Technische Leckerbissen
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Ich dachte der Michi hat eher Spreiz/Senkfüße.....Zitat von Martin Greiner Beitrag anzeigen
Wenn man stirbt merkt man das selber gar nicht, man ist einfach tot, traurig ist es nur für die Anderen.
Wenn man dumm ist verhält es sich ganz ähnlich...
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Na Ja,
manchmal können auch schwierige Bedingungen zu einem erfreulichem Erlebnis werden - und das mit den Plattfüßen (an den Helis natürlich) ist ja ganz praktisch, so rollen sie wenigstens nicht versehentlich aus dem Regal
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Eine Frage an Wolfgang (WGS),
habe mal versucht eine Skizze zu zeichnen bezüglich der Steuerung des Tandem Hubschraubers.
Was mir nicht ganz klar ist, ist die Steuerung um die Querachse.
Werden hierbei die einzelnen Taumelscheiben nur durch Pitch nach oben, bzw. unten verschoben oder müssen Diese dabei noch nach vorne oder hinten gekippt werden?
Danke schonmal
LG Peter
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Hallo Peter,
die Antwort ist: Das kommt darauf an...
In jedem Fall muss man mit der Nicksteuerung gegensinnig Pitch auf den beiden Rotoren steuern. Damit neigt man den gesamten Heli nach vorn oder hinten, und damit ist zunächst mal grundsätzlich eine Nicksteuerung gegeben. Auch eine Gyrostabilisierung der Nickachse, die beim Tandem für ein angenehmes Fliegen wichtiger ist, als eine Gierstabilisierung, greift in diese gegensinnige Pitchsteuerung ein, wobei es ausreicht, nur den vorderen Rotor über den Gyro laufen zu lassen (Magnus Bisom machte das beispielsweise so, und ich habe seine Chinook auch so betrieben mangels mehrkanaliger Gyros in jener Zeit).
Der Nachteil dieser Steuerung ist die Trägheit in der Nicksteuerung im Schwebeflug, weil man ja erst über beide Rotoren den ganzen Rumpf kippen muß, bevor ein horizontaler Schubvektor vorwärsts oder Rückwärts entsteht. Auch sieht es im Schweben nicht so gut aus, wenn der ganze Rumpf ständig schaukelt, bauartbedingt deutlich stärker, als ein "normaler" einrotoriger Heli.
Daher ist es von Vorteil, wenn man der oben beschriebenen Nicksteuerung über gegensinnig Pitch noch ein gleichsinniges Neigen der Taumelscheiben vor und zurück überlagert. Bei mir hat es sich recht gut bewährt, wenn mit der Nicksteuerung das gegensinnige Pitch linear gesteuert wird, das Neigen der Taumelscheiben jedoch stark degressiv, also bei kleinen Ausschlägen viel Neigung, mit zunehmendem Nickausschlag nur noch wenig, wobei die Neigung generell nicht sehr groß werden darf, damit der hintere Rotor nicht in den Rumpf schlägt. Anders als beim Normalheli sind die Mastmomente beim Tandem kaum wirksam, da beide Rotoren ja um verschiedene Achsen drehen und somit versuchen, den Hubschrauber gleichzeitig um zwei unterschiedliche Achsen zu kippen, was nicht funktioniert. Jede Rotorneigung bei zyklischer Steuerung bewegt lediglich den Rotor selbst in die entsprechende Richtung im Rahmen seiner elastischen Aufhängung.
Bei dieser ßberlagerten Steuerung verhält sich das Modell dann so, dass der Rumpf im Schwebeflug horizontal liegt in der Nickachse und in dieser Lage mit der zyklischen Steuerung auf der Stelle gehalten bzw. exakt positioniert werden kann. Beim Vorwärtsflug wird dann bei größeren Nickausschlägen der Rumpf entsprechend geneigt.
Bei den heutigen Computersendern ist es sogar möglich, bei kleinen Ausschlägen nur die Taumelscheiben zu kippen und bei größeren Ausschlägen diese zyklische Komponente wieder herauszunehmen, während die gegensinnige Pitchkomponente bei kleinen Ausschlägen gar nicht wirkt (wohl aber die Trimmung davon!!!) und erst bei etwas größeren Ausschlägen einsetzt.
Kurz gesagt: Die Nicksteuerung über gegensinnig Pitch wird immer gebraucht, ob und wieviel zyklische Steuerung überlagert wird, hängt von den Ansprüchen ab.Grüsse
Wolfgang
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Hallo Peter,
da hast Du ja mal wieder eine interessante Konstruktion aufgespürt!
Da die Gierfunktion offensichtlich über den Heckrotor gesteuert wird, könnten die Rotoren evtl. getrennt von je einem Motor angetrieben sein(?)
Schade nur, dass solche Unikate meist irgendwann in einer Ecke vor sich hin gammeln...
/Uli
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Hallo Uli,
ja, merkwürdige Konstruktion und sehr ungewöhnlich für einen Koax Heli....
Anscheinend flog er aber nicht schlecht (apparently it flew as smooth as silk.)
oder interpretiere ich das falsch?
Hab nochmal weitergegoogelt aber leider nicht's mehr darüber gefunden.LG Peter
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Konfusius
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Mir verschlägt es die Sprache bei so einem "Wimmelbild".
Und dabei frage ich mich dann, wie der Konstrukteur es hinbekommt, dass alles rund läuft und nicht unwuchtig wird.
Auch muss ich da immer an die Pioniere der manntragenden Helis denken...
Aller Achtung ! Ich hoffe, dass der Fortgang dieser Restaurierung hier weiter zu bestaunen ist .
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Habe da was in der Bucht gesehen!!
Ist bestimmt interessant für euch.
Scheint eine alte Heli Motor/teilmechanik zu sein.
Bj. angeblich um 1960. Kennt die jemand von euch.
Marke/Hersteller in welchem Helioldie war die verbaut.
Kann die Bilder zwar rauskopieren aber nicht vergößern, deshalb hier die
Artikelnummer: 310503198613
LG
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Hallo,
in den 60ern hat es viele Versuche von einzelnen Modellfliegern gegeben, das allgemein für unmöglich gehaltene zu realisieren, einen ferngesteuerten Hubschrauber zu bauen.
Abgesehen davon, daß Proportional-Fernsteuerungen für den "Normalbürger" kaum verfügbar waren, konzentrierten sich die Bemühungen zunächst einmal auf den Antrieb.
Um zu verstehen, was da vorging, muss man sich die Situation der Modellmotoren Anfang der 60er einmal vorstellen (oder sich daran erinnern):
Flugmotoren waren zunächst einmal als "Vollgastriebwerke" konstruiert und wurden ohne Schalldämpfer betrieben. Für die "größeren" Motoren gab es dann als Zubehör eine "Drosselvorrichtung", die, auf den Vergaser aufgesetzt, lediglich die Luftzufuhr drosselte und so die Drehzahl reduzierte. Da der Teillast- und Leerlaufbereich aber ohne Schalldämpfer sehr instabil und unzuverlässig war (man konnte nicht sehr weit herunterdrosseln, und der Motor stellte gern ab), kam zu der Luftklappe am Vergaser noch eine Klappe über dem Abgasauslass hinzu, die mit der Luftklappe gekoppelt den Auspuff mehr oder weniger verschloss, so dass ein Gegendruck entstand und nicht jedes Drosseln des Motors zum Abstellen führte. Auf den Bildern kann man das sehr schön erkennen, wobei bei den größeren OS-Motoren die Auspuffklappe als drehbare Walze ausgeführt war.
"Größer" hieß damals normalerweise 3,5....8ccm: Ich erinnere mich an einen Satz aus einem Testbericht für einen 10ccm-OS-Motor damals: " Ob man die gewaltige Leistung dieses Motors von fast 1 PS (0,9) jemals im Modellflug ausnutzen können wird, darf bezweifelt werden..."
Wenn man mit einem dieser Motoren einen Hubschrauber konstruieren wollte, waren natürlich die zentralen Punkte das Getriebe und die Kühlung. Da man gewohnheitsmäßig den Motor gern in der selben Lage betreiben wollte, wie im Flugmodell, nämlich mit aufrecht stehendem Zylinder, und man ihn ja auch irgendwie starten mußte, bot sich ein Schneckengetriebe an: Es liefert neben der erforderlichen ßbersetzung auf eine Rotor-geeignete Drehzahl eine 90°-Umlenkung, und man kommt mit einem Anlasser an die seitlich liegende Motorwelle heran zum Anlassen.
Man muss sich auch vor Augen führen, dass damals die später selbstverständliche Fliehkraftkupplung einfach noch nicht "erfunden" war; wenn überhaupt eine Kupplung vorhanden war, wurde sie über ein Servo betätigt. Bei den Hubschrauberentwürfen verzichtete man zunächst darauf und ließ den Rotor starr gekoppelt mitlaufen.
Mit ähnlichen Probleme hatten übrigens auch ferngesteuerte Verbrenner-Automodelle zu kämpfen, deren Realisierung in den 60ern als ähnlich unmöglich galt, wie die eines Hubschraubers. Eines der ersten ferngesteuerten Automodelle mit Verbrennungsmotor ("Micart") wurde Ende der 60er in Harsewinkel beim Luftzirkus als besondere Attraktion vorgeführt.
Aus dieser Zeit also stammt die angesprochene Antriebseinheit. Ich bezweifele aber, dass daraus je ein funktionsfähiger Hubschrauber geworden ist.
Daher gibt es wohl weder Marke/Hersteller, noch einen Helioldie, in dem das verbaut war.
Vielmehr halte ich es lediglich für einen Versuchsaufbau, der aber sehr schön dokumentiert, wie die Modellbauer damals im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten gedacht und gearbeitet haben.Grüsse
Wolfgang
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Danke für die Ausführungen, Wolfgang!
Ich habe das Flächenfliegen mit einer Tiptip Anlage erlernt.
Variophone 6 hieß die glaube ich. Rudermaschine > Bellamatic, das waren noch Zeiten. Servos mit Rückstellfeder.
Kennt heute doch niemand mehr und vorstellen kann es sich auch keiner, in der so hochtechnisierten Rc Welt.
Einmal tippen = Vollausschlag am Ruder.
Kann mich noch an die Zeit erinnern, als Dieter Suhr mit den ersten Hubschrauberflügen in unserem Verein anfing. Später war er ja Deutscher Meister und sehr eng mit Graupner verbunden.
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AW: Technische Leckerbissen
Hallo Wolfgang,Zitat von caravelle Beitrag anzeigenDanke für die Ausführungen, Wolfgang!
Ich habe das Flächenfliegen mit einer Tiptip Anlage erlernt.
Variophone 6 hieß die glaube ich. Rudermaschine > Bellamatic, das waren noch Zeiten. Servos mit Rückstellfeder.
Kennt heute doch niemand mehr und vorstellen kann es sich auch keiner, in der so hochtechnisierten Rc Welt.
Einmal tippen = Vollausschlag am Ruder.
Kann mich noch an die Zeit erinnern, als Dieter Suhr mit den ersten Hubschrauberflügen in unserem Verein anfing. Später war er ja Deutscher Meister und sehr eng mit Graupner verbunden.
was heißt hier kennt heute niemand mehr
Ich habe sogar noch Eine:

LG Peter
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Moskito561
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Hallo Peter !Zitat von Peter Sperber Beitrag anzeigenwas heißt hier kennt heute niemand mehr
Ich habe sogar noch Eine:
Angeber

Die Anlage und Zubehör wurde sicher für Heli- Großmodelle entwickelt ,.... pack die mal in einen 450 iger !
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Hallo Edwin,
Die Empfangsbausteine gab es doch noch bei der Varioprop und die
hatte in der kleinen Graupner Bell 47 G auch Platz..........also ganz so
abwegig ist das gar nicht
So, jetzt aber richtig Angebermodus an:

Angebermodus aus
Zuletzt geändert von Peter Sperber; 13.11.2012, 19:12.LG Peter
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