Du hast recht, das Blatt einfach so an einer Stelle hoch und runterbiegen ist falsch, das wäre eine rein punktuelle Belastung. Realistischer wäre ein "anfassen" der Blätter über die gesamte Blattlänge und sie in Abhängigkeit der Auftriebsverteilung zu verbiegen.
Welche Gummis
Einklappen
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Welche Gummis
Du hast recht, das Blatt einfach so an einer Stelle hoch und runterbiegen ist falsch, das wäre eine rein punktuelle Belastung. Realistischer wäre ein "anfassen" der Blätter über die gesamte Blattlänge und sie in Abhängigkeit der Auftriebsverteilung zu verbiegen.
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Uli Haslinde
Welche Gummis
Ich versuche mal einen anderen Ansatz:
Wenn das Einklappen die Ursache ist, dann stellt sich folgende Frage:
Können die Blätter einklappen und was wäre die Ursache?
Bei den üblichen Drehzahlen ziehen an den Blättern hunderte von Kilos. Ein Kraft, die das Blatt dabei einschwenken könnte, müsste die Fliehkraft überwinden können. Wenn man sich anschaut, wie weit das Blatt einschwenken muß, um das Heck zu berühren, müsste die Kraft enorm sein.
Jedenfalls wenn das Einklappen die Ursache ist, dann müsste man das am Einschlag auf dem Heckrohr sehen können. Durch das Einklappen verkleinert sich ja der Rotordurchmesser, entsprechend weit vorne müsste das Blatt einschlagen.
Ich habe noch eine andere Theorie:
Gewöhnlicherweise passiert das Einschlagen bei sehr hohen Einstellwinkeln und Extremfiguren. Vielleicht reisst dabei die Strömung ab. Dann würde das zuvor durch den Auftrieb vorgespannte Blatt schnell zurückfedern und eben bis zum Heckrohr zurückschwingen.
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Jörg
Welche Gummis
Moin,
auch das ist 'falsch' und würde nur zu einem Bruch an der Blattwurzel führen.Realistischer wäre ein "anfassen" der Blätter über die gesamte Blattlänge und sie in Abhängigkeit der Auftriebsverteilung zu verbiegen.
Es zeigt das Du nicht verstanden hast worum es geht.
Ohne die Fliehkraft (oder auch Zentripetalkraft) am Blatt kann es nicht funktionieren. Man kann sowas 'im Stand' nicht simulieren. Und wenn Du jetzt sagst: dann zieh doch mit 100kg aussen am Blatt'. Schön, könnte man tun, nur wage ich dann zu bezweifeln das man das Blat überhaupt nochgebogen bekommt.
Die Kräfte die da wirken sind wirklich ungeheuer groß und eine 'Simulation' im Stand vollkommen sinnlos.
Da sieht man wie weit so ein Blatt runter kommen kann.
Gruß
Jörg
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Uli Haslinde
Welche Gummis
@ Jörg:
Na ja, so falsch wäre das nicht die Blattbiegung entsprechend der Auftriebsverteilung und der Fliehkraft (ist übrigens die Zentrifugalkraft, nicht die Zentripetalkraft) nachzubilden.
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Welche Gummis
@ Jörg: Das Video ist ja heftig, das "Betankungsrohr" liegt ja fast so tief wie das Heckrohr. Würde ja bedeuten das es möglich ist einen Boomstrike bei der Maschine zu schaffen. Oha 8o
Mal was anderes: Letztens hat es mir die Blätter nicht bei einem Blade-Stop-Auto zerrissen, sondern erst beim anschließenden Boomstrike
Wieso brechen mir die Blätter nicht beim freien Fall an der Blattwurzel ab? Die Frage ist ernstgemeint, liegt es an der Kräfteverteilung auf der Blattfläche?
East Coast Heli Team
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Jörg
Welche Gummis
Moin,
Uli hat räääscht
.
Ich meinte falsch in dem Sinne weil von Fliehkraft nicht die Rede war.
Da beide Kräfte den gleichen Betrag haben (Zentripetalktaft = Zentrifugalkraft) ist es eigentlich auch Wurst. Und warum die Zentrifugalkraft nur eine Scheinkraft ist wollen wir doch jetzt nicht ausdisskutieren?
Die Zentrifugalktaft würdest Du nur 'spüren' wenn Du auf dem Rotorblatt sitzt
.
Von der CH53 gibt es noch weitere gruselige Geschichten. Blätter die das Cockpit zerschlagen (mit den drinsitzenden Piloten), abgeschlagene Heckausleger etc.
Hier passiert das aber meistens beim Auslaufen der Rotoren, wenn die Schlaggelenkschlösser nicht alle greifen und der Boardmechaniker pennt und dies nicht bemerkt.
Bei der Bell UH1D ist es auch kein Problem im Flug das Heck ab zu trennen.
Gruß
Jörg
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Welche Gummis
Nur mal ein Bild der CH 53 im Stand, da sieht mal, wie sehr hier der Rotorkopf nach vorne geneigt ist und wie nah die Blätter dem Rohr ohne Kräfteeinwirkung schon sind.
Bild
Zur enormen Zentrifugalkraft:
Diese wirkt der Biegung des Blattes aber entgegen, sie bewirkt, daß sich das Blatt in Richtung der Rotorebene ausrichtet. Somit müssen die Kräfte, die das Blatt zu einer bestimmten Biegung bewegen also bei drehendem Rotor noch größer sein als bei stehendem.
>>>>>>>> Alex <<<<<<<<
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Stefan Reusch
Welche Gummis
Hallo Leute,
Also ich denke mal dass auch das Verhalten des Kreisels im Raum ein gutes Stück dazu beiträgt dass manchmal Blätter ins Heck einschlagen.
Jedenfalls bei der Autorotation ist es meistens der Fall wenn der Heli mit hängendem Heck aufgesetzt wird. Der Rumpf geht schlagartig gerade und die Rotorebene verharrt weiter in ihrer Lage und schon rummst es.
Da iss ja auch nix mit Strömungsabriss oder einklappenden Blättern dabei (zumindest sehr oft, manchmal klappt auch ein Blatt ein).
Ich habe selbst noch keinen BS fabriziert und es wird bei meinem Flugstil auch nicht vorkommen aber ich schätze mal dass die Situation ähnlich ist.
Gruß
Stefan
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Uli Haslinde
Welche Gummis
@ Stefan:
auch kein schlechter Ansatz. Nur, wie kommen sich Blätter und Rohr dabei denn näher? Biegt sich das Heckrohr mal eben nach oben?
Also dann halte ich biegenden Blätter schon für wahrscheinlicher.
Nebenbei sei erwähnt, dass es sich bei deinem Beispiel meist um einklappende Blätter handelt. Durch den großen positiven Einstellwinkel, die geringe Drehzahl und den Landestoß klappen die nach hinten weg (und berühren dann evtl. das Heckrohr).
Erfahrene Piloten versuchen das zu verhindern, in dem sie mit dem Aufsetzen das Pitch auf neutral oder sogar negativ fahren.
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Stefan Reusch
Welche Gummis
Hallo Uli,
Vergiss die einklappenden Blätter bei der AR, die meine ich nicht.
Wenn du ordentlich mit hängendem Heck deinen Heli hart absetzt kannst du das bei jeder Drehzahl provozieren wenn man nicht nachdrückt.
Der Emenegger Hans hat mir das anschaulich erklärt und es ist auch logisch.
Wenn ich nicht nachdrücke, also zyklisch nix steuere habe ich bei meinem Rotor ja nix anderes als einen Kreisel.
Der will natürlich seine Lage im Raum beibehalten und entwickelt hierbei eine enorme beharrungskraft die ein Physiker sicherlich berechnen kann (Bin Bautechniker).
Nur will beim absetzen das Heckrohr (und der rest vom Heli) schlagartig in die Horizontale und der Rotor kann nicht schnell genug folgen und kommt erst verzögert in die Horizontale und schon machts bumm.
Genau genommen schlägt hier das Heckrohr in die Blattebene ein, nicht umgekehrt.
Was hierbei allerdings nachgibt damit die Geschichte sich so verbiegen kann weiss ich auch nicht.
Gruß
Stefan
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Drafen
Welche Gummis
Moin,
@ Jörg: Das mit den, ins Cockpit einschlagenden, Blättern bei der CH 53 hatte aber wohl was mit, bei einer Wartung, vertauschten Hydraulikleitungen zu tun. Im Normalfall sollte soetwas also eigentlich nicht vorkommen. War aber echt schon horrormässig.
Gruss
Lars
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