Ich bin seit einiger Zeit mit der Kombination GY-401 + S9253 in meinem Futura Contest unterwegs.
Nun hab ich im Kunstflug das Problem, dass das Heck einfach nicht bleibt, wo es hingehört. D.h. bei Rollen und Loops mit ordentlich Dampf habe ich im Scheitelpunkt einen Heckversatz von ungefähr 45°. So ist natürlich kein vernünftiger Kunstflug möglich. Wer soll sowas noch aussteuern?
Mir bereitet dabei meine Gyroempfindlichkeit großes Kopfzerbrechen. In meiner MC-16/20 kann ich im AVCS-Mode gerade mal 27% einstellen, bevor das Heck anfängt, zu schwingen. Dies scheint mir in der sehr großen Heckrotorwirkung begründet. System- und Heckrotordrehzahl sind sehr hoch (1700-1800). Zudem fliege ich recht lange Heckblätter, so um die 105-110 mm. Außerdem wurde dem Heckrotor mit PMGs nachgeholfen. Weiterhin wurde auf Spielfreiheit bei der Anlenkung und des Antriebes geachtet. Das Heckservo wurde auf das Heckrohr verbannt und eine 5er CFK-Schubstange installiert, der Starrantrieb hat kein merkliches Spiel.
Am Gyro habe ich den Limiter knapp über 100% stehen und kann damit den vollen Weg der Heckpitchgleithülse fahren, also maximale Ausschläge am Heckrotor. Betrieben habe ich das S9253 bisher im Analog-Modus, aus Angst vor frühem Servotod. Interessieren würde mich hier, ob ich im Analog-Modus überhaupt die 0,06sec/45° Stellzeit erreichen kann, mit welcher das Servo angegeben ist, oder ob ich dazu in den Digi-Modus muß.
Außerdem habe ich mit kleinerer Hebellänge des Servos experimentiert, um eine größere Empfindlichkeit fahren zu können. Leider ohne Erfolg. Limiter des 401er lag dann bei reichlich 120%, die Empfindlichkeit ließ sich aber nur um wenige Prozent erhöhen. Würde hier der Weg in die andere Richtung, also weniger Servoausschlag, Limiter um die 80% vielleicht den gewünschten Erfolg bringen?
Oder sollte ich Kompromisse in der Heckrotorwirkung eingehen, sprich die Ausschläge am Heck reduzieren bzw. kleinere Heckrotorblätter einsetzen?
Das hätte aber dann zur Folge, dass ich sowohl beim Seitwärtsfliegen, wie auch im Rückwärtsflug Abstriche machen müßte, da dort ja große Heckrotorleistung benötigt wird?
An der Gyrolagerung liegt es meines Erachtens nicht, hier habe ich mit verschieden dicken Klebepads experimentiert, ohne einen Unterschied feststellen zu können. Die Drucklager in den Blatthaltern sind ebenfalls O.K..
Was mach ich nur? Bitte helft mir auf die Sprünge! So macht's wirklich keinen Spaß, wenn man noch hoch hinaus will
.Irgendwie war ich meinem S9203 besser bedient. Nur ist dieses verkauft, sodaß ich wohl oder übel mit dem S9253 auskommen muß.

. Allerdings hab ich, wie sich das gehört, den Heli im oberen Scheitelpunkt des Loopings natürlich mit etwas neg. Pitch gestützt. Ich werd mal gucken, wie sich's mit nur positiv Pitch verhält. Außerdem hat mein Heli mittlerweile auf Roll brutale Drehraten, sodaß man mit Pitch schon fast garnicht mehr nachkommt mit steuern. Liegt an den SAB 0601 und der 560er Paddelstange. Dass da das Gyro einiges zu regeln bekommt ist auch verständlich.
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