Ich wollte die Gelegenheit nutzen, um mich mal vorzustellen. Ich bin mittlerweile junge oder alte (wie man es sehen will) 26 Jahre alt und in Klagenfurt sesshaft. Beruflich beschäftige ich mich mit Photovoltaik.
Die RC Fliegerei (Fläche) hat mich schon vor Jahren sehr interessiert und so kam es, dass ich irgendwann knapp vor der Jahrtausendwende all mein Erspartes zusammenkratze um mir einen Flieger zu leisten. Doch heute würde ich sagen, dass ich zu dem Zeitpunkt schlecht beraten wurde. Ich bekam einen Robbe Airdancer (2 Kanal) zum Selbstbau und eine passende 2-Kanal Fernsteuerung. Ich denke, das größte Problem war der Selbstbau. Ich unternahm nur wenige Flugversuche über eine Zeit von ein paar Wochen, bis das Modell einen Zustand hatte, bei dem es weder vernünftig flieg- oder reparierbar war. Entsprechend frustriert war ich und das Hobby war vergessen.
Als vor einigen Jahren jedoch diese Billigflieger (nicht abwertend gemeint) von Silverlit auf den Markt kamen, war ich wieder Feuer und Flamme. Günstig und nahezu unkaputtbar. Ich legte mir einen zu und war wieder richtig begeistert, verbrachte Flugstunde um Flugstunde damit. Nach ein paar Monaten legte ich mir auch den Miniheli PiccoZ (2 Kanal) zu und düste damit im Haus ein wenig rum. Die Steuerung ist natürlich äußerst beschränkt, aber es machte trotzdem Spaß.
Ein paar Jahre zogen ins Lande und ich flog immer wieder mal. Den Flieger hatte ich bestens im Griff, den Heli den Umständen entsprechend auch, doch vor zwei Wochen hab ich in der Garage ein paar Spinnweben übersehen, die sich schön in den Heckmotor reingezogen haben. Also musste was neues her, auch etwas Vernünftigeres.
Nach viel lesen entschloss ich mich für den Blade 120 SR als RTF Modell. Eine Stimme in mir sagte mir zwar, dass ich mich damit übernehmen könnte und vielleicht doch erst zu einem Koax greifen sollte, doch die Neugierde und das Verlangen nach einem größeren Fortschritt siegte.
Am Tag des Kaufs war es glücklicherweise Windstill, also probierte ich den 120er draußen aus und konnte auf den zweiten Versuch hin locker starten. Beim ersten war ich etwas zu zaghaft mit dem Gas. Sogar das minutenlange (Heck-)Schweben vor mir klappte wunderbar und ich lernte schnell, nicht zu übersteuern. Also versuchte ich ein wenig vor, zurück und seitlich schweben. So weit so gut.
Am Tag darauf ging wieder hinaus, dieses Mal war es nicht ganz so windstill, wie ich später feststellen durfte. Ich schwebte also wieder etwas rum, als eine Windböe meinte, den Heli mal auf höhere Geschwindigkeiten zu bringen. Mein Herzschlag setzte kurzzeitig aus und ich hatte ganz schön zu tun, um den kleinen wieder einzufangen und zurückzubringen. Doch auch dieser Flugtag ging gut aus. Ich stellte fest, dass Nasenschweben zwar schwieriger ist, aber kein Ding der Unmöglichkeit. Ich denke, der Picco-Z und vor allem der Flieger hat mich da schon ein wenig darauf trainiert. Mein größtes Problem ist die Höhe zu halten. Solange ich nur langsam herumschwebe, kein Problem. Wenn ich dann aber mal mit etwas mehr Tempo (aber eigentlich noch immer verhalten) nach vor will, dann gleicht das eher einem Vor mit auf/ab-Zickzack.
Da mir das Ganze immensen Spaß bereit, war ich nun auch bereit etwas mehr Geld zu investieren. Vor allem in eine bessere Steuerung und zusätzlich noch in einen Koax, um einfach mal im Haus herumzudüsen und einfach für Fingerfertigkeit üben. Die beiden Geräte waren gleich mal aneinander gebunden und ein erster Testflug klappte wunderbar. Nun geht es aber ans eingemacht der Steuerung, um mal alles einzustellen. Nebenbei werde ich wohl ein paar Akkuladungen mit dem Koax herinnen verfliegen und auf besseres Wetter morgen warten.
Ich hoffe hier auf etwaige Fragen, die sich mir stellen werden, Antworten zu finden und vielleicht sogar mal jemanden finden, der in meiner Gegend (Raum Klagenfurt) fliegt, um sich mal (Profi)Tipps abholen, zusehen, lernen und austauschen zu können.
lg Jürgen






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