Begonnen hat es vor ziemlich genau einem Jahr in der Vorweihnachtszeit.
Beim Bummeln in der Nürnberger Innenstadt kamen wir an einem Laden vorbei, der fast
ausschließlich Helis angeboten hatte. Vorwiegend im untersten Qualitätssegment, aber zu
satten Preisen, was ich aber damals alles noch nicht wusste. Noch nie eine Fernsteuerung in den Händen gehalten und noch nicht einmal den Unterschied zwischen einer Infrarot- und einer Funkfernsteuerung gekannt.
Sagte ich zu meiner Frau, dass so ein kleiner Helicopter doch ein nettes Weihnachtsgeschenk für mich wäre. Prompt lag ein LS-109 unter dem Weihnachtsbaum. Bald darauf war es ein größerer Koaxial-Heli, der Big-Lama von E-Sky, auch noch dort gekauft. Den LS-109 habe ich inzwischen verschenkt und der Big-Lama dient als Staubfänger auf dem Schrank.
Bis ich mich dann auf der Suche nach einem etwas anspruchvollerem Heli in einem richtigen Modellbauladen wieder fand.
Inzwischen war ich über den Bravo III, den Hirobo Quark SRB bei zwei "Nano-Arrow" von Robbe angekommen und begann zu grübeln, wie das denn weitergehen soll.
Ich kann mir doch nicht jedesmal, wenn meine Flugkenntnisse zugenommen haben, neue Helis kaufen und habe deshalb mich für den T-REX 250 DFC PRO mit der 3GX-Einheit entschieden. Der 250er sollte es sein, der günstigen Ersatzteile wegen und dass ich diesen auch noch in der Halle fliegen konnte. Ein pitchgesteuerter sollte es auch unbedingt sein. Dieser dürfte mich für die nächste Zeit so richtig fordern.
Und dann nahm das Unheil seinen Lauf.
Um die Crashs in Grenzen zu halten, habe ich mir dann noch den Flugsimulator "Phoenix 4" zugelegt und freue mich inzwischen über meine Flugkenntnisse am Simulator.
Habe den 250er im Modellbauladen von professioneller Hand noch auf "zahm" einstellen lassen und dann konnte es los gehen.
Es kamen die ersten vielleicht vermeidbaren, aber zum Lernprozess gehörenden Crashs, ich die Schäden aber stets recht schnell wieder reparieren konnte.
Leider kam ich in der Praxis mit dem 250er nicht mal annähernd an das heran, was mir mit dem Simulator bereits mühelos gelang. Selbst nur der Startvorgang war stets eine schweißtreibende Angelegenheit, so kam ich über den Schwebeflug, stets mit dem Heck zu mir, nicht hinaus. Vom Fliegen, wie am Simulator war ich Lichtjahre entfernt und keine Verbesserung war mehr in Aussicht. Inzwischen traue ich mir nichts mehr zu, in der Angst, sofort wieder einen Crash zu bauen..
Er wollte einfach nicht gerade aufsteigen. Beim Pitch geben, drehte er sich immer etwas und selbst beim Versuch gerade aus zu fliegen, war das Halten der Balance permanent erforderlich, damit er nicht seitlich weg kippte.
Anfangs verlor die DX7s nach ca. 7 Metern die Verbindung und der Heli fiel vom Himmel. Grund, das Antennenkabel zur Mutterplatine war abgerissen, für mich vollkommen unverständlich.
Kulanterweise wurde mir der Sender im Modellbauladen ausgetauscht.
Gestern stand die DX7s neben mir auf dem Tisch. Es machte "pling". Ab sofort hängt der rechte Hebel nach oben und nicht mehr in der Mitte, wie es sein sollte.
Offensichtlich ist eine Feder im Innern gerissen oder aus ihrer Halterung heraus gesprungen. Und das einfach so.
Also habe ich DX7s über den Modellbauladen einschicken lassen. Wartezeit mindesten 10 Tage.
Ergebnis: Kein Fliegen, kein Simulator. Aber Frust pur.
Der 250er ist vollständig wieder hergestellt, ausser ein paar kleine Macken an der Haube fehlt ihm nichts.
Die DX7s wird auch bald wieder repariert sein und mein Entschluss steht fest, dass ich beides verkaufen, trotzdem aber das Hobby nicht aufgeben werde.
Und wenn alles weg ist, werde ich mich in Ruhe nach einem neuen Heli mit einem anderen Sender (nie mehr SPEKTRUM) umsehen um das hier alles vergessen zu können.
Ich würde ich mich sehr über Eure positiven Erfahrungen freuen, um nicht noch ein mal "daneben" zu greifen.
Euer Martin


Kommentar