wie würde ein Steuerbefehl bei falsch eingestellter Wirkrichtung den Gyro beeinflußen:
- der Heli dreht sich noch schneller um die Hochachse
- keine Wirkung, da wegen der falschen Wirkrichtung der Heckrotor sowieso auf Anschlag ist (max. Drehrate)
- Steuerbefehl wirkt der falschen Wirkrichtung entgegen oder verstärkt diese (je nach Richtung des Steuerbefehls)
- ..
Das hatte ich schonmal beim 250. (Leichtsinnsfehler)
Steuern hat nichts gebracht, er fand maximum-Heckausschlag-Pirouetten nach rechts irgendwie toll. Gabs nur Motor aus und absetzen.
LG Jonas
Jonas
OMPHOBBY M7, M6, M5, M4 MAX, M4, M2 V3 PRO & M1 EVO
Wenn die Steuerung des Hecks richtig funktioniert , wird doch während dem Steuern der Befehl des Gyro quasi ignoriert.
Lässt man den Knüppel los, wird der Heli sich im Kreis drehen, weil ja die Wirkrichtung falsch ist.
Für Heading Hold Kreisel gilt, dass der Steuerbefehl die Solldrehrate vorgibt. Den Regelkreis kann man sich vereinfacht so vorstellen: es wird in einem festen Zeitraster, z.B. all 5ms die Ist-Drehrate gemessen. Aus der Differenz der gemessenen Drehrate und der Solldrehrate wird ein Stellsignal errechnet. Geht das Stellsignal in die richtige Richtung wird jetzt die Differenz kleiner, solange, bis sich die Solldrehrate einstellt.
Wenn die Wirkrichtung falsch eingestellt ist, wird die Differenz Soll/Ist immer größer, da das Stellsignal das falsche Vorzeichen hat. Das Stellsignal wird deshalb immer größer, was wieder zu einer höheren Soll/Ist Differenz führt, die wieder zu einem größeren Stellsignal führt, usw. Das Stellsignal geht also sehr schnell in Richtung Maximalwert. Die resultierende Drehrate hängt dann nur noch von der Mechanik und Aerodynamik ab. Also alles was der Heckrotor hergibt.
Und jetzt zur Frage oben. Drei Fallbeispiele (bei falscher Wirkrichtung)
- Knüppel in Neutrallage, also keine Drehratenvorgabe = 0. Es stellt sich z.B. durch äussere Einflüsse eine kleine Regeldifferenz ein, die dann zur oben beschriebenen Selbstverstärkung führen wird. Ergebnis ist die maximale Drehrate, die der Heckrotor hergibt
- Knüppel maximal gegen die Richtung, in die der Heckrotor zu drehen beginnt. Es existiert damit gleich eine Regeldifferenz, die zur oben beschriebenen Selbstverstärkung führt. Ergebnis ist die maximale Drehrate, die der Heckrotor hergibt
- Knüppel maximal in die Richtung in die der Heckrotor schon dreht. Damit wird die Regeldifferenz zwar etwas kleiner, läuft aber genau so wie oben beschrieben auch weg. Ergebnis ist die maximale Drehrate, die der Heckrotor hergibt.
Zusammenfassung:
Annahme 2 ist richtig. Hast Du die Wirkrichtung falsch eingestellt, hast Du verloren :-)
Ich denke sobald der Gyro was zum Ausgleichen hat, fängt der Teufelskreislauf an da der Sollwert nicht erreicht wird und dadurch noch mehr Ausschlag in die Falsche Richtung gegeben wird, usw.....
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