T-Rex Heckstörungen, die n-te

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  • Hans Reier
    Member
    • 17.01.2003
    • 100
    • Hans

    #16
    Re: T-Rex Heckstörungen, die n-te

    Schau mal hier: http://www.rc-heli.de/board/index.php?topic=46255.15
    oder noch hier: http://www.rc-heli.de/board/index.ph...7600#msg277600



    Das Thema ist beim TRex nicht ganz unkritisch - denke ich!

    Hans

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    • acamphausen
      Senior Member
      • 21.04.2004
      • 1132
      • Andreas
      • Bei München mit Blick auf die Alpen

      #17
      Re: T-Rex Heckstörungen, die n-te

      HI Tom,

      wenns is, schmeiss doch mal alles raus, was nicht unbedingt erforderlich ist. Ggf testweise mal die Leitungen für die Komponenten locker ohne viel parallele Wege führen. Wenn dann die Störungen weg sind, kann man weitere Komponenten hinzufügen. Die verkabelung schaut zwar sehr ordentlich aus, kann aber auch Fehlequellen (ßbersprechen) hervorrufen.

      Andreas
      Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben (Albert Einstein)

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      • dl7uae
        dl7uae

        #18
        Re: T-Rex Heckstörungen, die n-te

        Bitte noch Geduld! Bei dem P*sswetter hatte ich keinen Bock, meine "Geheimwaffe" B) zu testen,
        es wurde dann ja auch gleich dunkel. Ist aber längst montiert, siehe den blauen Flascherverschluß
        auf dem Bild.
        Tom



        [gelöscht durch Administrator]

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        • Hans Reier
          Member
          • 17.01.2003
          • 100
          • Hans

          #19
          Re: T-Rex Heckstörungen, die n-te

          Tom,
          einen Input noch von meiner seite.
          Neben den in http://www.rc-heli.de/board/index.ph...7600#msg277600 beschriebenen fällen hatten wir auch noch einen sehr hartnäckigen fall zu bewältigen :
          Angesprochener TRex war überhaupt nicht fliegbar. Als ursache hatte sich herauskristallisiert, daß die Pipsequenz des reglers/motors (starker störer) bei 'power On' offensichtlich gerade mit dem kreisel nullpunktsetup zusammenfiel (401' er). Jedenfalls lief das heckservo immer auf endanschlag.

          Es liegt in der natur der sache daß brushless ansteuerungen starke störfelder produzieren. Ich denke man sollte unbedingt bei der ursache des problemes ansetzen --> deshalb habe ich versucht die störungen zu unterdrücken. Nicht umsonst werden beispielsweise motoren welche mit frequenzumrichtern angesteuert werden mit geschirmten motroanschlußkabeln versehen.

          Die in http://www.rc-heli.de/board/index.ph...7600#msg277600 beschriebenen maßnamen haben uns auch dieses problem gelöst.
          Theoretisch ist es vielleicht noch wichtig, daß das kabel vom heck und die 'ReglerSchirmung' an einem einzigen punkt mit 'batterie-' verbunden werden um schleifen zu verhindern (bei hartnäckigen fällen würde ich darauf achten).


          Hans

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          • dl7uae
            dl7uae

            #20
            Re: T-Rex Heckstörungen, die n-te

            Ja, Hans, Danke! Es gibt 'ne Menge denkbarer Ursachen, die zu finden, ist schwierig, sie abzustellen
            oder hinreichend zu dämpfen, noch viel schwieriger auf dem kleinen Raum. Abschirmmaßnahmen/Erdung
            sind auch meist nur virtueller Natur in so einem engen Drahtverhau mit nichtleitendem Chassis.
            Ist eben immer wieder das selbe Problem: Schliesslich kann man keine Eisenfeilspäne drauf kippen, um
            Felder sichtbar zu machen

            War heute früh mal kurz im Garten schweben: Es sind mehr, aber marginal kleine Zucker am Heck geworden.
            Wenn ich jetzt mit der V hoch gehe, werden sie wahrscheinlich verschwinden, so wie zuvor in der Verdrahtung
            mit dem ACT Gyro.

            Also hier der Ansatz, der ja bisher zu funktionieren schien:
            Ich gehe davon aus, dass die Sauerei hinter dem RX rein kommt, eingefangen auf der Leitung RX->Gyro,
            vermutlich Entladungen, verursacht durch den Heckriemen.
            Das Gyro, wie die Servos, bekommt PWM, per Software oder mit klassischer Integratorschaltung macht
            es daraus den Stellwert. Entscheidend ist nicht der Zeitpunkt eines Impulses, wie bei PPM, sondern nur seine Länge.
            Der Pegel des Impulses ist, soweit er sich in einem gewissen Toleranzbereich hält, egal.
            Weiterhin setzte ich voraus, dass die Länge eines Störimpulses stets deutlich kleiner ist, als der kürzeste
            PWM-Impuls.
            Ich setze jetzt einen OPV zwischen RX und Gyro, den ich "in moderater Weise" in die Sättigung fahre, für beide
            Impulspegel (low/high). Dadurch erreiche ich zwei Effekte: Erstens wird es dem Störimpuls schwerer gemacht,
            gegen das Nutzsignal anzustinken. Zweitens erreiche ich eine gewisse Trägheit der Pufferschaltung, die dadurch
            wie eine Impulsabtrennung wirkt. Die Schaltung wird den PWM-Nutzimpuls ebenfalls verzögern, die L->H und
            H->L Transitionen, das ist aber egal, weil ja die Impulslänge dadurch nicht beeinflußt wird.

            Im vorherigen Aufbau mit dem ACT Gyro, hatte ich nur 2 Zentimeter Leitung zwischen Schaltung und Gyro (brutal
            gekürzt und angelötet), jetzt ist die volle Kabellänge noch am Gyro, mit JR St/Bu mit der Schaltung ver-
            bunden, die ihrerseits mit entsprechend langer Strippe zum RX geht. Also könnte sich das Störsignal jetzt noch
            zusätzlich zwischen Schaltung und Gyro einschleichen. Bevor ich von dem neuen 401 die Strippen kappe, werde
            ich erstmal mit der V der OPVs hochgehen, was evtl. (wahrscheinlich) wieder die Störungen komplett aus-
            schalten wird. Im derzeitigen Zustand, V ca. 1,5-2 (nichtinvertierend, als V immer >1), sind die Störimpulse, wie
            sie das Gyro sieht, deutlich kürzer geworden, weshalb die Auslenkung am Heck statt >90 nur noch ca. 2-3 Grad
            beträgt. Die Störimpulslänge liegt bereits unterhalb der Trägheitsschwelle der Regelungsausblendung, weshalb
            höhere Empfindlichkeit des Gyros weniger Auslenkung bei Störung bewirkt, vorher war es umgekehrt.

            Update folgt.

            Tom

            Kommentar

            • dl7uae
              dl7uae

              #21
              Re: T-Rex Heckstörungen, die n-te

              Update & Final

              Liebe Mitgestörte

              Obiges Problem hat sich gelöst, hier die Zusammenfassung, vielleicht kann's ja mal jemand helfen.
              Ich mische mal den speziellen Fall mit den grundlegenden theoretischen Ansätzen. Sorry, falls es
              jemand zu "wissenschaftlich" vorkommt...... - kann eigentlich nicht sein, habe mich schon vor 20
              Jahren "gegen" die Wissenschaft entschieden, bin Ing. und fertsch.

              Sollten Störungen auf der PPM-Strecke (oder PCM) entstehen, dann MUSS das durch andere
              Antennenverlegung gefixt werden. Meine Annahme war/ist aber, dass viele Störungen erst hinter
              der Demodulation eingespeist werden, also auf der PWM-Ebene. Hier hängen die Servos etc. Die
              Störung kann bereits in der Elektronik des Empfängers entstehen oder eben in den peripheren
              Geräten. D.h., eine oder mehrere Leitungen oder die Elektronik des Empfängers oder der angeschlos-
              sen Gerätschaften fangen sich was ein und verteilen u.U. auch auf andere.
              "Periphere Geräte": Servos - sind mit ihren Wirkkomponenten relativ träge. Störimpulse, die dem
              PWM-Nutzsignal überlagert sind, werden erst bei relativ hohem Pegel (mechanische) Wirkung zeigen,
              und wenn, dann evtl. noch so schwach (Zittern), dass sie die Steuerung nicht/kaum merklich beein-
              flussen. Gyro, Drehzahlregler etc. - werten den PWM-Impuls "trägheitsfrei" in ihrer Elektronik aus
              (meist Firmware in einem PIC). ßberlagerte Störimpulse wirken direkt auf einen komplexeren Regel-
              algorithmus und können u.U. erhebliche Wirkung provozieren. Diese Gerätschaften sind also in der
              Wirkung empfindlicher bzgl. des Steuerungsverhaltens. Insbesondere ein Gyro wird leicht Wirkungen
              hervorrufen können, die man für die Steuerbarkeit nicht mehr als marginal einstufen kann.

              Störquellen: Steller/Regler für E-Antriebe, E-Motor, getaktete BECs, statische Entladungen (Heckriemen).
              Die drei Ersteren werden erst dann praktisch in Erscheinung treten können, wenn man in der Kompo-
              nentenanordnung oder Verkabelung Kardinalfehler macht oder eben den Ringkern hinter einem
              getakteten BEC bzw. die Enstörung an einem Bürstenmotor wegläßt. Die Wiederholraten bzw. Impuls-
              längen eines BL-Outputs sind für ein niederfrequentes PWM-Signal vermutlich weniger kritisch als
              Hochpegel-Impulse, wie sie durch Entladungen auftreten können, was hier im Speziellen vermutetes
              Thema war.
              Eine Sonderstellung nehmen elektrische Felder im Nahfeld der Antenne ein (HF- bzw. PPM-Strecke).
              Diese können auftreten ("Knackimpulse"), wenn sich Metallteile unterschiedlichen elektrischen Poten-
              tials, - im Sinne von Ladung bzw. HF-Potential, - stochastisch leitend berühren (Lager u.a.).
              (HF-Potential: Alle metallischen Komponenten und der ganze "Drahtverhau" stellen die "Erde" dar und somit
              einen Teil der Antennenanlage. Schalten sich metallene Teile in diesem Gebilde ständig zu und weg, kann
              das die Regelung des Empfängers "irritieren" bzw. zu Fehldemodulationen führen, die das PPM-Signal und
              in Folge den ausgehenden PWM-Impuls verfälschen.)

              Nun zurück zu meinem speziellen Fall: Ich hatte angenommen, dass die Sauereien hinter der PPM->PWM-
              Umsetzung durch den Empfänger entstehen und zwar durch Entladungen von Komponenten, die durch die
              Reibungselektrizität des Heckriemens aufgeladen werden. Letztendlich hat sich das bestätigt.

              Meine etwas unkonventionell erscheinende Maßnahme, das besonders empfindliche Gyro zu entlasten,
              habe ich hier ein zweites Mal, diesmal auf ein GY-401, angewendet, nachdem es bereits zuvor ein Jahr
              erfolgreich Dienst an einem ACT Gyro (Pico SMM "D") tat:
              Der PWM-Impuls beider Eingänge läuft jeweils durch einen Operationsverstärker (OPV), der in simpler nicht-
              invertierender Schaltung betrieben wird. Durch den Eingangspegel und die eingestellte Verstärkung wird
              dessen Ausgangsstufe soweit in die Sättigung gefahren, dass er Trägheit gegenüber den Störimpulsen
              einbringt. Voraussetzung ist, dass die Störimpulslänge signifikant kleiner als die des PWM-Nutzimpulses
              ist, was gegeben scheint. (s.a. mein Posting weiter oben) Eine Verstärkung V=~2, wie getestet, scheint dafür
              schon auszureichen, höhere Werte sind vorstellbar. Damit konnten in der Praxis, je nach Störpegel, die
              Störungen des Gyros zu 100%, im aktuellen Fall, bei offensichtlich erheblichem Störaufkommen, nur zu 99%
              abgestellt werden. Hier gab es noch ab und zu ganz schwache Zucker auf dem Heck, die zwar sichtbar
              waren, aber so kurz, dass sie quasi keine Auslenkung des Hecks bewirkten. Bei entsprechend hohem Pegel
              eines Störimpulses kann der, wenn er zum ungünstigsten Zeitpunkt erscheint, nämlich an der vorderen oder
              hinteren Flanke des PWM-Impulses, die Länge des Nutzimpulses immer noch beeinflussen.

              Mit besagtem Puffer und V=2 "zuppte" wie gesagt das Heckservo ab und zu noch mal ganz kurz. Ich suchte
              nun also doch wieder nach der Stelle, an der die Störung reinkommt. In der Annahme, dass es evtl. doch vor
              der Demodulation entstand, wurde die Antenne umverlegt, wie im Bild zu sehen. Das brachte nichts, es war
              also doch wohl die PWM-Ebene, wo es knackte. Ich werde aber die Antenne so belassen. Diese musste um ca.
              15cm gekürzt werden, was eigentlich der "abgestimmten" Originallänge abträglich ist. Hatte am Ende des Heck-
              röhrchens noch dieses Drahtschwänzchen rumbaumeln, was mir, sicherlich idiotischerweise, als unakzeptabel
              langer Hebel erschien.

              Des Rätsels Lösung war das Anschlußkabel des Rollservos an der Wurzel und unterhalb der Pitchbrücke. Das
              Kabel braucht ja eine gewisse freie Beweglichkeit, die war aber so groß, dass sich das Kabel sukzessive dem
              Ritzel bis auf ca. 2-3mm näherte. Offensichtlich wird die auf dem Heckriemen entstehende Ladung über vor-
              deres Riemen- und Zahnrad auf das Antriebszahnrad gegeben und entlädt sich dann über das metallische
              Ritzel des Motors über Motor, Regler, Akku. Nachdem durch Verkürzen des Servokabels der Abstand auf mind.
              10mm angewachsen war, machte sich der Spuk von dannen. Drauf gekommen war ich durch beobachtete
              ständige minimale Bewegungen am Horn des Rollservo, bemerkbar bei laufendem Motor mit Null Pitch am Boden.
              Auch das Nickservo zuckte ab und zu mal, aber eben nicht kontinuierlich wie Roll.
              Ganz offenbar sind an besagter Stelle die Störimpulse in den naturgemäß weit verzweigten "Drahtverhau" der
              PWM-Welt eingespeist worden. Das Rollservo war auf kürzestem Wege (1-2cm Kabellänge) direkt betroffen,
              das Nickservo zeigte sich marginal und ganz selten auch mal beeindruckt, während das Pitchservo unbeein-
              flußt blieb. (Roll, Pitch = HS55, Nick = GWS IQ-120BB) Das Gyro allerdings zeigte über seinen Regelkreis
              deutlich Wirkung, die durch die o.g. "Pufferschaltung" dann weitestgehend weggebügelt worden war.

              Den "Puffer" könnte ich jetzt vermutlich wieder ausbauen, ich werde ihn aber vorsichtshalber dran lassen.
              Wer weiß?...
              Diese Puffergeschichte mit OPV ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, die schlimmen Auswirkungen auf ein
              Gyro o.ä. Gerätschaften zu lindern bzw. abzustellen, wenn man partout nicht den Hund findet, der die
              Störungen einspeist.

              So, liebe gegenwärtig/zukünftig Gestörte ,
              ich hoffe, ich hab' Euch nicht allzusehr gelangweilt...
              Sinn der ßbung war, evtl. Anstösse auf der Störungssuche zu geben und evtl. auch ein bisschen die Mög-
              lichkeit von Systematik aufzuzeigen.

              Salve! Tom

              Im Anhang noch'n paar Bildchen. Aktuelle Antennverlegung, Verkabelung und OPV unter dem Deckel
              einer Wasserflasche von re und li. Die hellen Flächen, durch das Blitzlicht überbelichtet, sind jeweils selbst-
              klebende leuchtendgelbe Folienstückchen, - meine Variante zur Verbesserung der Sichtbarkeit und Lage-
              erkennung.
              Die beiden OPVs entstammen einem Quad-OPV-IC LM224, 4 OPVs im lötfreundlichen DIL-14-Gehäuse,
              kann man z.B. bei Reichelt Elektronik für'n Appel und 'n Ei schiessen. Der Spannungsteiler sind bei mir nicht
              zwei Festwiderstände, sondern ein Minipoti 5kOhm. Die Widerstandwerte sind in weiten Grenzen frei wählbar,
              solange das Verhältnis für die gewollte Verstärkung stimmt. Zusätzlich habe ich einen Elko 220uF/10V auf
              der Versorgungsspannung des OPV - und damit auch des Gyros.
              Außer dem Ringkern hinter dem getakteten BEC des Jazz 40-6-18 gibt es keine weiteren. Der Ringkern
              zwischen Heckservo (HS50) und Gyro flog wieder raus.
              ... -.-





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