Rumpf "flicken"!

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  • Martin Achter
    Martin Achter

    #1

    Rumpf "flicken"!

    Servus Leute!

    Vielleicht haben es von Euch ja noch ein paar auf dem Sommertreffen in Großweingarten mitbekommen, wie meine Metallicblaue Ecureuil am Sonntag Nachmittag vom Himmel gefallen ist (=>gerissener Spritschlauch /Autorotation erfolgreich, aber nach der Landung umgekippt ;( ;( ;( ).

    Jedenfalls hat dabei ein Rotorblatt den Heckausleger getroffen. Das Heck ist zwar noch drann und es ist noch statisch stabil, allerdings sieht der etwa 10cm lange Riß zum einen unschön aus, zum anderen läßt er sich mit den Fingern eindrücken. Beim linken vorderen Bodenfenster, wurde die Nase ein wenig eingedrückt. Diese hat sich an besagter Stelle wieder ausgebeult und läßt sich ebenfalls mühelos mit den Fingern eindrücken.

    Könnt Ihr mir nun in dieser schicksalsschweren Stunde mit Tipps und Tricks zur Seite stehen* Habe keine Ahnung wie man sowas wieder flickt, welche Materialien empfehlt Ihr dafür, und wie stabilisiert man die betroffenen Stellen wieder* So ein Rumpf kostet ein schweine Geld, deshalb kommt ein Neukauf nicht in Frage. Und wer mir rät ne Trainerhaube auf die Mechanik zu schnallen, kann sich beim nächsten Treffen auf was gefaßt machen!!! 8)

    Ich bin Dankbar für Eure Ratschläge, mit der Reperatur kann ich allerdings erst Anfang Oktober wegen Geld- und Zeitmangel anfangen, deshalb werde ich weitere, gezieltere Fragen erst stellen, wenn es soweit ist. Ich möchte halt schon vorab wissen, worauf ich mich einstellen muß, um auch außerhalb des Forum Erkundigungen einholen zu können.

    Danke schonmal...
  • echo.zulu
    Senior Member
    • 03.09.2002
    • 3985
    • Egbert
    • MFG Wipshausen

    #2
    Rumpf "flicken"!

    Hallo Martin!
    Das ist eigentlich kein großes Problem und kostet außer Zeit und ein wenig Harz und Glasfasern fast nichts. Also fangen wir einfach mal an:

    1. muß Du den Rumpf natürlich von der Mechanik befreien.
    2. Die Bruchstellen von außen soweit stabilisieren, daß alles gerade ist. Wenn ein paar Glasfasern nach außen überstehen, dann ist das nicht so schlimm.
    3. Die Bruchstellen mit Sekundenkleber fixieren.
    4. Wenn Du von innen an die Bruchstellen herankommst, dann von innen anschleifen.
    5. Jetzt kann man von innen ein wenig Glasgewebe über die Bruchstellen laminiern. Dabei ist es besser mehrere dünne als eine dicke Lage zu nehmen. Ich arbeite dabei mit 80-160er Gewebe und wenig Harz, damit die Sache nicht schwer wird. Aber wirklich nur 1-2 Lagen, mehr nicht. Es müssen auch nicht unbedingt eventulle Löcher verschlossen werden. Das kommt später von außen.
    6. Ist die Verstärkung ausgehärtet, dann werden die Bruchstellen von außen abgeschliffen und zwar runter bis auf die innere Verstärkung. Das ist wichtig, damit die Gewichtszunahme gering bleibt und der Rumpf auch keine dicken ßberstände bekommt.
    7. Zum Abschluß wird von außen noch die Oberfläche mit einigen Lagen Glas belegt. Dabei zuerst eine schmale Bandage, die ca. 2-3cm über die Bruchstelle ragt. Dann immer breiter werdend noch 1-2 Lagen auflaminieren.
    8. Wenn Du beim Schleifen und ausrichten sauber gearbeitet hast, dann brauchst Du nur sehr wenig Spachtel.
    9. Nach dem Schleifen und Spachteln kann neu lackiert werden.

    Bei sorgfältiger Arbeit wird die Gewichtszunahme nur sehr gering ausfallen und die Bruchstelle von außen auch nicht sichtbar sein.

    Viel Erfolg und wenn noch Fragen sind, melde Dich.
    CU,
    Egbert.

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