Leider bin ich erst jetzt dazu gekommen, eine Baubeschreibung zu verfassen.
Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich schon im Vorfeld mit vielen hilfreichen und guten Ratschlägen unterstützt haben.
Technische Daten:
2 Blatt Hauptrotorkopf, ca. 1,5m Rotordurchmesser
Hauptrotordrehzahl, je nach ßbersetzung, von 1400 - max. 1700 U/min.
Maximale Drehzahl vom Fenestron 8900 U/min.
Antrieb:
Motor: Scorpion HK 4035-560 U/min/V
Regler: Turnigy K-Force 120A HV opto 5-12S Brushless ESC
Akku: 10 S 1P 5000 mAh
Mechanik:
Modifizierte Graupner Mechanik mit Vario Komponenten und einem zusätzlichen Zwischenzahnrad.
Eigenkonstruktion des Motorträgers mit zusätzlichen Zwischenrad.
ßbersetzungsverhältnis von 1: 0,08635 bis 0,0954 (je nach Motorritzel)
Gewicht der Mechanik mit Verbrennungsmotor und RC-Anlage wiegt
3680 Gramm. (2930 Gramm plus ca.750 Gramm Treibstoff und Hoppertank)
Nach dem Umbau der Mechanik zur Elektro-Version beträgt das Gewicht der Mechanik inklusive RC-Anlage und Regler 2650 Gramm.
Gewicht:
Das Abfluggewicht der EC 135 beträgt 6,6kg.
Beschreibung:
Nach dem Ausbau der original Mechanik wurden alle relevanten Teile für den -Verbrennerbetrieb- wie Motor mit Kupplung, Kühlschacht, Auspuffkrümmer, Tank, Gas-Servo, Gasanlenkung und der vorderer Mechanikvorbau entfernt.
Die Mechanik ist mit Seitenteilen der legendären Heim-Mechanik aufgebaut.
Da der Abstand von der Motorwelle zum Hauptgetriebezahnrad zu weit ist, gab es für die Realisierung zwei Möglichkeiten:
1. Umbau der ersten Getriebestufe auf Zahnriemenantrieb
2. Einbau eines zusätzlichen Zwischen-Zahnrads um den Abstand zu realisieren.
Ich habe mich dann für die 2. Variante entschieden. Aufgrund der ßbersetzungsverhältnisse hätte ich relativ große Zahnriemenräder mit dem entsprechenden Zahnriemen verwenden müssen.
Das hätte nicht nur eine Neukonstruktion der Mechanikbefestigung aufgrund der zu großen Breite erforderlich gemacht, auch der Gewichtsfaktor von über
300 Gramm zusätzlich sind auch nicht zu vernachlässigen.
Der Mehraufwand für diese Lösung ist die Anfertigung einer zusätzlichen Lagerung mit Kugellager und ein Kunststoffzahnrad mit 30 Zähnen.
Neben einer Gewichtsersparnis ist man bei der Auswahl der ßbersetzung (Motor zum Hauptgetriebe) flexibler.
Realisierung:
Zunächst wurde eine Aufnahme für die Motorträgerplatte aus 10 mm Alu gefertigt und in der Mechanik eingebaut.
Dann wurde die Aufnahmeplatte für den Motor aus 4 mm Alublech angefertigt auf dem auch der zusätzliche Lagerbock montiert wird.
Motorträgerplatte mit Zwischenzahnrad:
Die Motorträgerplatte wird mit der Aufnahme in der Mechanik verschraubt und vorne mit den Seitenteilen der Mechanikbefestigung zusätzlich abgefangen.
Im vorderen Teil der Mechanikseitenteile sind Winkel zur Befestigung im Modell angebracht.
Anmerkung:
Aufgrund der Leistungsdaten des Motors können verschiedene Hauptrotordrehzahlen problemlos verwendet werden.
Diese Berechnung wurde anhand der verschiedenen ßbersetzungsverhältnisse ohne Getriebeverluste etc, errechnet.
Die genauen Werte werden erst nach praktischen Flug-Versuchen ermittelt.
Drehzahl Hauptrotorwelle:
Motor-Ritzel 19 20 21 Zähne
Hauptr.-Drehz. 1505 1600 1680 U/min
ßbersetzung Abtrieb Fenestron:
Die maximale Drehzahl des Fenestron beträgt sollte 9000 Upm nicht überschreiten.
Drehzahl Hauptrotor: Drehzahl Fenestron
1300 Upm entspricht ca. 7240 Upm
1500 Upm entspricht ca. 7620 Upm
1680 Upm entspricht ca. 8000 Upm
Sonstiges:
Der Erstflug erfolgte Anfang 2011 in meinem Garten.
Lediglich die mechanische Grundeinstellung (Länge der Steuerstange) vom Heckrotor musste verändert werden, damit der Heli um die Hochachse mittig steht.
Des Weiteren wurden die Motordrehzahl und der Pitch Weg angepasst.
Da der Fenestron im Schwebeflug eine viel zu direkte Wirkung aufwies, habe ich die Drehrate auf ca. 80% begrenzt. Die Wirkung des Fenestron ist sehr gut.
Die Stromaufnahme betrug beim Testflug nur ca. 30 Ampere im Schwebeflug bei einer Flugdauer von ca. 9 ½ Minuten.
Inzwischen konnte ich die EC 135 auf dem Modellflugplatz testen. Das Flugverhalten ist gut, der Fenestron hat doch eine sehr gute Wirkung.
Die Flugzeit beträgt gute 9 Minuten, die Akkus haben dann noch ca. 20 % Restkapazität.
Anmerkung:
Den Umbau der EC 135 habe ich nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt und hat sich in jeder Hinsicht gelohnt!
Dennoch wird jegliche Haftung für eventuell auftretende Schäden, die durch den Nachbau entstehen können, abgelehnt.
Für eventuelle Fragen und weitere Bilder stehe ich gerne zur Verfügung.
Schöne Grüße
Reiner

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