Tja, ich weiß nicht, ob es irgend jemanden interessiert, aber ich wollte hier einfach mal nach 10 Wochen seit meinem Erstflug zusammenschreiben. Vor allem wollte ich anderen Newbies Tipps und Info-s geben, vielleicht aber auch nur meinen bisherigen Weg zeigen. Andere Wege gehen sicher auch, aber vielleicht regen diese Zeilen bissl zum Nachdenken an.

Was ich hier auch möchte, mich bei gewissen Menschen hier aus dem Forum bedanken, die mir den Einstieg (im dritten Versuch) ein wenig geebnet haben. Vielen Dank dafür. Wer mir geholfen hat und wie, das kommt zu geeigneter Zeit...

Da ich merke, dass es ziemlich viel ist, was ich hier sagen möchte, werde ich das Ganze in schöne kleine Häppchen packen. Wer mich für die eine oder andere Aussage steinigen möchte, kann dies gerne tun, ich werde es ziemlich konsequent ignorieren!
Wie alles anfing:
Wer sich mein Profil anschaut, der wird sehen, dass ich bereits seit dem 07.07.2001 hier im Forum angemeldet bin. Eigentlich geht es noch ein bissl weiter zurück, nämlich ins Jahr 1994, als ich meinen ersten Heli hatte. Es war ein Schlüter Magic II mit nem 60er Webra. Tja, damals gab es nichts kleineres, also musste man mit 150cm Rotordurchmesser beginnen. Und ich sag Euch, ich hatte die Hosen ganz schön voll beim ersten Start. Riesen Trümmer, laut, stinkt, gefährlich� Genau das sind auch die Gründe, weshalb ich eigentlich keinem Einsteiger solch ein großes Gerät empfehlen würde. Dazu aber später mehr.
Naja, mit dem Magic ging es aber nicht lange gut. Absturz und wegen anstehendem Abi und danach Studium fehlte mir einfach das Geld zum Wiederaufbau. Und genau an dieser Stelle möchte ich für Einsteiger das erste Fazit festhalten! Steigt in dieses Hobby nicht ein, wenn ihr nicht von vorne herein die Kosten für einen Crash decken könnt! Der erste Crash kommt ganz sicher! Früher oder später!!! Und je kleiner das Modell ist, desto preiswerter ist der Chrash�
Nachdem ich mich dann erstmal auf-s Studium konzentriert habe, 2001 mein Diplom in der Tasche hatte, meinen ersten Job angenommen hab, wollte ich wieder loslegen. Hab mich also hier im Forum angemeldet und nach kurzer Zeit ein neues Modell geordert: den Hirobo Sceadu 30 mit nem 30er OS und Zimmermann Tüte. Das Ding steht bis heute nagelneu und unbewegt auf dem Schrank� Betriebsbedingte Kündigung kam mir damals dazwischen und dann hat man andere Sorgen als die Fliegerei.
Und nu? Wie ging-s weiter? (Part I)
Mittlerweile bin ich sattelfest im Job (öffentlicher Dienst), verdiene regelmäßig bissl Geld und mir geht-s gut. Im vergangenen Winter hab ich mich dann entschlossen, ein drittes Mal mit dem Thema Modell-Heli zu beginnen. Und da ich lieber klotze statt kleckere, hab ich mein altes Ladegerät und meine olle Futaba FC18 samt Empfänger bei eBay verscheuert, tief in die Tasche gegriffen und ein tolles Starter-Equipment zugelegt:
- Align T-Rex 450 Sport Super Combo
- Futaba T8FG
- Junsi iCharger 208B
- 24V / 480Watt / 20A Ladestation
- 4 + 4 Lipo-s (später mehr dazu�)
- Phönix 2.5 SIM
- Vernünftiges Werkzeug und jede Menge Kleinscheiß (Schrumpfschlauch, Kabelbinder, Loctite, Gewebeschlauch, �)
Alles in allem eine Investition von ca. 1.300,- €.
Und schon bin ich wieder an einer Stelle, an der ich ein Fazit ziehen möchte. Nachdem ich nun mehr als 11 Stunden real in der Luft war, kann ich feststellen, dass sich die Investition gelohnt hat. Es ist einfach toll, wie alles bestens funtioniert. Worauf ich hinaus möchte: Mein Weg ist sicher nicht der Königsweg und ich hab sicher keinen Vergleich zu den HK-Bombern, aber mein Weg hat funktioniert. Völlig stressfrei, ohne ßrger mit weichem Alu, nicht einstellbarer Technik, nichts� Einfach sagenhaft. Vielleicht klappt es auch mit einem Clone vom Clone, aber das wäre mirt zu unsicher.
Daher meine Empfehlung für Einsteiger: seid Euch bewusst, dass es ein teures Hobby ist und investiert lieber zukunftssicher und in gutes Equipment. Ein SIM sollte Pflicht sein (wieder später mehr dazu� *gg*). Ihr hab wenig Stress und Frust und es macht einfach mehr Spaß, wenn alles passgenau ist und nichts nachgearbeitet werden muss.
Allerdings: wenn ihr nur ein beschränktes Budget habt oder einfach nicht sicher seid, ob ein richtiger Heli Euch Spaß bringt (bitte nicht von der Komplexität oder vom Flugverhalten mit Koaxe vergleichen!!!), dann spart leider das Geld, welches Ihr in China-Kram steckt und versucht erstmal herauszufinden, ob-s Euer Ding ist. Sucht Euch eine Flugschule und investiert lieber 100,- € in das Erlebnis, mal einen richtigen Modell-Heli zu steuern. Ihr findet dann recht schnell heraus, dass es nicht ganz so einfach ist, wie es immer aussieht. Oder investiert in einen SIM und versucht Euch dort. Aber dann bitte nicht einfach durch die Gegend heizen, sondern Step by Step die Basics trainieren (http://www.helischool.de/). So könnt Ihr auch erkennen, ob es etwas für Euch ist! Wenn ja, dann lieber bissl länger sparen und Euer sauer gespartes Geld (inkl. einer Crash-Reserve) in gutes ausbaufähiges Start-Equipment stecken�
Es müssen ja nicht gleich wie bei mir deutlich über 1.000 € sein, aber man sollte eben wissen, dass es kein preiswerten Hobby ist. Die ganzen Aussagen, dass man auch mit 500,- € starten kann, halte ich für Augenwischerei und mag sie auch gar nicht mehr hören. Glücklicherweise habe ich heute einen netten Mod aus dem Forum persönlich kennengelert; er ist ebenfalls meiner Meinung. Es tut mir leid, aber bei einem Budget von 200,- € etc. da schüttle ich nur noch mit dem Kopf. Mehr möchte ich dazu einfach nicht sagen�
Ach ja, wollte ja noch etwas zu den -4+4- Lipo-s loswerden. Ich hab zunächst mit 4 Lipo-s gestartet. Irgendwie war das für mich das Minimum an Akku-Anzahl. Pro Akku kann man ca. 6 ½ Minuten Flugzeit rechnen. Also kommt man auf gerade mal 26 Minuten Flugzeit ohne nachzuladen. Weniger Akku-s würde ich nicht empfehlen, eher 2 mehr, also 6 Akku-s für den Anfang! Laden kann man zuhause, muss man nicht auf dem Platz. Zudem kosten die kleinen 3S Lipo-s auch noch nicht so viel. Tja, ich hab mir jetzt nochmals 4 Lipo-s geordert, hab somit also 8 Stück. Hat aber auch den Grund, dass ich kein Auto hab und somit nicht einfach mal nachladen kann. Also: lieber ein paar Akku-s mehr einplanen!
So, das soll's erstmal von mir gewesen sein, morgen geht es dann weiter mit Tipps und meiner Story!

Und wer die ersten Steine werfen mag, darf nun gerne vortreten!

Liebe Grüße,
Mike

, ich finde 4 Akkus reichen, da kann man eher ne Autobatterie kaufen und die Akkus immer nachladen.


Heute abend geht's weiter!
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