Nehmen wie an die Phase des Rotors wäre +80° von Auslenkung zu Mastmoment, was bedeutet dass der Rotor 80° nach der Anregung durch die zyklische Steuerung sein maximales Mastmoment ausübt. Jegliche Winkelangaben sind von oben gesehen anzuwenden, positiver Drehsinn is im Uhrzeigersinn.
1) Im ersten Fall ist die TS exakt rechtwinklig zum Kopf. Von oben betrachtet sei die Haube 0° und wir gehen im Uhrzeigersinn mit den Winkeln.
Du steuerst Roll nach rechts, sodass das Blatt über der Haube, genau bei 0°, einen maximal negativen und das über dem Heck, bei 180°, einen maximal positiven Einstellwinkel bekommen. Das resultierende Mastmoment wirkt jetzt +80° später, heißt bei 80° und 260°. Der Hubschrauber rollt also nicht sauber nach rechts, sondern nickt dabei leicht nach vorne. Analog nickt er bei Roll links nach hinten, rollt bei Nick hinten nach rechts und bei Nick vorne nach links.
2) In diesem Fall verdrehst du die Taumelscheibe unter dem Rotorkopf -10° (also gegen den Uhrzeigersinn), was effektiv den Rotor +10° später anlenkt bzw. den Rotorkopf über der TS +10° dreht (was exakt das ist, was man in deinen Bildern auf der ersten Seite sieht).
Rollst du jetzt nach rechts, kommt das Blatt bei 0° durch, die TS mit ihren -10° Verdrehung ist aber noch nicht am höchsten Punkt. Den erreicht sie, wenn das Blatt +10° weiter gedreht hat, es bekommt also also bei 10° seine größte Auslenkung, bzw das Blatt über dem Heck bei 190°. Addiert man jetzt die 80° Rotorphase dazu, greift das resultierende Mastmoment exakt bei 90° bzw 270° an und der Hubschrauber rollt sauber.
Einverstanden?

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