Kodensator: Impedanz Spannungsabhängig?

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  • SoloPro
    Senior Member
    • 09.01.2011
    • 2209
    • Norbert

    #1

    Kodensator: Impedanz Spannungsabhängig?

    Hallo,

    ich will zur Eliminierung vom Rückströmen der Servos einen Siebkondensator ans Stabi hängen.
    Mir ist aufgefallen, dass fertige Schaltungen meistens mit Kondensatoren kleiner Spannungsfestigkeit gefertigt werden (10 Volt). Hat das nur Kostengründe? Oder ist mit geringerer Spannungsfestigkeit auch die Impedanz geringer (was ja besser wäre)?

    Danke schon mal!
    Gruß Norbert
    Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren. (Berthold Brecht)
  • Lenux
    Member
    • 06.06.2012
    • 431
    • Lennart

    #2
    AW: Kodensator: Impedanz Spannungsabhängig?

    Moin!

    Also du hast bei großen Kapaziäteten irgendwann das Problem, dass die Kondensatoren bei höheren Spannungsfestigkeiten ordentlich groß werden. Damit spielen Kosten und physikalische Größe rein. Ein 25F in der Größe kostet ja auch schon mal 10€.
    Wenn du dir die Impedanz mal anguckst, die aus der komplexen Wechselstromrechnung folgt, dann steht da ja Z_c = 1/jwC. Damit sieht man, dass die Impedanz von der Frequenz abhängig ist.
    Formel für den Kondensator C = Q / U
    Frequenz w = 2*pi*f
    Blindwiderstand: X_c = 1/wC = 1 / 2*pi*f*C
    Scheinwiderstand - Impedanz Z = R + j * X_c // R == Leitungswiderstand
    Das ganze in's Reale bzw. den Betrag/Länge des Zeigers gebildet: |Z| = sqrt(R² + X_c²)

    Da mal ein wenig mit Zahlen herumspielen.. Ich möchte jetzt keine genaue Aussage treffen, aber eigentlich dürfte bei niedrigerer Spannung auch die Impedanz etwas geringer sein. Ich mach mir das mal heute Abend auf einem Blatt Papier klar, da geht das Denken etwas einfacher

    Aber mal praktisch gesehen: Machen z.B: wirklich 50V Kondensatoren zum Glätten wirklich Sinn? Eher nicht, da treten viel niedrigere Spannungen auf.

    Schöne Grüße

    Kommentar

    • SoloPro
      Senior Member
      • 09.01.2011
      • 2209
      • Norbert

      #3
      AW: Kodensator: Impedanz Spannungsabhängig?

      Zitat von Lenux Beitrag anzeigen
      Ein 25F in der Größe kostet ja auch schon mal 10€.
      Graupner und andere bieten 4700 mF Kondensatoren als Siebkondensatoren an. Ich denke, die 25F bräuchte ich doch nur um im Falle eines BEC-Ausfalles noch steuern zu können oder?
      Ich wollte den hier nehmen:
      Elko Low impedance Kondensator radial Panasonic 4700uF 25V 105°C 852199 | eBay
      Der soll zwar eine niedriege Impedanz haben, aber ich habe halt Sorge, dass ich durch die Spannungsfestigkeit von 25V nachher eine höhrere Impedanz habe als ein normaler 10V Kondensator. Ist das begründet?

      Gruß Norbert
      Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren. (Berthold Brecht)

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      • Lenux
        Member
        • 06.06.2012
        • 431
        • Lennart

        #4
        AW: Kodensator: Impedanz Spannungsabhängig?

        Zitat von SoloPro Beitrag anzeigen
        Ich denke, die 25F bräuchte ich doch nur um im Falle eines BEC-Ausfalles noch steuern zu können oder?
        Ach Mist, ein bisschen zu schnell gelesen.. Ja 25F wäre für ein bisschen Filtern wirklich zu viel...
        Also für solche Fälle musst du dir nicht wirklich Sorgen machen. Da geht es nur dadrum, dass man den Kondensator nicht mit zu hohen Spannungen kaputt macht. 25V reichen da schon ganz gut aus. Du möchtest ja nur Stromspitzen abblocken bzw. kurze Einbrüche der Versorgung überbrücken. Wenn du dir mal die exp-Funktionen der Kondensatoren anguckst, kannst du sogar berechnen, wie lange man dort Schwankungen überbrücken kann.
        ßbrigens: Wenn man sich die Schaltung mal anguckt, dann ist eine einfache Siebeschaltung mit Kondensator nichts anderes als ein Tiefpass, wo man sogar Grenzfrequenzen berechnen kann..

        Effektiv wird das keine großen Unterschiede machen. Kannst beides fliegen, ist oft auch einfach nur ein Grund der physikalischen Größe.

        Schöne Grüße
        Zuletzt geändert von Lenux; 17.03.2014, 18:33.

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        • Hallodrius
          Senior Member
          • 07.10.2011
          • 1327
          • Anselm
          • Wiesbaden

          #5
          AW: Kodensator: Impedanz Spannungsabhängig?

          Die Impedanz moderner Kondensatoren, besonders Panasonic ist schon sehr sehr gering.
          Diese Impedanz ist zum Bleistift beim konstruieren eines Schaltnetztteiles wichtig,
          bei deiner Anwendung jedoch praktisch irrelevant. Du belastest nicht mit 300kHz Rechteck, oder?

          Anselm
          Devo 8s / DX6i
          Blade 300x / MQX / NQX
          Protos 500 / MiniProtos

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          • Taumel S.
            Senior Member
            • 31.12.2008
            • 26320
            • Helfried
            • Ã?sterreich

            #6
            AW: Kodensator: Impedanz Spannungsabhängig?

            Zitat von SoloPro Beitrag anzeigen
            Graupner und andere bieten 4700 mF Kondensatoren als Siebkondensatoren an. Ich denke, die 25F bräuchte ich
            Ein "Kodensator" mit 4,7 Farad bei 25 Folt ist ziemlich unüblich.
            Wollma doch bei den richtigen Einheiten bleiben... Das µ ist beim M.
            Zuletzt geändert von Taumel S.; 19.03.2014, 08:05.

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