Nur mal so als kleiner Denkanstoß: Ihr habt einen Pack, in dem eigentlich nie davon ausgegangen werden kann, dass alle Zellen exakt die selbe Kapazität haben. Sagen wir, ihr habt einen 2000mAh-Pack, in dem eine Zelle 1900mAh, eine 2000mAh und eine 2100mAh hat (etwas extrem, aber so ist es anschaulicher). Wenn der Pack nun voll ist, sind alle Zellen auf 4,2V. Entladet ihr nun 1800mAh, hat Zelle 1 noch 100mAh, Zelle 2 noch 200mAh und Zelle 3 von 300mAh Restkapazität. Was werden die Spannungen machen? Zelle 1 hat vielleicht nur noch 3.1V, Zelle 2 hat 3.5V und Zelle 3 3.7V. Ladet ihr nun im Balancemode, wird der Balancer erstmal die Zellen ausgleichen. De facto brauchen aber alle Zellen, um voll zu werden, 1800mAh. Der Balancer schiebt die Zellen also zunächst "auseinander". Was passiert am Ladeende? Der Balancer muss die Zellen wieder zusammenbringen und arbeitet in die entgegengesetzte Richtung. Das alles kostet Energie und Zeit. Beides habe ich zu Hause (meistens), aber eben auf dem Platz nicht.
Fazit für mich: Da ich bei meinen Packs, selbst bei alten Packs mit über 120 Zyklen, keinen signifikanten Drift feststellen kann, wird nur alle paar Ladungen gebalanced. Und dann natürlich nur am Ladeende. Der Ladesicherheit tut das keinen Abbruch, da mein Lader jederzeit die Zellen am Balancer kontrolliert und bei 4,2V der ersten Zelle in den CV-Modus wechselt. Und die Differenz nach einigen Ladungen, z.B. eine Zelle auf 4,193V, eine auf 4,196V und eine auf 4,200V, ist so marginal, dass es das dauernde Balancen nicht rechtfertigt.


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