hab mir lange überlegt ob ich was zu dem Teil schreiben soll, zumal hier einige unterwegs sind, die mehr auf dem Kasten haben als ich, den Acrobat SE fliegen und mehr oder weniger Stillschweigen über den Acrobat SE bewahren.
Aber wenn ich die Beiträge über den Rebell, den neuen Henseleit etc. lese fällts mir zunehmend schwer stillzuhalten.
Ich will nur kurz zu Protokoll geben, dass der perfekte E-Heli bereits existiert - man muss ihn nur noch kaufen.
Der ein oder andere wird jetzt lächeln, ich kann leider nicht mit grossen Fähigkeiten protzen oder auf eine grosse Erfahrung mit Helis zurückblicken - ich bin erst in meiner zweiten Saion und der 540° Turn stellt den Gipfel meiner Fähigkeiten dar, zumindest in der Realität.
Ich denke trotzdem die Leistungsfähigkeit des Acrobat SE beurteilen zu können, da ich so ziemlich jedes per Internet verfügbare Material von Lipoly befeuerten E-Helis gesichtet habe und mittlerweile etwa 4h Flugzeit auf der Mechanik habe.
Kurz zusammengefasst bleibt aus Kostengründen bei E-Helis Gewicht das A+O, auch und gerade wenn man mit LiPos fliegen will. Das stimmt um so mehr wenn man ausschliesslich elektrisch fliegn will/muss. Ich persönlich bin so ein Fall, kann aufgrund meines Umfelds (Verein) Heli momentan nur elektrisch fliegen. Habe persönlich auch neben rc-heli keinen direkten Austausch mit Helipiloten - egal klappt trotzdem.
Ohne weiter abzuschweifen, der Acrobat SE kommt mit 4S2P Tanic Pack(Irate- Zellen) auf 1635g Abfluggewicht (ohne Kunststücke, inclusive externem 7,5 A Helitron-BEC). Mit 475 mm Blättern zieht er 1800 1/min mit 12° Pitch durch mit dem Orbit von Pletti, da braucht das Teil keinen Vergleich mit irgendwelchen Verbrennern zu scheuen - behaupte ich jetzt einfach mal, ohne jemals einen geflogen zu haben.
Ich kann wie gesagt keinen echten Kunstflug , aber wie blöde rumheizen mit Vollpitch kann ich mittlerweile, sichere 15 Minuten sind immer drin (minimum waren bisher 18 Minuten, bis die Spannug bei Vollpitch Passagen auf unter 3 V/Zelle einbrach, laut Spannungsüberwachung von Helitron).
Was mich beim Acrobat SE neben der Power am meisten beindruckt ist die Steuerfolgsamkeit und die Lautstaerke. Steuerfolgsamkeit kann ich eventuell nicht richtig beurteilen, aber was mir aufällt ist die extreme Agilität und trotzdem perfekte Dosierbarkeit ohne Expo zumischen zu muessen. Beim Fliegen selbst hört man ausschliesslich Blattgeräusche, der Gegensatz zwischen Lautstärkepegel und Leistung ist eigentlich das geilste. Mit 1500 am Kopf ist das Teil kaum zu hören und geht immer noch geiler wie ein 2,5 kg Logo 10 mit 2000 am Kopf.
Das ganze ist ncht billig, mit 4 Akkus (1 Stunde Flugzeit ohne Nachladen) komme ich auf über 2200 Euro Anschaffungspreis, etwa auf NT-Niveau. Die Leistungen siedele ich ohne echten Vergleich zu haben auf selbem Niveau an (basierend auf Simulator etc.).
Wär schön wenn sich hier die erfahreneren Acrobat SE Piloten mit einklinken, der Heli wird meiner Meinung nach sträflich unterschätzt. Leicht an sich ist keine Kunst, gleichzeitig crashfest und Robust/Alltagstauglich zu sein - diesen Spagat schafft der Acrobat. Und ich habe lange gesucht, und relevante Informationen aus einem Wust von Informationen rauszufinden beherrsche ich, in der Realität verdiene ich mein Geld damit. Vielleicht kann ich ja hier den einen oder anderen der Asse dazu bewegen sich mal einen Acrobat SE näher anzusehen - das Teil ist meiner Meinung nach das NonplusUltra für den nicht neureichen E-Flieger.
Ausserdem der erste Heli den ich kenne bei dem der aus Ersatzteilen zusammengebaute Heli etwa genausoviel kostet wie der Bausatz. Schon mal nachgerechnet beim eigenen Modell
Gruss,
Thomas

Kommentar