Hallo nochmals,
3 Punktrichter haben mich nun doch dazu gebracht, mein Plädoyer für schwerere Figuren zu beenden. Eurere Erfahrung ermöglicht es euch wohl auch einfachere Figuren sicher zu beurteilen. (Und das Argument, dass sich jeder im Freestyle und der Musik austoben kann ist ja auch nicht von der Hand zu weisen.)
Jetzt bleibt nur noch das Problem, dass nur wenige Piloten dasselbe Einschätzungsvermögen für ihre Figuren haben wie ihr.
Sicher gebt ihr nach Wertungsflügen immer wieder mal Tipps wo eine Figur verbesserungsfähig ist, aber übers Jahr fehlt vielen Piloten diese Rückmeldung. Man fragt sich immer wieder "was wollen die Punktewerter den nun wirklich sehen".
Die Figurenbeschreibungen erscheinen auf den ersten Blick zwar klar, führen aber bei genauerer Untersuchung dann doch zu Unsicherheiten.
Noch zwei Beispiele:
Beim Pirouettenfunnel soll die Schräglage mindestens 45 ° sein. Die Meisten fliegen ihn schätzungsweise mit ca. 30 - 40 °. Wird es nun besser bewertet wenn der Pirofunnel mit 45 ° (bei einem dann physikalsch vorgegebenen kleinen Grundkreisdurchmesser) relativ hektisch geflogen wird, oder ist es besser großräumiger und dafür flacher zu fliegen?
Bei der Boarischen Raute ist vorgegeben, dass die Rumpfachse während der 45°-strecken senkrecht zur Flugbahn steht. (Damit der Heli trägt, ist physikalisch ein flacherer Winkel erforderlich.) Sollte der Pilot jetzt mehr Wert auf eine saubere Raute (Eckpunkte) legen oder schauen die Werter mehr auf das Erreichen von möglichst "Rumpfachse senkrecht zur Flugbahn?
Vielleicht sollten die Figurenbeschreibungen - ähnlich den Gesetzestexten - mit Kommentaren ergänzt werden, damit die Piloten noch genauer erfahren was der "Gesetzgeber" aus den Figurenbeschreibungen heraus erwartet.
Gruß Klaus

Der Harald hatte zB. die Wertungskarte verlinkt wo man sehr schön sehen kann wie was gewertet wird. Gerade für Freestyle und Musikkür ist das schon eine anständige Hilfe bei der Auswahl / Zusammenstellung der Figuren. 
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