... Die Rotorköpfe in der heutigen Bauart haben einen Aussendurchmesser von ca. 45 mm. Als Blattlagerwellen wird 8mm Silberstahl verwendet. Die Rotorwellen sind 10mm Ausführungen, in gehärteter Ausführung von Vario. Der Querbolzen zur Sicherung der Blattlagerwellen sind 4 mm Schaftschrauben, deren Schaft noch ca. 5mm in das Polyamid eingedreht wird. Muttern, wie in der Ausführung Bo 105,- verwende ich heute nicht mehr. Die Sicherungsschrauben werden direkt ins Polyamid eingedreht. Das hat sich bisher prima bewährt. Der Rotorkopf ist in dieser Bauart sehr kompakt, was die Schlaggelenke näher an die Rotorwelle bringt. Als Blatthalter habe ich die kurzen Ausführungen von Mikado verwandt. Die gab es vor etlichen Jahren dort. Die Blatthalter des Graupnerkopfes dürften auch sehr gut verwendbar sein. Theoretisch könnte man auch Alu-Blatthalter verwenden. Aluminium Blatthalter können jedoch nicht als Schlaggelenk verwendet werden. Deshalb bevorzuge ich immer Kunststoffblatthalter. Mit Rotorblättern hat das System einen Durchmesser von 1560mm. Die Blatttiefe beträgt 44 bis 42 mm. Das Gewicht eines Blattes liegt bei ca <200g. Der Schwerpunkt bei > 60%. In der Rotorblattspitze ist ein profilgenau gegossenes Gewicht von 85g einlaminiert. Das äußere Blatt ist mit einem Aluminiumholm im Drehpunkt versehen (5,5mm). Die inneren 200mm zwischen Blattanschluss und äußerem Blatt sind vollkommen Holmlos. Dort werden nur die Rowingstränge durchgeführt. Dadurch erreiche ich ein sehr weiches Schlaggelenk bei hoher Torrisionsfestigkeit im äußeren Blattbereich. Der Aluholm kann auch sehr gut zum Auswuchten der Blätter verwendet werden.(wird von innen mit Bleikugeln und Harz gefüllt). Bei meinen Kleinserien ist das ein sehr wichtiger Punkt. Man möchte ja schließlich nicht ein Dutzend Blätter bauen um einen Vierblattsatz zu bekommen. Die gegossenen Bleigewichte gleiche ich vor dem Einbau gewichtsmäßig ab. Als Rowing wird jeweils ein Doppelrowing mit 1610Tex und ein kurzer Rowing von 200mm Länge im Blattanschlußbereich verwandt. Als Gewebe verwende ich 225g Leinengeweberollen von 30mm bzw. 20mm breite. Die Gewebelagen werden von hinten nach vorn laminiert. Im Bereich des Blattanschlusses laminiere ich die 4mm Hülse für den Battanschlussbolzen gleich mit ein. Der Blattanschlussbereich wird mit Thixothropiermittel und Glasfaserschnitzel ausgefüllt. Es wird kein CFK-Gewebe verwandt! Als Musterblatt habe ich übrigends ein Rotorblatt des Hirobo Shuttel verwendet. Das Muster wurde auf den erforderlichen Durchmesser verlängert und dann mit der üblichen Schleifarbeit als Positiv hergerichtet, Das Profil des Blattes, ein NACA 2315,- fand ich für den Mehrblattkopf interessanter als die üblichen S-Schlagblätter. Die Praxis hat gezeigt, dass ein nicht Druckpunktfestes, tragendes Profil problemlos für den Einsatz von Rotorblättern in Scale-Helis verwandt werden kann. (Loopings und Rollen sind damit natürlich ohne weiteres möglich). Der Rotor sollte mit 1400 bis 1500 U/min. betrieben werden. Bei 1000 U/min fliegt das System zwar auch noch tadellos, die Gefahr eines Strömungsabrisses am Rotorblatt ist dabei aber sehr hoch! Ich hoffe nun dem Einen oder Anderen ein wenig Mut zum Selbstbau gemacht zu haben und verbleibe
mit den besten Grüßen
Norbert


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