Erfahrung mit Poliertrommel?

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  • Muki19
    Senior Member
    • 06.08.2008
    • 2579
    • Matthias
    • Hamburg

    #31
    AW: Erfahrung mit Poliertrommel?

    Hier noch ein paar Bilder zu den fertigen Teilen. Bin mit dem Ergebnis recht zufrieden aber werde schaun ob man es nicht noch besser hinbekommen könnte.
    So kommen die Teile aus dem Spirator, habe nur nochmal mit einem weichen Tuch drüber gewischt und fertig.




    --------------------------------
    Da der Poststreik ja nun zuende ist sind auch meine Gummimatten gekommen.
    Habe jetzt den Spirator mit Gummimatten beklebt:


    Ich hatte bisher den Eindruck wenn man ausschließlich nur polieren tut die Hartplastikschale extrem glatt wird, dadurch wird das Granulat kaum noch in diese Wirbel-Bewegung versetzt. Zuletzt war es so das ich immer das "Problem" hatte das das feine Granulat sich nur noch im Kreis drehe aber nicht diese Wirbel Bewegung mehr machte bzw. sehr wenig.

    Gemeint sind diese Wirbel:


    Das grobe Granulat war da nicht so schlimm, aber man merkt den Unterschied durch die Gummimatten und ein versuch ist es wert.
    Die Matten sind selbstklebend, wenn es also nichts ist kann man sie wieder abziehen.
    Wie lange die halten muss ich dann sehn und ob die Gummifläche auch hart wird.

    Verwendet habe ich diese 1mm Starke Gummimatte, mit 65°Shore ist sie auch schön weich.

    Wenn man den Finger an die Wandung hält merkt man wie der Finger durch die Vibrationen nach oben Bewegt werden.
    1 x Gummi - Matte SBR 1mm Stärke 200mmx300mm einseitig selbstklebend | eBay
    Insgesamt habe ich 2 Matten gebraucht, besser man nimmt 3 dann kann man noch die kleinen Lücken besser auskleben.

    Und es hat noch den Vorteil das die Teile nicht immer an der Harten Schale anschlagen.
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    • Muki19
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      • 06.08.2008
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      • Matthias
      • Hamburg

      #32
      AW: Erfahrung mit Poliertrommel?

      Nach mehreren Stunden mit den Gummimatten läuft der Spirator immer noch gut, das feine Granulat wird immer noch schön verwirbelt und die Teile sind daher viel in Bewegung. Wenn sich mal eine Matte lösen tut, werde ich schaun ob ich sie mit Kleber fest bekomme.

      Habe gestern noch auf Youtube gesehn das manche Poliertücher mit rein geben um den Schmutz und Abbrieb aufzufangen. Ich hatte noch ausgetrocknete Feuchttücher die aus dem selben Stoff sind und man hollt ganz schön Dreck aus dem Granulat.
      Da das auswaschen von dem feinen Zeug sehr aufwendig ist, werde ich es mal versuchen damit etwas zusäubern. Oft setzt sich der Abbrieb an den Teilen nieder und sie glänzen nicht, kann auch sein das dann das Granulat nicht mehr arbeitet wenn alles so "verklebt" ist.
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      • Muki19
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        • 06.08.2008
        • 2579
        • Matthias
        • Hamburg

        #33
        AW: Erfahrung mit Poliertrommel?

        Habe dieses WE eine neue Charge Teile poliert.

        Dies sind ein paar Teile für meinen Freilauf:






        Die Teile waren schon sehr sauber gearbeitet und hatten kaum Bearbeitungsspuren.
        Hatte diese Teile vorher im Spirator mit dem groben Walnussgranulat und Polierpaste. Die Teile haben zwar geglänzt waren aber erst in der Trommel mit dem feinen Granulat so spiegelglatt geworden.

        Momentan mache ich es so das ich im Spirator die Teile vorpoliere und dann kommen die, die "fertig" sind für den finish, in die Trommel und werden da auf Hochglanz gebracht. In der Trommel verwende ich jetzt Autolack Politur, aber das Granulat ist noch mit der poliercreme versetzt, wie lange so ein Schleifmittel im Granulat hält weiß ich nicht, aber wenn ich merke das nach ein paar stunden kaum was passierte mache ich immer etwas Autolack Politur rein.

        Bisher habe ich jedes Teil zum glänzen bekommen, aber es ist einfacher wenn sie schon sauber vorgefertigt sind, es ist sonst auch kaum möglich mit polieren die bearbeitungspuren komplett wegzubekommen da der abbrieb einfach zuwenig ist, aber wenn man schön sauber arbeitet dauert es garnicht solange bis die teile so glänzen.

        Ich glaube die Teile waren ca. 3-4h im Spirator und dann noch 4-5h in der Trommel.

        Anschließend werden die Teile in Luftpolsterfolie verpackt damit sie in der Ersatzteilkiste nicht anschlagen können oder verdrecken.
        Zuletzt geändert von Muki19; 12.07.2015, 18:26.
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        • Muki19
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          • 06.08.2008
          • 2579
          • Matthias
          • Hamburg

          #34
          AW: Erfahrung mit Poliertrommel?

          Hat eigendlich jemand Erfahrung beim eloxieren mit verschiedenen Oberflächen Qualitäten?

          Mit wurde gesagt das hochglanzpolierte Flächen die Farbe viel besser zur Geltung bringt. Habe dazu so ein Bild gefunden.


          Durch das polieren sind jetzt alle Kanten am Teil gleich was die Reflexion des Lichts angeht also müste demnach auch die Farbe gleichmäßig aussehn bzw. der Glanz.

          Ansonsten habe ich auch mal teile gesehn wo z.b. der Farbton anderst aussieht an flächen die z.b. längs gedreht sind und die andere halt quer. dann sieht so ein teil durch die unterschiedliche Oberflächengüte auch je nach winkel ungleichmäßig aus.

          Aber wenn die Teile so schön aussehn würden wie die Radnaben wäre das schon cool.
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          • Muki19
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            • 06.08.2008
            • 2579
            • Matthias
            • Hamburg

            #35
            AW: Erfahrung mit Poliertrommel?

            Das war jetzt das letzte Teil für meinen Freilauf was noch poliert werden muste:




            Jetzt muss ich erstmal warten bis der Spirator wieder Teile fertig hat um sie den letzten finish zuverpassen. Leider sind da jetzt Teile drin die noch deutliche Bearbeitungsspuren haben und eventuell nicht ganz wegzupolieren sind. Jedes Teil von Hand abzuschleifen ist auch sehr mühsam.

            Habe jetzt wieder den Gummi ausdem Spirator entfernt, das Problem war, das wenn man Polierpaste zugibt diese am Gummi haften bleibt und sich dort ansammelt. Die schale ist sonst so glatt das dies nicht passiert und das zeug sich so normal verteilen tut und mischen, aber so blieb alles auf den Gummimatten kleben und löste sich nicht wieder und wird mit der Zeit hart.
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            • athome
              sudar.ch
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              • 14.04.2009
              • 802
              • Lukacs
              • Aargau (Schweiz)

              #36
              AW: Erfahrung mit Poliertrommel?

              Hey danke für den coolen Bericht. Würdest du wenn du nur einer Bauen möchtest, eher auf den Spirator oder den Tumbler setzen? Der Spirator ist sicher lauter während des Betriebs durch den Exzenter. Gibt es Vorteile / Bachteile für den einten oder anderen?
              Gruss Lukacs
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              • Albert
                RC-Heli Team
                • 17.04.2001
                • 8599
                • Albert
                • MFC Hochstadt

                #37
                AW: Erfahrung mit Poliertrommel?

                Cooler Bericht und geiles Ergebnis. Ich würde an deiner Stelle keine Luftpolsterfolie verwenden sondern die Teile in Seidenpapier einschlagen. Leider hinterlassen die Blasen auf glatten Oberflächen auf lange Sicht ihre Spuren, was mit Seidenpapier definitiv nicht der Fall ist.
                Das Leben ist sehr gefährlich. Bis heute hat es keiner überlebt!!

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                • Muki19
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                  • 06.08.2008
                  • 2579
                  • Matthias
                  • Hamburg

                  #38
                  AW: Erfahrung mit Poliertrommel?

                  Das ist eine gute Frage...

                  Ich habe jetzt mal in meine Trommel auch das grobe Granulat mit ein paar kleinen Teilen gemacht. Die drehende Trommel ist ja nix anderes wie die Wirbel-Bewegung die im Spirator ist, aber die Trommel könnte den Vorteil haben das diese Bewegung da schneller abläuft als im Spirator.

                  Ich lass jetzt in der Trommel mal die Teile laufen, rein theoretisch müste es in der Trommel schneller gehen da mehr Bewegung zwischen Granulat und Teile ist.

                  Ich konnte ja die Wirbelbewegung im Spirator durch die Gummimatten verbessern, da die Wandung der Schale das Granulat dann besser bewegte. In der Trommel spielt das keine Rolle, da ist nur wichtig das die Teile sich im Granulat überschlagen und von allen seiten gleich bearbeitet werden(deshalb muss die Trommel auch eckig sein).

                  Ich finde die Acrylglas-Trommel nicht schlecht, da mein Getriebemotor PWM gesteuert ist kann man so in die Trommel schaun und sehn wie sich die Teile bewegen und durch die stufenlose regelung kann man da etwas experimentieren.
                  Zuletzt geändert von Muki19; 14.07.2015, 17:43.
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                  • Muki19
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                    • 2579
                    • Matthias
                    • Hamburg

                    #39
                    AW: Erfahrung mit Poliertrommel?

                    In den Videos wo Hülsen nass gereinigt werden kommt noch etwas von dem Zeug rein:

                    Lemi Shine Super Concentrated Dishwasher Detergent Additive, 12 oz - Walmart.com

                    Muss wohl ein Spülmaschinenzusatz sein gegen hartes Wasser, aber könnte da noch mehr drin sein?

                    Welches Zeug ist hier zulande damit vergleichbar?

                    Welchen PH-wert sollte eigendlich das Wasser für Nassschleifen haben? Könnte es sein das in dem Lemi-Shine auch Natron enthalten ist was den PH-wert ändert?

                    Könnte man statt Spülmittel nicht einfach Waschmittel dazugeben???
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                    • athome
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                      • Lukacs
                      • Aargau (Schweiz)

                      #40
                      AW: Erfahrung mit Poliertrommel?

                      Zitat von Muki19 Beitrag anzeigen
                      In den Videos wo Hülsen nass gereinigt werden kommt noch etwas von dem Zeug rein:

                      Lemi Shine Super Concentrated Dishwasher Detergent Additive, 12 oz - Walmart.com

                      Muss wohl ein Spülmaschinenzusatz sein gegen hartes Wasser, aber könnte da noch mehr drin sein?

                      Welches Zeug ist hier zulande damit vergleichbar?

                      Welchen PH-wert sollte eigendlich das Wasser für Nassschleifen haben? Könnte es sein das in dem Lemi-Shine auch Natron enthalten ist was den PH-wert ändert?

                      Könnte man statt Spülmittel nicht einfach Waschmittel dazugeben???
                      Ich gehe davon aus dass da noch ein bisschen Natron drin ist
                      Ich hätte gerade vorgeschlagen mal Waschmittel zu nehmen

                      Gruss Lukacs
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                      • Muki19
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                        • 06.08.2008
                        • 2579
                        • Matthias
                        • Hamburg

                        #41
                        AW: Erfahrung mit Poliertrommel?

                        Hier werden ein paar Compounds angegeben:

                        OTEC Präzisionsfinish GmbH: Compounds

                        Es stehen auch die ph-werte dazu.

                        In den Videos ist immer die rede gewesen das dieses Lemi shine die Patronen-Hülsen richtig zum glänzen bringen und nicht matt/gelblich werden.

                        Wie sieht es eigendlich mit Rostschutzmittel aus?
                        Was wäre den wenn man Spülmaschinen-reiniger oder Tabs verwendet?
                        Ist da nicht auch Rostschutz oder sowas drin?

                        Würde sich das kaufen von destilliertes wasser lohnen?

                        In einem Video zum selber Eloxieren wurde Rohrreiniger zum säubern der Teile verwendet. Bei hoher Dosierung hat diese mischung sogar die polierten Oberflächen "angegriffen" und sie wurde gleichmäßig matt.

                        Ist das die selbe Wirkung wie in einer spülmaschine?

                        Wenn man Alu oder Messing in reines Wasser gibt läuft es an, also müsten man doch etwas nehmen was keine Korrosion verursacht? immerhin sind die teile ein paar stunden darin und ob Spülmittel allein da reicht ist fraglich. Würde auch erklären wieso in den Videos immer dieses Lemi Shine dazugemsicht wird in niedriger Dosis, könnte wohl das anlaufen der teile verhindern.
                        Zuletzt geändert von Muki19; 22.07.2015, 05:28.
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                        • Muki19
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                          • 06.08.2008
                          • 2579
                          • Matthias
                          • Hamburg

                          #42
                          AW: Erfahrung mit Poliertrommel?

                          Habe jetzt einige Tage lang die Trommel probiert.

                          Also zum trockenpolieren ist die Trommel nicht so geeignet.
                          Wenn man mehrere Teile in die Trommel macht kommt es dazu das die Teile immer aufeinander fallen und sich so beschädigen. Man müste dann um sicher zugehn nur 1-2 Teile darin bearbeiten(egal wie groß), aber dann sollten sie auch auf keinen Fall in Berührung kommen. Das Problem ist das bei jedem überschlag in der Trommel die Teile von oben nach unten auf andere Teile fallen und das mit ihrem Eigengewicht. Bei kleinen leichten Teilen mag es sicher egal sein aber man bekommt lauter kleine dellen auf der Fläche.

                          Hatte jetzt 2 gleiche Teile drin gehabt, das eine war aus mittelfesten ALU das andere aus hochfesten ALU, das hochfeste ALU hat eigendlich nur Kratzer und ganz leichte dellen davon getragen, wärend das mittelfeste ALU total zerbeult aussieht.

                          Ich habe die Teile jetzt nochmal in den Vibrations-Thumbler gemacht und mal sehn ob die wieder werden.

                          Der Vorteil im Vibrations-Thumbler ist daher das man problemlos mehrere Teile reinlegen kann und diese knallen ja nicht mit ihren Eigengewicht zusammen sondern würden nur mit der Kraft der Vibrationen aneinander schlagen, das gibt sicher Kratzer aber nicht so tiefe dellen wie in der Trommel...

                          Ich denke mal das man in der Trommel mehr auf Nasspolieren setzen muss, das Wasser was man dazu gibt würde den Fall der Teile ausbremsen, es könnte aber sein das wenn man zu schwere Kugeln verwendet diese auch die Teile beschädigen statt polieren. Das wird sicherlich nochmal eine Wissenschaft für sich mit welchen Durchmesser an Kugeln man was am besten macht. Vielleicht sollte man bei weichen Material nur kleine Kugeln verwenden und bei festeren Material dann etwas größere.
                          Wenn man da z.b. 30mm Kugel rein tut kann man die Trommel auch als Mühle verwenden um irgendwas zu Staub zuzermahlen.

                          Bis hier würde ich also lieber einen Vibrations-Thumbler empfehlen und der von Frankfurt Arsenals macht bisher gute arbeit. ich würde höchstens schaun ob man nicht einen bekommt der schon mit Gummi oder ähnliches Beschichtet ist.

                          Zum Granulat kann ich jetzt sagen das das feine sehr schnell ßbersätigt sein kann, dann fällt das Granulat auch nicht mehr sondern verklebt etwas, es fühlt sich zwar trocken an, klebt aber etwas. Man sollte für den Fall besser etwas unbehandeltes als Reserve haben um es nochmal zuvermischen. Wenn das Granulat zu "nass" ist funktioniert der Thumbler auch nicht mehr so richtig. Das habe ich auch bei dem goben Granulat nochmal gemerkt, aber das grobe ist nicht so empfindlich wie das ganz feine...

                          Beim nachfüllen von polierpaste habe ich aber gemerkt das auch an den original Boden der Schale die paste kleben bleibt man muss also so oder so das mal kontrollieren das sich da nicht fest setzen tut. Daher würde ich jetzt doch wieder die Schale mit Gummi bekleben, aber am besten man macht das sehr ordentlich und mit wenig lücken.
                          Zuletzt geändert von Muki19; 23.07.2015, 15:37.
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                          • athome
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                            • Lukacs
                            • Aargau (Schweiz)

                            #43
                            AW: Erfahrung mit Poliertrommel?

                            Danke für deine ausführlichen Berichte.
                            Kannst du mal eine kleine Liste mit deinen Granulate machen die du schon verwendet hast?
                            Es scheint dass du umfangreiches Granulat besitzt!
                            Hatte gestern noch mit einem Aussendiensmitarbeiter eines Granulatlieferanten Kontakt. Für Alu empfahl er mir für's Schleifen von Alu, Zylinder oder Pyramiden mit m10 Qualität. m15 fürs polieren.
                            Also es muss wirklich eine Wissenschaft für sich sein
                            Gruss Lukacs
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                              • 06.08.2008
                              • 2579
                              • Matthias
                              • Hamburg

                              #44
                              AW: Erfahrung mit Poliertrommel?

                              Habe meine Trommel jetzt nochmal umgebaut.

                              Habe momentan ein Heckrotorgehäuse von mir in der Trommel, das poliere ich jetzt einzeln.

                              Wenn man sich den Vorgang in der Trommel ansieht, würde ich sagen das der einzigste Moment wo man von Gleitschleifen reden kann, der ist wo das Granulat am Teil nach unten rutscht und zwar dann wenn das Teil durch die Rotation nach oben transportiert wird und das Granulat nach unten abfließt. Das Teil sollte dann natürlich immer nur zur hälfte im Granulat sein damit die andere hälfte die heraus schaut von dem darüber gleitenden Granulat bearbeitet wird. Das Teil wird dann irgendwann umgeworfen, aber dabei rutscht das Granulat immer nach unten und dann gleitet es über die Flächen vom Teil.

                              Dafür sind noch nichtmal hohe Drehzahlen der Trommel nötig.
                              Das Teil wird zwar langsam bewegt, aber mit jedem Grad die sich die Trommel weiterdreht (egal ob schnell oder langsam) rutsch permanent das Granulat nach unten am Teil entlang. Ich würde jetzt mal sagen das meine Trommel ca. 30 u/min dreht.

                              Die Geschwindigkeit mit die das Granulat rutscht hat hier scheinbar nix damit zutun wie schnell die Trommel sich dreht.

                              Das ist wie ein Grillspieß über den Feuer. Wenn der sich langsam dreht werden die Seiten länger erhitzt.

                              Die eckige Form der Trommel sorgt natürlich dafür das sich das Teil überschlägt. Wären die Flächen wohl rund, würde das Teil sicherlich immer nur nach unten rutschen und so einseitig poliert werden, weil das granulat dann immer nur über eine hälfte des Teils gleitet.

                              Im Netz stand das so ein Vibrations-Thumbler ungefair den 10-fachen Effekt erreicht, also wird das ganze in der Trommel sicherlich auch viel länger dauern.

                              Aber es ist wie mit den Steinen im Flussbett. Durch das ständige entlangströmende Wasser+Sand werden die Steine auch rund geschliffen...

                              Es ist auch sehr wichtig dass das Granulat sehr trocken bleibt!!! Wenn man zuviel Poliermittel zugibt, dann rutscht das Granulat nichtmehr richtig. Das muss man sich vorstellen wie wenn man nassen Sand in eine Sanduhr machen würde...

                              Die Idee die Drehzahl der Trommel zusenken kam auch daher, was wohl passieren würde wenn man 3-4mm Polierkugeln in die Trommel gibt.
                              Dann würden bei zuhoher Drehzahl die Kugeln auf das Teil schlagen und es würde sicherlich beschädigt werden anstatt poliert.

                              Ich hatte dann nochmal die Glasperlen mit den Korund bei ganz langsamer Drehzahl drin. Das Zeug war ja sehr trocken und gleitet daher sehr schnell runter und auch gleichmäßig, da hat man dann auch gesehn wie das scheinbar ablaufen soll.
                              Dann hatte ich mal Poliermittel zu dem Glasperlen+Korund gegeben und man hat sofort gemerkt das es zu nass wurde und es rutsche nur noch sehr langsam nach unten und immer in schritten, es war kein fließen mehr.

                              Hatte das Teil so vielleicht 1h drin gelassen mit trockenen Glasperlen+Korund und das Teil hatte auch wieder diesen typischen stumpfen glanz wie damals in dem Vibrations-Thumbler. Also schien das ganze noch bei sehr niedriger Drehzahl zufunktionieren.

                              Habe daher mein 11:1 Getriebemotor gegen ein 50:1 getauscht damit ich nicht immer mit extrem niedriger PWM den Motor betreiben muss. Der 11:1 Motor hat meist noch gefiept bei der niedrigen PWM.

                              Desweiteren habe ich noch eine Schaltung eingebaut inder der Motor Intervallmäßig die Drehrichtung umschaltet (vollautomatisch). Ich kann jetzt einstellen nach welche zeit der Motor die Drehrichtung ändert. Zwischen dem Umschalten macht der Motor für ca. 1 sek. Halt.

                              Das war meiner Meinung nach nötig wenn man unsymetrische Teile drin hat.

                              Das Heckgetriebe hat z.b. auf einer Seite eine große Fläche wo das Granulat greift und das Teil nach oben schiebt. Auf der anderen Seite ist nur ein dünner Verbinder und da kann das Teil nicht wirklich nach oben geschoben werden. Wenn das Teil also in der Trommel sich überschlägt wird es von der anderen Seite anderst vom Granulat Transportiert und die andere hälfte wird dann nicht gleich bearbeitet wie die andere.
                              Das sollte jetzt egal sein durch die Umschaltung der Drehrichtung.

                              Ich muss mir auch nochmal feines Granulat neu bestellen, ich glaube meins ist schon fast zu "nass" es bricht in der trommel nur nach unten weg anstatt sauber abzufließen, aber es ist noch ok.

                              Um das Granulat mit neuen Poliermittel zuversehn habe ich jetzt mal keine Paste genommen sondern so ein Wachs-Block. Der ist eigendlich zum polieren mit Baumwollscheiben, da hält man den Block mal kurz an die rotierende Scheibe und dann hat man das zeug an der Scheibe. Paste wird meist weggeschleudert das zeug nicht.

                              Ich nehme da immer ein altes Taschenmesser und kratze das zeug vom block ab, die feinen "späne" lösen sich dann durch die Reibung des Granulats auf, aber machen das Granulat nicht nass wie diese paste.

                              Der Block sieht aus wie dieser:
                              POLIERPASTE P104, Polierpaste für Chrom-Kobalt, Neu! | eBay
                              Habe diesen aber nicht bestellt sondern ist von einem Kollegen, hat aber auch diese Rosa Farbe.
                              Damit habe ich bisher beim polieren mit einer Baumwollscheibe das beste Ergebnis erzielt, besser als mit irgendeiner paste.

                              Ich glaube es stand mal "Silzium-Carbid daruf. (Bin mir aber nicht mehr sicher)
                              Zuletzt geändert von Muki19; 26.07.2015, 18:43.
                              Radikal G20FBL
                              800er Heli 3-Blatt (Eigenbau)
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                              • Muki19
                                Senior Member
                                • 06.08.2008
                                • 2579
                                • Matthias
                                • Hamburg

                                #45
                                AW: Erfahrung mit Poliertrommel?

                                Hier mal ein paar Bilder vom Gehäuse, habe es aber noch weiter in der Trommel laufen...





                                Ich warte zur zeit noch darauf das die Heckblatthalter fast fertig sind.
                                Da sind die Bearbeitungsspuren z.b. am stärsten zusehn:



                                habe bei einigen etwas die Flächen vorgeschliffen (mit 1000er Schleifpapier), aber das ist dennoch eine ätzende Arbeit weil die Flächen so klein sind und wenn man mit dem Finger auf die kanten drückt werden sie am meisten an den Außenkanten abgerundet und dann hat man keine "scharfen" kanten mehr. Habe die Blatthalter dann einfach ins Granulat geworfen und hoffe das die dort drin soweit poliert werden das auch diese Bearbeitungsspuren dann fast weg sind.

                                Das hochglanzpolieren hat bisher immer ganz gut funktioniert man muss halt nur sehn wie man die flächen erstmal schön glatt bekommt...
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