Tips rund um den Bau des Ur-Models

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  • MacYog
    MacYog

    #1

    Tips rund um den Bau des Ur-Models

    Hallo Scale-Gemeinde,

    nach dem ich mich durch die letzten 70Seiten in das Jahr 2003 durchgekämpft habe udn noch nichts zum Thema Ur-modell gefunden habe, möchte ich Euch mal nach ein paar Tips fragen.

    Geplant ist der Bau einer BO-105 für einen 450er Dragonus II.
    Ich lege wert darauf, selbst einen Rumpf zu bauen und kein RTR-Modell zu besitzen. Den Anspruch an einem Scale-Wettbewerb teilzunehmen würde ich mir aber nicht auferlegen wollen.

    Zur ßbung und Erfahrungssammlung habe ich erstmal ein Ur-Modell einer Hughes 500C für einen Walkera 4#3B Hubi in Angriff genommen.

    Und so bin ich vor gegegangen:

    Schritt 1: Betrachten von mindesten 500 Fotos

    Schritt 2: Finden einer Zeichnung, Sicht von der Seite, von oben, von vorn

    Schritt 3: Zeichnung entsprechend der Mechanik auf die passende Größe angepasst.

    Schritt 4: Zeichnung ausgeschnitten, auf Depron geklebt, wieder ausgeschnitten und ein Kreuzmodell erschaffen.

    Schritt 5: Die Styopor die entstandenen Winkel ausgefüllt und geschnitzt und geschnibbelt

    Schritt 6: das Ei geschliffen und einige Details, Heckausleger & Hutze um den Rotorkopf auf das E geklebt

    Schritt 7: große Sauerrei mit Spachtelmasse angestellt

    Schritt8 - 132 : Schleifen, Spachteln, guggen, schleifen, spachteln, schleifen, guggen....

    Und während ich so dem schleifigen Geräusch lauschte, kam mir die ßberlegung wie ich denn die Fissuren für Türen und Fenster machen solle...
    O.k. für das kleine Ding finde ich auch noch eine Lösung.

    Zwischen durch lese ich aber auch , dass es auch andere Möglichkeiten gibt, das Urmodell so perfekt wie möglich zu erstellen.

    Bitte postet jetzt nicht "Wenn Du mal gar nichts zu Hause hast, nimmst Du einfach ein Stück Ython-stein und klemmst es in die CNC-Fräse... "

    Ich habe so ein Gerät nicht und werde es auch nicht haben, geschweige denn wollen.

    Die kurze Frage lautet also:
    Wie geht ihr vor um ein Urmodell zu erstellen?? Ziel wie gesagt, eine wundervolle BO-105 für 450er Mechanik

    Auf viele Antworten hoffend

    Schöne Grüße
    Hagen
  • ck.one
    ck.one

    #2
    AW: Tips rund um den Bau des Ur-Models

    Ich habe für Eco, T-Rex 500 und Co. mir mal einen Kern eines Airwolfes gefräst (den ich auch verkaufe, hab nun nen Airwolf, nur etwas größer).

    Ich würde wie folgt vorgehen, entweder nimmst du dir wieder dein Depron, oder du gehst hin, besorgst die Styrodurplatten, die gibts in verschiedenen Stärken, bis zu 20 cm.
    Dann würde ich die Seitenkontur aufzeichnen, aussägen, und dann oben die Kontur aufmalen und ebenfalls sägen.
    Dannn hast du die Bo schonmal in 4-Eckig, dann schleifen und spachteln, bis sie Rund ist.
    Wenn die Form passt, schneidest mit einem heißen Draht da, wo du Teilen willst den Rumpf in zwei Teile und laminierst danach den Rumpf mit 25er bis 80er Glasgewebe über.
    Danach kannst du die Oberfläche schön glatt schleifen, dann klebst du sachen wie Fenster mit Folien ab, und die Stöße der Türen mit dünnem Klebestreifen und lackierst dein Urmodell mit spritzspachtel, zwei bis 3 mal. immer drauf, und schön schleifen, und wieder drauf.
    Wenn du fertig bist, ziehst du die Folien ab und hast alle Konturen in vertiefter Form.
    Dann das ganze mit glanzschwarz lackieren, gegebenenfalls nochmal spachteln, wenn die Dellen auffallen, in dem fall nochmal leicht anschleifen, nochmal lackieren, polieren, fertig

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    • MacYog
      MacYog

      #3
      AW: Tips rund um den Bau des Ur-Models

      Hallo ck.one!

      Klasse Idee, das mit dem Spritzspachtel! *klatsch mit der Hand vor die Stirn*

      Styrodur habe ich schon in 20mm für die Hughes 500C verwendet.

      Icht tue mich mit den vor allem gleichmäßigen Rundungen noch schwer. Aus dem Schiffsbau abgeguckt würde ich im Moment mit Depron ein Profil erstellen und die Holräumen mit Styrodur ausfüllen...

      Ich denke das ist erstmal das Beste.

      Aber wie bekomme ich die einzelnen Spanten hin? Die jeweils in der Mitte stellen ja kein großes Problem dar...


      *spritzspachtel...spritzspachtel...spritzspachtel. ..spritzspachtel...spritzspachtel...spritzspachtel ...*

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      • ck.one
        ck.one

        #4
        AW: Tips rund um den Bau des Ur-Models

        Die rundungen würde ich wie folgt machen, es gibt im baumarkt ein Werkzeug, keine Ahnung, wie das heißt, sieht auf den ersten Blick aus wie ein Linieal, hat aber bewegliche Stifte um Konturen abzunehmen.
        Damit kannst du auf der einen Seite schleifen und dann auf die andere seite übertragen(überprüfen)

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        • MacYog
          MacYog

          #5
          AW: Tips rund um den Bau des Ur-Models



          soso .... ich weiß nicht was Du meinst sorry.

          Hast Du mal nen Bild von sowas ?

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          • ck.one
            ck.one

            #6
            AW: Tips rund um den Bau des Ur-Models

            Sorry, leider nein, hatte mir sowas nur mal geliehen

            Stells dir so vor, viele dünne Stifte, nebeneinander angeordnet, von einer schiene gehalten.
            Wenn du nun alle auf einer seite ausgefahren hast und an einen gegenstand drückst verschieben sich diese Stifte und es entsteht ein abbild der Kontur auf der einen Seite negativ, auf der anderen Seite Positiv.
            Das Pronzip ist ähnlich wie ein Kinderspielzeig, wo in einem 4-Eck gaaant viele kleine Metallstifte sind, und wenn man die Hand drauf legt, oder das Gesicht, bekommt man auf der anderen seite ein Abbild

            Edit:
            Das Ding heißt Konturenlehre, gibts in grob und fein
            Zuletzt geändert von Gast; 04.11.2008, 16:15.

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            • Olaf.S
              Olaf.S

              #7
              AW: Tips rund um den Bau des Ur-Models

              Sowas ?

              Konturenabnehmer ? gibs mein Großen C 82939815
              Angehängte Dateien

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              • Sycorax
                Sycorax

                #8
                AW: Tips rund um den Bau des Ur-Models

                Hi,
                ich habe vor einiger Zeit im Baumarkt ( Bauhaus ) das Material Protex Light entdeckt ! ( http://www.gromotec.de/Protex-Light.html )
                Das Zeug ist anders als Holz eine homogene Schaumplatte ohne Faserstruktur und lässt sich sehr gut mit dem Messer, der Laub- oder Dekupiersäge bearbeiten und schleifen. Es ist fester als Balsa und lässt sich z.B. auch sehr gut als Spant in einem Rumpf verarbeiten. Da es stabiler ist als Depron, würde ich für das Kreuzmodell eher Protex light einsetzen. Dazu vorher am PC die Seiten und Draufsicht produzieren, ausdrucken und mit Sprühkleber aufkleben. Dann bekommst Du eine passgenaue Schablone. Für die Kontur kannst Du das gleiche verfahren anwenden und nimmst dann halt das Gegenstück zur Prüfung. Die Dichte liegt mit 0,64 in etwa bei der von Flugzeugsperrholz (0,66) , allerdings sind schmalere Konturen möglich, ohne daß beim bohren oder sägen das Holz fasert - ist halt ein Hartschaum.

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                • crazy-flyer
                  Member
                  • 28.02.2007
                  • 187
                  • Frank
                  • 71665 Vaihingen/Enz

                  #9
                  AW: Tips rund um den Bau des Ur-Models

                  Hallo Hagen,
                  schau dir mal diese Urmodellerstellung an: http://www.swiss-composite.ch/pdf/i-Giotto-Intern.pdf.

                  Das mit den Pappschablonen funktioniert super. Ein riesen Vorteil ist, dass die Spanten später nicht im Urmodell sichtbar werden.
                  Zur Erstellung der Spanntenschablonen benutze ich persönlich ein 3D-CAD-Programm in dem ich den Rumpf modelliere und danach die einzelnen Schnitte erzeuge.

                  Zu dem Problem mit den Stößen:
                  Ich habe mal Versuche mit dünnen PET-Folien gemacht, die auf das Urmodell geklebt wurden.
                  Das Material kann man in Druckereien (meist sogar kostenlos) erhalten.
                  Der Vorteil ist, dass man die Platten vor dem Aufkleben auch thermisch bearbeiten kann. Somit lassen sich Nieten oder Schraubenköpfe sehr schön einarbeiten.
                  Wenn man dann die gesamte Fläche des Urmodells mit mehreren Teilen beklebt (Plattenstöße wie am Original) entsteht ein perfekter Scale-Rumpf.
                  Die Platten sind auf einer Seite hochglänzend. Somit muss das Urmodell später nicht einmal lackiert werden.

                  Der Aufwand ist natürlich nicht zu unterschätzen. Aber wer schon mal versucht hat ein Urmodell wellenfrei zu schleifen zu lackieren und später auch nochmal fein nachgeschliffen und poliert hat weis, dass hier auch ganz ordentlich Zeit verbraten wird.

                  Gruß
                  Frank
                  Zuletzt geändert von crazy-flyer; 04.11.2008, 20:36.
                  [FONT="Comic Sans MS"] Logo 500 SE (AC3X), Logo 600 3D[/FONT]

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                  • Kardish
                    Kardish

                    #10
                    AW: Tips rund um den Bau des Ur-Models

                    Meine Erfahrung ist die.


                    1. Entscheiden entweder Foto oder ich bekommen eine Konstruktionszeichnung des Hubis

                    2.a Konstruktionszeichnung => das ganze dann in ein 3D-CAD Programm, bei mir entweder ProE/Wildfire oder Catia übertragen und die Skalierung auf die Mechanik abändern. => Spantenbauweise(noch nie benutz) oder direktes 3D Fräsen der Kompletten Urform.

                    2.b Unzählige Fotos + vielleicht noch ein kleines Modell in 1:35 oder anderen Maßstäben => Styroporkern (Abschätzung der Dimensionen schon vorher erforderlich) und dann mit ganz ganz viel Knetmasse (Spezial Knetmasse die z.b. im Automobielbau/Designstudien verwendet wird da sie eine zeit lang noch weich bleibt und damit mit der hand bearbeitbar) die Konturen bzw. die ganze Struktur aus den Fotos und die Details auf den Kern aufarbeiten.
                    Vorteil der Knetmasse/Clay. Ich erspar mir die sauerrei mit dem Spachteln und Schleifen.


                    3. Bei einer Kompletten Urform bzw. 2.a das ganze Sauber Laminieren. 1-2 Schnittebenen und dann sauberes zusammen Fügen der Fertigen Teile.

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                    • MacYog
                      MacYog

                      #11
                      AW: Tips rund um den Bau des Ur-Models

                      Danke erstmal für die intensieven Tips!
                      Da muss ich mich erstmal durchlesen. Aber das PDF von der schweizer Modellbaufamilie ist schon mal richtig gut.

                      Die Sache mit der Knetmasse ist sicher keine schlechte Idee, so lange das Zeuch aber weich ist, ist sie für mich nicht zu gebrauchen.. ich mach das immer wieder aus Paddelichkeit kaputt. ...


                      Und wie geht es mit der Hughes 500C weiter?

                      Spritzspachtelerfahrung die erste :
                      Wenn Dein Modell aus Styrodur ist und Du es nicht mit GFK oder Epoxy versiegelt hast... lassen die Lösungsmittel des Spirtzspachtels dein Ur-Modell einer Hughes 500C nach einigen Stunden aussehen wie eine benutzte Lümmel ... ähhh ein benutzter Luftballon ... *pfffffft*

                      Tja, das waren dann mal 12 Std. Aufwand die nun hin sind.

                      Neues Spiel neues Glück ;-)

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                      • ck.one
                        ck.one

                        #12
                        AW: Tips rund um den Bau des Ur-Models

                        Jap, ohne Gfk-ßberzug schrumpelt dir dein Modell zusammen

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