damit wir den Airbrush Threat nicht vollspamen eröffne ich hier einen neuen Threat zum Thema Wassertransfer.
Postet hier gerne bitte auch eure Versuche, Albert und ich haben ja schonmal damit rumexperimentiert.
Ich möchte hier mal meine Erfahrungen damit beschreiben.
Grundsätzlich sind dem Wassertransfer kaum Grenzen gesetzt, es gibt unendlich viele Designs, Muster usw. Einzige Bedingung, das zu bearbeitende Teil muss Wasserfest sein.
Zur Vorbereitung:
Das Teil muss in der entsprechenden Farbe vorlackiert werderden. Hiebei sollte es leicht angeschliffen werden, aber ACHTUNG nicht mit zu grobem Schmirgel, da man sonst die Riefen später nach dem Tauchen sieht. Also schön mit 500er Nass anschleifen und gut. Danach wird mit Silikonentferner die Oberfläche entfettet und mit Acryllack (zb. aus der Dose) lackiert. Bei Carbon wird zb empfohlen den Gegenstand schwarz zu lacken. Aber es können natürlich auch variationen (zb. mit dunklem Rot) gemacht werden. Dadurch erhält man außergewöhnliche Ergebnisse. Nachdem das der Lack trocken ist, (staubtrocken ca 30min) kann das Teil getaucht werden.
Zum Tauchen:
Die Folie wird großzuügig (!) zurechtgeschnitten. Der Rand wird mit Malerkrepp beklebt, damit die Folie später im Wasser schwimmen kann. Die Folie wird vorsichtig aufs Wasser gelegt. Welche Seite aufs Wasser kommt testet man so: Daumen und Zeigefinger nass machen und die Folie dazwischen packen. Die Seite, wo klebrig wird, kommt AUF das Wasser.
So muss die Folie ca. 90s bei 30° einweichen. Dabei zu achten ist, dass sich keine Luftblasen unter der Folie befinden. Diese müssen nach außen befördert werden. Nachdem die Folie 90s eingeweicht wurde, wird sie mit einem Aktivator aktiviert. Dies sollte sehr großzügig passieren, da die Folie sonst nicht richtig wässrig wird.
Danach sollte das Staug- und Fettfreie lackierte Teil eingetaucht werden. Dies geschieht so, dass sich keine Luftblasen am Teil bilden können, also leicht schräges Eintauchen hilft meist bei allen Teilen. Die Tauchgeschwindigkeit sollte konstant sein, damit sich das Muster nicht verzieht.
Nachdem das Teil vollständig eingetaucht wurde, muss es wieder aus dem Becken herausgeholt werden. Das Gele welches auf dem Teil zurückbleibt, muss vorsichtig abgewaschen werden.
Nachdem alles schön getrocknet ist, kann das Teil geklarlackt werden. Im Trockenen Zustand sieht man auch sehr gut, wo noch Gele Rückstände zurückgeblieben sind. Diese können auch nachträglich nochmal abgewaschen werden.
Ich hoffe ich konnte hier mal einen groben Einblick in die Technik des Wassertransfer Systems bringen.
Als Fazit kann ich wirklich sagen, probiert es mal aus. Es kostet nicht viel und man erhält super Ergebnisse wenn man ein paar Versuche gemacht hat.
Gruß Rolf

Das hat was. 
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