Qualität von Testergebnissen

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • Danoo
    Member
    • 08.10.2009
    • 314
    • Daniel

    #16
    AW: Qualität von Testergebnissen

    Hallo zusammen

    Persönlich freue ich mich immer wieder in den Modell-Heli Zeitschriften zu blättern und die Tests zu lesen.
    Es ist ein Teil meiner Meinungsbildung für oder gegen ein Produkt. Ein weiterer Aspekt ist dann das Beratungsgespräch im Fachhandel. Face to face! Mein Gegenüber weiss, wenn er mir Mist verkauft stehe ich ihm wieder gegenüber. So funktioniert das für mich bestens.

    Möglicherweise liegt da auch ein Problem des Online Shoppings. Man kann die Ware nicht zuerst ansehen und prüfen. Wer diese Einkaufsmethode bevorzugt möchte natürlich möglichst grosse Sicherheit, dass er sein Geld nicht für unbrauchbare Ware aus dem Fenster wirft. Wer sich bei seinen Entscheiden dann ausschliesslich auf Testberichte abstützt geht da sicher ein höheres Risiko ein.

    Ich denke, es macht Sinn sowohl Printmedien wie aber auch die Beratung des Fachhandels oder Gespräche mit Gleichgesinnten zu konsultieren um die richtige Produktewahl zu treffen. Dies besonders bei zunehmender Höhe des Kaufpreises.

    Have fun
    Danoo
    Have fun!

    Kommentar

    • DarkSoul666
      DarkSoul666

      #17
      AW: Qualität von Testergebnissen

      Ich habe auch schon Berichte geschrieben.
      Aber dies war VOR meiner Zeit als Teampilot...nur dies vorweg.

      Ich bin der Meinung, dass kaum ein Test rein objektiv sein kann.
      Jeder tester hat gewisse Vorlieben und Geschmäcker.

      Undwie schon erwähnt wurde, ist ein gewisses Vorkommniss für den einen eine lapalie undfür denanderen ein großes Problem.
      Wo soll man anfangen da eine Unterscheidung zu treffen?

      Und mal ehrlich....wer bereit ist, mehrere hundert oder tausend euro für ein hochkomplexes Flugobjekt auszugeben, von demkannschon ein ganz kleines bisschen technischer Verstand erwartet werden oder?

      Bei einer IKEA anleitung steht auch nicht drin, wie man einen Schraubendreher hält

      Meinrad hat da schon Recht....allen kann man es nicht recht machen.

      Ich für meinen Teil versuche so unvoreingenommen wie möglich an einen Test ranzugehen.
      Bauen, fliegen und malgucken was so passiert.....so in etwa ;-)

      Ach so....für einen Hersteller ist es rein Marketingtechnisch schon logisch, eine Anzeige über ein Produkt in der Ausgabe zu schalten, in der es auch getestet wird....ist doch klar...oder?

      Kommentar

      • JMalberg
        RC-Heli TEAM
        • 05.06.2002
        • 22636
        • J
        • D: um Saarbrücken drum rum

        #18
        AW: Qualität von Testergebnissen

        OT: Endlich mal eine Diskussion ohne Gezicke! Danke!
        Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten oder nachfragen!
        Der Dunning-Krueger-Effekt ist immer und überall!

        Kommentar

        • Uija
          Senior Member
          • 15.08.2010
          • 2668
          • Jens
          • Hamburg

          #19
          AW: Qualität von Testergebnissen

          Zitat von DarkSoul666 Beitrag anzeigen
          Und mal ehrlich....wer bereit ist, mehrere hundert oder tausend euro für ein hochkomplexes Flugobjekt auszugeben, von demkannschon ein ganz kleines bisschen technischer Verstand erwartet werden oder?

          Bei einer IKEA anleitung steht auch nicht drin, wie man einen Schraubendreher hält
          Ich sprach auch nicht von Mängeln, die dadurch entstehen, dass jemand Schrauben falsch verschraubt hat, oder die technische Zeichnung nicht nachvollziehen konnte, wobei ich hier bei einigen Herstellern sehr wohl Mängel sehe.

          Nehmen wir mal ein recht harmloses Beispiel: Die Heckrolle beim Raptor. Diese kann mit einer Chance von 50% falschrum einbauen und dadurch Spiel haben. Für mich ergibt sich weder aus der Zeichnung noch aus dem Aussehen des Bauteils, dass hier die Einbaurichtung wichtig ist. Sehr wohl finde ich es aber schlimm, dass man dafür im Internet in Foren nachfragen muss, obwohl das seit vielen Jahren bekannt ist. Wenn man die Zeichnung nicht besser hinbekommt, dann muss da wenigstens ein "Wenn Spiel: Rolle 180° drehen" drunter.

          Ebenso bei meinem Beispiel: FBL System. Irgendwann ist nunmal das erste Mal, dass man sich sowas anschafft. Ich bin nunmal der Meinung, dass ein Hersteller in der Pflicht ist, hier jedes noch so nebensächlich erscheinende Detail zu beschreiben, damit einer, der die Dinger nicht jeden Tag baut oder nutzt, auch in der Lage ist, das Gerät zu nutzen. Und genau sowas gehört in meinen Augen in einen Testbericht. Und eben nicht ein "Wer das nicht kann, sollte halt kein FBL System nutzen oder halt nachlesen, das ist ja zu lösen."

          Ach so....für einen Hersteller ist es rein Marketingtechnisch schon logisch, eine Anzeige über ein Produkt in der Ausgabe zu schalten, in der es auch getestet wird....ist doch klar...oder?
          Es ist marketingtechnisch aber genauso logisch, wenn ein Hersteller alles in seiner Macht stehende tut, um einen schlechten Testbericht zu verhindern oder zu schönigen.


          Ja und nein! Erstens läuft der Hase umgekehrt, wenn ein Hersteller wegen eines schlechten Testberichts die Werbung kündigt schneidet er sich ins eigene Fleisch! Schliesslich lebt er vom Verkauf seiner Produkte und dabei hilft die Werbung in Zeitschriften doch ganz erheblich, sonst würden wohl kaum Anzeigen geschaltet werden. Clever ist er wenn er die Mängel abstellt und anschliessend darüber berichtet wird. Abstellen muss er sie sowieso sonst hat das Produkt kaum Chancen auf dem Markt.
          Und da liegst du in meinen Augen dem selben Irrglauben auf, wie viele Forumnutzer, die davon ausgehen, 100% der Hobbybetreiber seien auch im Forum. Ich denke, dass höchstwarscheinlich nicht mal 25% der Hobbypiloten eine Fachzeitung regelmässig kaufen oder sogar abonniert haben.
          Mal abgesehen davon, dass es so einfach auch nicht richtig ist. Mein Einblick in Fachzeitschriften ist mittlerweile einige Jahre her, ich weiss aber noch sehr gut, dass ein Magazin sehr wohl in arge Nöte kommen kann, wenn ein Großflächiger Anzeigenkunde wegbricht und man den Platz nicht anders verkauft bekommt.
          Ich möchte damit nicht sagen, dass jede Fachzeitschrift gekauft ist. Ich weiss sehr wohl, dass man ein Magazin auch heute noch unbeeinflusst rausbringen kann, der Markt zeigt aber sehr deutlich, dass es immer weniger sind, die sich den Stress und die entsprechenden Konsequenzen antun wollen.
          LG, Jens
          Voodoo 700, Voodoo 600, Goblin 380
          Heli-Club Hamburg

          Kommentar

          • firehead
            Senior Member
            • 06.02.2003
            • 1886
            • Michael
            • Rheine (NRW)

            #20
            AW: Qualität von Testergebnissen

            Zitat von Markus Fiehn Beitrag anzeigen
            Hi,

            ich kann jetzt mal für unser Magazin/Autoren sprechen: Wir sehen uns alles neutral an. Wenn etwas schlecht ist oder nicht funktioniert, wird's auch geschrieben.

            Was natürlich leider gar nicht geht, sind "Dauertests" - also z.B. einen Akku oder ein Ladegerät wirklich kontinuierlich in einer gleichbleibenden Umgebung zu nutzen, um so die Ladevorgänge einzeln auszuwerten. Wer möchte da schon seinen Akku opfern, um ein Ladegerät zu testen. Die Produkte werden meist im Alltagseinsatz über mehrere Wochen erprobt, da umgekehrt ja der Leser möglichst schnell über neue Artikel informiert werden will.
            Mir ist es bisher auch nur einmal so gegangen, dass ein paar Wochen nachdem die Vorstellung eines Laders gedruckt war, dieser plötzlich nicht mehr richtig funktionierte. Dann habe ich geschaut, wie so die Erfahrungen am Markt sind und entschieden, dass es offenbar ein Einzelfall war, also keinen Nachtrag wert ist. Würde sich später herausstellen, dass es ein Serienproblem gibt, würde man aber sicherlich einen Nachtrag bringen.

            Ansonsten kann ich nur sagen, dass bei Autoren viele Probleme komischerweise nicht auftreten, über die im Internet heiß diskutiert werden. Woran das liegt, kann ich nur raten. Viele Probleme würden gar nicht auftreten, wenn man nach Anleitung vorgeht. Andere Probleme sind keine oder spiegeln eher persönliche Vorlieben wider (das betrifft meistens eine technische Auslegung, die evtl gerade nicht im Trend ist, aber dennoch prima funktioniert). Und zuletzt gibt es auch immer mal wieder Dinge, die eben nicht bei jedem Auftreten, wo man dann eventuell einfach Glück hat.

            Keine Sorge, wir haben auch keine Angst vor einer Klage, wenn wir etwas schreiben, was nachweislich so stattgefunden hat. Wir schreiben aber nicht aus dem Hörensagen. Das bedeutet, die Erkenntnisse werden selbst gemacht. Und das sollte nat. möglichst unvoreingenommen passieren.

            @Taumel S.: Das mag für andre zutreffen - ich bin da eher für die Wahrheit und hab mir diesbezgl. auch schon manches anhören dürfen. Ich sehe das aber so: Wo Kritik ist, ist ein Lob auch noch was wert.
            Wo alles toll ist, ist irgendwann ein "super" nur noch "naja - geht so" und erst ein "super-ober-affen-mega-geil" heißt "dieses Produkt funktioniert".
            Hallo Markus,

            finde, dass die Rotor deutlich kritischer geworden ist, seitdem du dabei bist. Nun steht auch explizit dort "gut gefallen hat" und "nicht ganz überzeugen konnte". Seitdem ist die Rotor wieder lesenswert!

            Gruß
            Michael
            [FONT="Comic Sans MS"]Hughes 500E JetCat PHT2[/FONT]

            Kommentar

            • DarkSoul666
              DarkSoul666

              #21
              AW: Qualität von Testergebnissen

              Zitat von Uija Beitrag anzeigen
              Ich sprach auch nicht von Mängeln, die dadurch entstehen, dass jemand Schrauben falsch verschraubt hat, oder die technische Zeichnung nicht nachvollziehen konnte, wobei ich hier bei einigen Herstellern sehr wohl Mängel sehe.

              Nehmen wir mal ein recht harmloses Beispiel: Die Heckrolle beim Raptor. Diese kann mit einer Chance von 50% falschrum einbauen und dadurch Spiel haben. Für mich ergibt sich weder aus der Zeichnung noch aus dem Aussehen des Bauteils, dass hier die Einbaurichtung wichtig ist. Sehr wohl finde ich es aber schlimm, dass man dafür im Internet in Foren nachfragen muss, obwohl das seit vielen Jahren bekannt ist. Wenn man die Zeichnung nicht besser hinbekommt, dann muss da wenigstens ein "Wenn Spiel: Rolle 180° drehen" drunter.

              Ebenso bei meinem Beispiel: FBL System. Irgendwann ist nunmal das erste Mal, dass man sich sowas anschafft. Ich bin nunmal der Meinung, dass ein Hersteller in der Pflicht ist, hier jedes noch so nebensächlich erscheinende Detail zu beschreiben, damit einer, der die Dinger nicht jeden Tag baut oder nutzt, auch in der Lage ist, das Gerät zu nutzen. Und genau sowas gehört in meinen Augen in einen Testbericht. Und eben nicht ein "Wer das nicht kann, sollte halt kein FBL System nutzen oder halt nachlesen, das ist ja zu lösen."


              Es ist marketingtechnisch aber genauso logisch, wenn ein Hersteller alles in seiner Macht stehende tut, um einen schlechten Testbericht zu verhindern oder zu schönigen.



              Und da liegst du in meinen Augen dem selben Irrglauben auf, wie viele Forumnutzer, die davon ausgehen, 100% der Hobbybetreiber seien auch im Forum. Ich denke, dass höchstwarscheinlich nicht mal 25% der Hobbypiloten eine Fachzeitung regelmässig kaufen oder sogar abonniert haben.
              Mal abgesehen davon, dass es so einfach auch nicht richtig ist. Mein Einblick in Fachzeitschriften ist mittlerweile einige Jahre her, ich weiss aber noch sehr gut, dass ein Magazin sehr wohl in arge Nöte kommen kann, wenn ein Großflächiger Anzeigenkunde wegbricht und man den Platz nicht anders verkauft bekommt.
              Ich möchte damit nicht sagen, dass jede Fachzeitschrift gekauft ist. Ich weiss sehr wohl, dass man ein Magazin auch heute noch unbeeinflusst rausbringen kann, der Markt zeigt aber sehr deutlich, dass es immer weniger sind, die sich den Stress und die entsprechenden Konsequenzen antun wollen.
              Klar...habe ich soweit verstanden....aaaaber:
              Der Hersteller kannja nicht im voraus ahnen, was für Fehler ein Kunde evtl macht.
              Wenn man versuchen würde, auf jeden möglichen und undmöglichen Fehler im Vorfeld hinzuweisen, müsste jedem Produkt ein Handbuch mit dem Ausmaß einer enzyklopädi bei liegen

              Kommentar

              • Uija
                Senior Member
                • 15.08.2010
                • 2668
                • Jens
                • Hamburg

                #22
                AW: Qualität von Testergebnissen

                Zitat von DarkSoul666 Beitrag anzeigen
                Klar...habe ich soweit verstanden....aaaaber:
                Der Hersteller kannja nicht im voraus ahnen, was für Fehler ein Kunde evtl macht.
                Wenn man versuchen würde, auf jeden möglichen und undmöglichen Fehler im Vorfeld hinzuweisen, müsste jedem Produkt ein Handbuch mit dem Ausmaß einer enzyklopädi bei liegen
                Also wir lassen unsere Produkte von der Zielgruppe testen, bevor sie auf die Masse losgelassen werden um für die Produzierenden offensichtliche Dinge, die der Zielgruppe aber nicht offensichtlich sind zu finden usw. Da bringt es nichts, wenn Align jemanden den neuen T-Rex bauen lässt, der seit 20 Jahre jedes Jahr 5 Helis baut, sondern ggf. nur Leuten, die das noch nie gemacht haben.
                Und wenn dann nach der Veröffentlichung noch was fehlt, dann muss das nachgereicht werden. Es geht ja nicht darum Fehler vorherzusehen, aber bei JEDEM Schritt zu dokumentieren, wie er richtig gemacht wird. Auf wenn dem Hersteller klar ist, dass Schraube A nach Loch B kommt, weil er das ja nunmal selber gemacht hat, tut es auch nicht weh, einfach ne Linie von A nach B zu ziehen.

                Aber es geht ja auch nicht darum, wie Hersteller sowas am besten lösen, sondern darum, dass ich finde, dass Tester sowas sehr wohl bemängeln dürfen. Und zwar halt aus der Sicht eines Nicht-Profis. Wenn es für den Tester ein Einfaches ist, mal eben ein Gewinde zu schneiden, hat der Hobbypilot vielleicht garnicht das Werkzeug dafür zuhause, denn im Grunde ist das nur dann nötig, wenn der Hersteller was vermasselt hat und daher gehört es nicht unbedingt zum Hauptwerkzeug eines Helipiloten. Und ich finde auch, dass man sowas, selbst wenn der Hersteller nach Anruf Besserung Gelobt hat, nicht einfach unter den Tisch fallen lassen sollte.
                Zuletzt geändert von Uija; 02.12.2010, 13:49.
                LG, Jens
                Voodoo 700, Voodoo 600, Goblin 380
                Heli-Club Hamburg

                Kommentar

                • Stefan Reusch
                  Stefan Reusch

                  #23
                  AW: Qualität von Testergebnissen

                  Zitat von Uija Beitrag anzeigen
                  Ebenso bei meinem Beispiel: FBL System. Irgendwann ist nunmal das erste Mal, dass man sich sowas anschafft. Ich bin nunmal der Meinung, dass ein Hersteller in der Pflicht ist, hier jedes noch so nebensächlich erscheinende Detail zu beschreiben, damit einer, der die Dinger nicht jeden Tag baut oder nutzt, auch in der Lage ist, das Gerät zu nutzen. Und genau sowas gehört in meinen Augen in einen Testbericht. Und eben nicht ein "Wer das nicht kann, sollte halt kein FBL System nutzen oder halt nachlesen, das ist ja zu lösen."
                  Hi,
                  Schon wieder so nicht richtig.
                  Wenn einer eine vorbildliche Anleitung beilegt in der wirklich alles umfassend zum FBL System beschrieben ist ist das System zu schwierig zu bedienen und es muss zuviel eingestellt werden.
                  Beim Rondo V1 gab es mal so eine Anleitung die wirklich vorbildlich war, hatte glaube ich über 40 Seiten voll mit guten Tipps wenn ich mich richtig erinnere. Und wenn man diese beherzigt hat funktionierte das Sytem richtig Klasse, nur wollte diese Hürden kaum einer nehmen. Ausserdem liest doch kaum einer mehr wie 5 Seiten einer Anleitung, selbst die paar Seiten des GY 401 hat damals kaum einer richtig gelesen und verstanden sonst wären hier nicht so viele Fragen aufgetaucht.
                  Es ist ziemlich unmöglich es allen recht zu machen und deine Meinung spiegelt eben nur deine Meinung wieder und vielleicht nicht den der Allgemeinheit. Ausserdem haben eingentlich alle Hersteller von FBL Systemen einen guten Support bei dem man geholfen bekommt. Ein FBL System ist so vielen unterschiedlichen Helis und Piloten ausgesetzt, da kann man unmöglich alles berücksichtigen.

                  Ich geb dir mal ein Beispiel: Ein bekannter von mir baut Ladegeräte. Er hatte einen Schnellader der zu der Zeit (müsste so um 1992-95 gewesen sein) wirklich State of the Art war, der war fast unzerstörbar. Wir hatten wirklich alles probiert, verpolen, vertauschen von Ein- und Ausgang usw, er war nicht kaputt zu bekommen.
                  Mehrere 1000 verkauft, keine Probleme. Ein Kunde fetzt das Gerät innerhalb von 6 Wochen 4 mal. Jedesmal der komplette Leistungsteil Schrott. Das Gerät wurde repariert, beim 3. Mal bekam er ein neues, auch wieder sofort defekt. Beim Nachfragen hatte der Kunde alles richtig gemacht, immer nur an der Autobatterie betrieben usw. Nach der 5. Reparatur wollte mein Freund vom Kunden vorgeführt haben wie er denn das Gerät betreibt. Der Kunde kam vorbei und zeigte es uns, ich bin extra hin um es mir anzusehen. Kommt ein Dicker BMW M3 angefahren der die Batterie unter dem Rücksitz hat. Im Motorraum gabe es Anschlüsse zum ßberbrücken, an die hat der Kunde das Gerät angeschlossen. Beim Studieren der Anleitung des BMWs stand dort ganz klar drin das hier nur der BMW überbrückt werden kann, Starthilfe für andere Wagen könnten nur an der Batterie selbst erfolgen. Der Grund hierfür war ein Regler der an den Anschlüssen 12 Volt und maximal 5 Ampere zur Verfügung stellte. Diese Strombegrenzung ohne Abfallen der Spannung sorgte dafür das die Endstufe des Ladegeräts immer weiter aufmachte bis zum Kurzschluss da die Unterspannungswarnung ja nicht Aktiv wurde, waren ja 12 Volt da.
                  Und das war nur ein Ladegerät, eine FBL System ist mindestens um den Faktor 100 komplizierter in den Parametern, wie willst du das alles in einer Anleitung abarbeiten?

                  GRuß
                  Stefan

                  Kommentar

                  • Uija
                    Senior Member
                    • 15.08.2010
                    • 2668
                    • Jens
                    • Hamburg

                    #24
                    AW: Qualität von Testergebnissen

                    Stefan: Das Beispiel ist toll dafür, um zu Zeigen, dass man natürlich nicht alles rausfinden kann. Weder als Tester als auch als Hersteller. Ich denke zwar, dass man auch bei dem Bsp. nicht nur dem Kunden die Schuld geben sollte, gerade elektronische Geräte sollten so Fehlerunanfällig sein, wie es nur geht, aber es handelt sich um ein Problem basierend auf einer Fehlbedienung, sodass auch der Kunde hier die Schuld nicht direkt dem Hersteller in die Schuhe schieben kann.

                    Das ist aber, wenn ich es richtig verstanden habe, nicht der eigentliche Inhalt dieses Themas.

                    Es geht in diesem Thread darum, dass Fachzeitschriften häufiger Produkte besser bewerten als sie sind. Und bei ihren Tests Dinge als nebensächlich durchgehen lassen und du ja selber Schriebst: Die Meisten Probleme lassen sich ohne großen Aufwand selber lösen. Und genau hier find ich die Einstellung falsch. Natürlich ist es kein großer Aufwand z.b. ein Gewinde nachzuschneiden, aber a. Ist das in meinen Augen nunmal ein Fehler in der Qualitätskontrolle und b. nicht für jeden direkt ohne große Aufwände zu lösen.
                    Ich habe mehrfach betont, dass es mir nicht um Falschbedienung geht. Die kann weder ein Tester testen noch ein Hersteller alle berücksichtigen. Ich finde aber sehr wohl, dass in einem FBL System alles beschrieben werden muss und nicht etwas weggelassen werden darf, was ggf. wichtig ist, nur weil man der Meinung ist, der Kunde liesst die eh nicht. Tut er das nicht, ist er selber schuld. Auch hier. Das Thema FBL System ist ein Thema, was ich nur zur Anschauung hergenommen habe.

                    Ich habe auch hier im Forum schon mehrfach gelesen: Produkt ABC ist total geil.... ich hab Teil A, F und I ausgetauscht, nun rennt der wie ne 1. Das ist super, aber in meinen Augen ist dann halt das Produkt nicht mehr total geil. So als Beispiel die Align Regler und damit die Sets... "Hammer geiles Set, gibts nichts besseres. Ich hab den Gyro und den Regler bei eBay verkauft und gegen was ordentliches getauscht".
                    Zuletzt geändert von Uija; 02.12.2010, 14:21.
                    LG, Jens
                    Voodoo 700, Voodoo 600, Goblin 380
                    Heli-Club Hamburg

                    Kommentar

                    • garth
                      Senior Member
                      • 17.11.2009
                      • 2631
                      • Helmut
                      • Bayern Regensburg / Kelheim / Freifeldflieger

                      #25
                      AW: Qualität von Testergebnissen

                      Zitat von Uija Beitrag anzeigen
                      Ich habe auch hier im Forum schon mehrfach gelesen: Produkt ABC ist total geil.... ich hab Teil A, F und I ausgetauscht, nun rennt der wie ne 1. Das ist super, aber in meinen Augen ist dann halt das Produkt nicht mehr total geil. So als Beispiel die Align Regler und damit die Sets... "Hammer geiles Set, gibts nichts besseres. Ich hab den Gyro und den Regler bei eBay verkauft und gegen was ordentliches getauscht".
                      Hier stimme ich auch voll zu. Weshalb ich auch Probleme hab mich mit Align anzufreunden. Die Bevormundung bei den Sets nervt.

                      Bbzgl Tests :

                      Es klafft beim Testen oft Anspruch und Wirklichkeit auseinander,
                      Jeder erwartet vom Test nicht unbedingt seine Meinung, aber die Informationen die Ihm wichtig sind. Für den Einen ist das ein realistisches Flugbild, dem Nächsten der sinnvolle RC einbau, oder der zu schwache, weil auf Rundflug statt Bolzen, ausgelegte Motor etc.
                      Schönes Beispiel ist auch die Dauerdiskussion ob ein HK500/600 nun fliegbar ist oder erst 110% der Teile gegen Align getauscht werden mußten.
                      Wenn ich einen 700€ Align Heli kaufe, erwarte ich einen perfekten Baukasten an dem ich nicht erst alle Schrauben gegen bessere tauschen muß. ( wie an meinem 600ESP )
                      Beim HK500/600 war das von vornherein klar, ebenso wie die Riemenantriebswelle. Aber das war alles was die ersten 150h am 500er mit nicht HK Teilen ersetzt wurde.
                      Würde ich einen HK500 -testen- wäre das Ergebnis -gut mit akzeptablen Schwächen-. Andere bezeichnen Ihn als gefährlich unfliegbar.
                      Bei nem 60$ Modell vom HK arbeite ich auch was nach, an nem 200€ Modell vom Graupner ungern!
                      Es ist auch Aufgabe von Test das zu bewerten, wobei i.d.R. alles als -preiswert- bezeichnet wird, selbst wenn klar ist daß das selbe Modell im Ausland für ¼ zu haben ist, also Faktor 4 aufgeschalgen wurde.
                      @Stefan - schön wenn du auch mal Kritik übst, aber den Eindruck daß immer alles Gut ist, habe ich, wie so viele, auch. Ich lese die Berichte trotzdem, und versuche für mich zu filtern.
                      Mittlerweile ist aber Youtube meine wichtigste Quelle, nach dem Motto - Ein Film sagt mehr als 1000Worte. Hier kann man anhand der Kommentare dann oft auch gut beurteilen ob der selbst ernannte -Tester- von dem was er da macht auch Ahnung hat.
                      Stefan : -��90% der Macken sind durch Erfahrung der Piloten auszugleichen-
                      Das stimme ich voll zu, speziell die HK Helis sind nur was für Leute die genau wissen wie das zu funktionieren hat, also nix für Anfänger. Aber die ganze Helifliegerei ist nix für Anfänger. Ein Solcher hat ohne Hilfe kaum eine Chance.
                      Schweigen bedeutet nicht Zustimmung. Es ist das Desinteresse, mit Idioten zu diskutieren

                      Kommentar

                      • bodykalle
                        Senior Member
                        • 26.08.2007
                        • 5745
                        • Karsten
                        • SMACKZONE

                        #26
                        AW: Qualität von Testergebnissen

                        Das stimmt schließe ich mich an mit der Rotor TOP !! . Dagegen andere Käseblätter mit Berichten von Leien kann man vergessen . Wenn man die Berichteschreiber selbst kennt muss man nur schmunzeln was die vom Stapel lassen .

                        Grüße Karsten
                        Zuletzt geändert von bodykalle; 02.12.2010, 14:41.
                        GOBLIN-700-Comp-T-REX DFC 700 E+N,T-REX 800E PRO,FORZA 700 JR , T-REX450L

                        Kommentar

                        • Uija
                          Senior Member
                          • 15.08.2010
                          • 2668
                          • Jens
                          • Hamburg

                          #27
                          AW: Qualität von Testergebnissen

                          Achso, ich möchte hier nochmal betonen, dass ich nicht grundlegend gegen Fachzeitschriften oder einige genannte wettern möchte. Ich hab die Rotor selber im Abo.
                          LG, Jens
                          Voodoo 700, Voodoo 600, Goblin 380
                          Heli-Club Hamburg

                          Kommentar

                          • Stefan Reusch
                            Stefan Reusch

                            #28
                            AW: Qualität von Testergebnissen

                            Hi,
                            @ UIJA: Wenn ich ein Gewinde nachschneiden muss werde ich das nicht als Feature sondern als Bug beschreiben, aber auch hier gilt wie überall: Ich kann nur das beschreiben was auch bei mir auffällt, ich werde nicht den Heli absichtlich beim bauen und fliegen vergewaltigen nur damit ich was zum meckern habe. Bei manchen Threads bezüglich Problemen hier im Forum habe ich den starken Eindruck das nur gemeckert wird um sich selbst zu bauchpinseln.

                            @ garth: Ich mach erstmal keinen Unterschied ob das Teil 50 oder 500 Euro kostet, es muss funktionieren.

                            Nicht 90% der Macken sind durch Erfahrung auszugleichen sondern 90% der Macken sind durch mangelnde Erfahrung oder falsche Nutzung überhaupt erst entstanden, so habe ich das gemeint.
                            Gruß
                            Stefan

                            Kommentar

                            • Stefan Reusch
                              Stefan Reusch

                              #29
                              AW: Qualität von Testergebnissen

                              Hi,
                              Hier meckert oder wettert keiner, ist doch eine sachliche und faire Diskussion! Von daher ein Lob an alle beteiligten wenngleich ich auch die Aussage "Käseblätter" für alle anderen ausser der Rotor so nicht stehen lassen möchte.
                              Gruß
                              Stefan

                              Kommentar

                              • Uija
                                Senior Member
                                • 15.08.2010
                                • 2668
                                • Jens
                                • Hamburg

                                #30
                                AW: Qualität von Testergebnissen

                                Zitat von Stefan Reusch Beitrag anzeigen
                                Hi,
                                @ UIJA: Wenn ich ein Gewinde nachschneiden muss werde ich das nicht als Feature sondern als Bug beschreiben, aber auch hier gilt wie überall: Ich kann nur das beschreiben was auch bei mir auffällt, ich werde nicht den Heli absichtlich beim bauen und fliegen vergewaltigen nur damit ich was zum meckern habe. Bei manchen Threads bezüglich Problemen hier im Forum habe ich den starken Eindruck das nur gemeckert wird um sich selbst zu bauchpinseln.
                                Ja, das ist aber auch ein Phänomen des Internets. Ich weiss von mir auch: Ich schreib gerade in Foren auch eher wenn ich ein Problem lösen will, als zu berichten, wie toll etwas lief. Ich ganz persönlich hab halt das Gefühl (meine Erfahrung trifft da vor allem "früher" den Computer und heutzutage den Musik/Musikinstrumente Markt), dass in Zeitungen gern umgekehrt ist. "Oh, nee, der Drucker ist total schlecht abgeschnitten im Test, die sind aber Hauptanzeigenkunde ... Lass mal nur 5 statt 6 Drucker im Test auftauchen (im besten fall) ... Lass man davon ausgehen, dass Problem A B und C nur Einzelfall waren und weglassen"
                                LG, Jens
                                Voodoo 700, Voodoo 600, Goblin 380
                                Heli-Club Hamburg

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X