Mehrblatt-Rotorkopf â?? und kein Rückwärtsfliegen mehr?

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  • Heinz Dieter
    Heinz Dieter

    #1

    Mehrblatt-Rotorkopf â?? und kein Rückwärtsfliegen mehr?

    Hallo Mehrblattspezialisten.

    Nachdem ich meinen Radikalumbau des Lightning 5-Blattkopfes nun ausgiebig eingeflogen habe, gibt es viel Licht, aber leider auch einen kleinen Schatten.

    Positiv: Kein Aufbäumen beim Schnellflug, relativ gute Eigenstabilität. Wenn es denn die M-Blades möglich gemacht haben, war die Geldmehrausgabe sinnvoll. Um mehr Scaleeffekt im Flugbild zu erreichen, habe ich inzwischen die Drehzahl etwas abgesenkt (ca 1450 U/min) und max. Pitch verkleinert. Leistungsmäßig könnte sie mehr, aber wozu.

    Mein MICROBEAST, was ich für den Ernstfall schon hier liegen hatte, fliegt inzwischen bei meinem Helikollegen in einem T-Rex 250. Was heißen soll, ich werde auf eine elektronische Steuerhilfe weiterhin verzichten.

    Negativ: Ich kann mit der 5-Blatt Hughes kaum noch rückwärts fliegen. Meine Lieblingsfigur - steiler Rückwärtsstart mit langsamen Pirouetten links und rechts herum - ist kaum aussteuerbar. Beim langsamen Rückwärtsflug hört sich der Rotorkreis richtig -gequält- an und der Heli wird irgendwie instabil.

    [SIZE="2"]Ist das ein Problem des Mehrblatt-Kopfes? [/SIZE]

    Meine -Paddel--Hughes macht das alles problemlos mit, auch Rückwärtsfliegen in Vollkreisen!


    Hier die Beschreibung des Umbaus des Lightning-Rotorkopfes:
    http://www.rc-heli.de/board/showthre...=123850&page=2 #48

    Gruß Dieter
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  • Heinz Dieter
    Heinz Dieter

    #2
    AW: Mehrblatt-Rotorkopf - und kein Rückwärtsfliegen mehr?

    Hallo Jung's.

    Habe ich mein Problem zu einer sehr ungünstigen Zeit - alles liegt in Sauer wegen den Maifeierlichkeiten - gestellt, oder ist die Lösung zu schwierig?

    Da ich meinen Gedankenaustausch immer noch mit mir allein abhalten muss, hier aber schon mal einen Anhaltspunkt:

    Habe zur Verbesserung der Flugstabilität im schnellen Geradeausflug 60g Blei in die Haubennase geklebt. Wenn das das Flugverhalten nach vorn positiv unterstützt, dann könnte es Rückwärts jetzt zu einem Problem werden / geworden sein.

    Wie fliegt Ihr schwerpunktmäßig Euren Mehrblatt?

    Gruß Dieter

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    • Klaus G.
      Klaus G.

      #3
      AW: Mehrblatt-Rotorkopf - und kein Rückwärtsfliegen mehr?

      Hi Dieter,
      unabhängig von der Rotorblattanzahl, sollte der Schwerpunkt immer genau unter der Rotorwelle sitzen. Nur so erreicht man ein neutrales Flugverhalten in alle Richtungen. Beim Kunstflug ist dies ohnehin das wichtigste.

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      • Heinz Dieter
        Heinz Dieter

        #4
        AW: Mehrblatt-Rotorkopf - und kein Rückwärtsfliegen mehr?

        Hallo Klaus.

        Habe bei meinem 5-Blatt den Schwerpunkt bewußt nach vorne verlegt, da er sich so flugtechnisch wesentlich besser verhält.

        Habe das Schietwetter an der Nordseeküste jetzt aber dazu genutzt, mir eine neue Akkuauflage zu basteln. Jetzt kann ich mit dem Fluakku den Schwerpunkt von normal auf extrem einstellen; das Blei aus der Haube habe ich somit wieder entfernt.

        Beim nächsten Flugwetter werde ich das Problem Rückwärtsflug noch einmal in Ruhe angehen.

        Gruß Dieter

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        • nopost123
          Member
          • 14.09.2009
          • 516
          • Norbert
          • Altenberge, FMSC-Steinfurt

          #5
          AW: Mehrblatt-Rotorkopf - und kein Rückwärtsfliegen mehr?

          Hallo Dieter
          Lange nichts mehr von dir gehört. Es freut mich das du mit den Mehrblattsystemen erfolgreich vorankommst. Nun zu deiner Frage bezüglich des Rückwärtsfliegens. Ein Mehrblattsystem benötigt erheblich mehr Leistung zur Drehmomentkompensation als ein Zweiblattsystem. Die Folge ist, dass du beim Rückwärtsflug nicht mehr genug Reserven zur Verfügung hast. Er dreht sich halt einfach um. Um dieses Problem zu "bezwingen" habe ich bei meiner neuen Mechanik M2010 die ßbersetzung Haupt- Heckrotor auf 1:4,72 gesetzt. Damit erhoffe ich mir ausreichende Leistung der Mechanik beim Einsatz mit Rumpfzelle.

          Trimmung eines Mehrblattsystemes: Bei meinen Multiblades trimme ich immer etwas Kopflastig. Der Heli sollte ohne großes Nachdrücken kontinuierlich vorwärtsfahrt machen. Es ist zwar richtig das ein reinrassiger Kunstflugheli immer neutral getrimmt wird, Mit Rumpfzelle (Scale) fliegt es sich m.M. nach kopflastig angenehmer. Für einen Rückwärtsstart hat das kaum Einfluß.
          PS: Heute habe ich meine neue Mechanik M2010 nach 6 Monaten Bauzeit eingefogen. Fliegt mit dem Dreiblattrotor auf Anhieb super. Looping, Rolle, 540° Turn kein Problem. Video stelle ich gerade ein.

          mfG

          Norbert
          Zuletzt geändert von nopost123; 02.05.2010, 20:38.
          Eigenbau-ElektroMechanik M2010/FC28-Jeti+FF9,Scale- und Rumpfhubschrauber mit Rigidköpfen.

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          • Heinz Dieter
            Heinz Dieter

            #6
            AW: Mehrblatt-Rotorkopf - und kein Rückwärtsfliegen mehr?

            Hallo Norbert und alle anderen Mehrblattflieger.

            Habe von Euch hier und von Konstrukteuren und Piloten der Bundeswehr und dem ADAC mal die Erklärungen und Anregungen zum Thema Mehrblatt und Rückwärtsflug aufgelistet:

            - Heckrotorschub für Rückwärtsflug zu gering, dadurch keine ausreichende Stabilität in der Heckrotor-Steuerung

            - Schwerpunkt zu kopflastig

            - Zu geringe Steifigkeit der Mechanik/des Rotormast lassen ein Ausbrechen der Blattebene (Selbststeuereffekt) zu

            - Mischung der Verwirbelungen an den Blattspitzen des Hauptrotors und die des Heckrotors je nach Einbauort erzeugen beim Rückwärtsflug eine gewisse Instabilität der Heckrotorsteuerung und

            - Größe und Anstellung der Finne/Höhenleitwerk und ihr unterschiedliches Anströmverhalten je nach Flugrichtung.


            Wollte Euch das schon mal vorab mitteilen, falls ähnliche Probleme bei Euch festzustellen sind.

            Auf meine Mechanik mit der Funkey-Hughes 500E bezogen bin ich mit dem LOGO 10 und dem 5-Blatt-Rotorkopf bei 1,25 m Rotordurchmesser wohl an (m)einer physikalischen Grenze angekommen. Die Mechanik ist trotz zusätzlicher Versteifung meinerseits wohl noch zu instabil.
            Die Heckrotor-ßbersetzung läßt sich mechanisch und ohne konstruktive Veränderungen nicht vergrößern.

            Meine Kompromisse:
            Noch längere Heckrotorblätter, habe jetzt 105 mm bestellt. Schwerpunkt nur noch ganz leicht kopflastig, den weiteren Nickausgleich im Schnellflug wird per Nicktrimmung eingestellt (OF Emphehlung).
            Finne/Höhenleitwerk ist bei mir ca. 5° minus eingestellt zum besseren Vörwärtsflugverhalten und bleibt auch so.

            Werde Euch nach weiteren Flügen über meine Erkenntnisse berichten.


            Gruß Dieter

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            • Heinz Dieter
              Heinz Dieter

              #7
              AW: Mehrblatt-Rotorkopf - und kein Rückwärtsfliegen mehr?

              Hallo Norbert und alle Interessierte.

              Erfahrung ist doch alles, und deshalb möchte ich erst einmal dafür bedanken, dass Du uns/mich an Deinen Erfahrungen teilhaben läßt.

              Denn, meine Hughes, sie fliegt jetzt aaauuch RßCKWßRTS!!

              Dein Anstoss für zu wenig Drehmomentausgleich hat-s gebracht. Habe noch ein Telefonat mit H. Buxnowitz geführt und mit ihm mein Problem erörtert. Da die Heckrotor-ßbersetzung beim LOGO 10 schon 1:6 beträgt, sie mechanisch auch nicht weiter erhöht werden kann, wurde mir eine weitere Vergrößerung des Heckrotorkreises empfohlen.

              Somit habe ich mich jetzt von der Originallänge 75 mm, weiter über 85 und 95 auf jetzt 105 mm -hoch gearbeitet-.

              Das Blei habe ich wieder aus der Haube entfernt; den Schwerpunkt nur noch durch verschieben des Akkus auf einer verlängerten Akkuaufnahme leicht kopflastig eingestellt und das Schnellflugverhalten mittels Nicktrimmung korrigiert.

              Was kann Helifliegen doch schön sein!

              Denn obwohl ich im Schweben und Vorwärtsflug keine Probleme mit dem Halten und Einrastverhalten des Hecks hatte, waren die Haltekräfte beim Rückwärtsflug noch zu klein, aber darauf war ich nicht gekommen.
              Eine Verringerung der Kopflastigkeit und Ausgleich durch die Nicktimmung haben die Gleichmäßigkeit der Flugbahn im Vor- wie Rückwärtsflug noch verfeinert.


              Gruß Dieter

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