Rockwell-Härte, HSSE ...

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  • Uhrmacher
    Member
    • 21.04.2005
    • 192
    • Robert
    • Weimar/Thür.

    #1

    Rockwell-Härte, HSSE ...

    Hallo Helifreunde,


    wer kann Auskunft geben?

    1. eine Härte von 60 - 64 Rockwell, reicht dies bei einer Rotorwelle aus, um darauf direkt einen Klemmrollenfreilauf dauerhaft zu betreiben? Welche Härte haben z. B. die zu kaufenden R-Wellen von Jan? Was entspricht vergleichbar in etwa einer Härte von 60 - 64 Rockwell (z. B. HSS-Drehling ...)?


    2. Schneideisen M4 ---> HSS oder lieber HSSE? Ich nehme den 4mm-Stahldraht von Graupner (der ist gut maßhaltig und schnurgerade), glühe ihn ausreichend und schneide dann für Paddelstangen das Gewinde drauf. Das ist recht Mühsam (HSS-Schneideisen) und da mein Schneideisen eh stumpf wird, stellt sich die Frage, ob ein mehrfach teureres HSSE-Schneideisen sinnvoll wäre (Standzeit, Gewindequalität, Kraftaufwand).


    Gruß, Robert
  • Odysse
    Odysse

    #2
    AW: Rockwell-Härte, HSSE ...

    Hallo,

    also wenn Du wirklich 64 Rockwell Härtegrad hast ist der schon ganz schön hart, und das wird ohne probleme funktionieren ( das entspricht einem sehr gut Gehärteten Werkzeugstahl).
    Mir stellt sich dabei die Frage was ist das für ein Stahl??

    Ein Hss Stahl hat eine Härte von ca. 62 HRC.

    Für eine Paddelstange würde ich eher Silberstahl nehmen der ist schön Zäh und Du kannst problemlos mitt Hss Werkzeugen dran Arbeiten ohne das Material kaputt zu Glühen.

    Bei einem normalen Eisendraht wirst Du nach dem Glühen merken das da nix mehr gerade ist...

    Gruß Kai

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    • reiner
      reiner

      #3
      AW: Rockwell-Härte, HSSE ...

      Hallo,

      anhand der Aussage dass er ihn ausglüht und der Stahl von Graupner ist, wird es sich vermutlich um einen Federstahl handeln. Das hab ich auch schon gemacht das geht eigentlich auch ganz gut, aber Aktuell verwende ich für die Paddelstange auch lieber Silberstahl er ist halt auch deutlich einfacher zu bearbeiten.

      Gruß
      Reiner

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      • Uhrmacher
        Member
        • 21.04.2005
        • 192
        • Robert
        • Weimar/Thür.

        #4
        AW: Rockwell-Härte, HSSE ...

        Hallo Leut,


        ja, Silberstahl hatte ich auch schon mal genommen, aber der "federt" mir so wenig. Ist mir insofern wichtig, da es beim Transportieren des Helis doch schon mal passiert, daß man irgendwo mit dem Paddel hängenbleibt. Silberstahl ist da oft gleich verbogen, der Federstahl verbiegt sich nur, wenn der Heli mal vom Himmel fällt.

        Das Rundmaterial ist von Mädler, ich will es für Rotorwellen nehmen. Das Problem dabei ist nur, daß es oft nicht gerade ist, obwohl das im Katalog als "gerade u. gerichtete" Stäbe angeboten wird. ... also ist ca. 60 Rockwell ausreichend.


        Es grüßt Robert

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        • nimic
          kfz-tattoo.com
          Folienplots
          • 05.01.2009
          • 1188
          • Michael
          • Schalksmühle

          #5
          AW: Rockwell-Härte, HSSE ...

          Hallo,

          die Härte von 60 HRC ist wohl Völlig ausreichend , obwohl ein so harter Stahl auch schnell spröde sein kann. Aber das Ausglühen würd ich lieber lassen und auch auf Silberstahl ausweichen, da zum einen das Gefüge im ausgeglühten Material stark verschoben wird und somit die federnde Wirkung an dieser Stelle verlohren geht und wenn du dann noch mit "stumpfen" Werkzeugen daran rummachst, können sehr schnell Spannungsrisse auftreten und deinen Paddelwelle zerstört sich bei Vibrationen von selbst. Ein neues HSS werkzeug sollte normalerweise reichen, aber achte darauf das es für Handschnitt geeignet ist.

          Zu der Rotorwelle kann ich dir nur den Tip geben mal eine Dreherei um die Ecke zu suchen und zu fragen ob die nicht mal das Teil ausmessen können oder noch besser dir eine drehen können. Bei kleinen Betrieben bekommste sowas für nen Paar € gemacht. Einfach fragen, die beißen nicht, aber du hast dann ne absolut gerade Welle.

          Gruß Michael

          Ps: Fals du aus dem Raum Hagen kommst kann ich dir ein paar Adressen geben.
          GruÃ? Michael
          RC-TT

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          • Uhrmacher
            Member
            • 21.04.2005
            • 192
            • Robert
            • Weimar/Thür.

            #6
            AW: Rockwell-Härte, HSSE ...

            ... nein, nicht Raum Hagen ...



            kleiner Nachtrag: Ich glühe nur die Enden des Federstahldrahtes, also ca. 50 mm. Am Anfang stellte ich in diesem Zusammenhang noch die Frage, ob ein Schneideisen aus HSSE gegenüber HSS Vorteile bringt - immerhin kostet das HSSE bei Hoffmann/Nürnberg 3 - 4 mal so viel.

            Das Rotorwellen-Rund-Mat. ist oberflächengehärtet. Ablängen ist für mich kein Problem, da ich eine Drehbank habe. Die Querlöcher habe ich erdieren lassen oder selber gebohrt, indem ich vorher mit einer Diamantfeile etwas von der OF-gehärteten Schicht weggenommen habe. Die dabei entstehende Fläche eignet sich dabei gleich gut fürs Körnen und Bohren.

            Also Leute, was ist nun mit HSSE


            VGR Robert

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            • nimic
              kfz-tattoo.com
              Folienplots
              • 05.01.2009
              • 1188
              • Michael
              • Schalksmühle

              #7
              AW: Rockwell-Härte, HSSE ...

              Hi,

              ich kaufe meine Werkzeuge immer hier bei Ritz in Ennepetal, die verschicken auch.



              Die sind ziemlich günstig, und ich kann eben mal schnell vorbeifahrn. Damits wieder schnell vorwärts geht

              Gruß Michael
              GruÃ? Michael
              RC-TT

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              • Odysse
                Odysse

                #8
                AW: Rockwell-Härte, HSSE ...

                Hi,
                naja Du hast nun zwei mal den Tip bekommen auf Silberstahl zurück zu greifen, und das nicht ohne Grund.
                Wenn Du den Eisendraht ausglühen willst veränderst Du das Gefüge und dein gerader Draht ist nun krumm, da ist es egal ob Du nur an den Enden rumbrutzelst die Wärme geht trotzdem
                durch die gesammte Welle.

                Und wenn Du beim Transport so unvorsichtig bist hilft Dir auch der Federstahl nicht weiter, bzw
                es besteht die Gefahr das der sich im Flug verwindet da er nicht so Zäh ist.

                Zum Thema Rotorwellen, warum nimmst Du so einen teuren Kram dafür?? Auch hier ist 1.2210
                Super geeigent, wenn Du ihn etwas Dicker nimmst kannst Du ihn ohne Probleme auf 64 HRC
                härten und im Anschluss auf deiner Drehe Rundschleifen.

                Wenn Du nicht Schleifen kannst, und unbedingt die Härte willst lass 3mü Aufchromen oder Vernickeln.
                Ich denke für so eine Popelwelle brauch niemand 64 HRC...

                Was Hss und Hsse angeht, HSS reicht für die meisten Anwendungen völlig aus, wenn Du sehr viel machst ist HSS-E etwas Standfester wegen den höheren Cobalt anteil. Und wenn die für die E Version so viel mehr wollen würde ich mich mal nach einem anderen Händler umsehen.

                Gruß Kai

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                • Penguin
                  Member
                  • 30.10.2005
                  • 350
                  • Martin

                  #9
                  AW: Rockwell-Härte, HSSE ...

                  Als Rotorwelle würde ich keinen Silberstahl kaufen, da dieser von sagen wir mal 3m Stange abgesägt wird und wer weiss wie krumm diese sind.

                  Besser ist eis z.B. 12.3mm Material zu kaufen, Bohren, härten und dann rundschleifen.

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                  • M-Häfner
                    M-Häfner

                    #10
                    AW: Rockwell-Härte, HSSE ...

                    hi

                    rotorwelle mit 62 oder 65 hrc? also wenn i mir das vorstelle dann bekomm ich angst
                    weil ich denk das die welle wenn sie so hart ist zwar steif aber brüchig wird.
                    ein schlag von der seite und die zerbröselt wie beim vhm-bohrer. so weit wie ich weiss sind doch die wellen maximal oberflächenbeschichtet (nitriert).

                    oder sollen die wiklich so hart sein?

                    Kommentar

                    • Penguin
                      Member
                      • 30.10.2005
                      • 350
                      • Martin

                      #11
                      AW: Rockwell-Härte, HSSE ...

                      Hätte ich jetzt auch so gesagt. Vergüten wäre evtl. auch geeignet. Aber ich glaube man merkt kaum einen Unterschiede zwischen einer harten und weichen Welle.

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                      • Odysse
                        Odysse

                        #12
                        AW: Rockwell-Härte, HSSE ...

                        Zitat von Penguin Beitrag anzeigen
                        Als Rotorwelle würde ich keinen Silberstahl kaufen, da dieser von sagen wir mal 3m Stange abgesägt wird und wer weiss wie krumm diese sind.

                        Besser ist eis z.B. 12.3mm Material zu kaufen, Bohren, härten und dann rundschleifen.
                        Na habe ich doch gesagt, Härten und dann Schleifen. Das ist zumindest der "Richtige" weg um eine gescheite Rotorwelle zu bekommen.
                        Oder man kauft sich was fertiges...

                        gruß Kai

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                        • reiner
                          reiner

                          #13
                          AW: Rockwell-Härte, HSSE ...

                          Hallo,
                          wenn ich mir vorstelle dass der arme Heli so einfach beim Transport die Paddelstange verbogen bekommt, da möcht ich nicht wissen wie da die Heckrotorwelle ausschaut. Also ich hab auch schon so einiges probiert bzgl. Silberstahl und Mädler 10mm Stangen für die HRW. Bei keiner HRW hab ich bis jetzt noch einen schlechteren Rundlauf von der Stange bekommen als max. 4/100 mm und für mich ist das i.O. Aus diesem Grund werde ich für die Zukunft Silberstahl wieder verwenden, für den Freilauf hab ich ja die gehärtete Hülse drin. Am besten ist`s wenn man wenig von den Dingern braucht.
                          Aber jedem das seine.

                          Gruß
                          Reiner

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                          • MarkusM
                            Senior Member
                            • 24.09.2006
                            • 1058
                            • Markus
                            • Airfield Arheilgen

                            #14
                            AW: Rockwell-Härte, HSSE ...

                            Moin!

                            Ich versuch das jetzt mal, bisher kamen ja nur Vorschläge wie Du es anders machen kannst, aber keine konkrete Antwort auf Deine Fragen.

                            Ist in Foren aber normal

                            Zitat von Uhrmacher Beitrag anzeigen
                            Hallo Helifreunde,


                            wer kann Auskunft geben?

                            1. eine Härte von 60 - 64 Rockwell, reicht dies bei einer Rotorwelle aus, um darauf direkt einen Klemmrollenfreilauf dauerhaft zu betreiben? Welche Härte haben z. B. die zu kaufenden R-Wellen von Jan? Was entspricht vergleichbar in etwa einer Härte von 60 - 64 Rockwell (z. B. HSS-Drehling ...)?
                            Ja, reicht meiner Meinung nach völlig aus.
                            Käufliche Wellen haben vermutlich eine geringere Härte.

                            Und da die Wellen auch nicht durchgehärtet sind, würde ich mir bezüglich Sprödbruch keine Sorgen machen. Der Kern bleibt ja zäh


                            2. Schneideisen M4 ---> HSS oder lieber HSSE? Ich nehme den 4mm-Stahldraht von Graupner (der ist gut maßhaltig und schnurgerade), glühe ihn ausreichend und schneide dann für Paddelstangen das Gewinde drauf. Das ist recht Mühsam (HSS-Schneideisen) und da mein Schneideisen eh stumpf wird, stellt sich die Frage, ob ein mehrfach teureres HSSE-Schneideisen sinnvoll wäre (Standzeit, Gewindequalität, Kraftaufwand).


                            Gruß, Robert
                            Kommt drauf an was Du willst...

                            ICH persönlich steh auf qualitativ gutes Werkzeug, das auch ruhig etwas mehr kosten darf.
                            Hat halt zur Folge, das ein Großteil meiner Werkzeuge für die doch recht geringen Anforderungen bei mir hoffnungslos unterfordert ist

                            Ich persönlich würde aber sagen, das HSS dafür ausreicht. Selbst wenn der nur halb so lange lebt ist er immer noch die Hälfte billiger

                            Kommt natürlich darauf an wie viele Paddelstangen Du so "vergewinden" willst.
                            Bei entsprechender Anzahl wäre eine Transportkiste in der Tat deutlich sinnvoller als jede Woche eine verbogene Paddelstange zu ersetzen

                            Bei einer (kommerziellen) Serienfertigung gibts nur eines:

                            Kauf das Beste Werkzeug, das auf dem Markt erhältlich ist.

                            Alles andere ist deutlich teurer...
                            GruÃ? Markus
                            Diskutiere nie mit einem Idioten. Er gewinnt dann durch Erfahrung.

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                            • Uhrmacher
                              Member
                              • 21.04.2005
                              • 192
                              • Robert
                              • Weimar/Thür.

                              #15
                              AW: Rockwell-Härte, HSSE ...

                              Hallo Leute,


                              ich danke für die vielen Antworten.

                              Nun muß ich mal was richtigstellen: Bei Mädler gibt es im Angebot auch Material, daß den entspr. Durchmesser hat (z. B. 10 mm für Rotorwellen) und es wird eine Härte von 62 HRC genannt. Dort geben sie weiterhin an, daß es sich um gerade, gerichtete Stäbe handelt, OF-gehärtet!!!!, nicht durchgehärtet!!!! Mir ist schon klar, daß durchgehärtetes Mat. spöde ist, aber MarkusM (danke Markus) hat ja an meiner Formulierung bemerkt, um was es mir geht.

                              Link: http://www.maedler.de/Catalog/Articl...ticle=64741000

                              Das soll, wie gesagt, schon die o. g. Härte haben (dies war also kein Wunsch von mir) und daher meine Frage, ob das bereits reicht, um einen Freilauf (beim NT sind es ja sogar zwei) direkt drauf laufen zu lassen.
                              Ich hatte mal fertige Rotorwellen von einer Heli-Tuning-Firma (V....) benutzt und umgearbeitet, aber die waren anscheinend zu weich, denn nach kurzer Zeit sah der Bereich, wo die Freiläufe sind, wie ein Vieleck aus und der Freilauf verklemmte sich dauernd (oder ist der NT zu stark?).


                              Danke auch für die anderen Tips mit dem Rundschleifen etc., aber ich habe zum Härten in größerem Maße und für das Rundschleifen keine Möglichkeiten. Drehen, Bohren, Anlassen ist aber kein Thema und darum auch die Arbeiten mit o. g. Material.


                              Paddelstange glühen: Da muß ich auch noch einmal korrigieren. Wenn ich die Enden der Paddelstange glühe, wir nicht die gesamte Stange heiß. Ich fasse sie dabei mit bloßen Händen garnicht so weit von der "Glühstelle" entfernt an - kein Problem. Die Graupner-Federstahldrähte (ok., ist ja eigentlich KEIN Federstahl - muß mich da ganz schnell korrigieren, ehe noch mehr Mißverständisse auftreten - sondern biegbarer Rundstahl für Fahrwerke usw.) bleiben dabei schnurgerade - sofern sie es vorher auch schon waren.
                              (ßbrigens: Silberstahl hatte ich auch schon in div. Mengen gekauft. Richtig, die meisten Stäbe waren krumm, egal ob 3 mm oder 10 mm Durchmesser - leider. Für Heckrotorwellen suche ich mir da immer das beste Stück raus und fertige sie daraus.


                              Es grüßt Robert

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