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Vielleicht hat ja der ein oder andere auch ein Projekt am Start und wir können das Nachtflug-Feuer wieder ein bisschen anheizen.

Nach Jahren kompletter Pause gibt’s seit Kurzem endlich wieder Nachtflugblätter in Deutschland zu kaufen. Ich hatte sowas vorher noch nie live gesehen aber war sofort mega gehypt. Also hab ich mir die RotorTech Luminous V2 bestellt, dazu die passenden Heckblätter, Akkus und ein Ladegerät. Nicht ganz billig, aber was soll’s … Schnell noch ein paar RGB-Strips an den TDF geklebt, an den Balancer-Anschluss dran – und ab in die Luft. Fliegt einfach fantastisch, ohne dass man groß Performance oder Flugzeit einbüßt.
Es ist ein völlig irres Gefühl, den Heli durch den sternenklaren Nachthimmel zu jagen
. Aber wie’s halt so ist: Man steigert sich schnell rein und will immer mehr. Nach ein bisschen Recherche bin ich dann auf „The Ultimate Night Heli Setup“ von Satinder Dhindsa gestoßen. Der hat für Nick Maxwell ein echt beeindruckendes System gebaut. Auf YouTube gibt’s dazu einige Videos und in einem anderen Heliforum und einer STL Datenbank sogar eine Anleitung. Sowas wollte ich natürlich auch – also ist daraus ein kleines DIY-Projekt geworden. Allerdings mit ein paar Abstrichen, weil mir wichtig war, alles relativ schnell und ohne Spuren wieder abnehmen zu können, damit ich den Heli tagsüber normal fliegen kann. Erst sind ein paar Blätter mit statischen LEDs entstanden, was auch sehr gut funktioniert hat – aber eben noch nicht verrückt genug war. Also jetzt RGB und adressierbare LEDs, für deutlich mehr Kreativität.Für das Komplett-System habe ich neue 3D-Druckteile erstellt und alles möglichst modular gehalten. Momentan ist das Setup für den Specter V2 ausgelegt, den ich an 8S fliege. Die Heckbeleuchtung besteht aus Strips, die auf 5-mm-CFK-Stäben geklebt sind, an Klemmen geschraubt und mit Kabelbindern am Boom gehalten werden. Verwendet habe ich 5-mm-COB-WS2812B mit 60 LEDs pro Meter. An den Blättern laufen 2,7-mm-WS2812B mit 160 LEDs pro Meter, damit der Effekt auf der Rotorscheibe fast komplett pixelfrei aussieht.
Die Haube ist bei mir allerdings statisch beleuchtet – ein paar ausgewählte Farben, gemacht mit 2,7-mm-COB-LED-Bändern, UHU-Por und einem kleinen DC-DC-Wandler zum Regeln der Helligkeit. Die Heckbeleuchtung, der Ring und die Rotorbeleuchtung haben jeweils ein eigenes 1-A-BEC und einen Arduino Nano, die einfach ihre eingespeicherten Effekte abspielen – ohne Synchronisation, aber das stört nicht wirklich. Alles wird über das interne BEC versorgt. Weil man nachts nicht total geblendet werden möchte, hab ich die Helligkeit reduziert, und dadurch bleibt die Stromaufnahme bei ungefähr 1,5 A. Eine kleine 3-A-SMD-Sicherung hab ich zur Sicherheit auch noch verbaut – man weiß ja nie

Die Programmierung ist für mich ehrlich gesagt ziemlich tricky, vor allem wenn’s um POV-Effekte am Rotor oder Lauflicht Effekte geht. Generell bin ich beim Arduino noch nicht so tief drin, um richtig coole Sachen zu zaubern. Aber zu meinem Glück kann man mittlerweile mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz echt gut funktionierende und lauffähige Skripte zusammen basteln, wenn man genau beschreibt, was man erwartet. Kleinigkeiten wie Geschwindigkeit, Farbe oder Helligkeit kann man dann noch easy im Code anpassen.
Mit dem System bin ich erstmal voll zufrieden, und auch die Rotorblätter funktionieren super. Klar, die LED-Strips fressen etwas mehr Leistung, aber es hält sich echt im Rahmen – und live sieht es einfach unfassbar gut aus. Auf Fotos und Videos kommt das leider nie so richtig rüber, aber man kann zumindest erahnen, wo die Reise hingeht. Material Preis waren hierfür ca 50€.

Ich bin für Verbesserungsvorschläge offen – und würde mich freuen, wenn hier der ein oder andere sein eigenes Projekt zeigt.
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. Strom zieht das natürlich auch mehr als sonst aber wenn man genug Leistung bereitstellt geht das volle 3D Programm. Flugzeit ist bei mir von 7 min auf 5 min gesunken, wobei das auch an der Kälte liegen kann…
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