Da ich ja nun kein Geheimnis mehr verraten muss, kann ich nun vom Bauprojekt Bo 105 berichten. Unser Schnöfi hat sich nach laaaaaaaaaaanger (und eigentlich noch viel lääääääängerer) ßberlegung nun endlich seinen Traum erfüllt und einen Bo 105 Rumpf in 600er Größe gekauft. Die Wahl viel auf einen 2te. Wahl Rumpf im bekannten Design von Scaleflying (RC Aerodyne) der im vorderen Bereich Risse in der Scheibe und den GFK Teilen hat. Diese soll nun eine Einheit mit seinem bereits eingeflogenem T-Rex 600 ESP werden.
Zunächst muss man sagen dass der Rumpf groß, nein größer, nein eigentlich riesig ist! Eine richtig fette Hummel. An erster Stelle stand natürlich das Auspacken und Sichten der Einzelteile. Auffällig sind vor allem der Flexwellenantrieb fürs Heck, das am Heckende! sitzenden Heckservo und der geschraubte Heckausleger. Eine Bauanleitung liegt dem Bausatz zwar bei, diese ist aber mit Bildern bestückt die Schwarz sind und ungefähr so aussagekräftig wie leere Blätter. Die allgemeine Qualität des Rumpfes ist soweit in Ordnung, nicht überragend, aber durchaus im Rahmen des zu erwartendem. Mit ein bisschen Nacharbeit, alles im Bereich des machbarem. Ist ja nicht mein erstes Projekt.
Nun zum Bau:
Als erstes hat Christian die komplette Frontscheibe (einteilig) aus dem Rumpf gelöst. Die Bruchstellen im GFK resultierten vor allem aus der schlechten Passgenauigkeit und der damit verbundenen Spannung im Material. Ein kleiner Schlag beim Transport dürfte dann den Exitus bewirkt haben. Nachdem die Scheibe draußen war haben wir diese in 4 Teile zerlegt, um jedes einzelne Fensterelement in seine ßffnung einzupassen. Dann wurden die Scheibenteile mit 2K Kleber eingeklebt, was gleichzeitig die Risse im GFK wieder stabilisiert hat.
Hier ein Foto:

Damit wir den Hauptteil des Rumpfes hinstellen können musste als nächstes das Landegestell montiert werden. Dieses wirkt sehr stabil, erforderte aber leider auch etwas Nacharbeit mit dem Dremel. Es wird mit im Rumpf eingeklebten Muttern verschraubt. Leider waren die ßffnungen nach Außen nicht in der Flucht, so dass die Schrauben verkantet haben. Bei 2 von 4 Schrauben musste 1-2mm gedremelt werden und dann war alles schön. Die T-Stücke und die Landekufen haben wir zur Sicherheit mit kleinen Schrauben gesichert. Im Bausatz ist hier eine Klebe-/Steckmontage vorgesehen, welche wir aber aus Sicherheitsgründen abgelehnt haben.
Rumpf mit Landegestell:

Das Heck!
�hat es ein bisschen in sich (im wahrsten Sinne). Das Heckservo muss in einen mitgelieferten Servohalter aus Holz montiert werden, welcher dann in den Knick des höher gelegten Hecks geklebt wird. Aufgrund der nicht aussagefähigen Bilder und einer fehlenden Texterklärung ist und war hier einiges an Hirnschmalz nötig. Wir haben es schließlich doch noch zu unserer Zufriedenheit hinbekommen. Das Servo muss nun über ein ewig langes Verlängerungskabel angesteuert werden, allerdings entfällt eine störungsanfällige Umlenkung, da das Servo den Heckrotor direkt ansteuert.
Als nächstes wird die Flexwelle eingefädelt. Hier ist eigentlich nur auf die Drehrichtung zu Achten, damit die Welle im Betrieb nicht entgegen ihrer Wicklung betrieben wird. Dies hätte wohl recht bald einen Schaden zur Folge.
Dann wird die Flexwelle in´s Heckrotorgehäuse gesteckt und das ganze von oben in das Heckende gefädelt. Diese Operation ist aus 2 Gründen schwierig:
1. passt das Heckrotorgehäuse vom Rex eigentlich nicht hinein, da es durch die Spannschraube etwas zu dick ist.
2. lässt sich das ganze mit eingebauter Flexwelle recht wenig verwinden.
Aber sei es drum, mit etwas Geschick und Mut haben wir es rein bekommen. Da an der Stelle, wo die Spannschraube nun sitzt, etwas Spannung auf dem GFK des Heckauslegers war, haben wir wieder mal etwas gedremelt um Abhilfe zu schaffen. Nun sitzt alles Spannungsfrei! Das Heckrotorgehäuse wird an den Stellen wo ehemals das Seitenleitwerk aus Kohlefaser war, mit dem GFK verschraubt. Soweit Fertig mit dem Heckausleger.

Bilder Heckausleger:



Der fertige Heckausleger soll nun mittels 4 Schrauben am Hauptteil des Rumpfes montiert werden. Auch hier erschienen uns die eventuell vorgesehenen Schrauben (Bauanleitung nicht lesbar) als zu unsicher. Daher haben wir auch hier eine Nummer größer bevorzugt. Das bei allen Schraubverbindungen im GFK vorgebohrt werden muss, brauche ich hier sicher nicht zu erwähnen. Schließlich will man ein aufplatzen des Materials vermeiden. Die Schraubenköpfe werden später mit etwas Lack kaschiert.
Bild:


An dieser Stelle sollte nun die vorbereitete Mechanik im Rumpf platz nehmen, leider machte uns die Flexwelle eine Strich durch die Rechnung.
Wir haben erstmal den BEC Lipo, sowie das Emcotec nach vorn versetzt, um später eine bessere Erreichbarkeit im Rumpf zu gewährleisten. Landesgestell, Heckrohr, Starantrieb und Haubenhalter wurden bereits vorher demontiert und durch die im Lieferumfang enthaltenen Chassiehalter ersetzt. Dann sollte es an den besagten Einbau gehen.
Da an dieser Stelle zuerst die Flexwelle in die Aufnahme der Helimechanik geschoben werden muss und sich dies als unlösbare Aufgabe erwiesen hat muss ich meinen Bericht an dieser Stelle leider unterbrechen. Wir haben es mit Fett, ßl und viel Kraft probiert, aber wir bekommen die Flexwelle nicht in die Mechanik geschoben. Christian wird das Teil, welches in die Mechanik soll heute noch mal mit der Drehbank bearbeiten, (keine Sorge! Nur ein Müh) dann werden wir sehen, ob es ein wenig besser geht. Eventuell habt ihr noch einen heißen Tipp!?
letzte Bilder einbauversuch:


Fortsetzung Folgt.
Mit freundlichen Grüßen, Rossi


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