hat irgendjemand Erfahrungen mit einem Planetengetriebe in Modellhubschraubern? Ist so was machbar? Beim "Großen" funktioniert das ja auch perfekt. Kompakte Bauweise und alles in einem Antriebsstrang. Sollte doch eigentlich beim "Kleinen" auch funktionieren.
Ich kenne bei Modellhubschraubern nur das Getriebe Genesis-Getriebe zur Richtungsumkehr.
hi,
Das Planetengetriebe der linksdrehenden Genesis ist nicht nur zur Richtungsumkehr, sondern ersetzt auch eine Getriebestufe (Ich glaube 1:5,3?).
Das ding ist echt ein technischer Leckerbissen, wunderbar leise und langlebig.
Warum das sonst keiner verbaut leigt wohl in erster linie an den hohen kosten, dem höheren Gewicht und daran, das die Leute lieber drehende Zahnräder sehen möchten! )
Ein Planetengetriebe direkt auf den Motor zu setzen sitwohl aus Schwerpunktgründen nicht so das wahre, beim E heli aber evtl denkbar?
worauf willst du denn mit der Frage hinaus, oder wo und wie hättest du denn gerne ein Planetengetriebe?
es gibt bzw. gab durchaus noch andere Hubschrauber, die mit Planetengetriebe ausgestattet sind. Suche doch mal hier indiesem Forum nach Imperio. Ich vermute ebenfalls, das hauptsaechlich die hoeheren Ansprueche an die Toleranzen und die damit verbundenen Fertigungskosten eine groessere Verbreitung verhindern.
Ein Planetengetriebe ist ein Getriebe, welches aus:
- einem "normalen" Zahnrad in der Mitte (Sonnenrad)
- 3 Zahnräder darum herum (deren Achsen miteinenader verbunden sind) (Planetenräder)
- einem Innenzahnrad um das Ganze nochmals drumrum (Hohlrad)
Dies nennt sich "einfacher Planetensatz"
Dazu gibt es noch Doppelte Planetensätze und sog. Ravigneaux- bzw. Simpsonsätze, welche quasi 1,5 fache Sätze durch zusammenlegen von Bauteilen sind.
Je nachdem, was man also Antreibt bzw. wo der Abtrieb sitz und welches Bauteil mit was (Antrieb, Abtrieb, Geäuse) festgeblockt wird kann man mit diesem Getriebe unterschiedliche ßbersetzungen und Drehrichtungen hestellen.
Verwendung oft in PKW-Automatikgetrieben.
Riesenvorteil:
Planetengetriebe sind gleichachsige Getriebe ohne weitere (Vorgelege-) Wellen. Sie bauen also nur in die Länge (und das sehr kurz) und kaum in die Breite.
Hi,
auch in der 30er Klasse gab es schon mal Planetengetrieb im Antriebsstrang: beim Space Baron.
Ich hab mir auch mal einen Schrauber im 10ccm-Format mit sowas gebaut und kann folgende Erfahrungen wiedergeben, die es m.E. nicht erstrebenswert machen ein Planetengetriebe einzubauen:
1. Fertigungsaufwand ist sehr hoch und damit ist die Geschichte natürlich teuer
2. Wärmeentwicklung ist nicht unerheblich. D.h. der Wirkungsgrad ist deutlich geringer als bei einer normalen Zahnradpaarung
3. Das ßbersetzungsverhältnis ist nicht besonders groß. d.h. schon ab 1:6 wirds wieder sehr groß und eine zweite ßbersetzungsstufe muß rein. Deshalb sind bei den "Echten" meistens mehrere hintereinander.
4. realtiv hohes Gewicht
Vorteile: Klein und leise
Albert
Das Leben ist sehr gefährlich. Bis heute hat es keiner überlebt!!
wie kommst Du darauf, dass beim Planetengetriebe der Wirkungsgrad deutlich geringer sein soll, als bei einer normalen Zahnradpaarung?
Hohes Drehmoment bei kleinem Bauraum und sehr guter Wirkungsgrad sollen die wesentlichen Vorteile von Planetengetrieben im klassischen Maschinenbau sein. Auch eine hohe Wärmeentwicklung kommt mir seltsam vor. Vielleicht hat ja was nicht zusammengepaßt?
@Jörg,
melde Dich halt mal, damit wir weitermachen können. Mein Rumpf steht inzwischen kurz vor dem Abformen
Welcher Rumpf steht kurz vor dem Abformen (bin halt neugierig)? Lass mich raten: Sikorsky "Big Deuce", nicht wahr?
PS: Habe die 212-Paddel erhalten (danke) und die Ebay-Bewertung abgegeben.
@Jörg
Zum Thema Planetengetriebe: Das in der Mitte befindliche Ritzel nennt sich "Sonnenrad" (ist auch das Zahnrad, welches i.d.Regel den Getriebeeingang darstellt, muss aber nicht), die darumlaufenden 3 Zahnräder nennen sich "Planetenräder". Der Trick ist nun, dass die Umlaufdrehzahl (und nicht die Eigendrehzahl) der 3 Planeten, durch eine gemeinsame drehende Lagerplatte abgegriffen und somit untersetzt wird. Man nimmt 3 Planetenräder (in 120°-Anordnung), weil sich die Lagerplatte (Abtrieb) unter Last dadurch genau über dem Sonnenrad zentriert und die Zahnfllankenbeanspruchung um den Faktor 3 gesenkt wird (ist ja logisch). Dass äussere Hohlrad muss natürlich feststehen (ist ja auch logisch). Also, wenn man möglichst kompakt und geräuscharm einstufig hoch untersetzen will, stellt das Planetengetriebe die beste Bauform dar. Eiziger Nachteil: Recht hoher Fertigungsaufwand (´ne Menge Lager) und dadurch nicht ganz billig.
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