Parallelschalten von Schottky-Dioden

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  • sicx
    Member
    • 06.04.2002
    • 855
    • Alan
    • Chemnitz - 1. MSC Jahnsdorf e.V.

    #1

    Parallelschalten von Schottky-Dioden

    Hallo an alle Elektronikexperten!

    Ich hatte mir überlegt, dass es günstig wäre, in einer Doppelstromversorgung mehrere Schottky-Dioden parallel zu schalten, um bei evtl. auftretenden Spitzenströmen den Spannungsabfall über der/den Dioden so gering wie möglich zu halten.

    Könnte es dabei zu irgendwelchen Problemen kommen?

    Bitte schreibt, was Ihr davon haltet! Danke!

  • NT3D
    Member
    • 08.12.2002
    • 998
    • Thomas
    • 31608 Oyle, 49453 Barver, 31535 Büren

    #2
    Parallelschalten von Schottky-Dioden

    keine probleme...


    gruß
    thomas
    GruÃ?
    NT3D

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    • actron
      Member
      • 04.04.2003
      • 124
      • Mike

      #3
      Parallelschalten von Schottky-Dioden

      Hallo,
      ja das funktioniert. Du kommst aber nie unter die minimale Durchlasspannung der Dioden (z.B.0.3V).
      Da die Dioden streuen, fließt durch jede natürlich ein anderer Strom. Aber im Prinzip kann man sagen, daß wenn du z.B. 4 Dioden gleichen Typs nimmst, ist der Strom durch jede Diode nur 1/4.
      Hab euch nochmals eine Spice Simulation gemacht, funktioniert - Der Spannungsabfall wird geringer.

      Gruß Mike

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      • Jürgen S
        Jürgen S

        #4
        Parallelschalten von Schottky-Dioden

        Der Spannungsabfall an einer Diode ist immer gleich, auch wenn Du 100 Stk paralellschaltest. Der Spannungsabfall ist auch nur in sehr gerinegem Mase Stromabhängig.

        Eine Parralellschaltung macht nur Sinn wenn ich höhere Ströme als den Nennstrom der Diode brauche. So weit ich weis gibt es aber Schottky-Idioten bis zu meheren 1000 Amp.

        Da brauch ich keine Simulation für. 8)




        Kommentar

        • actron
          Member
          • 04.04.2003
          • 124
          • Mike

          #5
          Parallelschalten von Schottky-Dioden

          Hallo,

          @jürgen
          Das stimmst so nicht.
          Durch die Parallelschaltung verschiebst du den Arbeitspunkt in der Diodenkennlinie nach unten. Durch jede Diode fließt ein geringerer Strom. Aber unter die minmale Durchlaßspannung kommt man nicht. Schottky Dioden mit mehreren Ampere als Nennstrom haben eine höhere Durchlasspannung als solche mit niedrigem
          Nennstrom. Dadurch dass man Schottky Dioden mit niedriger Durchlasspannung parallelschaltet, ist man mit dem Spannungsabfall immer besser dran, als wenn man "starke" Schottkydioden nimmt.
          Und der Spannungsabfall ist sehr wohl stark stromabhängig 0,2-0,6V (siehe Datenblatt).
          Durch die Spice Simulation kann man sehr schön sehen, wie sich der Spannungsabfall durch paralell schalten reduziert.
          Eine Diode ist durchaus eine kompliziertere Angelegenheit als man meinen könnte.


          Gruß Mike

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          • sicx
            Member
            • 06.04.2002
            • 855
            • Alan
            • Chemnitz - 1. MSC Jahnsdorf e.V.

            #6
            Parallelschalten von Schottky-Dioden

            Hallo!

            Danke für die Infos.

            Das mit dem Spannungsabfall verhält sich laut Datenblatt so, dass ich je nach Dioden-Typ einen minimalen Spannungsabfall von 0,2-...V habe, der aber mit zunehmender Stronstärke größer wird (und das nicht unerheblich). Daher würde ich mit dem Parallelschalten den Strom pro Diode so gering halten wollen, dass der Spannungsabfall bei größeren Strömen in vertretbarer Größenordnung liegt.

            Ansich ließe sich ja eine Doppelstromversorgung auch mit div. Transistoren realisieren, nur ist mir bisher keiner untergekommen, dessen Innenwiderstand kleiner ist, als der von mir in Beracht gezogenen Schottkys.
            Falls diesbezüglich noch jemand einen Tip hat, welche Transistoren sich für diese Zwecke besonders eignen würden, wäre ich sehr erfreut, mehr darüber zu erfahren.

            Kommentar

            • actron
              Member
              • 04.04.2003
              • 124
              • Mike

              #7
              Parallelschalten von Schottky-Dioden

              Hallo,
              schau mal bei zetex vorbei. Die haben PNP Transistoren mit extrem niedrigem Uce sat. z.b. FMMT717.
              Must halt den maximalen Strom beachten. Sollte aber einen niedrigeren Spannungsabfall als Schottky ergeben.

              Gruß Mike

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              • Andi Gysi
                Andi Gysi

                #8
                Parallelschalten von Schottky-Dioden

                Hallo,

                wieso willst du Dioden, sind nur wieder Bauteile die Ausfallen können. (Von daher macht eine Parallellschaltung sinn).

                Auch ohne Dioden fliessen kaum Ausgleichsströme!

                Die Frage ist was passiert, wenn eine Zelle kurzgeschlossen wird (hoher Spannungsunterschied), dann dürften Dioden wirklich Sinn machen. Dafür verlierst du leider im Normalflug 0.3V, eigentlich schade drum oder?

                Grüsse,

                Andi

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                • Bonetti Leo
                  Bonetti Leo

                  #9
                  Parallelschalten von Schottky-Dioden

                  Tag auch,

                  Mal abgesehen von der Technik würde es mich brennend interessieren welche Spitzenströme bei einer Doppelstromversorgung da eliminiert/gebrochen/gestützt werden sollen**
                  Spitzenströme?? Die stützt man mit einem grossen Kondensator und nicht mit Dioden, welcher Bauart auch immer.

                  Oder hab ich da was übersehen?

                  Gruss Leo

                  Kommentar

                  • Horex1200
                    Horex1200

                    #10
                    Parallelschalten von Schottky-Dioden

                    Hallo,

                    hier auch mein Senf dazu:

                    Bei der Parallelschaltung von Schottky-Dioden (die nun mal Bauteileschwankungen aufweisen) wird sich der Strom nicht gleichmässig aufteilen, so dass eine der Dioden den höchsten Strom "vertragen" muss. Ist die Auslegung der Bauteile nun sehr knapp bemessen, so kann es dazu kommen, dass die erste Diode bereits zerstört wird während die andere (die anderen) noch gelangweilt vor sich hinwegetieren. Folge wäre, dass der fließende Strom sich dann auf weniger Dioden aufteilt, von denen natürlich wiederum eine den größten Strom abbekommt. Das Spiel wiederholt sich im schlimmsten Falle solange, bis alle durchgebrannt sind.

                    Abhilfe schafft je ein Widerstand hinter jeder Diode, um den Strom gleichmässiger aufzuteilen (z.B. 0,1 Ohm).
                    Sinn der Sache ist das allerdings nicht.

                    Fazit:
                    EINE Diode benutzen, die den Strom verträgt, auch wenn der Spannungsabfall etwas höher ist, als bei der Parallelschaltung. Und damit glücklich werden.

                    ODER:

                    Auf die Dioden ganz verzichten (habe ich auch mal gemacht). Dabei müssen aber baugleiche Akkus (gleiche Kapazität, gleiche Spannung UND gleicher Innenwiderstand) benutzt werden. Also quasi zwei Akkus, am besten aus der gleichen Serie. Das hat bei mir einwandfrei funktioniert.
                    Aber: bei Ausfall einer Zelle, gibts heftige Ausgleichsströme und die Ausgangsspannung bricht erheblich ein. Hier liegt der Vorteil eigentlich nur in der Kapazitätserhöhung und dem geringerem Widerstand der Kombination. Sicherheitsvorteile entstehen hier nicht.

                    So, nun muss jeder selbst wissen was er tut...

                    Kommentar

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