Windanfälligkeit von Helis

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  • coptery
    coptery

    #1

    Windanfälligkeit von Helis

    Hallo Leute

    angeregt durch ein ähnliches Thema möchte ich eine Beobachtung auf theoretischer Ebene diskutieren.

    Bei böhigem Wind geht mein Heli auf und ab wie ein Fahrstuhl. Er liegt dank 3Digi flybarless wagerecht wie ein Brett und bleibt auch relativ gut auf Position.

    Ich habe dazu folgende Theorie.

    Da der Auftrieb eines Helis eben auch von der Fluggeschwindigkeit abhängt, sieht der Heli bei einer Windböe plötzlich scheinbar eine vermeintlich höhere Fluggeschwindigkeit und setzt dies in Auftrieb um. Man sieht ja auch, dass man bei Rundflug wesentlich weniger Energie braucht als beim Schweben auf der Stelle. Der Heli kippt dank Stabi ja nicht weg und wird dank träger Masse auch nicht gleich mit dem Wind weg geweht.

    Ich stelle mir nun die Frage, ob dieses Auf-und Ab durch Maßnahmen beeinflußbar ist. Ob dies bei tragenden Blättern wie meinen selbstgebauten Scaleblättern besonders stark auftritt?. Da ein Stabi sich ja nicht um Höhenänderungen kümmter sondern nur um Winkeländerungen sehe ich im Stabi keine Ursache oder Möglichkeit darauf einzuwirken.

    Weiterhin frage ich mich, ob es nicht wie für das Heck den Gyro möglich wäre,für den Pitch einen Höhenstabilisator über einen Luftdrucksensor einzubauen. Durch gesteuerte Pitchbewegungen würde dieser Stabilisator natürlich übersteuert. Es gibt wohl Luftdrucksenoren, die die Höhe im Zentimeterbereich auflösen können. Einen Beschleunigungssensor sehe ich problematisch da dieser in der Helihochachse reagieren würde. Bei Roll oder Nick müsste man dann dieses Ergebnis erst mit den Neigungs-Daten des Stabis verrechnen.

    Wenn so etwas funktionieren würde, dann müssten viele Helis bei böhigem Wind nicht im Hangar bleiben.

    Oder liege ich hier total falsch?

    Dieter
  • Snowman2
    Snowman2

    #2
    AW: Windanfälligkeit von Helis

    Zitat von coptery Beitrag anzeigen
    für den Pitch einen Höhenstabilisator über einen Luftdrucksensor einzubauen. Durch gesteuerte Pitchbewegungen würde dieser Stabilisator natürlich übersteuert. Es gibt wohl Luftdrucksenoren, die die Höhe im Zentimeterbereich auflösen können.
    Das ist aber auch nicht ohne, da sich mit der vorbeiströmenden Luft und verwirbelungen der Luft auch Luftdruck unterschiede ergeben.

    Kommentar

    • Klaus O.
      Senior Member
      • 03.12.2007
      • 22475
      • Klaus

      #3
      AW: Windanfälligkeit von Helis

      Zitat von coptery Beitrag anzeigen
      Ich stelle mir nun die Frage, ob dieses Auf-und Ab durch Maßnahmen beeinflußbar ist.
      Ja, ist es, durch betätigen des Pitchhebels.
      Kann mich noch gut an meine Anfangszeit erinnern, ich war ein Windschisser.
      Als ich dann einem Verein beitrat sagte man mir ich solle doch fliegen. Ich sagt, nö, bei dem Wind nicht. Da sagte unser Heliguru zu mir, hier draussen hats immer Wind, wenn Du jetzt nicht fliegst, kannste gleich daheim bleiben. Da hatte er mich an der Ehre erwischt.
      Ging zum Auto und holte meinen Heli (Spirit L-16, 1,2m Rotorkreis) und ging damit auf den Platz. Ohne das ich es gleich merkte, folgte er mir und stellte sich neben mich. Er sagte zu mir, wenn der Wind etwas stärker ist, kein Problem, da ein Heli gegenüber einer Fläche wesentlich windunempfindlicher ist. Du mußt nur auf Pitch schneller werden und mehr mit Pitch arbeiten.
      Der Wind fährt Dir unter die Blätter und hebt den Heli hoch, oder er drückt ihn von oben nach unten.
      Seit dieser Lehrstunde interessiert mich der Wind nicht mehr sonderlich. Schnelligkeit an den Fingern ist gefragt. Ich fliege inzwischen Stabi, aber auf Pitch will ich keins. Nick und Roll reicht.
      Damals hatte ich noch Paddel drauf und es ging auch.
      Zuletzt geändert von Klaus O.; 29.04.2011, 21:23.
      Gruß Klaus

      Wer emotional wird hat keine sachlichen Argumente mehr und somit verloren.

      Kommentar

      • Alleswasfliegt
        Alleswasfliegt

        #4
        AW: Windanfälligkeit von Helis

        Hallo Dieter,

        ich war heut so bei 20-30 km/h Wind fliegen, 2 Akkus, eigendlich nur Landeanflüge bei dem Wind geübt. (Richtig Spaß iss was Anderes.)

        Die "Höhensprünge" kann ich bestätigen, deine Theorie hierzu könnte stimmen.

        Aber Stabilisierung a la Multicopter ? isses das was wir wollen ? Das kann ein Multicopter viel besser, die haben solche Höhensensoren. Die im übrigen, bei der Auflösung recht träge reagieren ! Ein Multicopter ist hier von Natur aus stabiler, weil der Sogbereich über den einzelnen Rotoren nicht so groß ist wie über dem Rotor des Heli.

        Auf alle Fälle interessant mal drüber nach zu denken, aber ....

        Ich wollte heute fliegen, und ich trau es mir noch bei wesentlich mehr Wind zu !

        Aber jemand mit irgend einer Stabi bei einem Wetter fliegen zu lassen das er nicht beherscht halte ich für falsch. Man(n) muß sich ranarbeiten, vom Windstill schweben bis Kampfflug bei Dreckswetter.

        Und auch der Heli muß dann wirklich passen ! Wer alles so im Griff hat, fliegt auch bei mehr Wind, die anderen sollten einfach ein andermal fliegen.

        z.B. Bei mir werkelt immer noch ein KDS800 Gyro, geht normalerweise so lala.
        Ich komm damit zurecht bis das Beast endlich kommt.

        Aber heute war für diesen Gyro echt Grenzwertig.

        Ich denke schon länger über einen Multikopter nach, der alles das und mehr kann, allein der Preis hält mich davon ab, bzw die Erkenntniss daß er viel teuerer ist als ein Heli, aber dann so viel automatisch kann, daß mir vermutlich langwéilig wird. Und für 1500€ Langeweile ?

        Kommentar

        • Daniel_23
          Member
          • 01.05.2010
          • 395
          • Daniel

          #5
          AW: Windanfälligkeit von Helis

          Das mitn Wind ist wirklich Gewöhnungssache. Am Anfang bin ich auch nicht geflogen wenns bissel gewedelt hat. Mittlerweile fliege ich nicht mehr wenn ich durch den Wind zuviel Tränen in den Augen habe und den Heli nicht mehr erkennen kann... Das einzige was bei viel Wind schwer ist ist die Landung.

          Kommentar

          • EnyvarRC
            EnyvarRC

            #6
            AW: Windanfälligkeit von Helis

            Seit dem es Stabis jeglicher Art gibt, finde ich im Windfliegen wirklich super, weil dann kann man die Blätter so schön klatschen hören :-).

            Auch bei leicht stürmischem Wind find ich das echt geil, Hauptsache man kommt noch sicher vom Boden und kann gut landen, der Rest ist wie Klaus oben geschrieben hat.

            Gruß
            Zuletzt geändert von Gast; 29.04.2011, 22:18.

            Kommentar

            • Taumel S.
              Senior Member
              • 31.12.2008
              • 26320
              • Helfried
              • Ã?sterreich

              #7
              AW: Windanfälligkeit von Helis

              die Erkenntniss daß er viel teuerer ist als ein Heli, aber dann so viel automatisch kann, daß mir vermutlich langwéilig wird. Und für 1500€ Langeweile ?
              Kaufst halt einen einfach ausgestatteten Mikrokopter zum Heizen, der kostet die Hälfte und hat nur die Basisautomatik, aber fliegen musst ihn selber (und das sehr flott)!

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              • coolmarc
                Senior Member
                • 31.08.2009
                • 1904
                • Marcus
                • Peine

                #8
                AW: Windanfälligkeit von Helis

                Zitat von Klaus Ortner Beitrag anzeigen
                Kann mich noch gut an meine Anfangszeit erinnern, ich war ein Windschisser.
                Jetzt weiß ich,warum ich bei einem lauen Lüftchen hier immer gleich so lustlos bin.
                Ich bin auch ein Windschisser
                Zuletzt geändert von coolmarc; 30.04.2011, 07:21.
                GruÃ? Marcus
                Goblin 770
                Wildflieger Peine-Braunschweig

                Kommentar

                • PeterLustich
                  CopterFactory
                  Teampilot
                  • 08.09.2009
                  • 2586
                  • Timo
                  • Verl & Umgebung, MFG-Heideflieger

                  #9
                  AW: Windanfälligkeit von Helis

                  Ich kann zwar keine Theorien aufstellen oder bestätigen, aber was mir zu diesem Thema auch immens aufgefallen ist, ist das wenn ich mit meinem Logo und nur 1200 rpm am Kopf rumfliege, der Wind viel leichteres Spiel hat als wenn ich mit z.B. 1640 rpm fliege. Welche physikalischen Gesetze dahinterstecken weiß ich nicht und ist mir im Grunde auch egal, hauptsache ich weiß das es so ist und ich kann mich drauf einstellen. Isses also sehr windig, fliege ich halt ehr mit höheren Drehzahlen um den Wind etwa szu kompensieren. Beim Logo ist Wind eh so eine Sache da er für seine Größe eigentlich viel zu leicht ist. Bei der Vibe stört auch starker Wind nicht so sehr, da sie vollgetankt 5,1 kg wiegt und das merkt man dann auch in der Luft wenn es stürmt.

                  Generell stört mich beim Fliegen mit Wind eigentlich auch icht der Wind als solches, sondern ehr die Tatsache das ich noch nicht so gut Aussteuern kann und ich bei jeder Figur woanders rauskomme als gewünscht.

                  Kommentar

                  • garth
                    Senior Member
                    • 17.11.2009
                    • 2631
                    • Helmut
                    • Bayern Regensburg / Kelheim / Freifeldflieger

                    #10
                    AW: Windanfälligkeit von Helis

                    Zitat von Daniel_23 Beitrag anzeigen
                    Mittlerweile fliege ich nicht mehr wenn ich durch den Wind zuviel Tränen in den Augen habe und den Heli nicht mehr erkennen kann... Das einzige was bei viel Wind schwer ist ist die Landung.
                    Das mit dem Wind in den Augen ist auch mein Hauptproblem, oft kommt noch Staub/ Pollen hinzu - ich hab schon mit Skibrillen etc experimentiert, aber irgendwann wirds lächerlich.

                    Die Landung seh ich als Herausforderung ! Wenn Schweben in Bodennähe zur Langung nicht mehr sicher geht, geht immer noch mit Vorwärtsfahrt aufm Boden klatschen und mit Neg. Pitch festhalten bis er ausläuft.
                    Schweigen bedeutet nicht Zustimmung. Es ist das Desinteresse, mit Idioten zu diskutieren

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                    • T3nt@kel
                      Member
                      • 11.01.2009
                      • 779
                      • Tim
                      • Wismar

                      #11
                      AW: Windanfälligkeit von Helis

                      Es gibt ja auch den helicommand Profi, der die Höhe beim fliegen auf 10cm halten soll,...
                      Also Technik dafür gibt's,...

                      Ich persönlich fliege inzwischen ohne hc und aber gerne noch mit Paddel, da ich einfach die Mechanik geiler finde, als bei flybarless.

                      Da ich an der Küste wohne ist hier auch immer Wind, beobachtet habe ich das schon mehrmals, dass mein Heli mit einem mal stark absackt,.. Könnte das auch sein, dass in dem Moment durch den Wind die Strömung an den Blättern abreisst? Dann hilft dir auch die Elektronik nicht weiter,...ist halt wie im grossen Urlaubsbomber, wenn der mit einem mal durchsackt,...
                      [FONT="Comic Sans MS"]GruÃ? Pierre[/FONT]

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                      • Daniel_23
                        Member
                        • 01.05.2010
                        • 395
                        • Daniel

                        #12
                        AW: Windanfälligkeit von Helis

                        Zitat von garth Beitrag anzeigen
                        Das mit dem Wind in den Augen ist auch mein Hauptproblem, oft kommt noch Staub/ Pollen hinzu - ich hab schon mit Skibrillen etc experimentiert, aber irgendwann wirds lächerlich.

                        Die Landung seh ich als Herausforderung ! Wenn Schweben in Bodennähe zur Langung nicht mehr sicher geht, geht immer noch mit Vorwärtsfahrt aufm Boden klatschen und mit Neg. Pitch festhalten bis er ausläuft.
                        Da mach ich immer ne halbe Auro aus 10 cm Höhe... Einfach schalter aus und abfangen. Nase dabei in den Wind. Das geht am sanftesten.

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                        • Orian
                          Orian

                          #13
                          AW: Windanfälligkeit von Helis

                          Kurze anmerkung,
                          das absacken hat was mit dem Luftwiederstand zu tun,
                          wenn der wind schlagartig durchpfeit hasst du einen sogenannten strömungsabriss
                          und der heli hat für kurze zeit keinen luftwiederstand zum hochschrauben

                          Kommentar

                          • EcoRc
                            EcoRc

                            #14
                            AW: Windanfälligkeit von Helis

                            Das ist ja das tolle am Heli. Damit fliegst du wenn die Flächenpiloten schon lange aufgegeben haben

                            Vorallem haben wir immer den Wind quer zur Landebahn was beim Heli wurst ist.. Starten und landen immer gegen den Wind..

                            just do it

                            mfg,
                            Stefan

                            PS: so ein Stabi (bei mir Beast) hilft schon ein bisserl vorallem im Flug muss man weniger korrigieren troz Wind..

                            Kommentar

                            • G.K.
                              G.K.

                              #15
                              AW: Windanfälligkeit von Helis

                              Sorry - ich kenne einige, die sich durch technische Hilfsmittel vor dem Fliegen lernen drücken wollten. Bisher hat's nicht funktioniert.

                              Wenn ein 250er richtig eingestellt ist, kannst Du den im Sturm fliegen (siehe "Tränen in den Augen" oben). Und praktisch jeden anderen CP-Heli. Ich selbst habe auf einem GAUI 200 gelernt, die ersten zehn Flüge waren "white-knuckle-rides", danach war mir der Wind egal.

                              ABER: Die meisten Anfänger-Helis sind dafür auch falsch eingestellt. Man braucht negativen Blattwinkel und genug "Gas", um gegen den Wind anzukämpfen. Klar, damit kann man den Heli in den Boden klatschen, wenn man nicht vorsichtig ist. Aber wenn der Heli im Aufwind weggetrieben wird und es bleibt einem plötzlich mangels Gaskurve der Rotor stehen, ist das auch nicht schön.

                              PS: Zum Landen "Throttle hold" auf 50 cm und runter kommt er von selbst. Bei der niedrigeren Drehzahl ist es schwierig, irgendetwas kaputt zu machen. Ich selbst finde Landungen mit "Gas" (wie in den F3C-Schwebefiguren) ziemlich stressig, auch wegen Bodenresonanz, Heading-hold Kreisel und unebenem Untergrund.
                              Zuletzt geändert von Gast; 02.05.2011, 21:07.

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