Hi zusammen.
Ich lese immer öfter das der Roban Airwolf mit 800er Blätter geflogen wird. Original sind ja 700 montiert. Warum greift man zu längeren Blättern? Kenne mich da nicht aus und würde gerne etwas schlauer werden zum thema. Auch die wirkung der Blatttiefe...
Gruss Stephan
Moin Stephan.
Ich versuche es mal mit einer Pro/Kontra Liste zu verdeutlichen.
Längere Blätter Pro: größerer Rotorkreis, somit weniger Kreisflächenbelastung, somit mehr Auftrieb
Pro: geringere Drehzahl oder geringerer Blattanstellwinkel für den gleichen Auftrieb nötig Kontra: Höherer Leistungsbedarf vom Antrieb, da der Rotor einen höheren Luftwiderstand hat
Kontra: durch den größeren Luftwiderstand des Rotors wird auch mehr Heckrotorschub benötigt.
Tiefere Blätter Pro: Besserer Profilwirkungsgrad durch höhere Reynoldszahl, somit geringerer Profilwiderstand
Pro: Mehr Maximalauftrieb, deshalb geringerer Blatteinstellwinkel nötig
Diese ganzen Parameter beeinflussen sich gegenseitig. Der Vorteil vom einen kann auch wieder zunichte gemacht werden. Deshalb gibt es da auch viele Wege, die ans Ziel führen können, aber auch nicht müssen.
Ich würde daraus ein paar Faustformeln ableiten: >> Blätter so lang wie möglich, abhängig vom Heckrotorabstand
>> Je mehr Blätter der Rotorkopf hat, um so schmaler sollten die Blätter sein, damit der Luftwiderstand nicht unnötig ansteigt.
>> Schmalere Blätter wirken auf einem Mehrblatt scaliger
>> Tiefere Blätter neigen eher zu Schlaggeräuschen. Wenn man also darauf steht, so sollte man tiefere Blätter montieren.
Den Ausführungen würde ich so mitgehen. Der Airwolf / B222 hat übrigens auch in real sehr breite Latschen. Lang und breit, dafür etwas weniger Drehzahl ist da glaub ich ne gute Kombi bei dem Heli.
Viele Grü�e, Chris
Compass 6HV, EC 135 Roban 800 modifiziert, Airwolf 600, Graupner MZ-24
Ich danke euch sehr.
Ich fliege meinen Airwolf mit 700er und 65breite....könnte jetzt aber 800er haben die noch etwas breiter sind. Aber mit den 700er liegt er eigentlich gut. Daher die frage, weil doch oft viele piloten möglichst lange montieren.
Besten Dank euch
Längere Blätter
Pro: größerer Rotorkreis, somit weniger Kreisflächenbelastung, somit mehr Auftrieb
Pro: geringere Drehzahl oder geringerer Blattanstellwinkel für den gleichen Auftrieb nötig
Kontra: Höherer Leistungsbedarf vom Antrieb, da der Rotor einen höheren Luftwiderstand hat
Kontra: durch den größeren Luftwiderstand des Rotors wird auch mehr Heckrotorschub benötigt.
Tiefere Blätter
Pro: Besserer Profilwirkungsgrad durch höhere Reynoldszahl, somit geringerer Profilwiderstand
Pro: Mehr Maximalauftrieb, deshalb geringerer Blatteinstellwinkel nötig
Diese ganzen Parameter beeinflussen sich gegenseitig. Der Vorteil vom einen kann auch wieder zunichte gemacht werden. Deshalb gibt es da auch viele Wege, die ans Ziel führen können, aber auch nicht müssen.
Ich würde daraus ein paar Faustformeln ableiten:
>> Blätter so lang wie möglich, abhängig vom Heckrotorabstand
>> Je mehr Blätter der Rotorkopf hat, um so schmaler sollten die Blätter sein, damit der Luftwiderstand nicht unnötig ansteigt.
>> Schmalere Blätter wirken auf einem Mehrblatt scaliger
>> Tiefere Blätter neigen eher zu Schlaggeräuschen. Wenn man also darauf steht, so sollte man tiefere Blätter montieren.
dazu eine Frage:
Wenn ich Längere Blätter montiere aber die Drehzahl so reduziere, dass die Blattspitzengeschwindigkeit die gleiche ist wie vorher bei den kürzeren Blättern, dem Heckrotor, auch mit längeren Heckblättern, wieder die gleiche Blattspitzengeschwendigkeit gebe wie vorher, zyklisch Rollrate und Pirouetten Geschwindigkeit so einstelle, dass ich wieder auf die gleichen Geschwidigkeiten komme wie es vorher war, dann könnte doch der Heli durch den größeren Rotordurchmesser ein besseres Flugverhalten haben, Autorotationsfähigkeit wird besser,.............. aber der Leistungsbedarf nicht wesentlich höher sein.
Ist meine Denkweise sehr daneben ?
Hallo Thomas.
Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Es spielen sehr sehr viele Parameter eine Rolle. Vor allen Dingen sei bemerkt, dass eine lineare Interpolation nichts bringt, da z.B. die Blattspitzengeschwindigkeit ja vom Abstand zum Drehpunkt und der Drehzahl abhängig ist. Die Reynoldzahl ist wiederum von der Strömungsgeschwindigkeit und der Profiltiefe abhängig. Die Strömungsgeschwindigkeit ist wiederum abhängig vom Abstand zum Drehpunkt. Der Profilwiderstands- und der Auftriebsbeiwert sind vom Anstellwinkel und der Reynoldszahl abhängig, wobei kein linearer Zusammenhang zwischen der Reynoldszahl und dem ca/cw Päarchen ist. Hier bekommst Du sehr schnell ein x-dimensionales Gleichungskonstrukt, was nicht so einfach lösbar ist. Im Endeffekt kann man das wohl nur empirisch durch ausprobieren lösen. Die Abhängigkeit von Umgebungstemperatur, Form und Ausführung des Rotorblattendes, der Einfluss des Rumpfs auf das Strömungsverhalten da ja eine andere durchströmte Fläche bei unterschiedlichem Durchmesser vorhanden ist, sowie viele weitere Parameter spielen ebenfalls eine Rolle.
Somit würde dann eine mögliche Optimierung auch vom Heli selbst, den eigentlichen Rotorblättern, den Umgebungsbedingungen und so weiter abhängig sein. Eine pauschale Faustformel kann es da nie geben.
Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Es spielen sehr sehr viele Parameter eine Rolle. Vor allen Dingen sei bemerkt, dass eine lineare Interpolation nichts bringt, da z.B. die Blattspitzengeschwindigkeit ja vom Abstand zum Drehpunkt und der Drehzahl abhängig ist. Die Reynoldzahl ist wiederum von der Strömungsgeschwindigkeit und der Profiltiefe abhängig. Die Strömungsgeschwindigkeit ist wiederum abhängig vom Abstand zum Drehpunkt. Der Profilwiderstands- und der Auftriebsbeiwert sind vom Anstellwinkel und der Reynoldszahl abhängig, wobei kein linearer Zusammenhang zwischen der Reynoldszahl und dem ca/cw Päarchen ist. Hier bekommst Du sehr schnell ein x-dimensionales Gleichungskonstrukt, was nicht so einfach lösbar ist. Im Endeffekt kann man das wohl nur empirisch durch ausprobieren lösen. Die Abhängigkeit von Umgebungstemperatur, Form und Ausführung des Rotorblattendes, der Einfluss des Rumpfs auf das Strömungsverhalten da ja eine andere durchströmte Fläche bei unterschiedlichem Durchmesser vorhanden ist, sowie viele weitere Parameter spielen ebenfalls eine Rolle.
Somit würde dann eine mögliche Optimierung auch vom Heli selbst, den eigentlichen Rotorblättern, den Umgebungsbedingungen und so weiter abhängig sein. Eine pauschale Faustformel kann es da nie geben.
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CU,
Egbert.
*
Hallo an alle Experten,
leider hat mir Egbert mit seiner Antwort nicht viel geholfen. Er hat z.B. geantwortet,
Die Reynoldzahl ist wiederum von der Strömungsgeschwindigkeit und der Profiltiefe abhängig. Die Strömungsgeschwindigkeit ist wiederum abhängig vom Abstand zum Drehpunkt.
Da hat Egbert wohl recht, aber ich schrieb: bei gleicher Blattspitzengeschwindigkeit
Bei gleicher Rotorblattspitzengeschwindigkeit (was ich geschrieben habe), habe ich gleiche Stömungsgeschwindigkeit am Rotorblatt und somit bei gleichem Profil die gleichen Reynoldzahlen. (oder nicht?) Ich gehe ja immer von gleicher Blattspitzengeschwidigkeit aus.
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