2,4GHz und Amateurfunk...

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  • randyandy
    Senior Member
    • 02.07.2007
    • 1038
    • Andreas
    • Steinau/Hessen

    #1

    2,4GHz und Amateurfunk...

    Mal eine Frage an die Amateurfunker unter uns.
    Laut Wikipedia darf ein Amateurfunker mit A-Lizenz mit 75Watt auf 2.4GHz senden. Im Falle eines Falles sehe ich da doch recht alt aus, wenn ich mit meinem Fasst-System und 90mW dem gegenüberstehe? Grundsätzlich falsch oder wie oder was?
    Bin da etwas verunsichert und hoffe auf Aufklärung.
    GruÃ? Andy
  • BlackZJ
    BlackZJ

    #2
    Re: 2,4GHz und Amateurfunk...

    Hi!

    So schlimm ist das nicht. Erstens ist das 2.4GHz Band relativ breit, so dass deine FASST Anlage eine freie Frequenz finden sollte. Und zweitens nimmt die Feldstärke auf Distanz rapide ab. Zusätzlich bist du mit deinem Sender verhältnismässig nahe am Empfänger.

    Gruss
    Mathias

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    • JMalberg
      RC-Heli TEAM
      • 05.06.2002
      • 22636
      • J
      • D: um Saarbrücken drum rum

      #3
      Re: 2,4GHz und Amateurfunk...

      Drittens nutzen alle GHz-System eine eineindeutige Sendernummer (GUID)
      (Ist doch so bei korrekten Sendemodulen?)
      Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten oder nachfragen!
      Der Dunning-Krueger-Effekt ist immer und überall!

      Kommentar

      • BlackZJ
        BlackZJ

        #4
        Re: 2,4GHz und Amateurfunk...

        Zitat von JMalberg
        Drittens nutzen alle GHz-System eine eineindeutige Sendernummer (GUID)
        (Ist doch so bei korrekten Sendemodulen?)
        Sorry Jürgen, aber die Amateurfunker verwenden wohl kaum IDs. Vorallem werden auch analoge Systeme verwendet.
        Und die GUIDs der RC-Sender nützen bei Störungen so oder so nichts nur das wechseln der Frequenz.

        Grüsse
        Mathias

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        • arnie
          Member
          • 18.10.2002
          • 564
          • Ingo

          #5
          Re: 2,4GHz und Amateurfunk...

          Sorry Jürgen, aber die Amateurfunker verwenden wohl kaum IDs.
          Ja eben und deshalb werden die auch wohl kaum den Empfänger ansprechen können, denn der akzepiert nur die Befehle des passenden Senders - das ist doch der Kick an der Sache.

          Kommentar

          • elythomaslumber
            elythomaslumber

            #6
            Re: 2,4GHz und Amateurfunk...

            ...aber was der Empfänger in der Zeit, in der er keine dekodierbaren Signale kann?

            Unabhängig davon ist der Amateurfunkbetrieb im 2.4GHz Band sehr gering. Allerdings ist das 2.4GHz Band halt ein unreguliertes und da tummeln sich auch Bluetooth und bekanntermaßen WLAN. Netterweise stört aber mein WLAN nicht meinen Blade CX2.

            Dennoch warte ich erst mal ab, was so die Praxis sagt. Würde auch gerne umsteigen, primär aber erst mal für den Hallenflug, zumal aufgrund der Dämpfung durch die Wände hier relative Sicherheit herscht.

            Grüsse

            Hartmut

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            • arnie
              Member
              • 18.10.2002
              • 564
              • Ingo

              #7
              Re: 2,4GHz und Amateurfunk...

              ...aber was der Empfänger in der Zeit, in der er keine dekodierbaren Signale kann?
              ja nix halt, aber dann ist eventuell der Sender hinüber oder das Modell außer Reichweite.

              Ich versteh die Frage nicht, oder steht mir irgendeiner auf der Leitung ?

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              • eagle51
                Member
                • 16.08.2007
                • 252
                • Gerhard
                • Emmendingen

                #8
                Re: 2,4GHz und Amateurfunk...

                prinzipiell stimmt die Angst schon.

                Wenn wirklich mal ein Amateurfunker, der auch noch zufällig auf 2,4 Ghz sendet - was sehr selten ist und sich auch nicht ändern wird in nächster Zeit - direkt am Modellflugplatz aus seinem Auto heraus funkt, dann kann es schief gehen. Der Empfänger sieht dann nur noch das ungleich stärkere Signal, mit dem er aber nichts anfangen kann, da es vermutlich analog und ohne jegliche ID ist und geht auf "hold". Von dem Signal des Fernsteuersenders bekommt er nichts mehr mit. Da ist es völlig egal, ob es ein 100mW Signal ist oder nur 10mW. Beide haben keine Chance durchzukommen. Das Sendesignal des Amateurfunkers ist auch kein gepulstes Signal, sondern ein Dauerträger solange gesendet wird. Damit wird einfach der Eingangskreis des Flugzeugempfängers dicht gemacht.

                Die gleiche Diskussion gab es schon, als die ersten 435 Mhz - Anlagen als das Nonplusultra angepriesen wurden. Zu jener Zeit habe ich bei einem Bekannten, der Verbindungen über den Mond als Reflektor (!) macht eine derartige Anlage getestet. Er hatte mit Sondererlaubnis eine Ausgangsleistung von fast 2 KW an einer Antennengruppe, die aus 16 Yagis (entspricht den üblichen Fernsehantennen). Wenn da ein Flugmodell in 500 m Abstand durch die Strahlungskeule geflogen wäre, hätte der Empfänger auch nichts mehr gemacht - außer er wäre im Eingang etwas warm geworden.

                Nichtsdestotrotz benutze ich eine DX7 (EU-Norm) und habe nur Positives gegenüber meiner vorherigen MX16 zu berichten. Der Amateurfunk spielt sich in den höheren Frequenzen auf 144 MHz und 435 MHz ab. Mobile 2,4 GHz - Geräte gibt es nur einer verschwindend geringen Zahl (weltweit). Auch Heimstationen sind an ein paar Fingern abzuzählen.

                Gruß Gerhard

                P.S. DC6VQ (Amateurfunker)
                GruÃ? - Gerhard
                TREX150, TREX450,TREX500, HK600FBL, DX7/8, MX20

                Kommentar

                • Wings Only
                  Senior Member
                  • 24.11.2002
                  • 1057
                  • Rudolf

                  #9
                  Re: 2,4GHz und Amateurfunk...

                  Hi,
                  In Amerika haben 2G4-Rx dichtgemacht, wenn ein Ambulanzfahrzeug vorbeifuhr. Die haben nämlich 2G4-Sender mit ca. 4W auf Dauerstrich, um Kreuzungsampeln bei Annäherung automatisch entsprechend zu schalten.

                  Und das Problem mit hochwattigen Profi-Sender für Reportagen aus Hubschraubern ist auch bekannt.
                  http://MX16.html Last Update März 2012

                  Be happy, Rudy

                  Kommentar

                  • Loisl
                    Loisl

                    #10
                    Re: 2,4GHz und Amateurfunk...

                    Wenn wir die verwendeten Frequenzen im Bandplan vergleichen, überschneiden sich die
                    Anwendungen eh "nur" um 50 MHz, was im gesamten 13cm-Band wirklich wenig ist:
                    Funkamateure verwenden 2320 - 2450 MHz; WLAN 2400 - 2500 MHz!
                    Also sprechen wir von dem Teil 2400 - 2450 MHz.
                    Und genau da befindet sich der Up-/Downlink zum/vom Amateursatelliten,
                    noch dazu mit der Betriebsart Amateurfernsehen, welches wieder seine Sendeleistung
                    von besagten max. 75 Watt auf einige MHz verteilt.
                    Nebenbei bemerkt ist eine Endstufe für 75 Watt nicht ganz billig, deshalb werden
                    die meisten weit unter den 75 Watt bleiben. Außerdem verwendet man hierfür
                    i.d.R. immer Antennenschüsseln, welche die Funkstrahlen in einem sehr engen
                    Korridor bündeln, in den das Modell erstmal reinfliegen UND entsprechend
                    lange drinbleiben muß! Der Durchmesser so eines Korridors wir in Flughöhe vermutlich
                    keine 5m Durchmesser haben...
                    Allerdings haben natürlich die Skeptiker recht: die theoretische Möglichkeit der
                    Beeinflussung ist gegeben - wenn auch äußerst unwahrscheinlich!
                    ßbrigens findet sich im Bandplan der Hinweis, dass die Zuteilung für Funkamateure im
                    13cm-Band sekundär ist! Das bedeutet, jeder Funkamateur MUSS sich vor dem Beginn
                    seiner eigenen Aussendung erst vergewissern, dass diese Frequenz auch frei ist!!!

                    Leider konnte ich gerade nicht die definitiv verwendeten Frequenzen für RC-Anlagen finden,
                    denke aber die laufen konform mit dem WLAN. Falls ich mich irre, bitte ich um Richtigstellung!

                    Quellen
                    Bandplan des DARC: http://www.darc.de/vus/daten/13cm.pdf
                    Frequenzen WLAN/RC: http://de.wikipedia.org/wiki/ISM-Band

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                    • elythomaslumber
                      elythomaslumber

                      #11
                      Re: 2,4GHz und Amateurfunk...

                      Zitat von arnie


                      ja nix halt, aber dann ist eventuell der Sender hinüber oder das Modell außer Reichweite.

                      Ich versteh die Frage nicht, oder steht mir irgendeiner auf der Leitung ?
                      Hi Arnie,

                      der 2.4GHz Empfänger kann nur die Signale dekodieren, die nicht gestört sind. Erhält er also über einen Zeitraum nur Signale eines Senders in einer ausreichend hohen Feldstärke, welcher nicht in der Modulationsart/Norm des 2.4GHz Fernsteuersignals arbeitet, so versucht er auch permanent diese (erfolglos) zu dekodieren. Erst wenn die gewollten Signale aus Deinem Sender wieder mit einer genügenden Feldstärke den Empänger erreichen, kann er diese wieder dekodieren.

                      Wie aber schon Loisl beschrieb, ist die Wahrscheinlichkeit einer Störung bedingt durch die Art der Antennen bzw. Verwendung im Amamteurfunkbereich eher gering. Die Sache mit dem sekundären Dienst bzw. der Auflage für den Funkamateur ist wohl eher theoretisch zu sehen... also genauso, wie Du verpflichtet bist, vor Antritt der Fahrt mit dem Auto die Belecuhtung zu kontrollieren...


                      Grüsse

                      Hartmut

                      Kommentar

                      • Loisl
                        Loisl

                        #12
                        Re: 2,4GHz und Amateurfunk...

                        Zitat von elythomaslumber
                        also genauso, wie Du verpflichtet bist, vor Antritt der Fahrt mit dem Auto die Belecuhtung zu kontrollieren...
                        Nur mit dem Unterschied dass du beim Auto wirklich aktiv außenrum gehen müstest um der Vorschrift zu genügen.
                        Beim Funkgerät drücke ich nicht zuerst auf die Sendetaste und schalte dann erst die Funke ein.
                        Deshalb komm ich eigentlich gar nicht umhin eine vorhandene Sendequelle zu hören/sehen...

                        Aber wie immer, soll es ja auch Leute geben die das aktiv ignorieren... Von daher ist dein
                        Vergleich natürlich nicht ganz von der Hand zu weisen.

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                        • randyandy
                          Senior Member
                          • 02.07.2007
                          • 1038
                          • Andreas
                          • Steinau/Hessen

                          #13
                          Re: 2,4GHz und Amateurfunk...

                          Ahja, vielen Dank erstmal für die teilweise recht ausführlichen Beiträge. Ich denke mal, dass ich mit meinen 600er eher durch eine Störung im Kopf eine "Spatenlandung" vollziehe als die durch einen Funkamateur verursachte...
                          GruÃ? Andy

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                          • BlackZJ
                            BlackZJ

                            #14
                            Re: 2,4GHz und Amateurfunk...

                            Zitat von elythomaslumber
                            Die Sache mit dem sekundären Dienst bzw. der Auflage für den Funkamateur ist wohl eher theoretisch zu sehen...
                            Ausserdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Amateurfunker dein Signal garnicht "hört" ziemlich gross...

                            Wie schon geschrieben wurde, dürfen die Amateurfunker nicht das gesammte ISM-Band auf 2.4GHz benutzen. So hat der RC-Sender die Möglichkeit, sich auf einen freien Kanal "zurück zu ziehen".

                            So gesehen ist das 2.4GHz-Band immernoch Störungssicherer als 35MHz.

                            Grüsse
                            Mathias (kein Amateurfunker, aber HB9er in der Familie  )

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                            • Loisl
                              Loisl

                              #15
                              Re: 2,4GHz und Amateurfunk...

                              Zitat von BlackZJ
                              Ausserdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Amateurfunker dein Signal garnicht "hört" ziemlich gross...
                              Hm - einerseits hat der Funker ja seinen Antennen so dimensioniert dass er auf dem Mond das Grass
                              wachsen hört und geringste Feldstärken für ein glückliches Gespräch reicht.
                              Wenn er nun das Signal aufgrund von Ausbreitungsbedingungen, Abschattungen oder Richtantenne nicht hören kann,
                              kann man das mit ziemlicher Sicherheit auch in umgekehrter Richtung unterstellen.
                              Auch hier gilt wieder: keine Regel ohne Ausnahme...

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