Nach etlichen Stunden im Hobbykeller habe ich folgendes festgestellt: Wenn ich bei laufenden Motor die Heckansteuerung nach rechts bewege, läuft alles wie gehabt. Wenn ich den Hebel am Sender nach links bewege, der Heckrotor also mehr leisten muss, wandert das Motorritzel buchstäblich auf dem Delrinrad nach rechts, die Trägerplatte und alle mechanischen Befestigungskomponenten halten den Motor nicht in seiner Position und bewegen sich nach rechts. Durch diese mechanische Zerspannung biegt sich alles nach einer Richtung. Wenn ich den Hebel am Sender wieder zur Mittelstellung führe, wird die gesamte Mechanik entlastet und schaukelt sich auf. Jetzt erklärt sich mir auch die Vibration und damit verbundene Notlandung nach einer Linkskurve. Bleibt noch anzumerken, das dieser Fehler bei 2/3 Stellungsweg auftritt. Ich möchte jedoch nicht 6,6Kg durch die Luft bewegen mit dem Gedanken im Hinterkopf, den Heckausschlag in einer Linkskurve einfach zu begrenzen. Wie verhält es sich mit dem Freilauf, sollte dieser geschmiert werden oder ist er wartungsfrei? Oder ist bei einem Scale-Heli der Rahmen stärker belastet und das Material schneller ermüdet ? Erbitte Eure Erfahrungen und evtl. Lösungsvorschläge. Gruss an alle- Anflug.
Hirobo Freya ruckt und zuckt
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Anflug
AW: Hirobo Freya ruckt und zuckt
Nach etlichen Stunden im Hobbykeller habe ich folgendes festgestellt: Wenn ich bei laufenden Motor die Heckansteuerung nach rechts bewege, läuft alles wie gehabt. Wenn ich den Hebel am Sender nach links bewege, der Heckrotor also mehr leisten muss, wandert das Motorritzel buchstäblich auf dem Delrinrad nach rechts, die Trägerplatte und alle mechanischen Befestigungskomponenten halten den Motor nicht in seiner Position und bewegen sich nach rechts. Durch diese mechanische Zerspannung biegt sich alles nach einer Richtung. Wenn ich den Hebel am Sender wieder zur Mittelstellung führe, wird die gesamte Mechanik entlastet und schaukelt sich auf. Jetzt erklärt sich mir auch die Vibration und damit verbundene Notlandung nach einer Linkskurve. Bleibt noch anzumerken, das dieser Fehler bei 2/3 Stellungsweg auftritt. Ich möchte jedoch nicht 6,6Kg durch die Luft bewegen mit dem Gedanken im Hinterkopf, den Heckausschlag in einer Linkskurve einfach zu begrenzen. Wie verhält es sich mit dem Freilauf, sollte dieser geschmiert werden oder ist er wartungsfrei? Oder ist bei einem Scale-Heli der Rahmen stärker belastet und das Material schneller ermüdet ? Erbitte Eure Erfahrungen und evtl. Lösungsvorschläge. Gruss an alle- Anflug.
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Gerhard Grasser
AW: Hirobo Freya ruckt und zuckt
Hallo,
also das sich die Mechanik bei Heckbewegungen verziehen soll das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Da darf sich gar nichts bewegen wenn Du mit dem Heck arbeitest!
Null Komma Null....
Vielleicht kannst Du mal ein paar Bilder zeigen wie das zusammengebaut ist...
Gruß
Gerhard
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Anflug
AW: Hirobo Freya ruckt und zuckt
Hallo Gerhard, danke für die schnelle Antwort, morgen werde ich Fotos reinstellen.
Inzwischen habe ich in verschiedenen Foren von stärkeren Seitenteilen und Haarrissen in Freilaufnaben gelesen. Mögliche Fehlerquellen?
Gruss-Anflug.
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Anflug
AW: Hirobo Freya ruckt und zuckt
hallo Gerhard, hier ein paar Fotos:

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Anflug
AW: Hirobo Freya ruckt und zuckt
Ich hoffe, das es diesmal besser geklappt hat.


Ich möchte noch hinzufügen, das ich den Heli natürlich beim Hochlaufen festhalte. Wenn ich den Heckrotorausschlag nach rechts mache, bleibt das Chasis stabil, wenn ich den Hebel am Sender nach links bewege, drückt das Heck wesentlich stärker und der Motor wird herrübergedrückt. Im realistischen Fall treten diese Festhaltekräfte von mir beim Fliegen natürlich nicht auf, sondern das Heck schwenkt dezent herrum.Tzotz allem werde ich neue Seitenhaltverstärkungen montieren, um einen einwandfreien Halt des Motors zu garantieren.Wie macht sich eigentlich ein Defekt im Freilaufgehäuse bemerkbar? Erfordert es eine gewisse Wartung oder läuft es wartungsfrei? Gruss-Anflug.Zuletzt geändert von Gast; 15.08.2010, 16:20.
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Gerhard Grasser
AW: Hirobo Freya ruckt und zuckt
Hallo Anflug,
auf den Bildern ist so gut wie nichts zu erkennen. Die Bilder sind zu klein! Da kommen keine Details raus. Has Du das mit dem Handy fotografiert? Kannst eine andere Kamera verwenden?
Gruß
Gerhard
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Gerhard Grasser
AW: Hirobo Freya ruckt und zuckt
Hallo,
hängt der Motorträger rechts und links nur an einer Schraube?
Was ist das für ein Ritzel?
Steckt das Ritzel im Gegenlager?
Die Schlitzschrauben machen auf mich auch keinen "vertrauenswürdigen" Eindruck!
Sag mal, wo wohnst Du denn? Vielleicht kann man sich mal treffen?
Gruß
Gerhard
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Anflug
AW: Hirobo Freya ruckt und zuckt
Hallo Gerhard, der Motorträger hängt rechts und links an jeweils 2 Schrauben. Das obere Bild zeigt das Ritzel vom Motor, das Bild darunter ist das Heckritzel, was in einem Gegenlager steckt. Die Schlitzschrauben sind vom Lagerbock der Hauptrotorwelle. Ich habe aber herrausgefunden, weshalb der Motor bei Belastung durch den Heckrotor nach rechts um das Hauptrotorlager gezogen wurde. Folgendes: Ich hatte nach ein paar Flügen ab und zu kleine Plastikröhrchen aus dem Hubi geholt bzw. die Teile fielen beim Hochheben und Drehen herraus. Da ich bei einer Kontrolle keine Stellen finden konnte, wo die Teile herkamen, habe ich die Sache nicht weiter verfolgt. Jetzt, wo der Hubi offen ist , fiel mir auf, das der Innenrahmen oder Innengestell mit dem Außenrahmen mit langen Schrauben verbunden ist, auf denen Abstandsröhrchen aus Plastik oder Pertinax den Abstand zwischen Innen - und Außenteil fixieren.An einigen Stellen fehlten die Röhrchen. Ich habe die Abstandsstücke durch Messinghülsen ersetzt, das Zahnflankenspiel zwischen Motorritzel und Rotorzahnrad neu eingestellt und siehe da, bei Heckrotorbelastung bleibt der Motor samt Trägerplatte in seiner Position! Die Röhrchen verhindern, das bei Belastung der Innenrahmen gegen den Außenrahmen gedrückt wird. Kein Aufschaukeln, keine Eigenresonanz mehr! Kleine Ursache , grosse Wirkung!
Zu Deinem Angebot eines Treffens, ich wohne in Berlin- ist ein bißchen weit weg von Dir. Aber trotz allem Vielen Dank für Dein Angebot.
Ich baue den Heli jetzt zusammen und werde am Wochenende Probeflüge durchführen, von denen ich hier berichten werde. Ich hoffe , mit meiner Fehlersuche anderen Piloten geholfen zu haben, die mit einem ähnlichen Problem zu Kämpfen haben. Gruss an alle-Anflug.Zuletzt geändert von Gast; 16.08.2010, 21:49.
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Gerhard Grasser -
Anflug
AW: Hirobo Freya ruckt und zuckt
Vibration die zweite!Zitat von Gerhard Grasser Beitrag anzeigenKlasse das Du es gefunden hast...
Gruß
Gerhard
Nach ein paar Probeläufen im Hobbykeller,ohne abzuheben ,habe ich die Tante Bell in den Fahrradanhänger verstaut und bin zum Flughafen gefahren, um sie Fliegen zu lassen. Beim hochdrehen war alles normal, im Stellermodus sowohl als auch im Reglermodus. Als ich den Gashebel nach oben drückte, damit der Hubi abhebt, setzten wieder Vibrationen ein , die den ganzen Rumpf erschütterten. Entnervt bin ich im Hobbykeller erneut auf Fehlersuche gegangen. Rotorkopf abgebaut , Motor hochdrehen lassen- nichts-keine Vibration. Rotorkopf angebaut, Rotorblätter abgebaut-Motor hochdrehen lassen- nichts- keine Vibs. Offensichtlich hängen die Vibs damit zusammen, das bei rotierenden Blättern eine ungenaue Pitchstellung die Vibs verursachen. Also habe ich die Drucklager an den Blatthaltern ausgebaut und überprüft. Im Stand war alles leichtgängig, mir fiel nur auf , das beide Hülsen einen Riss hatten, der nicht serienmässig aussah. Ich habe auch die Blatthalter auseinandergezogen und dann gedreht, alles leichtgängig. Meine ßberlegung: Bei Umdrehungen von 1900 Touren treten andere Kräfte auf, die die Blätter nach aussen drücken. Wenn ein Drucklager dabei schwergängig wird, entsteht eine unregelmässige Pitcheinstellung, was zu Vibrationen führt. Bin ich auf dem richtigen Weg? Ich habe mir jetzt neue Drucklager und Hülsen bestellt, werde die dann einbauen und hoffen, das dieses die Ursache war. Ich weiss dann langsam nicht mehr weiter. Gruss an alle - Anflug.
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Anflug
AW: Hirobo Freya ruckt und zuckt
Vibration die dritte !
Obwohl auf meinen Bericht kein Feedback erfolgte, schreibe ich mal über meine Erfahrungen weiter. Nach Einbau der neuen Drucklager am Rotorblatthalter war eine Verbesserung nicht wirklich spürbar. Ich stellte lediglich fest, das die Abstandshülse tatsächlich eingeschlitzt ist. Ich wendete mich nun dem Heckrotor zu. Dabei stellte ich fest, das der Keilriemen beim Laufen extrem nach oben und unten lief, ob wohl ich mindestens hundert Mal
die Keilriemenspannung nachgestellt habe. Da bei einem Scale-Hubschrauber die relevanten Teile immer schlecht erreichbar sind , schiebt man diese Arbeiten gern vor sich her, so auch ich. Ich habe also das Heckabtriebsgetriebezahnrad ( heisst wirklich so, ein langes Wort für ein kleines Teil
) ausgebaut. Und siehe da, das Lager hatte sehr viel Spiel und schlackerte munter vor sich her! Ich habe nun bei World of Heli ein neues bestellt. Nach langen Warten ( die Sendung ist auf dem Weg zu mir verloren gegangen ) bekam ich ich nach einem klärenden Telefonat innerhalb von 24 Stunden das ersehnte Teil. Dank hierfür an World of Heli ! Ich hatte aus lauter Wartefrust ein zweites bei MHM bestellt , werde es aber nicht retour schicken, da diese Verschleißteile nicht schlecht werden und meine Ersatzteilwand füllen.
Nach Einbau der neuen Getriebezahnradeinheit habe ich beim Probelauf gestaunt, was für einen Vibrationsfreien und leisen Heli ich hatte ! Die Probeläufe finden bei mir im Hobbykeller statt, allerdings ohne Abheben des Helis, nur ein vorsichtiges anheben zum Rollen lassen.Mit dem alten Teil hatte ich tiefe Resonanzgeräusche im ganzen Raum, mit dem neuen Getriebeteil läuft der Heli absolut Resonanz- und schüttelfrei. Auch die hässlichen Knirschgeräusche beim Auslaufen sind verschwunden. Nun warte ich auf Heliwetter ( hier in Berlin schüttet es den ganzen Tag wie blöd ) , um den Heli draussen zu testen. Bis dahin- Anflug.Zuletzt geändert von Gast; 26.09.2010, 11:22.
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Gerhard Grasser





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