Der erste Vollkreis wird links- rum angesetzt. Der Hubschrauber geht bereitwilliger in die Linkskurve, da der Heckschraubenschub die Erzeugung der Querkraft nach links unterstützt. Das Modell sollte mindestens 4-5 m Höhe haben, um bei einem plötzlichen Abtauchen nicht am Boden zu enden.
Nun hebe ab und gehe in einen stabilen Schwebeflug über. Noch mal alle Lenkbewegungen testen. Warte ab, bis Du ruhig bist. Ist alles richtig ausgetrimmt?
Wunderbar, dann lege los.
Anfliegen: Um Fahrt aufzunehmen reicht ein kurzer Nickausschlag nach vorne. (Den Knüppel nicht weiter nach vorne gedrückt halten. Sonst wird der Heli zunehmend schneller und nach unten fliegen).
Pitch wird erhöht, um die Höhe zu halten. Mit etwas Nick/ Pitch zurücknehmen die Geschwindigkeit und das Abtauchen nach unten kontrollieren. Der Heli ist jetzt in einen sanften kontrollierten Vorwärtsflug.
Einleiten: In angemessener Entfernung, leicht rechts vom Piloten aus, wird anders als bei einer einfachen Pirouettenwendung (Turn), welche zuerst durch Heckdrehen eingeleitet wird, jetzt mit je nach Geschwindigkeit und Modelleinstellung nur so viel Roll- links gesteuert, um die gewünschte Richtung und Kurvenneigung zu erreichen. Schon während dem, mit minimalem Nick- ziehen (Nase zum Rotor) den Heli in den Kreis steuern. Zeitnah das Heck passend zum geflogenen Kreisdurchmesser nachlenken, um die Flugrichtung zu unterstützen und gleichzeitig mit angemessenem Pitch- geben, den in Kurven entstehenden Auftriebsverlust ausgleichen. Je langsamer oder enger die Kurve geflogen wird, umso schneller und aktiver muss das Heck mitgelenkt werden.
(-Weil der Heli nach einem halben Vollkreis die Tendenz zum Steigen und Geschwindigkeit verringern zeigt, die Nase nur ganz leicht hoch, um den Heli nicht auszubremsen und um im Kreis nicht an Fahrt zu verlieren, weiter mit Nick anpassend eine erdparallele Flugbahn bestimmen.-)
Kurve fliegen: Mit Roll/ Nick/ Pitch den Radius und die Geschwindigkeit entsprechend der Kurvenneigung angleichen. Dabei mit dem Heck permanent passend zum geflogenen Kreisdurchmesser nachsteuern um die Flugbahn zu stabilisieren: In den Kreis horizontal einhängen, dass es der Fluglinie folgt.
Deine Konzentration gilt der Nasen- Hecklinie, dass sie immer exakt die Flugrichtung bestimmt. In der Kurve erfordert es lediglich kleine Korrekturen. Meisten mit Roll, dann Nick/ Pitch, um die Schräglage und den Radius zu halten.
Im Idealfall sind und bleiben alle Knüppel schon beim Einleiten der Kurve in derselben Position bis zum Ausleiten.
Fliegst Du öfter eine Kurve, wirst du bald diese Einzelbewegungen zu einer unabhängigen Bewegungseinheit koordinieren können; und steuerst nur noch die Parameter nach Gefühl, was es braucht die äußeren Einflüsse wie Wind und Thermik auszugleichen. Du lenkst den Heli, nicht die Knüppel!
Nur mit Roll ohne Nick, Heck und Pitch zu geben, kippt der Heli durch Auftriebsverlust seitlich nach unten weg ohne in eine Kurve zu gehen. Mit Heck, Pitch und Nick gleichen wir so aus, dass seine Nase die gewünschte Flugrichtung einschlägt. Wird nur das Heck gelenkt, dreht sich der Heli ohne Richtungsänderung, lediglich um die eigene Achse.
Mit Roll, Nick, wird die Schräglage und vertikale Richtung gelenkt. Mit dem Heck wird nachgelenkt; und im Rückwärtskreisflug eher vorgelenkt. Mit Pitch- geben wird das Tempo bestimmt. Sowie in Relation der Auftriebverlust, die Zentrifugalkraft der Schräglage und der Geschwindigkeitsverlust ausgeglichen. Ist fast so wie eine Kurvenfahrt mit dem Motorrad.
Zuviel Nick und Heck ergibt bei gleichem Rollausschlag einen zu engen Kreis und der Heli überdreht sich. Schon anfänglich exakt erdparallel das Heck mitsteuern und nicht zu stark in die Kurve legen. Schräglage eventuell zurücknehmen. Also, mit viel Zartgefühl immer der der Nase lang! So führen, als ob Du mit deinem Heli erdparallel einen Kreis zeichnen würdest.
So lenke mit nur ganz kleinen Roll/ Nick und Heck- Korrekturen gegen Wind und Thermik den Heli durch den Kreis. Mit Pitch den Heli immer in Fahrt halten. Wobei man für die Kontrolle der Höhe mit Nick/ Pitch und der Kreisbahn mit Roll/Heck am meisten Aufmerksamkeit schenken soll.
Alles verstanden?- Dann los!- Stimmt die Kreisrichtung?
- Jetzt ohne zittern, tief durchatmen. Eingeleitete Knüppelpositionen und Fahrt halten- abwarten bis der Kreis fertig ist. Ruck zuck ist der Heli schon herum.
Kurve ausleiten: Mit Roll die Kurvenneigung reduzieren, gleichzeitig Nick reduzieren, das Heck auf der Fluglinie halten und Pitch reduzieren.
Einwandfrei, Gratulation!
Bei einem besonders langsam geflogenen Vollkreis hat man etwa ab der zweiten Hälfte das Gefühl, als ob zwei Kurven zusammengefügt werden. Meistens hilft da schon ein wenig Pitch und Heck zucken, um die Kreisbahn zu halten. Die Reaktionen der Knüppelausschläge von Nick, Roll und Heck soll im Sender annähernd gleich eingestellt sein. Wird da Heck ständig über- oder untersteuern, dann ändere einfach Dual Rate oder das Expo!
Merke:
-Kurve: Roll einleiten, und sofort Nick- ziehen und Pitch- geben. Dabei gleichzeitig das Heck nachlenken-!
Um den in Kurven entstehenden Auftriebsverlust auszugleichen, die Höhe, den Kreisdurchmesser und die Geschwindigkeit zu halten, beschränke dich wegen dem sehr dünnen Medium Luft, nur minimale kontrollierte Pitch, Nick und Roll Befehle zu geben; zu halten- und eventuell durch jeweiliges zurücknehmen zu korrigieren.
Je nach Einstellung des Helis, der Fluglage, Windbeeinflussung, Windböen, welche unberechenbar sind, benötigt der Heli mehr oder weniger schnelle- starke Knüppelausschläge, welche sogar korrigierend über die Knüppelmitte hinaus, pulsierend wie bei einer Stotterbremsung bewegt werden müssen. Das Mittelmaß zwischen fliegenlassen und lenken, kann natürlich, jeder nur mit seinem Heli, beim Fliegen für sich selber herausfinden; und kann deshalb hier nicht näher erklärt werden...
Herzliche Grüße
Lord Bernhard

- Viel Erfolg beim ßben�




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