Rotorblätter selbstgebaut

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  • Blattschmied
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    • 17.08.2011
    • 655
    • Roland

    #61
    AW: Rotorblätter selbstgebaut

    Hallo Klaus

    Du willst es genau wissen ......!
    Die Blätter die ich befertigt habe wie du sie auf dem Foro siehst stammen aus den 90 iger Jahren, schon Damals habe ich weiße Rotorblätter einfach nur hässlich gefunden.

    Ich fertige nur mit Stützkern wie du es schon selber geschrieben hast von Klaus Weise
    Ist das Aufbau identisch außen 80 gramm Leinen dann 163 gramm Leinen 45 Grad geschnitten und eine 100 gramm zum Abschluss Köper und dann hat das ganze den Vorteil beim zusammenschrauben verpresst sich alles schön .

    Zur Bleieinlage die habe ich immer selber gegossen um den Schwerpunkt weit nach außen zu bekommen wie möglich.Auch habe ich die Stützkerne immer selber geschnitten. Ich weiß nicht was du mit Prfessionellen Stützstoff meinst. Da kochen doch alle nur mit Wasser Helitec nimmt Stüropor, JR auch, Ich habe immer die Grünen festen Dämmplatten aus dem Baumarkt genommen, gute Erfolge damit erzielt.Diese nahme ich noch heute......grins!


    Gruß Fred

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    • wirbelwind
      Member
      • 20.01.2005
      • 386
      • Klaus

      #62
      AW: Rotorblätter selbstgebaut

      Hallo,

      @Fred: Danke für deine Antwort.

      Zitat von Blattschmied Beitrag anzeigen
      Du willst es genau wissen ......!
      ... ja ...
      Zitat von Blattschmied Beitrag anzeigen
      Ich weiß nicht was du mit Prfessionellen Stützstoff meinst. Da kochen doch alle nur mit Wasser ...
      Nunja, mit "professionell" meinte ich Stützstoffe, wie sie auch im Original (z. B. Bo 105 usw.) Verwendung finden. Meist sind dies PVC-Hartschäume (wie z. B. Herex). Franz Orthofer (OF vor Heinz Hofmann) hat in seinen Blättern solches Material verwendet. Es ist aber nicht mit einer Styroschneide zu schneiden sondern muss gefräst werden.
      Ich habe aber auch schon festgestellt, dass die meisten nur PU-Schaum verwenden...
      Kannst/willst du noch etwas zum Thema Profilauswahl beitragen?

      Zitat von Amok Beitrag anzeigen
      Ich wäre echt an Blättern interessiert, die sich so schön verbiegen im Schwebeflug, wie bei der großen. Also wo quasi ein Konuswinkel im Schwebeflug entsteht.
      Kein Problem: Biegeweiche Blätter nehmen (keine CFK-Prügel; z. B. Alu-Blätter) und runter mit der Drehzahl, dann hast du einen schönen "umgestülpten Regenschirm".

      Zitat von Amok Beitrag anzeigen
      Und natürlich unser allseits bekanntes Problem mit dem Flexbeam
      Wo ist das Problem? Ohne Flexbeam gäbe es Probleme...

      Zitat von sandokan Beitrag anzeigen
      Vielleicht sollte man damit beginnen, existierende Blätter mal zu analysieren...
      Mitte der 90er gab es mal einen Bericht, wo jemand Rotorblätter im Windkanal vermessen hat und Kennlinien erstellt hat. Insbesondere auch im Hinblick auf verschiedene Randbogenformen. Die Messergebnisse waren eindeutig, die Wirkung am wirklich fliegenden Modell jedoch mehr als ernüchternd...
      Ich habe mal vor geraumer Zeit Rotorblattdaten (Geometrie, Schwerpunktlage,...) von etwa 70 verschiedenen Blatttypen zusammengetragen bzw. selbst vermessen und verglichen. Ergebnis: Es ist alles vorhanden, von extremen Vor- oder Nachlauf über sehr weit innen- bis sehr weit außenliegendem Schwerpunkt, Blattbefestigung vor, auf oder hinter dem Druckpunkt usw.
      Ich habe den Verdacht, dass die Weiterentwicklung rein über dem Absatz geht. Die Blätter die gut verkauft werden sind die Grundlage für neue Blätter...


      Gruß Klaus.

      Kommentar

      • sandokan
        sandokan

        #63
        AW: Rotorblätter selbstgebaut

        Zitat von wirbelwind Beitrag anzeigen
        Mitte der 90er gab es mal einen Bericht, wo jemand Rotorblätter im Windkanal vermessen hat und Kennlinien erstellt hat. Insbesondere auch im Hinblick auf verschiedene Randbogenformen. Die Messergebnisse waren eindeutig, die Wirkung am wirklich fliegenden Modell jedoch mehr als ernüchternd...
        Ich habe mal vor geraumer Zeit Rotorblattdaten (Geometrie, Schwerpunktlage,...) von etwa 70 verschiedenen Blatttypen zusammengetragen bzw. selbst vermessen und verglichen. Ergebnis: Es ist alles vorhanden, von extremen Vor- oder Nachlauf über sehr weit innen- bis sehr weit außenliegendem Schwerpunkt, Blattbefestigung vor, auf oder hinter dem Druckpunkt usw.
        Ich habe den Verdacht, dass die Weiterentwicklung rein über dem Absatz geht. Die Blätter die gut verkauft werden sind die Grundlage für neue Blätter...
        Ah, das ist interessant. Und auch nachvollziehbar. Die Neuentwicklung eines Rotorblatt-Profils wäre auch eher sowas wie ein irre interessantes Hobby-Projekt mit offenem Ausgang. Sicherlich müsste man zunächst eine Art Lastenheft erstellen. Dort sollten gewünschte Eigenschaften erstmal definiert und für vorhandene Blätter ermittelt werden (ca und cw-Werte - evtl. veränderlich über die Blattlänge - geometrische Größen, Gewicht, erreichbare Höchstdrehzahlen usw). Wenn man etwas Flugerfahrung mit den Blättern hat, könnte man da bereits feststellen, welche messbaren Werte spürbaren Einfluss auf das tatsächliche Flugverhalten haben.

        Wie gesagt, es wäre einfach interessant, aber vermutlich würde es sehr lange dauern, bis man auf dieser Basis ein neues Blatt fertig hätte und der praktische Nutzen bezüglich Herstellungskosten und Flugeigenschaften ist natürlich erst recht völlig offen.

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        • wirbelwind
          Member
          • 20.01.2005
          • 386
          • Klaus

          #64
          AW: Rotorblätter selbstgebaut

          Hallo Martin,

          Zitat von sandokan Beitrag anzeigen
          Sicherlich müsste man zunächst eine Art Lastenheft erstellen. Dort sollten gewünschte Eigenschaften erstmal definiert ... werden ...
          genau das ist aber das eigentliche Problem.

          Ist es bei den "Großen" schon problematisch (oder besser gesagt: ein riesen Kompromiss) die Aerodynamik des Blattes für die vorkommenden Flugzustände auszulegen, so dürfte das im Modell noch etwas problematischer sein. Schwebeflug, Rundflug, Kunstflug, 3D-Flug ... im Geschwindigkeisbereich von 0 km/h bis * und einem Abfluggewicht von * bis *

          Aufgrund der relativ geringen Flächenbelastung dürften sich auch entsprechende Maßnahmen nicht wirklich so zeigen, wie sie die Auslegung vermuten lässt.

          Aber,
          Zitat von sandokan Beitrag anzeigen
          ... eher sowas wie ein irre interessantes Hobby-Projekt ...
          dem kann ich nur zustimmen.

          Viele Grüße
          Klaus.

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          • nopost123
            Member
            • 14.09.2009
            • 516
            • Norbert
            • Altenberge, FMSC-Steinfurt

            #65
            AW: Rotorblätter selbstgebaut

            Hallo liebe "Modellbauer".
            Der Bau eines Rotorblattes ist ein sehr, sehr interessantes Gebiet. Wer es schon einmal gemacht hat weiß wovon ich rede. Die letzten Beiträge haben (unabsichtlich?) ein ganz wichtiges Thema angeschnitten. Das Lastenheft! Früher hätte ich geschrieben - "die Konstruktionsidee". So wie man ja auch nicht irgend einen Heli baut sondern ganz bestimmte Vorstellungen hat in Bezug auf den Einsatzzweck, Größe, Antrieb, Gewicht etc. ist es auch beim Rotorblatt. Ich muß mir im klaren sein was das Blatt können soll. Hier kommen die Parameter des Modells für das es ja sein soll ins Spiel. Gewicht des Helis, Blattzahl, Drehzahl, Rotorkopf...um nur einige, aber sehr wichtige Punkte zu nennen. Der Lagenaufbau des Rotorblattes richtet sich genau nach diesen Anforderungen aus. Ein Blatt für sehr niedrige Drehzahlen ist nun mal nicht für hohe Drehzahlen zu gebrauchen und umgekehrt. Ich muß also vorher wissen was ich denn erreichen will. Deshalb sind Angaben zum Laminataufbau auch immer vor diesem Hintergrund zu betrachten. Nicht zuletzt ist die technologische Umsetzbarkeit nicht zu vernachlässigen. Wer keine UNI im Rücken und einen High Tech Betrieb an der Hand hat kann auch mit einfachen Mitteln viel erreichen. Lieber eine einfache, aber reproduzierbare Lösung als eine vieleicht aufwändigere, aber kaum reproduzierbare umsetzen. Rotorblätter selber bauen heißt in Kleinserie zu arbeiten. Zum Schluß folgen noch die Sicherheitstests und die Flugerprobung. Auch diesen Abschnitt darf man nicht vergessen. Selbstgebaute Rotorblätter können dafür aber die Lösung für ein Rotorsystem sein. Großserienhersteller können sich nun mal aus marktwirtschaftlichen Gründen nur an der Masse orientieren. Sonderlösungen sind zu individuell.

            mfG

            Norbert
            Eigenbau-ElektroMechanik M2010/FC28-Jeti+FF9,Scale- und Rumpfhubschrauber mit Rigidköpfen.

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            • coptery
              coptery

              #66
              AW: Rotorblätter selbstgebaut

              Hallo Leute

              ich habe mir für meine Lama wieder Rotorblätter (600'er) aus CFK gebaut. Mit den Blättern aus GFK die ich bis jetzt geflogen habe, hatte ich folgendes Verhalten.

              Wenn ich mit Gaskurve fliege, also auch im Gleichtflug die Drehzahl runternehme war alles normal. Sobald ich aber mit konstanter Drehzahl geflogen bin haben im flachen Gleitflug die Blätter angefangen zu schwirren (ca. 5cm aus der Spur). Ich denke mal, die waren auf Torsion nicht steif genug. Nun habe ich Blätter mit CFK gemacht. Die sind nun brutal steif auf Torsion. Jetzt bin ich mal gespannt. Hoffentlich klart es heute noch auf für einen Testflug.

              Einen weiteren Trick möchte ich euch nicht vorenthalten. Beim Versuch, die Blätter im Backrohr bei 60° zu tempern (die Steifigkeit erhöht sich wesentlich schneller als bei Raumtemperatur) hat mich meine Frau der Küche verwiesen. Ich habe es ja auch eingesehen. Woher jetzt konstant 60° nehmen? Ich habe dann an meiner Zentralheizung am Vorlauf ein Stück Isolation abgenommen, die Blätter drumgepakt und mit ein paar Lagen Zeitungspapier isoliert. Man muß aufpassen, dass die noch nicht ausgehärteten Blätter dabei nicht verspannt werden. Auf jeden Fall waren die nach 12 Stunden Tempern bockhart. Ich werde mir jetzt da etwas verschließbares aus Styropor dranbauen. Wehe, meine Frau versucht, da ihren Kuchen zu backen.

              Dieter

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              • wirbelwind
                Member
                • 20.01.2005
                • 386
                • Klaus

                #67
                AW: Rotorblätter selbstgebaut

                Hallo Dieter,

                wir hatten uns mal eine einfache "Temperkammer" gebaut, die schließlich so aussah:

                Dämmplatten aus Hartschaum (PU oder PS) einfach mit Nägel an der Kante zusammengesteckt, so, dass diese einen "Kasten" ergaben. (Man kann die Platten nach Gebrauch einfach wieder auseinandernehmen und platzsparend lagern)

                Darin lag das GFK-Teil und Wärme wurde über einen normalen Föhn, der in einem Loch einer Platte steckte, zugeführt.

                Damit nun das ganze nicht "abraucht", hatten wir in der Kammer einen Thermostat, der zwischen Föhn und Verlängerungskabel in die Netzleitung gesteckt war.

                Hat prima funktioniert, wobei ich auch sagen möchte, dass ich dieses Teil nie ganz aus den Augen gelassen hatte, bis der Föhn wieder vom Netz war....
                Vorteil einer solchen "Wärmekammer" ist, dass die Wärme wirklich von allen Seiten an das Teil kann. Positioniert man den GFK nicht unmittelbar vor dem Luftstrom, so ist auch eine nahezu gleiche Wärmeverteilung gegeben.

                Viele Grüße
                Klaus.

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                • coptery
                  coptery

                  #68
                  AW: Rotorblätter selbstgebaut

                  Ich habe mal einige Fragen zur Form

                  bis jetzt baue ich meine Rotorblätter ja in einer, über einer Urform laminierten GFK-Form. Wir (mein Kumpel und ich) wollen nun eine ALU-Form anfertigen da die GFK-Form doch etwas verschleißt. Das haben wir schon bei den 325mm Blättern gemacht. Dankenswerter Weise haben wir Zugang zu CNC-Maschinen.

                  Nun meine Fragen.

                  Habt ihr um das Formnest eine umlaufende Vertiefung um überschüssiges Harz vom Verpressen aufzufangen?

                  ist das Formnest an einer Seite oder an einigen Stellen einen kleinen Spalt offen um überschüssiges Harz in die Auffangnut gelangen zu lassen oder gehen die Formplatten Null auf Null zusammen wenn die Form geschlossen wird?

                  Macht jemand Blätter so, dass die Matten über das Nest herausragen, miteinander verpresst und dann nach dem Entformen beschnitten werden?

                  Ich spare mir mittlerweile das Gelcoat und lackiere die Blätter hinterher. Geht schneller beim Laminieren und bringt bei meinen dünnen Blättern die Matten weiter nach aussen.

                  Hat jemand Erfahrung mit Epoxi-Hartschaum, den man nach dem Laminieren flüssig in die Form bringt. Man wartet ein paar Minuten, bis der Schaum die Konsistenz von Rasierschaum hat und schließt dann die Form.


                  Noch kein kleiner Tip von mir. Ich habe das Auge in beiden Formhälften mit einem kleinen ALU-Stift mit 6mm Durchmesser versehen. Innen hat der Stift gleich einen Kegel, der die Zentrierung zum nachträglichen Bohren erzeugt. Wenn die Form nun geöffnet wird, dann hängt das Blatt ja meistens in einer der beiden Formhälften. Nun kann ich von hinten mit einem Körner den Stift nach innen klopfen und das Rotorblatt wird mit dem Auge aus der Form gedrückt. Man muss so nicht mit irgendwelchen Klingen rummachen. Nach dem Säubern der Form muß dieser Stift nur wieder innen bündig positioniert werden. Der Stift hat eine Passung, dass er sich beim Schließen der Form nicht verschiebt.

                  Dieter

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                  • wirbelwind
                    Member
                    • 20.01.2005
                    • 386
                    • Klaus

                    #69
                    AW: Rotorblätter selbstgebaut

                    Hallo Dieter,

                    Habt ihr um das Formnest eine umlaufende Vertiefung...
                    Bisher nicht, da ich auch ausschließlich GFK-Formen habe und da würde der Rand zum Ausbrechen neigen. Ich weis von einem "namhaften" Hersteller, dass dieser überwiegend auch ganz "ordinäre" GFK-Formen verwendet und auf "Null" zusammenpresst.
                    Wenn du allerdings die Form selber - und ohne große Kosten - herstellen kannst, würde ich so eine Rinne machen. Euocopter macht es auch so.

                    ...bringt bei meinen dünnen Blättern die Matten ...
                    Ich weis zwar sehr gut was du meinst, aber vielleicht sollte hier der Hinweis für nicht so Erfahrene erlaubt sein: Bei Rotorblättern und ähnlich beanspruchten Bauteilen kommt ausschließlich Gewebe zum Einsatz. Matten sind für die Autoreparatur...

                    Gibt es eigentlich einen besonderen Grund, warum du nicht die "Bohrung" gleich mitlaminierst? Bei mir sind in der Form Löcher, wo die Blattbohrung sein soll. Beim Laminieren kommt in jede Formhälfte ein (längerer) Stift. Beim Einlegen der Rovings können diese nun um die Stifte gelegt werden. Werden die beiden Formen verbunden, wird von einer Seite der Stift weitergedrückt, bis der andere herausfällt und somit ein Stift durchgeht...

                    Gruß
                    Klaus.

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                    • coptery
                      coptery

                      #70
                      AW: Rotorblätter selbstgebaut

                      Hallo Klaus

                      ich laminiere an die Stelle, an der ich anschließend bohre eine Messingscheibe (8mm Durchmesser 3mm dick) ein. Diese wird dann später durchbohrt und soll die Kräfte besser verteilen. Den Roving 50K lege ich um die Messingscheibe.

                      Dieter
                      Zuletzt geändert von Gast; 01.11.2011, 10:51. Grund: Korrektur

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                      • wirbelwind
                        Member
                        • 20.01.2005
                        • 386
                        • Klaus

                        #71
                        AW: Rotorblätter selbstgebaut

                        Hallo Dieter,

                        das zeigt wieder einmal, dass viele Wege zum Ziel führen...

                        Ich schiebe über den Stift eine Messinghülse, so habe ich auch eine Verstärkung an der Blattbohrung. So wie ich es sehe, ist deine Lösung beim Laminiervorgang einfacher zu handhaben, meine Lösung danach, da ich nicht mehr passgenau bohren muss.

                        Was für eine Form von Gewichtseinlage verwendest du? Selber gegossen, Rundstangen, Gardinenblei ... *

                        Gruß Klaus.

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                        • nopost123
                          Member
                          • 14.09.2009
                          • 516
                          • Norbert
                          • Altenberge, FMSC-Steinfurt

                          #72
                          AW: Rotorblätter selbstgebaut

                          Zitat von coptery Beitrag anzeigen
                          Wenn ich mit Gaskurve fliege, also auch im Gleichtflug die Drehzahl runternehme war alles normal. Sobald ich aber mit konstanter Drehzahl geflogen bin haben im flachen Gleitflug die Blätter angefangen zu schwirren (ca. 5cm aus der Spur). Ich denke mal, die waren auf Torsion nicht steif genug.
                          Hallo Dieter
                          Deiner Beschreibung nach fangen die Blätter im Bereich nahe 0° Pitch an zu "schwirren". In diesem Zustand werden sie aber gar nicht auf Torsion beansprucht. Ich vermute eine zu große Rücklage des Blattschwerpunktes. Die Folge ist, dass die Blätter nicht mehr wissen ob sie nach oben oder unten das immer vorhandene Spiel der Blattanlenkung ausnutzen sollen. In Folge dessen geht die Blattspur auseinander. Dieser Effekt wird möglicherweise auch verursacht wenn die Blattbohrung etwas zu weit nach hinten verrutscht ist. Dann Liegt der Drehpunkt zu nahe am Auftriebsmittelpunkt bzw. schon dahinter. Bei meinen Blättern für gemäßigte Drehzahlen verwende ich ca 27% bis 30% Bleieinlage im Verhältnis zur Gesamtblattmasse. Wie sieht dein Massenverhältnis aus? Ist die Blattbohrung leicht hinter der dicksten Profilstelle?

                          mfG

                          Norbert
                          Eigenbau-ElektroMechanik M2010/FC28-Jeti+FF9,Scale- und Rumpfhubschrauber mit Rigidköpfen.

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                          • coptery
                            coptery

                            #73
                            AW: Rotorblätter selbstgebaut

                            Also das Gesamtgewicht meiner Blätter beträgt 64g. Davon entfallen 19g auf das Bleigewicht. Das Bleigewicht ist in einer Silkonform selber gegossen. Somit passt es sehr gut in die Nase. Dies ergibt dann so gut wie keinen Vorlauf am Blatt.

                            Das beschriebene Problem mit dem Schwirren hatte sich mit den Carbonblättern erledigt. Die Formulierung "hatte" benutze ich, da ich meinen Heli gerade geschrottet habe. Die Blätter waren praktisch noch warm vom Tempern.



                            Im Augenblick habe ich keine Lust, den Heli genauer zu untersuchen.

                            Dieter

                            Kommentar

                            • nopost123
                              Member
                              • 14.09.2009
                              • 516
                              • Norbert
                              • Altenberge, FMSC-Steinfurt

                              #74
                              AW: Rotorblätter selbstgebaut

                              Hallo Dieter
                              Mein aufrichtiges Beileid. Wie du dich jetzt fühlst kann ich nur erahnen. Nach so viel Mühen (und auch ersten Erfolgen) vor einem "Trümmerhaufen" zu stehen ist sehr, sehr bitter. Lass den Schock jetzt erst einmal sacken (vieleicht mit einem guten Tropfen...) und geh dann in ruhe an die Ursachenforschung. Deinem Text entnehme ich das die Blätter gut liefen. Ist da ein Rotorblatt weggeflogen? Ein Blatthalter ist ohne jegliche Blattreste?

                              Ich hoffe das du schnell über diesen Rückschlag hinwegkommst.

                              mfG

                              Norbert
                              Eigenbau-ElektroMechanik M2010/FC28-Jeti+FF9,Scale- und Rumpfhubschrauber mit Rigidköpfen.

                              Kommentar

                              • coptery
                                coptery

                                #75
                                AW: Rotorblätter selbstgebaut

                                Hallo liebe Trauergemeinde

                                mir geht es ganz gut. In dem betreffenden Blatthalter war schon noch ein Rest von ca. 3cm. Sieht man auf dem Bild nicht. Diese Schäden sind definitiv beim Einschlag entstanden.

                                Schadenbilanz ist erstellt

                                drei Hauptrotorblätter
                                eine Blattlagerwelle mit Blatthalter
                                ein Delrin Tellerrad
                                Anschluß Heckausleger zum Hauptrahmen
                                Kabinenboden

                                Die Servos haben zum Glück nichts abgekommen. Auch die Kanzel konnte ich wieder einfach ausbeulen. War nur nach innen gedrückt.

                                alles in allem ein Materialpreis von ca. 15€ (inkl. Rotorblätter ) und Arbeit für 10 bis 20 Stunden
                                dies ist jetzt ein Anlaß, die Antriebswelle zum Heck auf den Gitterrohrrahmen zu legen und nicht dazwischen
                                das hat mich sowieso schon immer gestört.

                                Ich habe schon etwas rumgelötet. Geht super obwohl lackiert. Die Farbe brennt es lokal weg und mit Flußmittel lötet es sich einwandfrei. Ein Hoch auf Stahlrohr.

                                Ich bin mir nun nicht mehr sicher ob es nur ein Steuerfehler war. An einem Blatthalter fehlt die Kugel die daran angeschraubt war. Das könnte der Grund gewesen sein, warum ich den Heli nicht mehr unter Kontrolle gebracht habe. Ob die Kugel dann wegen der Fliehkraft aus der Pfanne geflogen ist?

                                Dieter
                                Zuletzt geändert von Gast; 01.11.2011, 19:12. Grund: Korrektur

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