PWM-Impuls mit Schaltung trimmen

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    dl7uae

    #1

    PWM-Impuls mit Schaltung trimmen

    Hi,

    in einem anderen Forum bestand das Problem, die Länge eines PWM-Impulses (Servosignal) unabhängig von Trimm am Sender oder Progcard zum Steller zu trimmen. Ausgangspunkt war, dass der LiPoSaver von Graupner offenbar die Impulslänge verändert (den Nullpunkt verschiebt), auch wenn er noch nicht anspricht. Schaltet man zwei LiPo-Serienpacks parallel, was man besser nicht tun sollte, braucht man 2 LiPoSaver und schleift das Stellersignal vom Empfänger durch die beiden Saver zum Steller/Regler hin. Dann sieht's natürlich noch böser um die Nullpunktverschiebung aus, - eine externe Korrektur ist gefragt. (Konnte bei meinem Saver diese Probleme allerdings nicht feststellen.)

    Das will ich meinem Heimatforum nicht vorenthalten.
    Zielstellung war, mit einfachen Mitteln auszukommen, also keinen PIC-Schickmick.
    Natürlich wird die Temperaturstabilität schlechter sein, als die einer quarzstabil getakteten Weichware in einem Prozessor, mMn nach ist sie aber auch so völlig ausreichend.

    Im Anhang die Schaltung, hier die kurze Beschreibung:
    Unser R/C-Kram verwendet nur positive PWM-Impulse, deren Länge es zu beeinflussen gilt, ohne die lineare Abhängigkeit von der Eingangsimpulslänge zu verändern.

    Das Ganze kam testweise auf eine Lochrasterplatine von 25x25mm, ginge auch kleiner. Kostenpunkt der Bauelemente: ... Jedenfalls weniger als die üblichen 5 Eu Versandkosten, wenn man sie von einem Elektronikversandhaus bezieht.

    Wenn der Eingangsimpuls auf HI wechselt, geht der Ausgang von NOR1 auf LO. Erst, wenn NOR2 auf beiden Eingängen LO sieht, wechselt sein Ausgang auf HI. Das Verzögerungsglied P1/C1 (25kOhm/22nF) verzögert die ansteigende Flanke, da der Kondensator erst durch P1 und den Ausgang von NOR1 entladen werden muss. Der PWM-Impuls kann somit verkürzt werden. Keine Verkürzung, wenn der Schleifer von P1 am Ende zu NOR1 hin steht (0 Ohm).

    Der postive Impuls wird dann sofort zum Ausgang durchgereicht, da Eingang 2 von NOR3 HI sieht, sein Ausgang wird LO, NOR4 negiert zu HI, - die Schaltung verlassen positive Impulse.
    Wechselt der Eingangsimpuls auf LO, sieht Eingang 2 von NOR2 HI, sein Ausgang wird zwangsweise LO, was auch Eingang 2 von NOR3 bekommt. Dessen Eingang 1 wandert aber durch das RC-Glied P2/C3 (25kOhm/22nF) verzögert auf LO, erst danach ist der Ausgang von NOR3 HI, am Ausgang des Negators NOR4 steht LO, dem Eingangsimpuls folgend.
    Hier wird also die fallende Flanke verzögert, der PWM-Impuls wahlweise verlängert. Steht der Schleifer von P2 zu Ausgang NOR2 (0 Ohm), ist die Impulsverlängerung Null.

    Selbstverständlich sollte immer eines der Trimmpotis auf 0 Ohm stehen, die beiden Verzögerungen arbeiten im Sinne der Impulslänge logischerweise gegeneinander.

    Wenn man sich nicht verlötet, funktioniert's auf Anhieb. Viel Glück!

    Tom
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  • dl7uae
    dl7uae

    #2
    Re: PWM-Impuls mit Schaltung trimmen

    Für höhere Störfestigkeit kann mit dem R/C-Verhältnis runter gegangen werden: P1, P2 = 5 kOhm, C1, C3 = 100 nF.

    Tom

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