oder ROTOR 11/2004
Welche Alu Legierung für Alu-Blatthalter, Zentralstück usw.???
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AW: Welche Alu Legierung für Alu-Blatthalter, Zentralstück usw.???
Siehe auch Q&A Nr. 23 und 170 bei www.heligraphix.comZitat von JMalberg Beitrag anzeigen
oder ROTOR 11/2004Zuletzt geändert von M. Amacher; 18.02.2010, 13:50.
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AW: Welche Alu Legierung für Alu-Blatthalter, Zentralstück usw.???
Habbisch auch nicht so gesehenZitat von wirbelwind Beitrag anzeigenHallo Jürgen,
das war keine Kritik/Zweifel an dir!
..
Zitat von M. Amacher Beitrag anzeigenSiehe auch Q&A Nr. 23 und 170 bei www.heligraphix.com
oder ROTOR 11/2004
http://www.heligraphix.com/QA/qa_section6.htm#TM170 Sogar über 50G
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten oder nachfragen!
Der Dunning-Krueger-Effekt ist immer und überall!
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AW: Welche Alu Legierung für Alu-Blatthalter, Zentralstück usw.???
Hallo Klaus,
Deine Rechnung ist soweit nachvollziehbar. Nicht ganz einverstanden bin ich mit der Lochleibung der Blatthalterschraube im Blatthalter. An der Stelle wird eine Schraube als Bolzen missbraucht und das ist eigentlich nicht im Sinne des Erfinders - zumindest theoretisch. Relevant für die Ermittlung der Lochleibung wären somit die zulässigen Beanspruchungen bei Stift- und Bolzenverbindungen (nachzulesen z.B. in Decker/ Maschinenelemente). Bei der Paarung Stahlbolzen und AlCuMg-Legierung als Bauteilwerkstoff gilt:
zulässige Pressung Gleitsitz glatter Bolzen (ruhend) 20N/mm2
zulässige Pressung Gleitsitz glatter Bolzen (wechselnd) 8N/mm2
Mit der von Dir angenommenen Streckgrenze liegst Du somit viel zu hoch.
Nach Deiner Darstellung beträgt die Dicke der Blatthalterzungen gesamt 8mm. Bei einem Loch von 4mm Durchmesser ist die lasttragende Fläche (projezierte Fläche) somit 32mm2. Auf dieser Fläche wirken 4600N. Die Pressung beträgt somit 143N/mm2. Damit liegt zumindest die Pressung/Lochleibung deutlich über den zulässigen Werten. Für den Rest des Blatthalterquerschnittes dürfte das nicht kritisch sein, nur deine "Bolzenverbindung" ist pressungsseitig zu hoch beansprucht.
Wenn man berücksichtigt, dass als Blatthalterschrauben zuweilen auch solche mit durchgehendem Gewinde verwendet werden, dann ist diese Anwendung ausserhalb des Zulässigen. Komischerweise wird es immer wieder praktiziert und keiner stört sich daran. Im Sinne einer "technischen Korrektness" müssten eigentlich Bolzen und keine Schrauben verwendet werden.
Gruß DieterSJM-Sparrow, SJM-325, Atom-500, Spirit L-16 Rigid, TD-Rigid
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AW: Welche Alu Legierung für Alu-Blatthalter, Zentralstück usw.???
Hallo Dieter,
das was du schreibst ist korrekt.
Das Problem hatte ich etwas salopp mitumschrieben....dann kommt noch Biegung in die Schraube...
Letztlich ist eine Betrachtung als Bolzen ja nichts anderes. Dabei ist klar, dass nicht nur der Bolzen selbst die Biegung erfährt (und damit wesentlich ungünstiger beansprucht wird, als bei einer Scher-/Lochleibungsverbindung), sondern auch die zu verbindenen "Zungen" auch eine wesentlich ungünstigere Spannungsverteilung bekommen -> und deshalb auch die niedrigeren "zulässigen" Spannungen haben...
Man kann jedoch diese niedrigeren Werte durchaus wieder etwas anheben, wenn man z. B. örtliche Plastifizierungen zulässt oder aber auch versucht eine möglichst gute Scherfläche mit wenig Spiel herzustellen...
Wie auch immer - und dein Einwand hat hier meiner Meinung durchaus eine Berechtigung - sollte man, wenn man sicherheitsrelevante Teile auslegt und herstellt wissen was man tut und zumindest abschätzen können wo die Reserven liegen.
Ich wollte mit meinen überschlägig gerechneten Werten ja auch nur sagen, wo die Größenordnungen liegen.
Deine Bemerkung:
möchte ich jedoch noch kurz mit meiner Meinung versehen:...dann ist diese Anwendung ausserhalb des Zulässigen...
Soweit mir bekannt ist, gibt es für die Auslegung von Modellhubschraubern noch keine technischen Vorschriften (ein großes Feld für die normungswütigen Deutschen). Der Betrieb muss sicher sein und es darf von der Technik keine Versagensgefahr im normalen Betriebsbereich ausgehen.
Es ist aber auch in anderen Bereichen nicht verboten, Schrauben oder Bolzen so einzusetzen, dass die Gewinde in der Scherfläche liegen. Nur darf man dann nicht mehr nach nach den Regeln für Schrauben oder Bolzen rechen, sondern muss eine extra Betrachtung durchführen.... oder Versuche machen.
Gruß Klaus.
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AW: Welche Alu Legierung für Alu-Blatthalter, Zentralstück usw.???
Morgen,
bin auch mal wieder da
Danke an Klaus für deine Rechnung. Du hast um die resultierende Gesamtkraft zu berechnen ja nur die Einzelkräfte vektormäßig addiert. Was mir aber hier irgendwie noch untergeht, ist die Biegebeanspruchung der Blatthalter und der Blattlagerwelle. Was ich bei meiner vorherigen ßberlegung nicht berücksichtigt hab ist, dass die Rotorblatt-Blatthalter-Zentralstück-Blatthalter-Rotorblatt Strecke ja durch die Fliehkraft unter Spannung steht (wie eine Wäscheleine
) und deshlab natürlich nicht die gesamten Biegekräfte auf die Blattaufnahme wirken, wie wenn das alles still stehen würde (Ist halt doch keine Flächenfliegertragfläche
).
Wenn jetzt noch jemand einen Ansatz liefern könnte wie man die Biegekräfte Abschätzen könnte dann wären wir ja fast schon am Ziel der Berechnungsträume

.
Ich war derweil auch nicht ganz untätig
. Hab nämlich mal abgeschätz wie viel Auftrieb ein Rotorblatt liefern kann (siehe Bild).
Bei zwei 600mm Rotorblättern mit 6cm Blatttiefe, 2500rpm, 15° Pitch (was einen Ca von max ca. 2 ergibt (je nach Profil)) und besagtem 3kg Heli ergibt das dann 1100N / 3kg also ca. 37g


Da die 2500rpm ja etwas hoch sind (hatte ich als Sicherheitsdrehzahl angenommen für AR) und der Ca von 2 wohl auch nie erreich wird und sonst noch ein paar Kleinigkeiten dazu kommen wie Wirbel/Abwind des vorauslaufeneden Rotorblatts, meist etwas dünnere Luft (selten fliegt wer auf Meereshöhe), die hohe Blattspitzengeschwindigkeit (ca. 0,5 Mach) bei der das ganze etwas schlechter wird, Rotorblätter die sich leicht verdrehen...
dürften aber trotzdem 30g als realistisch und erreichbar gelten!!!
Soweit so Gut
mfg
StefanAngehängte DateienZuletzt geändert von MicroF-104; 20.02.2010, 10:01.Das kann man auch selber bauen ....
und leichter
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AW: Welche Alu Legierung für Alu-Blatthalter, Zentralstück usw.???
Hallo,
wie bereits gesagt, sind die obigen Werte eine Abschätzung...
Für genauere ßberlegungen müßte das Einsatzspektrum fesgelegt werden, die gewünschte Form der Bauteile klar sein, der gewünschte Werkstoff, die Art der Bearbeitung usw.
Die von dir angegebenen 2500 U/min bzw. die 30 g sind evtl. für einen 3D-Heli, bei dem es auf brachiale Gewalt und turbinenähnliche Geräusche des Rotors ankommt, überlegenswert...
In diesem Bereich würde ich vielleicht aber auf die bereits verfügbaren und erprobten Komponenten der diversen Hersteller zurückgreifen.
Die meisten Eigenentwicklungen für Rotorköpfe/Blatthalter werden m. E. wegen Scale-Helis gemacht. Da ist weder die obige Drehzahl erwünscht, noch wird es zu den 30 g kommen. Aber es ist eine deutlich höhere Eigenmasse des Helis zu berücksichtigen.
Das von dir angedachte Biegemoment (Auftriebskraft x Abstand Auftriebsmittelpunkt zu Blattanschluss) wird es so nicht geben. Dazu bräuchtest du ein beliebig steifes Blatt und eine ebenso steife Aufhängung. Bei einem biegeweichem Blatt stellt sich der Konuswinkel in Richtung der Kraftresultierenden ein und es wird wenig Biegemoment am Anschluss geben. Gleiches gilt für eine gelenkige Lagerung des Blatthalters oder für einen spielbehafteten Anschluss Blatthalter/Blatt (vgl. Bolzenanschluss oben). Bei steifen Blatt und steifen Anschluss des Blatthalters am Rotorkopf bzw. Blatt wird irgendwo dazwischen die Wahrheit liegen......hier irgendwie noch untergeht, ist die Biegebeanspruchung ..
... gilt aber nur, wenn du eine durchgehende Blattlagerwelle hast. Das ist bei vielen (Scale-) Rotoren nicht der Fall, da musst du die volle Kraft jeweils anschließen...dass die Rotorblatt-Blatthalter-Zentralstück-Blatthalter-Rotorblatt Strecke ja durch die Fliehkraft unter Spannung..
... uupps! Da hast du aber noch einiges unter den Tisch gekehrt.....wären wir ja fast schon am Ziel der Berechnungsträume...
Gruß Klaus.Zuletzt geändert von wirbelwind; 20.02.2010, 11:28.
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AW: Welche Alu Legierung für Alu-Blatthalter, Zentralstück usw.???
Hallo,
hab mir das bisher geschriebene nochmal den Tag über durch den Kopf gehen lassen und nochmal ne Skizze gemacht. Dass das von dir Klaus gerechnete, nur eine Abschätzung ist, ist klar. Mir geht es hier mehr um die Vorgehensweise, da ich den Rest eh selber machen muss und will.
Ja, es soll ein 3D-Heli werden, doch die ßberlegungen sind für Scaler genauso interessant, weil ob ich eng ums Eck flieg oder mein Rumpf von Haus aus schwer ist, bleibt sich gleich
Hatte ich ja schon geschriebenZitat von wirbelwindDas von dir angedachte Biegemoment (Auftriebskraft x Abstand Auftriebsmittelpunkt zu Blattanschluss) wird es so nicht geben
In meiner Skizze bin ich nochmal auf das ursprüngliche Beispiel zurückgegangen. Im großen und ganzen dürfte sie selbsterklärend sein.Zitat von MicroF-104 Beitrag anzeigenDurch Biegung der Blätter/Blatthalter und da das Rotorblatt ja ein Stück weit zwischen den Blatthalterzungen "klemmt" (Schäftung!) dürften die tatsächlichen Kräfte wohl etwas geringer Ausfallen.
Zitat von MicroF-104 Beitrag anzeigenNun meine ßberlegung zum Blatthalter: Wenn das Rotorblatt eine Kraft senkrecht zu Rotorebene erfährt, zieht es an der einen Zunge des Blatthalters, wohingegen die Andere gestaucht wird.
Auftriebskraft pro Blatt 450N mit 300mm Hebelarm.
12mm Abstand der "Drehpunkte" ergibt dann 11,25kN Zug/Druckkraft
Dass das gerade gerechnete natürlich nur gilt, wenn sich nichts verbiegt, sprich vollkommen unelastisch ist, ist mir auch klar. Die Frage ist nur: Wie nahe (welch hochgegriffenes Wort für diese Schätzung) bin ich damit an der Realität*wie wahr, wie wahr...Zitat von wirbelwindwird irgendwo dazwischen die Wahrheit liegen...
Bei einem Winkel von ca. 8,5°, den sich das Rotorblatt verbiegen müsste (was es sicher nur teilweise tut und dann aber eine entsprechende Biegespannung hat) darf man meiner Meinung nach die Kräfte F1 bis F4 nicht vernachlässigen, v.a. deshalb, weil sie, selbst wenn sie nur zu 25% auftreten, immer noch in der Größenordnung der Fliehkraft liegen, die du als Maßgebend ansiehst. Dass hier natürlich ohne genaue Kenntnis der Rotorblattstatik nicht sinnvoll weitergeschätzt werden kann ist klar, doch der "worst case" ist ein 100% steifes Rotorblatt (soll heißen x=0). Die Größenordnung von y dürfte sich wohl sehr an der zu erzielenden Passgenauigkeit orientieren.
Wenn ich nun für diesen "worst case" den Blatthalter dimensioniere und die notwendige Biegefestigkeit des Blatthalters abschätzen könnte, wäre das eine feine Sache, weil man dann alle (maßgebenden) Kräfte in etwa kennt und man nicht mit evtl. ungewissheiten durch die Gegend fliegt.
Tisch nicht, aber mein Teppich ist in letzter Zeit so hoch gekommenZitat von wirbelwind... uupps! Da hast du aber noch einiges unter den Tisch gekehrt...


mfg
StefanAngehängte DateienDas kann man auch selber bauen ....
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AW: Welche Alu Legierung für Alu-Blatthalter, Zentralstück usw.???
Hallo Stefan,Zitat von MicroF-104 Beitrag anzeigenMorgen,
Wenn jetzt noch jemand einen Ansatz liefern könnte wie man die Biegekräfte Abschätzen könnte dann wären wir ja fast schon am Ziel der Berechnungsträume

.
Ich war derweil auch nicht ganz untätig
. Hab nämlich mal abgeschätz wie viel Auftrieb ein Rotorblatt liefern kann (siehe Bild).
mfg
Stefan
Aus deiner Berechnung für den Auftrieb eines Blattes schliesse ich, dass Du etwas von Aerodynamik und Differentialrechnung verstehst und somit in der Lage bist die Berechnung fortzuführen.
Als nächstes würde ich den Radius des Schwerpunktes für den Auftrieb bestimmen.
Der Auftrieb des Blattes multipliziert mit dem Quotienten "Radius Auftriebsschwerpunkt / Abstand der Blatthalterschraube von der HR-Achse (7.5cm)" ergibt die Biegekraft in der Achse der Rotorblatt-Befestigungsschraube.
Mit dieser Kraft kann, unter Berücksichtigung wo und wie die Blatthalter-Welle am Zentralstück abgestützt ist, die darauf wirkende Biegebeanspruchung gerechnet werden. Hinzu kommt noch die Zugbeanspruchung durch die Fliehkraft von Rotorblatt und Blatthalter incl. Lager.
Mit dem Quotienten "Abstand Blatthalterschraube vom äusserem Radiallager im Blatthalter / Abstand der Radiallager im Blatthalter", lässt sich die auf die Lager einwirkende Radialkraft bestimmen.
Betrachtet man das Rotorblatt nur als Abstandshalter zwischen den Gabeln des Blatthalters und die Schraube nur als Verbindung der Blatthaltergabeln, errechnet sich das auf die Blatthaltergabeln wirkende Biegemoment näherungsweise als Kraft x Abstand Blatthalterschraube zum Scheitelpunkt der Blatthaltergabel.
Die Biegebespannung errechnet sich als Quotient von Biegemoment / Summe der Widerstandsmomente der beiden Blatthalter-Gabeln (Querschnitt in Form eines Kreisabschnitts).
Auch hier kommt noch die Zugspannung, ausgelösst durch die Fliekraft, hinzu.
Anmerkungen:
- Die Bruchdehnung von CFK-Nasslaminat beträgt gemäss Datenblatt von Swiss Composite 1.5%. Eine durch Biegung des Blattes im zulässigen Bereich wird demzufolge den Radius des Auftriebschwerpunktes nur in vernachlässigbarem Ausmass reduzieren.
- Die Beanspruchung wird höchstwahrscheinlich eine Alulegierung 7075 erfordern.
MfG Martin
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Klaus G.
AW: Welche Alu Legierung für Alu-Blatthalter, Zentralstück usw.???
Dieses Material nimmt auch ein bekannter Deutscher Modellhelikopter Hersteller. Hatte da mal angefragt was er für ne Legierung nimmt, da ich mir was selber drehen wollte.
AlCuMgPb (3.1645)
EN AW 2007
(haupts. Rund und Flach)
Zusammensetzung: in Gew.-%
Cu 3,3 - 4,6
Mn 0,5 - 1,0
Mg 0,4 - 1,8
Pb 0,8 - 1,5
Sehr gut zerspanbar
(Bohr- und Drehqualität)
Werte für Durchmesser bis ca. 60 mm:
Zugfestigkeit 370 - 470 N/qmm
Streckgrenze 250 - 325 N/qmm
Härte 100 - 140 Brinell
Wärmeleitfähigkeit 1,3 - 1,5 W/cm °C
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AW: Welche Alu Legierung für Alu-Blatthalter, Zentralstück usw.???
Nachtrag zur Bestimmung der Radialkraft an den Radiallagern im Blatthalter:
Meine vorgängige Angabe
Kraft in der Achse der Blatthalterschraube x Abstand von der Schraube bis zum äusseren Radiallager / Abstand der Radiallager im Blatthalter
gilt nur für das innen liegende Lager.
Beim aussen liegenden, stärker belastet Lager addiert sich die Radialkraft welche auf das innen liegende Lager wirkt mit der Kraft in der Achse der Blatthalterschraube. (Abstände immer zwischen den Symmetrieachsen von Schraube und Lagern)
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Michael W
AW: Welche Alu Legierung für Alu-Blatthalter, Zentralstück usw.???
Im Fahrwerksguß wird AlSi11Mg oft benutzt.
extrem geringes Fe, sonst geht die Zugfestigkeit dahin.
Es wird einer Wärmehandlung unterzogen und ist sehr verwindungssteif.
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Steffen 2.0
AW: Welche Alu Legierung für Alu-Blatthalter, Zentralstück usw.???
Da wunder ich mich schon länger drüber, ist die Zugfestigkeit jetzt 370 oder 450 N/mm²? Macht ja schon nen Unterschied!Zitat von Klaus G. Beitrag anzeigen......
(Bohr- und Drehqualität)
Werte für Durchmesser bis ca. 60 mm:
Zugfestigkeit 370 - 470 N/qmm
Streckgrenze 250 - 325 N/qmm
Härte 100 - 140 Brinell
Wärmeleitfähigkeit 1,3 - 1,5 W/cm °C
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Michael W
AW: Welche Alu Legierung für Alu-Blatthalter, Zentralstück usw.???
Es kommt drauf an wie es verarbeitet wurde.
Abkühlung, Wärmebehandlung und Wasserstoffgehalt.
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AW: Welche Alu Legierung für Alu-Blatthalter, Zentralstück usw.???
N`Abend
vielen Dank Martin für deine Anleitung
Hab das jetzt einfach mal Schritt für Schritt durchgerechnet. Soweit eigentlich alles logisch und simples Hebelverhältnisgerechne, nur draufkommen muss man halt...
Hab mal meine Skizze um die fehlenden Kräfte ergänzt und noch ne Kleinigkeit korrigiert (F3)
Wär nett, wenn du mal die Rechnungen durchschaun könntest, ob sich da Leichtsinnsfehler eingeschlichen haben.
Lediglich beim Biegemoment war ich mir nicht 100% sicher, ob ich die richte Kraft genommen hab (logisch wärs ja so wie´s is) und ob ich den richtigen Hebelarm angesetzt hab? (gefühlsmäßig müßte es eher der Abstand äußeres Radiallager bis Blatthalterschraube sein*)Zitat von M. Amacher Beitrag anzeigenBetrachtet man das Rotorblatt nur als Abstandshalter zwischen den Gabeln des Blatthalters und die Schraube nur als Verbindung der Blatthaltergabeln, errechnet sich das auf die Blatthaltergabeln wirkende Biegemoment näherungsweise als Kraft (F8*) x Abstand Blatthalterschraube zum Scheitelpunkt der Blatthaltergabel. Mit Blatthalterschraube meinst du schon die, die das Blatt mit dem Halter verbindet*
Die Biegebespannung errechnet sich als Quotient von Biegemoment / Summe der Widerstandsmomente der beiden Blatthalter-Gabeln (Querschnitt in Form eines Kreisabschnitts).*? Ich hab jetzt mit zwei rechteckigen Zungen gerechnet (quasi 4-Kantrohr ohne Hochkantstege)
Das von mir berechnete Widerstandsmoment ist mir auch noch rätselhaft. Hab halt mal in der Formelsammlung gesucht, wie das gehen könnte und bin mir halbwegs sicher, dass ich das richtig integriert hab. Rätselhaft ist mir auch, was du mit "Querschnitt in Form eines Kreisabschnitts" gemeint hast? Oder gehst du von Runden Blatthaltern aus?
Erscheint logisch. Klaus meinte nur (was auch stimmt), dass die Biegekräfte auf die Blatthalter bei (auf-ab) schwenkbar gelagerter Ausführung der Blatthalter(z.B. bei nem Scale Mehrbalttkopf) wegfallen, bzw. durch Biegung der Blätter stark reduziert werden.Zitat von M. Amacher Beitrag anzeigenAnmerkungen:
- Die Bruchdehnung von CFK-Nasslaminat beträgt gemäss Datenblatt von Swiss Composite 1.5%. Eine durch Biegung des Blattes im zulässigen Bereich wird demzufolge den Radius des Auftriebschwerpunktes nur in vernachlässigbarem Ausmass reduzieren.
Dass die Kräfte aber (zumindest bei meinem Vorhaben) definitiv nicht vernachlässigt werden können, konnte ich ja jetzt mit deiner Unterstützung nachrechnen.
Kleine Frage noch: Das Biegemoment auf die Blattlagerwelle ist dann wohl Hebelarm (für den Mittelpunkt/Drehachse der HRW ist das dann wohl der Abstand der Blatthalterschrauben / 2) multipliziert mit Kraft (in meinem Fall F8).
Für die Biegespannung muss man dann halt das Widerstandsmoment für nen Kreis integrieren und mit den Materialkenndaten abgleichen.
mfg
StefanAngehängte DateienDas kann man auch selber bauen ....
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Sodalla,
der Martin hat nochmal meinen Berechnungskram durchgeschaut und mir ne PN geschickt. Ganz großes [SIZE="5"]DANKE[/SIZE] nochmals.
Für schwenkbares Rotorblatt bzw. reine Auftriebskraft ja, für 100%starres Blatt muss man noch F8 x Hebelarm Lager-Blatthalterschraube / Abstand Lager dazurechnen. Die Wahrheit liegt wie immer dazwischenDeine Berechnungen der Auftriebskraft, von F9= 675N und F10=1125N und dem Auftriebsschwerpunkt halte ich für zutreffend.
, die Lager freun sich aber, wenn man sie überdimensioniert hat.Hatten wir ja bereits festgestellt, aber du hast es nochmal genau erklärt und 100% auf den Punkt gebrachtIn meinem ersten Vorschlag ging ich von einen starren Rotorblatt aus. Wenn sich infolge der Flexibilität des Rotorblattes der Schwerpunkt nach oben verschiebt ensteht im Kräfteparallelogramm Fliehkraft und Zugkraft in Blattrichtung eine vertikale Komponente welche ein Moment entgegen dem der Auftriebskraft erzeugt, d.h. je flexibler das Blatt und demzufolge je höher der Schwerpunkt nach oben wandert umso kleiner ist das resultierende Biegemoment an den Blatthaltergabeln.
Wenn ich deine Werte verwende und den Fehler in meiner Integration ausbessere (Beim Flächenträgheitsmoment I muss es /12 und nicht /3 sein:dknow: hab da wohl zwei halbe fallen lassenFür das Widerstandsmoment von 2 Rechteck-querschnitten existiert eine Formel. Für 2mal 15x2mm bei einem lichten Abstand von 12mm habe ich 370mm2 errechnet. Mit der Annahme das Innere der Blatthaltergabeln bilde ein liegendes U mit einer lichten Höhe von 12mm und einem horizontalen Abstand von der der Achse der Schraube mit der das Blatt gehalten ist bis an den Grund des liegenden U, von angenommen 20mm, errechne ich mit 3.2kN eine Biegebeanspruchung von 173N/mm2.
) komm ich aufs gleiche. Soll heißen: beide richtig, da beide gleich falsch zu unwarscheinlich erscheint
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.Die reale Wert wird aus obgenannten Gründen geringer sein, hängt aber von der Blatteigenschaft ab.
Die untere Hälfte der Gabel wird durch die Fliehkraft noch auf Zug belastet, kommen also noch 3kN/30mm2=100N/mm2 hinzu.
Die Biegebeanspruchung ist schwellend, folglich sollte man einen Sicherheitsfaktor von ca. 3 auf Rp0.2 (Dehngrenze für 7075: min. 480 N/mm2) wählen, für die stetige Zugkraft könnte Faktor 2 ausreichen.
Die Blatteigenschaft hinsichtlich Biegung hat also einen wesentlichen Einfluss auf die Biegebeanspruchung der Rotorblatthalter!
Ich hoffe mit diesen Ausführungen zu dienen, möchte aber gleichzeitiig anfügen, dass ich keine Gewährleistung oder Verantwortung aus deren Verwendung übernehmen kann.
Zusammengefasst kann man also über die wichtigsten Belastungen eines Blatthalters sagen:
- Fliehkraft / reine Zugkraft: abhängig von Blattmasse und Drehzahl
- Biegebelastung: abhängig von max. Auftriebskraft und Auftriebsmittelpunkt
- Lochleibung und Scherkraft an der Blatthalterschraube: Fliehkraft plus Anteil durch Auftriebskräfte/Biegung je nach Passgenauigkeit der Blatthalterschraube/-gabel
- Lagerlasten für Radial und Axiallager
- dynamische Belastung führt zu erhöhter Materialermüdung!
Wenn man das alles berücksichtigt hat, sollte man den Großteil der Kräfte hinreichend gut kennen und man kann sich an die Dimensionierung und Materialauswahl machen.
Alle Angaben/ Berechnungen natürlich ohne Gewähr oder Anspruch auf Vollständigkeit bzw. Richtigkeit!
mfg
StefanDas kann man auch selber bauen ....
und leichter
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