Habe heute meinen einzigen Scaler zum x-ten Mal neu verdrahtet, steckt 'n alter Schlüter HeliStar drin mit dem typischen Holzvorbau. Nun, es klappte wieder nicht so richtig, ist und bleibt ein Drahtverhau.
Kurz vor Ende testete ich noch mal die Funktionen mit dem Sender. Nanü, immer wenn der Pitchtknüppel über 1/3 kommt, startet das Heckservo einen Schleichweg in eine Richtung bis Anschlag!
Gyro ab, Servo an den Kanal: Dasselbe.
Anderen Empfänger plus Servo auf dem Heckkanal: Dasselbe.
Noch einen anderen Empfänger: Dasselbe.
Kopfkratzen. Sender kaputt? Kann nicht sein, Firmware verändert sich nicht von Geisterhand. Irgendein wilder Mischer oder eine Magic-Fahrwerkfunktion? Nö. So'ne "Schleicherfunktion" kann der Sender sowieso nicht.
Back to the roots: Tatsächlich! Eine Litze zum Heck-Poti im Sender gebrochen. Das gibt's doch nicht! Sehr beunruhigend, bricht eine, können andere auch brechen...
Dieser Schleicheffekt war vermutlich dem hohen Eingangswiderstand des A/D-Inputs am Microcontroller geschuldet, - langsamer Ladungsabbau, - kann einen ganz schön in's Bockshorn jagen.
Tja, der Sender, Sanwa/Airtronics RD8000, hat schon etliche Jahre auf dem Buckel. Der Hersteller, das Sparschwein, hat zwar die Litzenbäume gut verlegt und zugentlastet (Heißkleber(?)), aber Litze mit PVC-Isolierung verwendet. PVC verhärtet bekanntlich mit der Zeit, - lange Kettenmoleküle mit schwachen Querverbindungen, die sich allmählich auflösen, soweit ich mich erinnern kann.
Der Rat: ßberprüft die Litzen an den Sender-Potis wenigstens 1x im Jahr akribisch.
Toller Tipp, weiß ich doch nicht mal selbst, wie ich das ausführen sollte..
Eigentlich gehört da Litze mit Silikon-Isolierung ran. Sollte die alle austauschen. Ob ich das wohl vor der nächsten Saison machen werden...? Fürchte nein, der innere Schweinehund... Trotzdem besser, die "Schweinearbeit" 1x zu machen, statt ein Modell zu verlieren.


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