.......angenommen es zerreisst ein gekauftes Rotorblatt während des Fluges und verletzt oder tötet eine Person und angenommen es kann nachgewiesen werden, dass die Ursache ein Materialfehler des Rotorblattes war, wer haftet dann für den Schaden ? ...........?
Sicherheit von Rotorblättern
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.......angenommen es zerreisst ein gekauftes Rotorblatt während des Fluges und verletzt oder tötet eine Person und angenommen es kann nachgewiesen werden, dass die Ursache ein Materialfehler des Rotorblattes war, wer haftet dann für den Schaden ? ...........?
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Hallo,
naja....Max. zugelassene Drehzahl für Blätter ? Hä, wat is das denn. Interessiert auch keine Sau. Hauptsache billig.
Darum fahren ja auch alle Leute Dacia oder noch besser Shaanxi...? und Crash-Tests interessieren niemand. Macht halt der ADAC nur um auch etwas zu tun zu haben? Eigentlich verkaufen Audi, BMW, usw. keine Autos, das sind nur Presseenten?
Sicher mag es die Modellbauer geben, die nur auf den letzten Cent schauen. In meinem Bekanntenumkreis kenne ich aber keinen. Man kauft halt dann weniger aber qualitativ hochwertig.
Nun, der Gesetzgeben schreitet in der Regel dann ein, wenns nicht mehr anders geht. Wenn die firmeninterne Qualitätskontrolle (und auch die Vorgaben für den Betrieb = z. B. Rotordrehzahl) gut genug ist, wirds keine Unfälle geben und auch keine Vorschriften.Ich bin gespannt, wie lange es noch geht, bis der Gesetzgeber einen zwingenden Bruchtest für den jeweiligen Hersteller vorschreibt.
Gruß Klaus.
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@Logo: MWn der "Inverkehrbringer" des Produktes: Selbstimporteur, Händler, Hersteller, aber nur wenn es außerhalb der Spezifikation betrieben wird.

Wie misst du denn die dynamische Belastung der Biegung und Torsion?Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten oder nachfragen!
Der Dunning-Krueger-Effekt ist immer und überall!
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Zitat von Logo3030 Beitrag anzeigen.......angenommen es zerreisst ein gekauftes Rotorblatt während des Fluges und verletzt oder tötet eine Person und angenommen es kann nachgewiesen werden, dass die Ursache ein Materialfehler des Rotorblattes war, wer haftet dann für den Schaden ? ...........?
Theoretisch und praktisch greift bei in Deutschland gekauften Produkten das Produkthaftungsgesetz. Im Ausland gekauft, gilt gar nichts....selbst im EG Raum wird es problematisch und langwierig .
Bei Tötung wird eh die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und dann geht das ganze Equipment an einen Sachverständigen. Liegt dann ein Fall von Produkthaftung vor, dann haftet in erster Linie Dein Vertragspartner (Händler).
In den meisten Fällen sind die aber doof und haben keine Produkthaftpflichtversicherung und gehen an der Nummer Pleite. Dann kannst Du dich an den Hersteller wenden, sofern dieser im Inland sitzt. In der Hoffnung, dass zumindest dieser eine Versicherung hat.
Ich kann wirklich nur jedem Händler in Deutschland raten, eine Produkthaftpflichtversicherung abzuschließen.
Gruss
Hans-WilliStein Elektronik The Multirotor Specialists
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Hallo,Zitat von stein Beitrag anzeigenTheoretisch und praktisch greift bei in Deutschland gekauften Produkten das Produkthaftungsgesetz. Im Ausland gekauft, gilt gar nichts....selbst im EG Raum wird es problematisch und langwierig .
Bei Tötung wird eh die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und dann geht das ganze Equipment an einen Sachverständigen. Liegt dann ein Fall von Produkthaftung vor, dann haftet in erster Linie Dein Vertragspartner (Händler).
In den meisten Fällen sind die aber doof und haben keine Produkthaftpflichtversicherung und gehen an der Nummer Pleite. Dann kannst Du dich an den Hersteller wenden, sofern dieser im Inland sitzt. In der Hoffnung, dass zumindest dieser eine Versicherung hat.
Ich kann wirklich nur jedem Händler in Deutschland raten, eine Produkthaftpflichtversicherung abzuschließen.
Gruss
Hans-Willi
Das ganze gilt aber glaub nur wenn er nicht innerhalb von einem Monat einen Lieferanten innerhalb D nachweissen kann.
Dann wandert die Produkthaftung quasi weiter an den Lieferanten.
Problematisch wirds bei Direktimporten aus dem nicht EU Ausland....dann sollte der Händler wirklich ne Produkthaftpflichtversicherung haben.
Ansonsten reicht eigentlich ne "normale" Haftpflichtversicherung für Modellbauläden, die ist nämlich genau dafür zuständig:
"Abwehr unberechtigter Ansprüche"
Die wirkt dann in diesem speziellen Fall wie eine Art Rechtschutzversicherung.
Grüße DinoZuletzt geändert von Luckylouds; 14.03.2011, 09:49.Zen...
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Jepp,
die Frage ist nur, was passiert, wenn der Lieferant daran pleite geht. Ich denke mal, dann gilt gesamtschuldnerische Haftung.
Gruss
Hans-WilliStein Elektronik The Multirotor Specialists
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Könntet ihr beiden das in einem eigenen Thema klären?
Ist ja nicht uninteressant auch für die Selbstimportierer (CHina-Einkäufer), aber hat eben wenig mit diesem Thema zu tun.Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten oder nachfragen!
Der Dunning-Krueger-Effekt ist immer und überall!
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Piloto
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Nehmen wir mal an, ein leichter Trainer-Heli dreht sich bei 2000 U/min und 10° zyklischem Ausschlag in einer halben Sekunde auf den Rücken. Nichts passiert, er geht einfach gut.Zitat von nopost123 Beitrag anzeigen@garth
Hallo Garth
Die Angabe des max. Pitchwinkels wuerde desweiteren die Sicherheit erhoehen.
mf|G
Norbert
Dann hängst du einen schweren Scale-Heli unter den gleichen Rotor mit dem gleichen Pitchwinkel. Durch die Masseträgheit des schwern Rumpfes biegen sich plötzlich die Rotorblätter, Die O-Ringe schlagen durch und die Blattlagerwelle eckt am Metallzentralstück. Biegekräfte auf der Blattlagerwelle, Vibrationen, vielleicht noch eine zu weit durchgehärtete Blattlager- oder Rotorwelle. Irgendwann kann es knallen.
Wer ist schuld? Solange es keine Zulassungspflicht für Modellhelis gibt, bei der jedes einzelne Bauteil (auch Fernsteuerung und zykllischr Ausschlag) vorgeschrieben und nicht verändert werden kann, meiner Meinung nach immer der Pilot. Je mehr die Piloten versuchen, diese Verantwortung auf den Hersteller zu verlagern, um so näher kommen wir einer Zulassungspflicht.
Wollen wir das in unserem Hobby?
Gruß
Bruno
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Ziemlich eindeutig deine Modelflugversicherung. Auch dann wenn du die Dinger selber baust.Zitat von Logo3030 Beitrag anzeigen.......angenommen es zerreisst ein gekauftes Rotorblatt während des Fluges und verletzt oder tötet eine Person und angenommen es kann nachgewiesen werden, dass die Ursache ein Materialfehler des Rotorblattes war, wer haftet dann für den Schaden ? ...........?
Außer es liegt grobe Fahrlässigkeit vor.
Oder hat schon mal jemand in den Versicherungsbedingungen gelesen "......gilt nur für technisch unveränderte GRAUPNER-Modelle bis 5Kg" ?
Schließe mich ansonsten der Meinung von Hans-Willi an.Schweigen bedeutet nicht Zustimmung. Es ist das Desinteresse, mit Idioten zu diskutieren
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AW: Sicherheit von Rotorblättern
Hallo,
@Bruno:
Nein, ich zumindest nicht. Aber ich glaube jetzt wird wieder mal nur noch schwarz/weiß gedacht?!?...um so näher kommen wir einer Zulassungspflicht.
Wollen wir das in unserem Hobby?
Norberts Frage ging ja in die Richtung, wie die "Selberbauer" und auch die gewerblichen Rotorblatthersteller ihre Ware auf Funktionsfähigkeit prüfen.
Niemand von uns braucht statistische Auswertungen für eine Testreihe von 'zig Blättern usw.
Aber, schön (und hilfreich) wäre es schon zu wissen, ob und wenn ja, wie ein Hersteller testet und für welchen Bereich er "grünes Licht" gibt.
Es gibt ja einige Hersteller die genau sagen, bis zu dieser oder jener Drehzahl man die Blätter verwenden darf. VARIO (Aussage Streich) hat z. B. den Bendix-Kopf aus dem Programm genommen, da immer größere Blätter montiert wurden und er dafür die Verwendbarkeit angezweifelt hat. Also machen sich (manche) Gedanken über die Einsatzgrenzen. Warum werden die nicht mitgeteilt?
Also - da ja offenbar noch niemand einen konstruktiven Beitrag leisten konnte oder wollte - gestehe ich, dass ich bisher noch keinen Zugversuch gemacht habe, obwohl ich mir das schon mehrfach vorgenommen hatte.
Bisher lege ich meine Blätter/Bendix-Knochen für eine so große Sicherheit aus, dass ich ihnen auch ohne Versuche traue - verkaufen würde ich sie jedoch auf keine Fall.
Nichts desto trotz finde ich den Vorstoß von Norbert (wieder einmal) genial!
Nochmal zu seiner Frage: Wie macht es ihr?
Gruß Klaus.Zuletzt geändert von wirbelwind; 14.03.2011, 13:14.
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Piloto
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Ich finde diese Idee auch super Klaus! Interessant war, daß die Blätter offensichtlich eher als Schrauben und Blatthalter reißen. Ich dachte immer, es wäre umgekehrt.Zitat von wirbelwind Beitrag anzeigen
Nichts desto trotz finde ich den Vorstoß von Norbert (wieder einmal) genial!
Nochmal zu seiner Frage: Wie macht es ihr?
Gruß Klaus.
Wie ich es mache? Habe ehrlich gesagt immer nur die Blatthalterschrauben kontrolliert. Wenn sie nicht gebogen waren, war es für mich immer im grünen Bereich.
Außer beim Bendix, wenn 1600 angegeben, bin ich 1400 geflogen. Bin ein Schisser
Gruß
BrunoZuletzt geändert von Gast; 14.03.2011, 13:28.
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AW: Sicherheit von Rotorblättern
Hallo,
Außer beim Bendix, wenn 1600 angegeben, bin ich 1400 geflogen. Bin ein Schisser

Find' ich gut, dass nicht alle gleich ans Limit gehen. Wobei "Bendix": Wenn du den originalgetreuen mit der 10 mm Blattaufnahme (schlanker Blatthals) meinst, da verbiegen sich vor allem anderen die Schrauben im Zentralstück.
Gruß Klaus.
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Hallo , bin wieder zurück.
Danke erst einmal für die vielen guten Beiträge. Auch wenn das Thema nicht dazu gedacht war die Produkthaftung zu beleuchten, so sind in diesem Bereich interessante Gesichtspunkte angerissen worden. So wie Klaus das ja schon beschrieben hat ist meine Intention nachzuweisen wie weit die einzelnen Komponenten belastet werden können. Sehr interessant war dabei, dass immer erst die Schrauben verbiegen. Dieser Effekt ist sicherlich bei den von mir verwandten Kunststoffteilen deutlich stärker als bei Verwendung von Metallkomponenten. Man bekommt über diesen Weg allerdings auch einen Alarmwert geliefert. Verbiegen sich die Blatthalterschrauben (8.8er), so ist entweder zuviel Spiel zwischen den Komponenten(z.B. Blatt zum Blatthalter) vorhanden oder aber die angreifenden Kräfte sind schon recht hoch (>~ 3500N). Umgekehrt kann man auch schlussfolgern, dass bei 8.8er Schrauben alles im sicheren Bereich ist solange sich die Schrauben nicht verbiegen.
mfG
NorbertEigenbau-ElektroMechanik M2010/FC28-Jeti+FF9,Scale- und Rumpfhubschrauber mit Rigidköpfen.
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Was ist den mit der Dynamischen Belastung durch Biegung und Torsion? Schon eine Idee?Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten oder nachfragen!
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Hallo Jürgen
Die Torsionsprüfung werde ich an meinem Prüfstand in einer zweiten Ausbaustufe realisieren. Dazu werde ich den Blatthalter mit einem Scheibenwischermotor ansteuern. So kann ich mit einer beliebigen Torsion die GFK-Lagen unter voller Last beanspruchen. Die Biegebelastung kann leider statisch nicht so einfach getestet werden. Hier müssen die komplexen Einflüsse der Fliehkräfte unter Berücksichtigung der Massenverteilung im Rotorblatt berücksichtigt werden. Dazu habe ich im Moment noch keine einfach umzusetzende Idee. Andersherum haben Rotorblätter mit einem Vorlauf nahe Null und einem Massenschwerpunkt von > 55% kaum Schwenk und Biegebelastungen auszuhalten. Werde euch bei Zeiten auf dem Laufenden halten.
mfG
NorbertEigenbau-ElektroMechanik M2010/FC28-Jeti+FF9,Scale- und Rumpfhubschrauber mit Rigidköpfen.
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