ich habe eine mc-22 und folgendes Phänomen festgestellt:
Ich habe einen der mitgelieferten Externschalter von der Mitte auf das linke obere Panel versetzt. Darauf hatte ich testweise L/S-Umschaltung gelegt. Und nun kommt's:
Besonders bei Einsatz der Wendelantenne aber auch mit der Teleskopantenne piepst der Sender unvermittelt und meldet "Kein L/S-Signal", obwohl der Schalter nicht betätigt wird.
Die Schalteranzeige flackert im Menü.
Graupner darauf angesprochen, sprach von "wilden Schwingungen bei den hohen Temperaturen" und einem notwendigen Nachgleichen, ich habe daher mal das Spektrum der Anlage gemessen (Tektronix 492 Spektrum-Analyzer) und das war absolut sauber bis über 1GHz. Ich vermutete HF-Einstrahlungen in die Signalleitungen, die direkt über Schutzwiderstände auf den Prozessor gehen. Das war es aber nicht direkt (eine direkt daneben eingeschaltete mc-20 bei deaktiviertem HF-Teil der mc-22 beeinflusste diese nicht), sondern es ist wohl das mangelnde HF-technische Gegengewicht. Sobald ein längerer Draht an Masse des Senders angeschlossen wird (z.B. der Mittelpin der Ladebuchse), ist der Spuk vorbei. Fehlt dieses Gegengewicht, so wird das durch die Annäherung an den Externschalter kapazitiv angekoppelt und damit fließt ein Teil des HF-Stromes über das Schalterkabel und bewirkt dort den Unsinn.
Bei den Schaltern im mittleren Panel ist das fast gar nicht bemerkbar, da dort genau um die Schalter herum die Metallteile des Senders mit Massepotential herumlaufen.
Sinnvoll wäre dann eine Bodenplatte mit Metall auszukleiden und an Masse anzuschliessen, um ein vernünftiges HF-Gegengewicht herzustellen, ebenso die Verbindung der Metallplatte der Panele mit Masse. HF-Abblockung durch Kondensatoren an den Schalterbuchsen auf der Platine sollen laut Aussagen eines anderen auch helfen.
Ich werde Graupner jetzt nochmal um Stellung bitten, dazu meine Testergebnisse dokumentiert zur Verfügung stellen und frage, ob auch andere hier derartige Phänomene erlebt haben.
Bernd

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