R48 Sicherungslack lösen?!?

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  • Passi82
    Member
    • 17.04.2011
    • 657
    • Pierre
    • www.mfc-ettringen.de

    #1

    R48 Sicherungslack lösen?!?

    Hallo zusammen,

    ich habe vor das 13er Ritzel gegen ein 14er oder 15er am Motor zu tauschen,
    Allerdings ist mir beim Sichern der Madenschraube das grüne R48 (Sicherungslack) auf die Motorwelle von meinem T-Rex500 gekommen.
    Wie kriege ich das Zeug oder das Ritzel OHNE Gewalt dort runter um den Motor nicht zu beschädigen?

    Habe gelesen, dass es mit Wärme ganz gut klappen soll. Wieviel Wärme vertägt der Motor?
    Oder soll ich es mit Lösungsmittel versuchen?

    Grüße
    LOGO 500,Scorpion,VStabi+Gov,YGE120LV
    T-Rex 250SE DFC,YGE18;Scorpion,Beast
    mCPX V2;DX8
  • tasse
    Senior Member
    • 12.09.2011
    • 6061
    • Tassilo

    #2
    AW: R48 Sicherungslack lösen?!?

    Du kannst schonmal die Welle bzw. das Ritzel über eine Kerze halten. Das geht so schnell, dass nichtmal allzuviel Hitze in den Motor geht und das Ding geht ab wie Butter dann. Hab ich schon mehrmals gemacht.

    P.S.: für die Magneten wirds, je nach Material, ab so zwischen 400° und 600° erst dauerhaft gefährlich. Darunter ist alles reversibel.
    "Verdammt! Alle auÃ?er mir haben sich verirrt .... " (c) Indiana Jones

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    • Farkas
      Member
      • 08.01.2006
      • 812
      • Arndt

      #3
      AW: R48 Sicherungslack lösen?!?

      Zitat von tasse Beitrag anzeigen
      P.S.: für die Magneten wirds, je nach Material, ab so zwischen 400° und 600° erst dauerhaft gefährlich. Darunter ist alles reversibel.
      Wie meinst du das?,dass man durch Hitze entmagnetisierte Magnete
      wieder magnetisieren kann?

      Normal ist doch zwischen 90-180grad,je nach Güte,das Magnet schon
      am entmagnetisieren.

      Gruss,Andi.

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      • Passi82
        Member
        • 17.04.2011
        • 657
        • Pierre
        • www.mfc-ettringen.de

        #4
        AW: R48 Sicherungslack lösen?!?

        Zitat von Farkas Beitrag anzeigen
        Wie meinst du das?,dass man durch Hitze entmagnetisierte Magnete
        wieder magnetisieren kann?

        Normal ist doch zwischen 90-180grad,je nach Güte,das Magnet schon
        am entmagnetisieren.
        Soweit ich weis, sind in den Motoren Ferrit-Magnete verbaut und die Curie-Temperatur liegt dort je nach Zusammensetzung zwischen 100-460 Grad Celsius.
        Dort beginnt die Entmagnetisierung "langsam".

        Ich denke ich muss auf jedenfall vorsichtig erhitzen.

        Wieder magnetisieren ist durch Hitze NICHT möglich.
        LOGO 500,Scorpion,VStabi+Gov,YGE120LV
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        • tasse
          Senior Member
          • 12.09.2011
          • 6061
          • Tassilo

          #5
          AW: R48 Sicherungslack lösen?!?

          Zitat von Farkas Beitrag anzeigen
          Normal ist doch zwischen 90-180grad,je nach Güte,das Magnet schon
          am entmagnetisieren.
          Ja, aber reversibel. Heißt: der erholt sich wieder wenn er abgekühlt ist. Wobei du auf diese Temperaturen in der Glocke nicht kommst, wenn du die Welle mit einer Kerze erhitzt. Ab 60-65° ist schon nicht mehr gut mit in der Hand halten bei Metall. Kann man aber locker beim Erhitzen der Welle.

          Ein Magnet am Stator würde hier sicher Schaden nehmen. Aber in der Glocke passiert da nichts. Aber auch klar: wenn die heiß wird, dann war es zu viel!

          [edit]:

          natürlich meinte ich nicht, dass man durch Erhitzen eine Remagnetisierung erreichen könnte. Das geht selbstverständlich nicht.
          "Verdammt! Alle auÃ?er mir haben sich verirrt .... " (c) Indiana Jones

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          • Farkas
            Member
            • 08.01.2006
            • 812
            • Arndt

            #6
            AW: R48 Sicherungslack lösen?!?

            Zitat von tasse Beitrag anzeigen
            Ja, aber reversibel. Heißt: der erholt sich wieder wenn er abgekühlt ist.
            Das wär mir jetzt neu,bisher hies es,wenn durch Hitze entmagnetisiert,
            dann dementsprechend schwächer und eben nicht reversibel...?,zumindest
            nicht durch abkühlen.
            Sprich neue Mags müssen her,oder.....

            ....es gibt,schätzungweise bei Motorenherstellern in Gebrauch,
            elektrisch funktionierende Gerätschaften um entmag.Magnete wieder einen magn.Stärke aufzuspielen?/aufzuladen?
            Zumindest habe ich schon Empfehlungen gelesen,einen duch ßberhitzung
            zerstörten Motor(Mags)zu Plettenberg zu schicken,die dann die Mags
            wieder magnetisch machen können.

            Das das mit Hitze nicht geht ist klar,....schön wärs
            Und das Magnete keine 4-600grad aushalten sollte eigentlich auch
            unmissverständlich klar sein.

            Bei unsern Neodynmags ist meines Wissen bei 200 grad Ende der
            Fahnenstange,zumindest bei den besseren Pedanten,z.B.Scorpion.


            Passi82
            Nimm einfach ein nasses Tuch und schlinge es unterhalb des Ritzel
            um die Welle.


            Gruss,Andi.

            Kommentar

            • Pingu
              Pingu

              #7
              AW: R48 Sicherungslack lösen?!?

              Da beim Ritzel meist nur ganz wenig Loctite von der Made auf die Welle kommt hebele ich das Ritzel immer mit zwei großen Schraubendrehern ab. Vorsichtig unterpolstern und dann mit Gefühl.

              Wobei, ist das grüne Zeugs nicht Wellenkleber? Dann ist nicht viel mit lösen ...

              Kommentar

              • tasse
                Senior Member
                • 12.09.2011
                • 6061
                • Tassilo

                #8
                AW: R48 Sicherungslack lösen?!?

                Es kommt tatsächlich auf die Temperatur an. Nähere Infos, wenn auch nicht sehr erschöpfend, gibts hier: Curie-Temperatur - Wikipedia
                und da wird auch klar, dass die, in unseren Motoren verwendeten, Magneten auf keinen Fall ab 100° (wie manche Ferritmagneten) schon irreversibel entmagnetisiert sein können. Die können einfach viel zu schnell erreicht werden im Betrieb.

                Aber wo auch immer die Curietemperatur liegt: ein Erhitzen der Welle mit einer Kerze um das Ritzel abzuziehen, ist kein Problem. Das dauert ja nur ein paar Sekunden.
                "Verdammt! Alle auÃ?er mir haben sich verirrt .... " (c) Indiana Jones

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                • Klauro
                  Klauro

                  #9
                  AW: R48 Sicherungslack lösen?!?

                  Zitat von Pingu Beitrag anzeigen
                  Wobei, ist das grüne Zeugs nicht Wellenkleber? Dann ist nicht viel mit lösen
                  Henkel gibt für ihr, vergleichbares, 648 eine Temperatur von 250°C an, die zum Lösen einer derartigen Verbindung nötig ist.
                  Müsste daher mit der, von Tasse empfohlenen, Methode machbar sein.

                  Kommentar

                  • Farkas
                    Member
                    • 08.01.2006
                    • 812
                    • Arndt

                    #10
                    AW: R48 Sicherungslack lösen?!?

                    Zitat von Klauro Beitrag anzeigen
                    Henkel gibt für ihr, vergleichbares, 648 eine Temperatur von 250°C an, die zum Lösen einer derartigen Verbindung nötig ist.
                    Müsste daher mit der, von Tasse empfohlenen, Methode machbar sein.
                    Nur nicht falsch verstehen,das das nicht gehen sollte,wollte/habe ich mit
                    meinen Post nicht sagen wollen.

                    Freilich geht das....und wird die Mags wenig beeindrucken.
                    Wenn dann das vordere Kugellager,-deshalb den nassen Lappen.

                    Mir gings um die nötige Temp für Entmagnetisierung und ob diese
                    dann noch reversibel ist.


                    Gruss,Andi.
                    Zuletzt geändert von Farkas; 22.02.2012, 15:27.

                    Kommentar

                    • Passi82
                      Member
                      • 17.04.2011
                      • 657
                      • Pierre
                      • www.mfc-ettringen.de

                      #11
                      AW: R48 Sicherungslack lösen?!?

                      Zitat von Pingu Beitrag anzeigen
                      Da beim Ritzel meist nur ganz wenig Loctite von der Made auf die Welle kommt hebele ich das Ritzel immer mit zwei großen Schraubendrehern ab.
                      Das Problem ist, dass ich es damals ,gutgäubig (viel hilft viel), gut gemeint hatte und leider etwas mehr davon auf der Welle ist. Durch das Erhitzen des Ritzels müsste sich dieses doch ausdehen und zusätzlich helfen sich zu lösen. Da die Magneten ja in der Glocke sind und keinen direkten kontakt zur Welle haben, dürften die Magneten besser geschützt sein als die Wicklungen.
                      LOGO 500,Scorpion,VStabi+Gov,YGE120LV
                      T-Rex 250SE DFC,YGE18;Scorpion,Beast
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                      • Oranje
                        Oranje

                        #12
                        AW: R48 Sicherungslack lösen?!?

                        Um die Magneten braucht man sich eigentlich keine Sorgen machen, denn bevor die beim erwärmen des Ritzels überhitzen, ist schon längst die Isolierung der Wicklungen hin. Einfach Flamme drunter und ab das Ritzel, wenn man keine zwei linken Hände hat passiert da auch nix...

                        Kommentar

                        • Jan
                          Jan
                          Member
                          • 31.07.2010
                          • 92
                          • Jan
                          • LEV / Köln

                          #13
                          AW: R48 Sicherungslack lösen?!?

                          Hallo,

                          die Curie-Temperatur, die hier öfters genannt wurde,
                          ist die Temperatur, wo die Magnetisierung eines Materials
                          vollständig verschwunden ist.
                          Unsere Motoren verlieren aber schon deutlich an Leistung,
                          wenn die Magnetisierung auch nur ein wenig nachlässt.
                          Bei den gebräuchlichen Neodym-Magneten fängt das schon
                          bei 80-180 Grad an, je nach Güte des verwendeten Materials.
                          Und zwar dauerhaft. Hat Andi weiter oben ja schon beschrieben.
                          Bis 100 Grad hätte ich keine Bedenken. Wenn es also zischt,
                          wenn man den Motor mit Spucke am Finger berührt, dann
                          wird es kritisch.

                          Gruß Jan

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                          • tasse
                            Senior Member
                            • 12.09.2011
                            • 6061
                            • Tassilo

                            #14
                            AW: R48 Sicherungslack lösen?!?

                            Oder auch:
                            Zitat von tasse Beitrag anzeigen
                            Wobei du auf diese Temperaturen in der Glocke nicht kommst, wenn du die Welle mit einer Kerze erhitzt. Ab 60-65° ist schon nicht mehr gut mit in der Hand halten bei Metall. Kann man aber locker beim Erhitzen der Welle.
                            "Verdammt! Alle auÃ?er mir haben sich verirrt .... " (c) Indiana Jones

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                            • Farkas
                              Member
                              • 08.01.2006
                              • 812
                              • Arndt

                              #15
                              AW: R48 Sicherungslack lösen?!?

                              Zitat von Jan Beitrag anzeigen
                              Hallo,
                              die Curie-Temperatur, die hier öfters genannt wurde,
                              ist die Temperatur, wo die Magnetisierung eines Materials
                              vollständig verschwunden ist.
                              Unsere Motoren verlieren aber schon deutlich an Leistung,
                              wenn die Magnetisierung auch nur ein wenig nachlässt.

                              Bei den gebräuchlichen Neodym-Magneten fängt das schon
                              bei 80-180 Grad an, je nach Güte des verwendeten Materials.
                              Und zwar dauerhaft.
                              Schön zusammengefasst,danke Jan!

                              Möchte da gleich nachkaken...sobald das Spiel losgeht mit ßberhitzung
                              beginnt der Teufelkreis,die Mags lassen nach,der Motor zieht mehr Strom,
                              dadurch erhöht sich die Temp.was die Magnete wieder schneller entmagnetisiert,
                              der Motor zieht noch mehr Strom........bis dieser dann die Wicklung frisst.


                              Gruss,Andi.

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