AW: Krise: Wie lötet man die Goldkontaktstecker an?
Meine alte Weller hat vielleicht 50 Watt. Damit kann man mit Hängen und Würgen noch die dicken Strippen eines Stellers oder 40C-LiPos an einen 4mm-Goldie brutzeln. 80..100 Watt wären aber besser, das reicht dicke, alles andere ist zum Dachrinnenlöten.
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Hallo!
Das Problem ist wohl wirklich nur der massive Wärmeverlust am Schraubstock (darauf wäre ich nie gekommen, obwohl naheliegend) und die deutlich zu kleine Spitze.
Ich habe auch mit dem (sehr freundlichen) Ersa-Support in Deutschland telefoniert. Der Herr am Telefon nahm sich viel Zeit, mir einige Tipps zu geben bzw. das Produkt zu erklären. 350 Grad sollen übrigens bei bleihaltigem Zinn im Modellbau ausreichend sein, maximal 370 bis 400 Grad. Zudem dürfe der Schwamm nur feucht, aber nicht nass sein (den Schwamm unter das Wasser halten und gut ausdrücken). Vor dem Gebrauch die Lötspitze am Schwamm reinigen, mehrmals Lötzinn drauf und wieder waschen. Aber niemals Eisenbürsten o.ä. verwenden. Nach Gebrauch am Kolben das Zinn unbedingt auf der Spitze lassen (= Schutz vor Errosion). Flussmittel, - Fett und solche Dinge würde man bei entsprechendem Lötzinn nicht benötigen, sondern davon sei abzuraten. Im Elektronikbereich würde man das nicht benötigen. Vor allem dürfe die Temperatur nicht zu hoch sein, da das Flussmittel, das im Zinn ist, sonst vorzeitig verbrenne.
Das heißt für mich: Lötspitzen wurden bestellt. Tipps beherzigen. Dann auf ein neues Abenteuer ...
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Moin,
die RDS80 ist GOLDrichtig für Goldis und alles andere auch (A123-Akkus ausgenommen)! Damit hast Du in jedem Fall schonmal das Richtige gekauft!
Grüße
AW: Krise: Wie lötet man die Goldkontaktstecker an?
Hallo,
auch ich habe mich anfänglich mit nem Lötkolben rumgeschlagen und hatte keine für mich befriedigende Ergebnisse erzielt.
Heute nehme ich nur noch einen Gas-Lötstift, Elektronik-Lötzinn und eine Helfende Hand mit Krokoklemmen. Man muß anfänglich aufpassen, daß man das Ganze nicht zu heis macht, aber wenn man sich mal darauf eingeschossen hat klappts prima. Rußpartikel oder andere Verunreinigungen sind absolut kein Thema, da die Gasflamme sauber brennt.
Klappt auch super um irgendwelche alten Stecker zu lösen. Einfach den Stecker irgendwo mit der Flamme anwärmen, den Rest erledigt die Wärmeleitung. Die kleinen Brenner haben halt Power satt.
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Der Wärmeverlust ist meist immer die Ursache für "kalte" Lötstellen.
Somit bist Du eh schon sehr gut beraten worden (mind. 120+++Watt). Ergänzend sei noch Folgendes zu erwähnen: Falls die 5mm durch "Abschneiden" der Kabel zu viel sind, solltest Du noch wissen, dass eine Lötzinn-Vermischung (billig mit hochwertig) nach vorherigem Entlöten (mit Vakuumpumpe) dann bei hinreichender Wärmezuführung (eben 120W+++) keinerlei messbaren (Qualitäts)-Verluste mehr hat.
Ich tue das häufig und muss es ständig messen;-)
die Temperatur ist bei so massiven Verbindungen nicht der entscheidende Faktor. Viel wichtiger ist die Leistung des Lötkolbens. Für 5,5 mm Stecker würde ich einen Lötkolben mit mindestens 100W nehmen.
Mit einer Lötstation funktioniert das nicht richtig, da der massive Stecker mehr Wärme aufnimmt, als die Heizung im Lötkolben nachliefern kann.
Gruß
Stephan
das ist natürlich völliger Unfug was du da schreibst, wieso soll ein Lötstation das nicht können. Ich verlöte mit meiner Station 50 Quadrat dicke Kabel, ja du hast richtig gelesen, das geht mit der Weller WSD81 die liefert die Nötige Temp und hält sie auch.
Knapp 300 kostet die Station, dafür top spitzen und gute Wärme einbringung in das zu lötende
Sein Problem ist vermutlich dass er beim Ablöten kein Lötzinn bzw Flussmittel beigibt
AW: Krise: Wie lötet man die Goldkontaktstecker an?
Beim entlöten sollte man es sich eh lieber leicht machen, und auf die 5mm Kabel verzichten : einfach das Kabel abtrennen, und die Reste rauslösten. Ansonsten mußt du die Wärmekapazität der leitung, der eigentlichen Werkstücks und die der Werkzeugaufnahme erstmal füllen, bevor sich da was bewegt. Das ist i.d.r. erheblich schwieriger und führt oft zu verdeckten Schäden durhc zu hohe Wärmeeinwirkung. Das wesentliche wurde ja mittlerweile genannte, und vor allem eine Spitze mit großem Wärmespeicherkörper ist bei so dicken Leitern und Flächen unabdinglich. Der Rest ist auch ein wenig ßbung.
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Was für ein Lötzinn verwendet ihr eigentlich* Bei mir werden die Lötstellen immer matt, egal wie heiß ich sie mache. Ich kann im flüssigen Zinn rumrühren (im Goldi). Sobald ich es kühlen lasse, wird es matt!
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Wahrscheinlich nimmst du SnAG , also bleifreies Lot. Da ist es normal, das die Lötstellen einen leicht matten Schimmer haben. Bei Belihaltigem Lot ( SnPb ) hast du den Effekt nicht, das Blei sorgt bei korrektem Lötvorgang und -Temperatur für den gleichmäßigen Glanz der Oberfläche, "kalte" Lötstellen erscheinen dort stark mattiert.
Bleihaltiges Lot ist aber nach RoHS für den Kommerziellen Bereich nicht mehr gestattet, es wird aber nach wie vor angeboten und darf im privaten Bereich auch weiter verwendet werden.
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Was ich im Hobbybereich verwende ist auch nix anderes, das letzte hatte ich von Reichelt, davor von Conrad. Wieso deine Lötsteleln matt werden kann unterschiedliche Ursachen haben. Dürfte dann aber nicht permanent auftreten :
- zu lange mit zu hoher Tempertur gelötet
- Temperatur zu niedrig ( gibt dann aber eh keinen richtigen Lotfluß )
- zusätzliche Flußmittel, die nicht geeignet sind
- schlechte Lötspitzen
Sn60Pb ist eigentlich so das was im Hobbybereich seit eh und je beibehalten wurde, zumindest kenne ich es eigentlich nicht anders, das Zeug war schon zu meiner Lehrzeit so zusammengesetzt.
AW: Krise: Wie lötet man die Goldkontaktstecker an?
Zum einspannen des Steckers:
Wie ja bereits gesagt, zieht der Schraubstock zu viel Wärme
aus dem Material. Mit der hier erwähnten 3. Hand geht es natürlich
auch, aber einfacher und nicht so wackelig, geht es mit einer normalen
Kombi- oder Spitzzange, die man dann an den Griffen mit einem Gummiband
"zu drückt". Die läßt sich dann samt Stecker problemlos auf die Werkbank legen.
AW: Krise: Wie lötet man die Goldkontaktstecker an?
"Dritte Hand" oder ein Holzbrett mit Löschern verschiedenen Durchmessers finde ich als beste Lösung.
Die 4mm gingen noch mit dem 30W-Löter, aber die 6mm brauchen schon die Unterstützung eines Gaslöters mit Lötspitze. Die Ersa RDS80 schafft es aber locker.
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten oder nachfragen!
Der Dunning-Krueger-Effekt ist immer und überall!
"Dritte Hand" oder ein Holzbrett mit Löschern verschiedenen Durchmessers finde ich als beste Lösung.
Die 4mm gingen noch mit dem 30W-Löter, aber die 6mm brauchen schon die Unterstützung eines Gaslöters mit Lötspitze. Die Ersa RDS80 schafft es aber locker.
Aber nicht mit ner 2.3er Spitze, da fehlt die Fläche und der Wärmespeicher. Das sollte man dabei bedenken. Deshalb entsprechende Spitzen mit großem Volumenkörper und breiter Konstaktfläche verwenden ( + 5mm ), dann geht das wesentlich "fließender". Gilt übrigens auch für das Löten an Lipozellen, sonst geht zuviel Wärmeableitung auf die zelle, was sich deutlich nachteilig bemerkbar macht.
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