1.Blattspurlauf
Wenn man die Rotorkopfbrücke wie bei Gerd´s Replik verwendet, ist der Spurlauf kein Problem und wird einfach über Verbiegung der Blatthaltebleche mit einer Rohrzange eingestellt.
Verwendet man allerdings die Kopfbrücke mit den angedrehten Zapfen, so kann einen die Spurlaufeinstellung zur WEißgluht treiben. Beim Erstflug lag der Heli mit einer Spurlaufdifferenz von 1,5cm ruhig in der Luft, wenn ich ein Messerscharfen Spurlauf hatte, schüttelte der Heli trotz perfekt gewuchteter Blätter.
Das kommt einfach daher, dass die Brücke im Bereich der angedrehten Zapfen nicht sonderlich exakt gefertigt ist (meine Brücken waren alles Neuteile !!!!).
Leider läuft der Kipppunkt der Brücke nicht durch diese selber, sondern ca 2cm höher durch die Dreieckbleche, deshalb kann man den Fehler in der Brücke nicht so einfach bei einer dynamischen Spurlaufeinstellung beheben.
Zuerst muß man den Spurlauf statisch einstellen, in dem man erst ein Blatt über das Heckrohr dreht und so weit es geht nach unten klappt, dann mißt man die Höhe über dem Heckrohr. Das gleiche macht man mit dem anderen Blatt; wichtig ist auch, dass bei diesem Prozedere der Blatteinstellwinkel identisch ist, welcher Winkel ist jedoch egal.
Nun wird man wahrscheinlich einen Unterschied in der Höhe (wie auf den Fotos) feststellen.
Es gibt nun drei Möglichkeiten, dies zu korregieren:
a) Blätter vertauschen, mit viel Glück paßt dann alles
b) die drei Blattschrauben am tiefer laufenden Blatt lösen und mit einem Helfer das Blatt etwas hochdrücken und die Schrauben wieder fixieren
c) den Zapfen an der Brücke vorsichtig ganz wenig nach oben verbiegen (diese Methode habe ich verwendet, das funktioniert mit wenig Kraft).
Wichtig ist auch, daß am Kopf beim Messen über das Heckrohr die Steuerstange ausgehängt wird, da diese die Schlagbewegung des Kopfes einseitig begrenzen kann !
2.Heckriemen
Ich verwendete zuerst einen originalen Flachriemen. Dieser kam mir zwar etwas "trocken" vor, aber die ersten Flüge funktionierten ganz gut, bis auf gelegentliches Durchrutschen.
Plötzlich sprang der Riemen immer wieder von der vorderen Riemenrolle, nachspannen brachte nur kurz erfolg, bis der Riemen wieder absprang. Das kommt dadurch, dass die Fasern im Riemen mit der Zeit brüchig werden , teilweise reißen und dann, wie es auch mir passierte, der Riemen im Flug den Dienst quittierte. Der Schaden am Heli, verursacht durch den peitschenden Riemen, welcher mir dann noch um die Ohren flog war nicht unerheblich.
Sollten die Symptome wie oben beschrieben auftauchen, schnell den Riemen wechseln.
Der originale Riemen kommt von der Firma HABASIT, einfacher und günstiger kommt man an die Riemen aber anders.
Diese Riemen werden aktuell in vielen Druckmaschinen als Transportbänder benutzt, also einfach in der nächsten Druckerei fragen, meißt haben diese die Riemen als Meterware, genau so wie die passende Zange zum verschweißen.
Selbst im Vergleich mit alten, originalverpackten Riemen merkt man einen deutlichen Unterschied in Griffigkeit und Geschmeidigkeit.
Ich möchte keinen alten Riemen mehr verwenden.
Da aber sowieso einige Reparaturen zu erledigen waren rüstete ich gleich auf Gerd´s Zahnriemen ( helibaby.de ) um, da ich das gelegentliche Durchrutschen auch leid war.
Nachrüstbar sind allerdings nur Heckrohre mit Kugellagern, die Rohre mit Nadellagern können nicht umgerüstet werden (toll alle Ersatzrohre für die Katz).
Der einbau ist etwas fummelig aber gut zu bewerkstelligen. Nach der Erstmontage lief der Heckrotor allerdings nicht gleichmäßig leichtgängig, Ursache waren Grate innen an den Bohrungen der Kugellager. Hier sollte man vor dem Einbau mit einem Dremel mit 10mm Schleifkörper gleich entgraten, dabei aber nicht die Auflageflächen für die Kugellager verletzen.
3.Wuchten
Dass die Rotorblätter ordentlich gewuchtet gehören ist klar, wegen der hohen Drehzhl am Heck sollte dass auf jeden Fall auch mit den holzernen Heckblättern machen.
Auch die Gußpaddel gehören gewuchtet, diese weisen zum Teil erhebliche Gewichtsunterschiede auf. Ich habe hierzu eine kleine Apothekerwage mit 2 Nachkommastellen sowie Isolierband verwendet, man kann auch am schwereren Paddel außen eine Bohrung anbringen um Material abzutragen.
Nun läuft alles einwandfrei und der Flugspaß ist wieder absolut hergestellt.


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