Weil ich sehr oft auf meine "umgebauten" originalen Landegestelle angesprochen und auch noch öfter per PN angeschrieben werde.
Dachte ich mir, hier mal einen Thread zwecks dessen zu starten.
Im Grunde besteht mein "Umbau" aus punktueller Erhitzung und dem Aufbiegen.
Nur gibt es ein paar grundlegende Dinge, die es zu beachten gilt. Zum Einen verbrennt recht schnell der Kunststoff, zum Anderen
wird er bei falsch zugeführter Thermik spröde. Auch verleitet diese Anwendung zum ßbertreiben, wovon ich abraten möchte.
Dennoch, insgesamt ist es mit etwas handwerklichem Geschick, Gefühl und optimal mit Erfahrung, recht simpel und gut umzusetzen.
Man braucht zwei Hartholzklötze, welche einmal über und unter der dem Landegestell mittels Schraubzwinge geklemmt werden.
Da sich sonst die Biegekraft auf den Mittelpunkt des Landegestellsteges umlagert. Des weiteren einen gescheihten Heißluftföhn,
am optimalsten mit geeignetem Aufsatz, aber kein muß. Dann noch solch eine Schablone mit gezielten Referenzlinien anfertigen,
woran das Landegestell ausgerichtet und/oder geprüft wird. Soll ja alles wieder in Waage liegen.
Hierzu auch eine kleine Wasserwaage und geeigneten Untergrund für die finale Prüfung nutzen.
Jetzt im Grunde einen der Winkel rundherum erhitzen und versuchen die Hitze mit leichtem Verlauf in die Gestellbeinchen (bis etwa zur mitte)
zu geben. Den Fön immer in Bewegung halten, als würde man airbrushen. Gibt man zu sehr punktuelle Hitze, verbrennt die Oberfläche.
Lieber mit etwas mehr Zeit ran und das Material vorsichtig bis in den Kern erhitzen. Besonders der Versteifungssteg auf der Unterseite muss
die richtige Hitze haben, denn hier liegt der Schwachpunkt für das Vorhaben.
Man sollte insgesamt nur einen Hitzegang dem Material zumuten.
Etwas aufbiegen - ACHTUNG: HEISS (geeignete Handschuhe od. Lappen nutzen) - auf position halten, weiter aufbiegen, auf position halten.
Zwischendurch ruhig etwas nachheizen. Auch mal auf die Schablone legen und schauen ob alles passt. Das Material sollte von selbst auskühlen.
Keine Abschreckung durch kaltes Wasser da es das Material unnötig spröde macht!
Nun noch die gegenüberliegende Seite und voilà , fertig.
Sollte sich die weiße Landegestellversion doch etwas golden verfärben, einfach mit ca. 400er Schmirgel drüber, dann vllt. etwas mit 800er
drüber und schon habt ihr wieder ein optimales finish.
Hier ein solches Ergebnis:
Hoffe dies ist im Sinne der Interessierten?!
Gruß
Franco

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