH Akku-Packs.
                            Das stinkt nicht....das ist Modellflieger-Parfüm!

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                            • JD
                              JD

                              #15
                              AW: Akku laden und/oder lagern. Wie denn nun wirklich?

                              @ Kraeuterbutter

                              danke für den Tipp. Das war mir neu.
                              Aktuell habe ich die Eneloops (2000mah) im Sender. Die lade ich meißt mit 0,5C-1C.
                              Beim leeren nehme ich dann nicht das Auto -E vom Programm sondern -200mah. das bekommt den Zellen subjektiv betrachtet besser.


                              @ Looser27

                              das mit dem reflexladen sehe ich auch so . Irgendwie sind da immer etwas mehr Elektronen im Akku raus zu holen. Da werden vor allem die NI/CD etwas schneller wieder wach.


                              Gruß
                              Jörn

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