vor ca. einem Jahr habe ich mich dazu entschieden ein Scaleprojekt zu beginnen, EC 135 gibts wie Sand am Meer, BK 117 gefällt mir nicht, und die EC 145 sind auch im kommen, was ich vorher nur ein einziges mal gesehen hatte, und mir direkt wahnsinnig gut gefiel war die EC 120 oder auch Colibri. Da blieb noch die Frage nach der Größe, die ja auch beim Preis und Ausrüstung nicht unerehblich ins Gewicht fällt. Mobil sollte man damit auch noch bleiben, ich wollte mir also keinen Anhänger dafür zulegen. Meine Wahl fiel auf ein Modell von Hirobo, die Qualität und Güte bei Hirobo ist ja hinreichend bekannt.
Ne Woche drauf Stand se dann vor mir nebst S60 Elektromechanik, Hirobo 3-Blatt Kopf, Vstabi, Pyro und Jive waren auch schnell geordert, 3 BLS 155 und ein 251 und dann konnte es losgehen. Da die Mechanik keine großen Neuerungen bringt habe ich sie in meinem Bericht ein wenig vernachlässigt. Ein Foto davon werd ich anfügen.
Der Rumpf ist wirklich sehr gut verarbeitet, Rovings satt, das Laminat ist sauber und schön. Einziges aber nicht verhinderliches Manko, im Gelcoat fanden sind unter den angedeuteten Nietstellen leider in vielen fällen Luftblasen, so dass das anschleifen hier zum Spießroutenlauf wurde.
Was noch anzumerken ist, der Lufteinlass im Deckel der die Turbine mit Frischluft versorgen soll ist auf allen Abbildungen und auch auf meinen Fotos in den Deckel integriert, leider ist das aus dem Baukasten raus nicht so, da besteht das aus zwei Teilen, dem Deckel und dem Einlaß, der durch die ßffnung gesteckt wegem dem Rand ganz furchtbar aussieht, das erfordert viel laminieren, schpachteln und schleifen, wenn man das wie aus einem Stück gegossen haben möchte.
Der Bau der Mechanik geht dem geübten Schrauber in etwa 3 Stunden von der Hand, meine erste Wahl beim Stabisystem viel auf das V-Stabi, der gut dimensionierte Alu Wellenantrieb der den Fenestron mit Drehzahl versorgt läßt sich einfach und gut passend durch das "Heckrohr" schieben, welches mit 2 Spanten in den Heckausleger einlaminiert wird, der Feni kommt fertig montiert und muß nur noch eingesetzt werden, also auch das getan.
Die Bohrungen im Rahmen sind 101% passend, hier mußte nicht nachgearbeitet werden, dadurch haben die Heckwelle als auch das ßbergangsstück von der Mechanik zum Flansch der Heckwelle ausreichend aber nicht zuviel Spielraum.
Bis alle Deckel, Löcher und Abdeckungen eingepasst waren vergingen etwa zwei Wochen, und es war Zeit für den Erstflug.
Also mit viel Aufregung und Wasser in den Händen ran an die Bulette...
Anfänglich war ein 4035-500KV verbaut, der ein bißchen zu klein geritzelt war dadurch war die Drehzahl beim Erstflug etwa um die 1100 - 1200 U/min.
Der Feni fand das nicht so gut, und zappelte ein wenig, der kommt laut Heliguru erst ab etwa 1700U/min am Kopf in Fahrt.
Alles in allem verlief der Erstflug problemlos und ohne Zwischenfälle.
Nun war es an der Zeit sich um Farbe und Styling zu kümmern.
Die Designs die gut aussehen sind leider schon sehr abgegriffen und sehen halt aus wie sie aussehen. Schön sicher, aber nicht einzigartig.
Nach ner Woche grübeln und studieren fiel die Wahl auf etwas was es garantiert noch nicht gibt, weder als Model noch im original, es würde aber am Original verdammt gut aussehen.
Ein Firmenheli mußte her, das sticht ins Auge, bleibt im Kopf und hinterläßt einen bleibenden Eindruck. ((Eine Anmerkung an den zuständigen Moderator: Bitte nicht als Werbung deklarieren, es ist und soll keine Werbung sein, der Heli sieht so aus.))
Das Design war also geboren, wurde am PC umgesetzt und testweise auf viele verschiedene Folien geplotert, dick, dünn, weich, hart, flexibel. Parallel dazu wurde der Lackiermeister benachrichtigt, und mit dem Auftragen der ausgewählten Farben beauftragt. Nachdem die Wahl der Folie geklärt war, wurde der Rumpf verschliffen, verspachtelt, gefüllert, grundiert und lackiert, eine erste Schicht Klarlack war auch schon mit drin.
Die wurde nach 14 Tagen der Aushärtung mit 1200er naß angeschliffen und es war Zeit der Farbe Personlichkeit zu verpassen.
Das mit den Aufklebern stellte sich als weit Zeit und Arbeitsaufwändiger herraus als geplant, wurde aber allen Hindernissen und Schwierigkeiten zu wieder doch noch bewerkstelligt. Dabei wurde so viel geföhnt, das der Rumpf jetzt lange lange lange Zeit brauchte um ein nachträgliches Ablösen der Folie auszuschliessen, es kamen also 2 1/2 Monate des Wartens und der Vorfreude.
Alle 14 Tage wurde der Zustand der Folie kontrolliert, um eben ein ungewolltes Ablösen schon von vorne herein zu vermeiden. Die Folie jedoch blieb an Ihrem angestammten Platz.
Und so konnte die EC wieder zum Lackieronkel um Ihren endgültigen und letzten Anstrich zu erhalten.
Leider hatte der viel zu tun, so das die EC immer wieder ein bissl nach hinten geschoben werden mußte, da zum GFK lackieren die Kammer auf 30° runter muß um den Rumpf nicht aus der Form zu bringen.
Gestern war es dann soweit und ich konnte mein Baby abholen....in der Zwischenzeit wurde lediglich das Vstabi durch ein HC3X ersetzt. Ist mir sympathischer. Ich werd im Laufe der kommenden Woche noch weitere Bilder machen und hier hochladen
Den Rest sagen die Bilder, Fragen bitte einfach stellen !!!!!
Viele Grüße
Andi
Und hier ist es also, mein erstes Scale Projekt:



Kommentar