Hallo Chris und Uwe,
das muss man sehr genau betrachten, um zur Ursache zu gelangen. Die Fliehgewichte werden nicht durch den Verbindungsteg zum Läufer vom Wegfliegen abgehalten. Das übernimmt allein die Kupplungsglocke. Wenn ihr einen intakten Kupplungsläufer ohne Glocke laufen lasst, fliegen euch nur wenig über der Leerlaufdrehzahl die Fliehgewichte um die Ohren.
Reißen im Flug die Fliehgewichte ab, passsiert eigentlich gar nichts, da die Fliehgewichte mit einem vielfachen ihres Gewichtes in die Position gedrückt werden, in der sie auch vorher schon waren.
Damit die Fliehgewichte im Flug weggeschleudert werden können, muss erstmal der Glockenkranz weg sein. Denkbar wäre ein ähnliches Scenario wie beim blockierten Getriebe am Boden. Dazu müsste man aber länger mit rutschender Kupplung (zu niedrige Drehtzahl) fliegen, wobei der Belag wegbrennt oder aber der Belag müsste sich wegen mangelnder Verklebung gelöst haben, damit anschließend der Glockenkranz weggerieben werden kann.
Wahscheinlicher dürfte aber sein, dass bei euch das Fliehgewicht schon vorher abgerissen war. Es könnte dann herausfallen bei einer Zwischenlandung mit Leerlaufphase oder beim nächsten Anlassvorgang und so anschließend den Schaden angerichtet haben.
Die Ursache für das Abreißen ist immer die Gleiche, wie schon erwähnt wurde: Das Spaltmaß zwischen Glocke und Läufer ist zu groß, Das führt schnell zu einem Ermüdungsbruch.
LG Deuterius



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