Hallo Stefan
Ich denke man sollte ganz pragmatisch an die Sache ran gehen.
Deine AS 350 hat einen 3 - Blatt - Rotor .
Die Radial - oder Zentripedalkraft ( Fliehkraft ) errechnet sich aus:
- der Masse des jeweiligen Blattes
- dem Radius des Masse-Schwerpunktes um die Drehachse
- der Winkelgeschwindigkeit ( b.z.w. Umfangsgeschwindigkeit )
Fr = m*r* (omega)² = m * v²/r
====> Forderung : Fr muss bei allen Blättern gleich sein !
Rein rechnerisch würde sich bei einem 2 - Blatt - Rotor keinerlei Unwucht einstellen , solange das Produkt m * r bei beiden Blättern, die ja 180 ° versetzt sind, konstant ( gleich ) ist.
Da es sich hier aber um einen Dreiblatt - Rotor handelt, ziehen die Zentripedalkräfte der individuellen Blätter in einem Winkel von 120° versetzt zum Zentrum ( Drehachse ) .
Hier müssen also die Produkte m1*r1 / m2*r2 / und m3*r3 mit dem Winkelversatz von 120° gleich sein.
Versuche die individuellen Blätter so auszuwiegen , dass alle drei Produkte
m*r gleich sind !
Mit einer normalen Blattwaage kommt man hier nicht sehr weit! ;(
Vorgehen:
1. Schwerpunktabstand jedes Blattes bestimmen ( Schlüter => Messerkantenmethode ... )
2. Masse jedes Blattes bestimmen
3. wie awhelisi schon schreibt mit " Magictape " die Massenunterschiede ( und jetzt kommts !!! ) a n d e r r i c h t i g e n Stelle , entweder außen am Blatt ( vergrößern des Masseradius ) oder innen ( näher am Rototionszentrum ) durch Aufkleben ausgleichen .
Masse durch Abtragen von Material am Blatt zu entfernen schließe ich aus Festigkeitgründen mal aus. Ggf. kann man versuchen ( wegen Scale ) hier mit der Lackierung der Blätter ( Gewicht der Farbe ) zu versuchen auch optisch akzeptabel die Sache hin zu bekommen ......

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