IFS XR16 und AA-Akkus -> Vorsicht!

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • whistler
    whistler

    #1

    IFS XR16 und AA-Akkus -> Vorsicht!

    Hallo Gemeinde!

    Habe dieser Tage eine für mich erschreckende Erfahrung gemacht:
    Auf dem Schreibtisch den neuen XR-16 für einen Roxxter an dessen nicht frisch nachgeladene 4 Sanyo 2300 NiMH - Zellen Empfängerakku angeschlossen, an den Sender gebunden, mit einem S9254 dran dran die Funktion getestet, OK, hat gebunden.

    Dann 2 - 3 mal hin und her gerudert: Servo bleibt mit dem üblichen digitalen Zittern stehen, keinerlei Regung mehr. Empfänger leuchtet grün dabei, keine Reaktion mehr auf Steuereingaben.
    Huch?
    Neu gebunden, OK, Servo wieder nach 2 - 3 mal rudern tot, Empfänger lässt sich nix anmerken, Servo summt und hält auch bei Belastung gegen, folgt aber nicht der Steuerung - dauerhaft.

    Akku zeigt gemessen 4,9V, Orbit LED-Spannungsanzeige drangesteckt, springt wild rum, zeigt nichts Sinnvolles - wie in meinen Augen alle diese Spannungs-Messer...

    Akku entladen - geladen:
    Spannungslage war schlecht, ging bei 500 mAh Entladung gleich runter auf 4,4V, aber dauerhaft und hatte dann noch 40 % der 2300 mAh an Kapazität. Der Akku ist ca. 2 Jahre alt.

    Nach Volladung wieder angeschlossen: Funktion einwandfrei, keine Abbrüche mehr zu provozieren, alles unverdächtig und OK.

    Fazit:
    Dieser Empfänger scheint kurze Einbrüche durch Belastungsspitzen von Digital-Servos nicht gut zu verdauen! Wenn sowas auf dem Platz passiert, ist das ein Total-Hold - die Kontrolle ist und bleibt weg, keine Chance.
    Ich habe keinerlei Hold-Szenarien programmiert, alles steht auf default. Nur wäre ich davon ausgegangen , daß der Empfänger irgendwann auch mal wieder online geht*

    Mit geladenem Akku kann ich den Sender ausschalten, Empfänger bleibt grün, nach 3s Sender wieder an, und es geht weiter ohne Probleme. Nach dem fehlerhaften Hold durch flauen Akku was das nicht möglich! Empfänger blieb grün, aber nie wieder Empfang bis Empfänger durch aus/an resetted wurde.

    Ich bin mit diesem reproduzierbaren Verhalten absolut nicht glücklich, auch wenn ich in der Praxis nur mit geladenen Akkus fliege und bis jetzt nie Probleme mit dem IFS-System hatte.

    Dass viele Leute AA-Akkus verteufeln und für gefährlich halten, kann ich hiermit absolut bestätigen! Aber das IFS-System reagiert total stumpf auf dieses Problem - mit tödlicher Folge für das so betriebene Modell.
    Hat irgendjemand ähnliche Erfahrungen?
    Kann man das softwareseitig im Empfänger so stehen lassen??
    Mich hat das erstmal zum Thema Vertrauen in dieses System auf die Null-Linie gezogen!

    Bin gespannt auf eure Erfahrungen. Ich werde wohl auch einen XR-20 nochmal so testen, bevor ich die Dinger weiterfliege, wobei der am BEC des Jazz 80-6-18 ohne Pufferakku bis Dato ca. 15 Flüge absolut problemfrei funktioniert hat.
    Grüße
    Detlef
  • Hermann Schellenhuber
    Hermann Schellenhuber

    #2
    AW: IFS XR16 und AA-Akkus -> Vorsicht!

    Servus Detlef,

    eigentlich deckt sich deine Erfahrung nicht ganz mit meiner. Es ist zwar richtig, daß bei Einbrüchen unterhalb von etwa 3.3V der Empfänger einen reboot durchführt, aber nachdem sich die Spannung erholt hat MUSS sofort wieder die Verbindung stehen. Das von dir geschilderte Verhalten kenne ich in der Form nicht. Bricht die Spannung stark ein und es gibt einen reboot, so sieht man das deutlich an der von grün auf rot wechselnden LED. Es dauert dann rund 180ms, bis wieder aktuelle Signale an die Servos ausgegeben werden. Das ist absolut flott im Vergleich zu den Mitbewerbern. Ist der Akku extreme schlecht und versucht man ein Servo zu steuern, so gibt es bei Einbruch unter etwa 3.3V einen Reboot -> Servo bewegt sich nach Reboot wieder ein Stück -> Reboot -> usw. Die Bewegungen sind dann abgehackt. Aber daß wie von dir beschrieben keine Steuerung mehr möglich ist, das ist atypisch. Eventuell eholt sich die Spannung deines Packs so extrem langsam, daß die Reset-Schaltung im Empfänger/Funkmodul nicht ordentlich funktioniert. Oder das Maxstream-Modul kann durch die ständigen Einbrüche auch nicht mehr ordnungsgemäß arbeiten und es kommt daher keine Verbindung zustande. Um dich zu trösten: hättest du den Empfängerakku an einem Spektrum-System betrieben, so hättest du auch Probleme mit reboots. Reconnect ist zwar mit der neuen Soft-/Hardware an den Empfängern und Sender zwar besser geworden, aber die 180ms, die ich gemessen habe, schlagen sie nicht, auch nicht FASST, daß aber spannungsmäßig noch einen Hauch toleranter ist. Aber ich kann nur sagen, achtet auf eine gesunde Stromversorgung, dann gibts auch keine Probleme, egal welches System. Und dein Pack gehört entsorgt. Würde dir GP2000 oder GP2200 empfehlen.

    Schöne Grüße,
    Hermann
    Zuletzt geändert von Gast; 07.02.2008, 14:18.

    Kommentar

    • whistler
      whistler

      #3
      AW: IFS XR16 und AA-Akkus -> Vorsicht!

      Hallo Hermann!
      Danke für Deine ausführliche Reaktion.
      Ich hätte auch einen re-connect erwartet, allerdings war bei mir keinerlei Flackern der grünen LED am Empfänger zu bemerken. Sie leuchtete während der gesamten Tests stur durch, auch beim Aussteigen des Empfängers.
      Der Pack wird natürlich nicht mehr geflogen, ich war von diesen weiß/gelben Sanyos eh nie überzeugt. In der neuen Konfiguration hängt alles am BEC eines Jazz 80-6-18 und wird von einem kleinen Stützakku direkt am Empfänger gebackup'd, was ich am anderen Roxxter mit dem XR-20 noch nicht drin habe und trotzdem keinen Streß bekam.

      Man liest häufiger, daß AA - Packs im Heli nichts zu suchen haben: das unterstreiche ich seit gestern ausdrücklich! Der Akku hatte nach der letzten Ladung 2 Flüge a 250 mAh wenn's hoch kommt, dann vielleicht 3 - 4 Wochen herumgestanden. Die Spannungslage gerade für Spitzenströme ist dann vernichtend. Hätte ich auch mit gerechnet, allerdings nicht mit dem beschriebenen Aussteigens des Empfängers! Hätte er sich so verhalten, wie Du es mit dem Stakkato beschreibst, hätte ich diesen Beitrag nicht beschrieben, das wäre eine vernünftige Reaktion der Elektronik.

      Wenn ich das gleiche Setup nochmal mit dem XR-20 getestet habe, gebe ich nochmal Laut. Bin gespannt, ob der genauso unschön aussteigt!
      Wie gesagt: das S9254 Servo wurde noch getaktet und stand quasi auf hold, es hat noch kräftig gegen manuelle Belastung gegengehalten - dafür reichte der Strom durchaus!
      Grüße
      Detlef
      Zuletzt geändert von Gast; 07.02.2008, 15:16. Grund: Her(r)mann mit einem R ;-)

      Kommentar

      • Hermann Schellenhuber
        Hermann Schellenhuber

        #4
        AW: IFS XR16 und AA-Akkus -> Vorsicht!

        Servus Detlef,

        interessant wäre es ja, bei deinem Test parallel ein Speicher-Oszi mitlaufen zu lassen um sich die Spannung genau anzusehen und so neue Erkenntnisse zu gewinnen. Kennst du niemanden mit Oszi? Mich würde auch interessieren, ob in diesem Zustand eine Impulsausgabe stattfindet, dazu müßtest du aber ein Analogservo anschließen. Denn im Gegensatz zu einem Digi wird das dann "weich" und läßt sich ohne Signal drehen. Oszi wäre halt noch besser. Würde mich freuen, wenn du das ganze noch genauer unersuchen könntest. Ich kanns leider nicht mehr, hab alles verkauft.

        Schöne Grüße,
        Hermann

        Kommentar

        • HeliHeli
          HeliHeli

          #5
          AW: IFS XR16 und AA-Akkus -> Vorsicht!

          Alle AA Akkus >1800 mAh aus der Zeit vor ENELOOP kann man nicht lagern. Da geht nur Aufladen und sofort für Hochstromanwendung nutzen.

          Ich benutze nur noch ENELOOP und ReCyKo.
          Auch wenn die nominelle Kapazität kleiner ist als bei den Hochleistungs BlaBla Zellen - in der Praxis halten diese neuen Zellen viel viel länger.

          Kommentar

          • whistler
            whistler

            #6
            AW: IFS XR16 und AA-Akkus -> Vorsicht!

            So, ich habe den Test unfreiwillig auf das BEC meines Jazz 80 erweitert, der Antriebsakku war ein mittelmäßiger 6s3p 5100 Lipo der zweiten Serie von LF im Roxxter33, welcher spürbar einbricht, wenn man Lastspitzen generiert:
            Ein XR-20 - Empfänger ist nach 20 problemfreien Flügen diesmal ausgestiegen und hat mich auf Hold hängenlassen, die wenigstens 2s dauerten, eher mehr. In diesem Fall war der Kontakt allerdings nicht endgültig abgebrochen, der Heli reagierte am Boden liegend wieder )

            Das wird wohl die Saison der großen Lehren für mich:
            Fliege kein BEC ohne Stützakku, sichere Deine Kreisel-Sensoren (Synergy Totalschaden), lass keinen Stahl-Anlenkungsdraht in einem Alu-Rohr laufen (Hughes500 - down wg. Holds eines SMC20DScan 35).

            Grüße - Detlef

            Kommentar

            Lädt...
            X