da mir mein erster TP6.000 Gen2- Pack (6s3p) nach nur 60 Zyklen langsam aussteigt, habe ich mich für meinen L14 nach einem neuen Stromspender umgesehen. Nach meinen bisherigen Erfahrungen mit den Lipos wollte ich keinen Akkupack mehr, mit dem man 16...18 Minuten am Stück fliegen kann, weil das sowohl für den Heli als auch für mich zu belastend ist. So habe ich mir etwas um die 10...12 Minuten vorgestellt; also etwas um die 4.500mAh. Preiswerter sollte es auch sein, denn 440€ für 70 Zyklen ist mir zuviel.
Somit bin ich auf die Konions gekommen und habe mir kurzerhand 18 Stück 1.600mAh Zellen bei rc-lipoly bestellt, um sie mal in meinem L14 zu testen. Preis auf der Website:198€. Diese habe ich dann so zusammengelötet, dass unten 4s3p liegen und oben dann noch einmal 2s3p:

Vorweg eine kurze Bemerkung, weil mir diese Frage schon gestellt wurde: Die Konions sind vom Prinzip ganz normale Lithium-Ionen Zellen; sie haben 3,7V Nennspannung und 4,2V Ladeschlußspannung. Nur daß sie vom mechanischen Kontruktionsprinzip auf maximale Haltbarbeit ausgelegt sind und nicht auf Flugbetrieb (minimales Gewicht, maximaler Strom) optimiert. Der ursprüngliche Entwicklungszweck waren Powertools (Profi- Werkzeuge im gewerblichen Bereich).
Also, hier nun meine ersten Erfahrungen nach 5 Zyklen:
Die Konion kosten bloß etwa die Hälfte. Meine TP6.000Gen2 haben, umgerechnet auf 4.800mAh, 366€ gekostet! Balancer braucht man auch nicht. Sie sind allerdings etwas schwerer (ca. 810g bei 4.800mAh gegenüber 760g bei den TP6.000; entspricht 610g oder 33% Mehrgewicht), dafür sind sie wesentlich robuster.
Ich bin zuerst mit meiner alten Konfiguration geflogen, wie ich sie bisher bei meinen TP6.000 hatte. Der erste Flug war enttäuschend. Nach einigen Mailings mit Mayk Göttke (Danke, Mayk!
von rc-lipoly habe ich jetzt meinen Logo aber sauber(er) konfiguriert (siehe Signatur) und nun habe ich die gleichen Flugleistungen wie bei den TP. Das Problem war ein zu kleines Ritzel; ich hatte ein 16er drauf. Mit dem 18er Ritzel fliegt er jetzt super; evt. könnte er mit einem 19er noch gewaltiger turnen; aber das brauche ich von meinen Fähigkeiten im Augenblick noch nicht.Der Grund dafür ist ein etwas schwächerer Spannungsverlauf als bei den "normalen Tüten- LiPo's". Darum ist die richtige Konfiguration Ritzel/Regler wichtig. Erstaunlicherweise haben sich mit dem 18er Ritzel meine thermischen Teillastprobleme im JAZZ erledigt, ich fliege jetzt mit ca. 60% Servoweg am Regler und habe kaum nennenswerte Erwärmung. Beim 15er Ritzel ist der JAZZ bei 60% schon nach wenigen Minuten wegen ßberhitzung ausgestiegen.
Andererseits führt der etwas schlechtere Spannungsverlauf dazu, dass die Konions schadlos bis in den LiPo- Abregelbereich des Reglers geflogen werden können und dann bei etwa 85% Entladung sind. Damit kann man wahrscheinlich auch auf den Lipo-Schutz verzichten, da am Ende der Kapazität das Fliegen kaum noch richig Freude macht.
Die Blechtöpfe (wie bei normalen Sub-C-Zellen) machen die Zellen enorm unempfindlich gegen alle Arten mechanischer Einflüsse. Ich lade die Akkus mit 5,5A, das sind etwa 1,15C und der Akku ist nach etwa 1h voll. Gegenüber den TP spare ich etwa 30 Minuten Ladezeit ein.
Der Konion-Pack mit 4800mAh hat natürlich eine geringere Flugzeit als die "dicken" 6000er TP's, aber das war ja gewollt. Ich fliege 12 Minuten mit meinem 6s3p; bei den TP komme ich auf heute 14 Minuten (wegen der invaliden Zelle), früher waren es etwa 16 Minuten bei gleichem Setup.
Alles in allem muß ich sagen, dass ich mit dem Preis- Leistungsverhältnis absolut zufrieden bin. Und der Service war ebenfalls super; dass muß hier mal erwähnt werden, weil ich mit anderen Firmen (fangen auch mit Kon... an) schon ganz andere Erfahrungen gemacht habe!
ßbrigens gibt es die Konion auch als 1200 Zelle mit einer höheren Strombelastbarkeit.
Gruß, Andreas

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