So, bin grad vom Platz heim gekommen, es hatte -4°C, Hochnebel ca. 20m über dem Platz, sinkend, aber keinen Wind. Bin drei Tanks verflogen mit jeweils 30 Minuten aufwärmen im Auto dazwischen. Vorgestern habe ich das Rundflug-Setup gemacht, bin aber wegen des Wetters im Wesentlichen nur geschwebt. Heute wollte ich mich an die Grenzen herantasten; das ist aber nur bedingt gelungen, denn in der Höhe, wo ich mich mit einem neuen Heli zu bolzen traute, war dieser kaum noch sichtbar. Bin also nur schnellen Rundflug und einfache Figuren wie Turns, Rollen und Loopings geflogen.
Also gleich vorab: der T-Rex 600 Nitro Pro ist kein Mist!
In allen Lagen liegt er wie auf Schienen, gehorcht dem kleinsten Steuerbefehl und hat Null Eigenleben, d.h. alle Reaktionen bisher sind so, wie man es erwartet. Im direkten Vergleich zum 50er Raptor muss man bei schnellem Vorwärtsflug bewusst die Nase leicht drücken, sonst bleibt er stehen, obwohl bei beiden Helis der Schwerpunkt stimmt und beide so neutral getrimmt sind, dass man beim Schweben die Knüppel loslassen kann. Auch beim Looping, wo beim Rapi ein leichtes Lupfen reicht, um ihn in den Himmel schiessen zu lassen, muss man beim Rex einen sehr deutlichen Steuerbefehl geben, damit es aufwärts geht. Es kann aber auch sein, dass ich die 120° ECCPM Anlenkung noch nicht wirklich verstehe und das man da vielleicht an der Funke noch mehr herausholen kann.
Eine Freude ist auch die Motortemperatur. Während man sich beim Rapi nach einem Flug die Finger wärmen kann, muss man beim Rex ins warme Auto, der Motor ist kalt. Das schwarze Plastikkondom bringts echt!

Das Einzige, das micht störte, war ein eierndes Geräusch und ein horizontales Zucken des Hecks, das umso stärker war, je höher die Drehzahl. Ich vermute, dass da ein mechanisches Problem vorliegt, denn ich bin mit der Kreiselempfindlichkeit bis auf 40% hinuntergegangen, das Zucken blieb aber. Möglicherweise Räsonanz im Starrantrieb, obwohl ich das Lager, wie in der Anleitung beschrieben, 5cm ausserhalb der Mitte montiert habe. Werde das Heck aber sicherheitshalber zerlegen und checken, bevor ich dem Teil mehr abverlange.
Einen Schock gab es noch, als ich beim dritten Tank zur Landung hereinschwebte und der ganze Heli plötzlich beim Schweben so schüttelte, dass ich mich nicht zu Landen traute und gewartet habe, bis der Sprit aus war. Blitzartig überlegt ich, welche Schraube ich nicht festgezogen haben könnte oder welche der bekannten Schwachstellen nun aufgetreten ist. Als ich den Heli dan reinigte, kam des Rätsels Lösung: an den Blättern war millimeterdick Eis drauf...
LG Peter


 Eher laß mich scheiden bevor meinen TrexN 600 verkaufen würde  



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